• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

EU kippt Verbrennerverbot ab 2035 – Todesstoß für die Autoindustrie

Ja, die Industrie hat Fehler gemacht, keine Frage. Und es gibt unterschiedliche Sichtweisen. Die einen sehen den Untergang der deutschen Autoindustrie, die anderen sehen genau jetzt die Chance: mit etwas mehr Zeit wieder aufzuholen, Stärken auszuspielen und den Lead zurückzuholen.
Statt diese Chance zu diskutieren, wird hier lieber der Abgesang geprobt. Dieses Mindset ist kein Fortschritt, das ist Selbstsabotage.
Auch wenn ich den Chance-Gedanken sehr sympathisch finde, ist er realwirtschaftlich genauso NAIV wie D und EU Politik hierzu.

Aus meinen beruflichen Kontexten habe ich recht tiefen Einblick in den Ab-/Rückbau der Autoindustrie. Ohne eine innovative EU Batterieproduktion und eine geschlossene EU Wertschöpftungskette keine globale (!!!) Zukunft! Für beides ist der Zug längst abgefahren.

Einzig BMW hat weitgehend eAuto global verstanden und kann wg. Premiumzuschlag die Batterieabhängigkeit -Stand heute- kompensieren.
Alle anderen sind vereinfacht gesagt 10J hinterher und damit chancenlos.

Zumindest im Consumerbereich werden D eAutos global (!!!) keine Rolle mehr spielen, dass dies in D noch eine Weile anders sein wird... ok, so what... aber mit dem D Markt kann weder eine VW, noch ein Mercedes überleben... 🤷‍♂️

Das bestätigt es: https://www.heise.de/news/Verbrenne...Social&utm_source=LinkedIn#Echobox=1765786353
 
Zuletzt bearbeitet:
Statt diese Chance zu diskutieren, wird hier lieber der Abgesang geprobt.
Wir waren Weltmarktführer in Solartechnik, Photovoltaik und Windkraft. Aber das machen jetzt andere. Wir haben lieber und unentwegt darüber geklagt dass das alles nicht geht und sind um‘s goldene Kalb Verbrenner gelaufen. Und haben eben nicht die Chancen diskutiert. Und Politiker die das wollten wurden verjagt. Es wundert aber auch nicht denn Diskussionen in D über Autos haben etwas von Diskussionen über Waffen in den USA. Kleine Anekdote: im Radforum sollte das Thema „Entwicklung einer Radverkehrsinfrastruktur zur Entlastung der an Autos erstickenden Städten“ diskutiert werden und endete in wüster Beschimpferei Richtung derjenigen die sich erdreisteten Abseits des Autos und dessen Erfordernissen Chancen für Städte zu sehen. Es war grotesk.
Meine Frau arbeitet in der Metallbranche und die berichtet das vor allem wegen der sinkenden Nachfrage der Autoindustrie ein Metallhändler nach dem anderen dicht macht oder reduziert. Weil deutsche Autos weltweit so gut verkauft werden?
Was ist eigentlich aus dem Land der Dichter, Denker und Ingenieure geworden? Rohstoffarm wie wir sind liegen unsere Chancen bei Innovation und Entwicklung. Aber träge geworden und eingeschläfert durch die Petrolheads haben wir den Zug verpasst.
Ich stimme dem zu, das kommt alles ein bisschen spät. Nicht der Abgesang wird geprobt, so langsam wird das abgehängt sein wahrgenommen.
Edit sacht noch:
Das hat mir der YT-Algorithmus gerade vorgeschlagen, passt gut zum Thema:
Wir reden immer zu spät
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich kann man den Vergleich mit der Transformation von Apple sehr gut heranziehen, gerade weil wir uns in einem Apple-Forum befinden. Apple ist nicht alternativlos und schon gar nicht über Nacht von PowerPC auf Intel umgestiegen. Dieser Schritt wurde über Jahre geplant, optimiert und intensiv erforscht. Beide Plattformen wurden parallel weiterentwickelt, bis eine klar bessere Lösung verfügbar war. Erst dann erfolgte der Wechsel. Es wurde nichts radikal abgeschnitten und sicher nicht erst danach versucht, mit dem Brecheisen irgendeine Notlösung durchzusetzen.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Genau so hätte man auch beim Thema Motorentechnologie vorgehen müssen. Deutschland baute über Jahrzehnte hinweg die besten Verbrennungsmotoren der Welt. Statt technologische Spitzenleistung weiterzuentwickeln und neue Antriebskonzepte seriös vorzubereiten, wurde die Industrie von ideologisch getriebenen und fachlich überforderten Politikern ohne realistische Alternativen gekappt.

