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Ein Mann, eine Idee, eine bessere Welt!

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von zottel@mac, 16.02.09.

  1. zottel@mac

    zottel@mac Klarapfel

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    Hallo ATler,
    das hat zwar nicht mal im entferntesten mit Apple zu tun, aber ich bin neugierig was ihr davon haltet...

    Ich habe mir die letzten Jahren in etlichen Diskussionen immer den Mund über so etwas wie Elektroautos und deren Umsetzbarkeit zerreden lassen. Nun habe ich jedoch endlich ein Projekt bzw. eine Firma gefunden die es möglich machen würde vollständig unabhängig vom Öl zu werden.
    Der Projekt-/Firmengründer ist Shai Agassi, ein ehemaliges Vorstandsmitglied von SAP. Er ist einer der führenden Köpfe der globalen Wirtschaftselite, und hat das neue Projekt ins Leben gerufen mit dem Namen " Project Better Place".

    Das Konzept beruht auf der Idee, das es in der Zukunft günstiger und umweltfreundlicher wäre, mit Elektroautos durch die Gegend zu fahren. Das Problem bei Elektroautos ist meist eine geringe Reichweite, lange Ladezeiten und eine relativ kurze Akkulebensdauer. Shai Agassis Lösung basiert auf dem Tausch des Akkus des Elektroautos an einer heutigen Tankstelle. Wenn man von einer durchschnittlichen Reichweite von rund 150km pro Akkuladung ausginge, dann könnte man an einer “Zapfsäule” sich bequem den Akku tauschen lassen und lediglich die enthaltende Energie bezahlen. Heutzutage existiert so ein System schon beim Kauf von Propangasflaschen. Wenn man eine Propangasflasche nachfüllen lassen möchte, dann bekommt man stehts eine neue, volle Flasche und bezahlt nur das enthaltene Gas. Lange Ladezeiten wären dann für den Konsumenten kein Problem.
    "Better Place" ist sozusagen der Mobilfunkprovider des Autofahrens (man kauft die Leistung dort ein, nicht das Gerät selbst)... Man mietet diese Akkus und den darin gespeicherten Strom wie man die Minuten bei einem Mobilfunkvertrag mietet, der Akku selbst bleibt aber im Besitz des Unternehmens. Somit entfällt der hohe Kaufpreis der Akkus für den Endverbraucher.
    Elektromotoren haben zudem den Vorteil, das der Wirkungsgrad gegenüber Verbrennungsmotoren höher ist. Mit einer entsprechenden Infrastruktur von Austauschstationen könnte dieses zu einer Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen führen.

    Mittlerweile ist Israel bereit der Firma "Better Place" die Tore zu öffnen und wird somit zu einem riesigen Feldversuch für das Konzept. Autohersteller wie Renault/Nissan sind auch schon mit an Bord und haben bestätigt Autos zu rationalen Preisen liefern zu können wenn der Absatzmarkt groß genug ist (z.B. bei dem Feldversuch in Israel). Auch andere Länder (Dänemark, Australien, Californien...) haben schon Interesse bekundet.
    Persönlich finde ich neben dem Umweltschutzaspekt (es würde nur Öko-Strom verwendet...) an dieser Firma jedoch sehr sympathisch, dass sie für die Verwendung von internationalen Standards auf diesem Gebiet eintritt, um so den "Elektroautobatteriemarkt" offen für Konkurrenz zu halten.

    Ich könnte jetzt weiter jede Einzelheit des Projektes vorstellen, habe aber denke ich das wichtigste gesagt. Mehr erfahrt ihr auf der Hompage der Firma.

    Dort gibt es auch einen Werbefilm sowie Verlinkungen zu verschiedenen Interviews mit Shai Agassi. Wirklich sehenswert!


    "We're not only running out of energy,
    we're also running out of time..."

    LG,
    zottel
     
    #1 zottel@mac, 16.02.09
    Zuletzt bearbeitet: 16.02.09
  2. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    argh, die selbe Idee hab ich hier schon halb ausformuliert liegen und wollte, nach meinen Klausuren das ganze weiter bearbeiten und veröffentlichen / Patent anmelden.
     
    proteus gefällt das.
  3. JJ1308

    JJ1308 Raisin Rouge

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    Also die Idee an sich find ich ganz gut, aber wenn man bedenkt, dass der Akku eines Tesla Roadster zB 450kg wiegt, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie man das so einfach wechseln sollte...da würde man auf jeder Tankstelle ein Kran etc. benötigen und mindestens 2 Leute die sowas auch bedienen...