Das Resultat ist offensichtlich: Die besten Verbrennungsmotoren werden heute dort gebaut, wo inzwischen auch die besten Elektromotoren entstehen. Technologieführerschaft wurde nicht verloren, sie wurde fahrlässig verschenkt.

Im Kern ist es ganz einfach: Man hat ein Rennpferd im Stall, das weltweit alles schlägt. Dann kommt jemand ohne Sachverstand, schneidet dem Pferd aus ideologischen Gründen die Beine ab und wundert sich anschliessend, warum es kein Rennen mehr gewinnt. Eine derartige Kurzsichtigkeit leistet sich leider vor allem die deutsche Politik. Es scheint niemand zu merken in Deutschland. :-)
 
Das sehe ich anders. Die Vorstände der deutschen Autobauer haben über Jahrzehnte die Milchkuh gemolken, kurzfristige hohe Gewinne anstatt Geld in Forschung zu investieren und Richtung Alternative Antriebsarten zu gehen. EAutos völlig überteuert und hässlich vom Design (die ersten Modelle).
Weil der ausentwickelte Verbrenner kaum Kosten, aber hohe Gewinne versprach.
Einfach verschlafen die Entwicklung. Und jetzt mit Gewalt was ändern müssen.
 
Das Verbrenner-Aus wurde 2023 beschlossen (und wahrscheinlich vorher schon eine Weile diskutiert). Gelten sollte es ab 2035. Das sind 12 Jahre, in denen die deutsche Industrie marktreife und gut verkaufbare Auto entwickeln könnte. Bis dahin kann sie Gewinn mit Verbrennern machen.

Was hindert die Autoindustrie daran, diesen Zeitraum zu nutzen? Ist sie nicht in der Lage, in 12 Jahren ein Fahrzeug zur Serienreife zu bringen? Parallel Marktanalyse, Marketing Konzept und Absatzwege zu finden? Ach nein, muss sie ja nicht. VW hat gerade das Design Center hier in Potsdam dicht gemacht. Dort wurden Prototypen für übermorgen entwickelt. Braucht kein Mensch ...

Und wer liefert nach 2025 Getriebe, Motoren usw. für Verbrenner zu, wenn die Zulieferbetriebe jetzt schon dicht machen oder sich auf E-Autos umstellen? China?
 
Dann kommt jemand ohne Sachverstand, schneidet dem Pferd aus ideologischen Gründen die Beine ab
Entschuldige wenn ich widerspreche aber das ist eben genau die ideologische Diskussion die gerne von den Petrolheads geführt wird. „Die Beine abgeschnitten“ wurde vor allem der technologischen Entwicklung und Innovation. Und denjenigen die sich damit beschäftigten und produzierten. Bestes Beispiel ist die Wärmepumpe: unter Führung der Bild-„Zeitung“ als Untergang Deutschlands gebrandmarkt ist sie jetzt Verkaufsschlager. Wenn man sich aber Interviews mit Managern dieser Branche in D anschaut dann sagen diese unverblümt das dies in D Arbeitsplätze gekostet hat.
 
Bestes Beispiel ist die Wärmepumpe: unter Führung der Bild-„Zeitung“ als Untergang Deutschlands gebrandmarkt ist sie jetzt Verkaufsschlager.
Kann gar nicht sein, das war ja eine Idee von Habeck. Und wo wäre Deutschland jetzt, wenn jemand auf ihn gehört hätte und womöglich in eigene Chipfabriken investiert? Wir hätten eigene Chips für Autos und so. Das braucht nun wirklich keiner. Genau wie Ladesäulen für E-Autos, da gibt es nicht mal Ultimate oder Super plus.
 
Ich habe letztens eine Doku gesehen über einen Ingenieur der ein Verfahren entwickelte alte Photovoltaikpanele sortenrein zu zerlegen zur Wiederverwertung der Rohstoffe. Obwohl der Silberanteil der Panele unter 1 Prozent liegt würde dieser 50% der Kosten tragen.
Wetten das auch diese Technologie abwandert? Wir sind so sehr mit der Rettung und Verteidigung des Verbrenners und des Kaminofens beschäftigt das wir nicht mehr merken was uns wirklich retten kann.
 
  • Like
Reaktionen: Librar
Entschuldige wenn ich widerspreche aber das ist eben genau die ideologische Diskussion die gerne von den Petrolheads geführt wird.
Ich bin überhaupt kein Petrolhead. E-Autos sind einfach geil (zumindest finde ich Teslas geil).

Das Problem liegt oft in der falschen Perspektive: E-Autos sind nicht deshalb geil, weil sie angeblich umweltfreundlicher sind, sondern weil sie brutal beschleunigen, extrem leise sind und massiv Geld sparen, wenn man sie zu Hause lädt.
Kann gar nicht sein, das war ja eine Idee von Habeck.
Zum Glück ist der Weg, wahrscheinlich einer der unfähigster Politiker der Deutschland je hatte. Leider sitzen noch zu viele im Parlament und verdienen sich eine goldene Nase.

was uns wirklich retten kann.
was soll denn gerettet werden?
 
  • Like
Reaktionen: Benutzer 66680
Immer dieses Märchen vom "effizienten Verbrenner". Jeder Physiker kann sich bei dieser Phrase nicht entscheiden, ob er lachen oder die Hände über dem Kopf zusammenschalgen soll. Es gibt keine "effizienten" Verbrenner. Maschinen die nur zwischen 20 bis 25% der eingesetzten Energie wirklich umsetzen und den Rest einfach als Wärme abgeben sind nicht "effizient". Da kann sich die Riege an Populisten noch so aufregen und herumbrüllen, der deutsche Michel noch so sehr in seiner "Wahlfreiheit" eingeschränkt fühlen... an den thermodynamischen Gesetzen für Wärmekraftmaschinen werden sie nicht rütteln.
(gilt im übrigen auch für Heizungen - da gibt es auch nichts effizienteres als eine Wärmepumpe. Aber wer hört schon auf Menschen, die sich damit auskennen, wenn man auch auf Hubsi Aiwanger, Höcke oder die Fast Drei Prozent hören kann...)

Und auch wirtschaftlich ist das jetzt wieder die dümmstmögliche Entscheidung. Selbst wenn man das ganze Thema Ökologie beiseite lässt und nur auf die Ökonomie schaut, gibt es keine zwei Meinungen. Jetzt am Ziel zu rütteln ist das dämlichste was Europa machen kann.


Es löse weder die aktuellen Probleme der Hersteller noch sichere es Industrie-Jobs in Deutschland, wenn nun doch noch länger Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren neu zugelassen werden, sagte etwa die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, die Münchner Volkswirtin Monika Schnitzer, der Süddeutschen Zeitung (Montagsausgabe) laut Vorabbericht. „Würde man diese Arbeitsplätze retten, wenn man das Verbrenner-Aus jetzt verschiebt? Ich fürchte, das Gegenteil ist der Fall.“

Aber auch hier... weshalb auf Ökonomen hören, wenns um Wirtschaftsfragen geht. Wenns um technische Fragen geht hört man ja auch nicht auf Ingenieure. Und Ärzte oder Virologen haben auch keine Ahnung von ihrem Job, wissen wir ja aus der Zeit von 2020 bis 2022.

Die Heizungsindustrie hat man ja auch schon nachhaltig demoliert. Die hat zwar kräftig in Anlagen und Personal investiert und baut die effizientesten und besten Wärmepumpen der Welt, die auch weltweit gut nachgefragt werden. Baut jetzt aber Industrieanlagen und Personal in Deutschland ab, weil die deutsche Bevölkerung durch dummdreiste Politiker verarscht und belogen wurden, jetzt jeder die Füße stillhält oder gar wieder Gas- und Öl-Heizungen einbaut. Und dann kann man auch gleich irgendwo in Osteuropa oder gleich in Asien produzieren, wenn man eh nur dorthin verkauft.