    Also ich glaube, dass da zuerst mal die Hersteller von Akkus was machen müssen, damit diese ein Gewicht von so ca. 50kg haben, aber was da zB. im Tesla verbaut ist, ist eindeutig viel zu schwer...
     
  4. zottel@mac

    zottel@mac Klarapfel

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    Also diese Tankstellen sind laut Better Place so etwas wie Waschstraßen durch die man hindurchfährt und währendessen wird mit einer Maschine der Akku automatisch gewechselt. Einen vollen Benzintank hebt dir ja an der Tankstelle auch keiner ins Auto. ;)
     
  5. muffin_man

    muffin_man Reinette Coulon

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    Ich mag die Idee sehr, bin auch total Öko, jedoch habe ich einige Bedenken.

    - Die Akkus gehen irgendwann kaputt, --> es ensteht sehr schnell, ich habe mir einen neuen Akku + Auto gekauft, warum sollte ich ihn jetzt hergeben.

    - Wer bezahlt dann die Akkus, vieleicht könnte man das Problem so lösen jedes Jahr müsse man ka wie viel so ein Akku kostet 500€ bis 1000€ zahlen, aber wer macht das.

    Mal so eine Frage am Rande früher hatte die autos ja so 10-30 PS, warum hat man das heute nicht mehr warum braucht man umbedingt 200- unendlich?
     
  6. darkCarpet

    darkCarpet Halberstädter Jungfernapfel

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    Und wie sieht das mit dem dabei enstehenden Abfall aus? Oder werden die Akkus dann wieder aufgeladen und "wiederverwertet"?
     
  7. muffin_man

    muffin_man Reinette Coulon

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    Ähhhhm Akkus keine Batterien????
     
  8. Peitzi

    Peitzi Blutapfel

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    Ähm... weil die Autos damals nicht so viel wogen wie heutzutage.
    Ausstattung wiegt nunmal und damit man auch mit 2 Tonnen noch sicher einen LKW überholen kann, braucht man dafür eben entsprechend Leistung.

    Und natürlich, wie konnte ich vergessen, weil es Spass macht. ;)
     
  9. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    An sich keine schlechte Idee, aber wie willst du das ganze lagern? Wenn ich so an unsere alte Tankstelle in Deutschland denke wo täglich ein paar hundert Autos getankt haben.
     
  10. zottel@mac

    zottel@mac Klarapfel

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    Nein eben nicht. Das ist das geniale am Konzept.
    Bei einem Handyvertrag gehören dir auch nicht die Mobilfunkmasten sondern nur die Minuten. Du kaufst nur das Auto, die Akkus (so wie bei Benzin auch) gehören Better Place und du kannst dir den Strom kaufen der da drin gespeichert ist. Somit wird eben genau dieses Problem umgangen!

    .... Sry, habe vergessen das im Artikel zu erwähnen. :-[
     
  11. jarod

    jarod Spartan

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    Und was wird dann mit dem ganzen Elektrosmog, der den Planeten befällt? ;)

    Scherz beiseite, die Autoindustrie hat solche Pläne sicher schon seit Jahren und Jahrzehnten in der Schublade.
    Leider werden sie, solang es Öl gibt wohl dort auch verbleiben.
    Ansich aber eine interessante Idee.
     
  12. darkCarpet

    darkCarpet Halberstädter Jungfernapfel

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    Danke für die Erklärung. Ich weiss, was ein Akku ist, aber im Zusammenhang mit einem Auto, weiss ich es eben noch nicht so genau und habe deshalb nochmal nachgefragt.
     
  13. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    In meinem Entwurf mietet man die Akkus. Du kaufst Dir also dein Auto und im Kaufpreis ist dann z.B. die Mietgebühr für ein Jahr Akkutausch drin. Alte Akkus, die nicht mehr gut sind können so an den Tankstellen aussortiert werden, man hat also keinen eigenen Akku.
     