Und bei der ganzen Debatte "pro Verbrenner und für die Gasheizung" hat man die weitere Abhängigkeit von Roh- und Treibstoffen aus gar nicht mal so freundlich gesinnten Staaten noch gar nicht betrachtet.


Wie sagte Harald Lesch mal so treffend: "Technologieoffenheit ist häufig ein Ausdruck für technologische Ahnungslosigkeit"
 
wenn man auch auf Hubsi Aiwanger, Höcke oder die Fast Drei Prozent hören kann...
oder auch auf nen "Dieb" für Swasticars , denn er hat die Firma ja nur anderen "weggenommen". Denn er hat die Gründer mit einer Vision nur verdrängt.
 
Ohne Argumente zieht man sich halt wieder irgendwas aus dem Zusammenhang, ignoriert den Rest komplett und betreibt Whataboutism. /plonk
 
  • Like
Reaktionen: access
@MichaNbg Stimmt, Politiker vom Schlage Chrupalla, die Gas von Putin kaufen wollen, denn der hat uns ja nichts getan... noch nicht.
 
Man kann sich noch so sehr auf Physik, Effizienz oder Ökonomie berufen – Kaufentscheidungen sind emotional. Menschen lassen sich nichts vorschreiben, weder beim Auto noch bei der Heizung. Genau deshalb erzeugen Verbote, Moralkeulen und ideologische Überhöhung vor allem eines: Trotz.

Autos werden nicht aus Umweltgründen gekauft, Effizienz interessiert die wenigsten. Entscheidend sind Status, Leistung, Größe und Bequemlichkeit. Wenn Effizienz zählen würde, gäbe es keinen Markt für schwere, PS-starke Fahrzeuge. Stattdessen fahren mehr M-BMWs, AMGs und SUVs herum als je zuvor.

Was viele ablehnen, ist daher nicht das E-Auto oder die Wärmepumpe, sondern eine belehrende Politik, die glaubt, besser zu wissen, wie Menschen zu leben haben. Transformation als Zwang erzeugt Abwehr, egal wie gut die Argumente sind.

Selbst die effizienteste Technik hilft nichts, wenn sie politisch verbrannt wird. Wer Akzeptanz will, muss Angebote machen statt erziehen.

Oder kurz: Transformation scheitert nicht an der Technik, sondern an Politik, die Rationalität verordnen will – und dabei vergisst, dass Menschen emotional entscheiden.
Stimmt, Politiker vom Schlage Chrupalla, die Gas von Putin kaufen wollen, denn der hat uns ja nichts getan... noch nicht.
Das ist halt wieder ein sehr indifferenzierter Beitrag.

Zum Beispiel beim EU-Aserbaidschan-Gasdeal sollte man sehr genau hinschauen. Er wird als Abkehr von Russland verkauft, dabei ist mit Lukoil ein russischer Konzern an zentralen Förderprojekten wie Shah Deniz beteiligt. Ganz ohne russische Interessen läuft dieses Gas also nicht.

Eingefädelt wurde der Deal 2022 von der EU-Kommission unter Ursula von der Leyen, die ihn als strategische Diversifizierung präsentierte. Unterm Strich verlagert man Abhängigkeiten, statt sie wirklich zu beenden – und bindet sich zusätzlich an ein autoritär regiertes, fossilabhängiges Land. Kurzfristig mag das helfen, strategisch ist es alles andere als sauber. – Also kauft die EU russische Rohstoffe, einfach viel teurer. Und verkauft es den "Dummen" Menschen als differenziert.
 
was soll denn gerettet werden?
Die Wirtschaft. Ich betrachte das aus ökonomischer Sicht und nicht ideologisch. "Nur weil es grün ist ist es schlecht" ist ein schlechter Ratgeber. Wir brauchen neue Ideen, neue Wirtschaftszweige, die alten reichen nicht mehr. Und noch etwas zum undifferenzierten Politiker-Bashing: Hat nicht dieses Land die Politiker die es verdient? Politiker die eine Vorstellung haben, die Ideen entwickeln und auch wirrtschaftliche und energietechnische Möglichkeiten ausserhalb althergebrachter Technologien sehen und verwirklichen wollen werden, wie hier ja wieder bestätigt wird, als unfähig bezeichnet. Eins passiert dabei aber immer, die Chancen werden ignoriert bzw. nicht wahrgenommen. Wundert aber nicht den seit Adenauers Zeiten ist eins in die deutsche DNA gerutscht: Keine Experimente! Meine Vorstellung der Zukunft in D wandert ja immer mehr Richtung Kuba: mühevoll am leben gehaltene jahrzehnte alte Verbrenner tuckern trotzig über die Straßen, der Beruf des Denglers der in der Lage ist aus Konservendosen eine Kotflügel zu dengeln, erlebt eine ungeahnte Renaissance, aber Hauptsache die Grünen und die Migranten sind weg.
 
Na wenn Menschen nach Emotionen kaufen, haben sie wohl keine guten Emotionen mehr bei deutschen Luxuskarossen. In China verkaufen sie nichts mehr, weil vie zu teuer und nicht konkurrenzfähige E-Fahrzeuge. In Nordamerika verkaufen sie nichts mehr, weil die ach so hervorragenden Verbrenner (daraus besteht ja weiterhin der Großteil der Produktpalette) auch verschmäht werden, weil absurd teuer bei sinkender Qualität.

Und natürlch Zoll, zehn Jahre Rückstand im Infotainmentmarkt, usw. usw.

Ist ja nicht so, dass Mercedes, Audi, VW und Porsche nicht zu 80% weiterhin Dreckschleudern bauen würden. Die kaufen aber eben immer weniger Menschen. Und die 20% E-Fahrzeuge im Portfolio stinken gewaltig ab.

Das KOMMT jetzt erst langsam hoch, nachdem sie mal langsam konkurrenzfähig geworden sind. Volkswagen gewinnt langsam wieder Marktanteile und überzeugt mit dem ID.7 und den neuen Low- und Midrange Fahrzeugen. BMW haut diverse Produktinnovationen raus und wächst in dem Segment auch.

Und genau jetzt, wo Momentum aufgebaut wird, die neuen Produkte endlich mal international Aufsehen erregen und die Nachfrage weltweit steigt, kommen ewig gestrige Politiker und verunsichern vor allem die Verbraucher wieder massiv. Herzlichen Glückwunsch.
 
Warum schwingt ihr jetzt wieder zurück auf E-Autos? Ich hatte gehofft, dass das Forum jetzt endlich wieder mit Politik Themen geflutet wird. Der Ansatz war ja schon da! Applaus
 
Es ist ja ein beliebtes Spiel über die pöse Industrie zu schimpfen, die Unmengen an Kohle einschiebt und nichts dafür tut. Ich komme ais der Fahrzeugentwicklung von BMW und daher ist mir die wirkliche Situation bekannt und ziehe das jetzt mal als Beispiel heran, wobei das sich von den anderen Herstellern nicht so stark unterscheiden dürfte:
Erst einmal, ein Unternehmen wie BMW ist kein Wohlfahrtsunternehmen. Vielmehr ist es eine Kapitalanlage vieler Anleger, die natürlich eine Rendite ihrer Anlagen erwarten. Das sollte man mal unbedingt klarstellen. Die Dividenden-Ausschüttung betrug in 2025 4,3% pro Aktie. Das ist zwar etwas mehr als die Banken an Sparzins zahlen, aber so viel nun auch wieder nicht. Die Laufzeit eines Modellangebots dauert etwa 5 Jahre und das ist auch die Zeit für die Entwicklung eines neuen Fahrzeugs vom Lastenheft bis zum Serienanlauf. Die Entwicklungskosten eines neuen Modells betragen ca. 4 Mrd €. und für diese Kosten muss BMW natürlich in Vorleistung gehen Daher braucht es als Basis eine fundierte Marktanlayse, ob die Kosten durch die späteren Verkäufe wieder reingeholt werden können. Planungssicherheit heißt also die Devise und die ist bei dem derzeitigen Zickzack-Kurs der Politik eine schwierige Geschichte. Bei BMW ist derzeit knapp ein Drittel des Modellangebots elektrisch, verkauft werden aber derzeit nicht ganz 10% E-Fahrzeuge. Die erzwungene Zweigleisigkeit ist also ein echtes Problem und der Fixpunkt 2035 wäre in dem Zusammenhang schon für die Planungssiherheit gut gewesen.