  14. zottel@mac

    zottel@mac Klarapfel

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    Schade holger, denn genau das ist die Idee von Shai Agassi gewesen, nur das er damit jetzt wahrscheinlich Milliarden verdient... ;)

    Habe ich vergessen in meinem Artikel zu erwähnen... werde ich ändern!
     
  15. nev03

    nev03 Freiherr von Berlepsch

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    Und wo sollen die ganzen Akkus gelagert werden? Da bräuchte jede Tankstelle ein riesen Depot :eek:, wenn man bedenkt wie viele Autos pro Tag an einer Tankstelle tanken.
     
  16. zottel@mac

    zottel@mac Klarapfel

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    Naja, 1l Benzin braucht auch seinen Platz, aber ich muss dir recht geben. Das gleiche frage ich mich auch. Aber Better Place wird das sicher bedacht haben, wenn sie "so kurz" vor der Einführung in Israel stehen.
     
  17. JJ1308

    JJ1308 Raisin Rouge

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    1. Der Akku von beispielsweise einem Tesla Roadster hält ca. 160.000km...die meisten haben zu dem Zeitpunkt ihr Auto schon wieder verkauft, bzw. könnte man es ja so machen, dass ab einer bestimmten Laufzeit die Akkus einfach wieder durch neue ersetzt werden.

    2. Die Kosten für die Akkus könnte man ja so hereinbringen indem man zB. eine jährlich Steuer bezahlt, die eben dem Preis eines Akkus entspräche...oder nach der Laufleistung des Autos, d.h. wer in 10 Jahren 160.000km fährt, zahlt dann nur einen Akku, wer aber im Jahr 320.000km fährt bezahlt gleich 2 im Jahr

    zu deiner Frage: Nehmen wir als Beispiel einen Fiat 500. Da gab es den alten und wie du vielleicht weißt, gibt es mittlerweile auch einen neuen. Also der alte hatte ca. 15 PS und wog ca. 500kg (je nach Ausstattung unterschiedlich. Der neue Fiat 500 hat 55 PS und wiegt allerdings fast eine Tonne. Das liegt vor allem daran, das die alten Autos solche Sicherheitsfeatures oder auch für den Umweltschutz nötige Geräteschafften (Kat etc.) nicht hatten. So hat der alte 500er nicht mal einen Airbag und ich bin mir gerade nicht sicher, ob er überhaupt einen Gurt hatte. Und da du ja gesagt hast, dass heute die Autos alle über 200 PS haben müssen, das gab es damals auch schon, nur das entscheidende dabei ist immer auch das Leistungsgewicht. So hatte etwa ein Audi quattro von 1983 306 PS bei 1335 kg Gewicht einen Wert von 0-100 in 4,9s und ein Vmax von 250 km/h. Ein heutiger Audi, sagen wir mal S5 wiegt 1630 kg, hat 354 PS und braucht von 0-100 5,1s, Vmax ist gleich...
    Das heißt, mehr Ausstattung=mehr Gewicht=mehr Leistung für gleiche Fahrleistung
    Ungefähr verstanden?
     
    muffin_man gefällt das.
  18. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Du kannst einen Feldversuch mit einer 6Mio. Bevölkerung nicht mit 80Mio. deutschen vergleichen.
     
  19. zottel@mac

    zottel@mac Klarapfel

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    Selbstverständlich nicht, jedoch ist ein Versuch derartiger Abdeckung beeindruckend. Das ist ein höherer Prozentsatz als zur Ermittlung der Fernsehquote in Deutschland.

    Warum sollte auch so etwas nicht in Deutschland funktionieren wenn man dementsprechend mehr Akkuaustauschstationen baut? Außerdem geht es hier auch nicht um ein Projekt was von jetzt auf heute umgesetzt wird. Man kann z.B. erst mal Großstädte sowie einen Tankstellenkreis (München-Berlin Hamburg-Stuttgart oder so) ausbauen und das dann langsam erweitern.
     
  20. darkCarpet

    darkCarpet Halberstädter Jungfernapfel

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    Warum ausgerechnet in Israel? Hatte das besondere Gründe? Wollte sonst kein anderes Land "die Tore für dieses Expermiment öffnen"?
     

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