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Ein Apfel, zwei Bisse: Die datenhungrige Wolke

Das einspeichern von Kontaktdaten sehe ich auch nicht als kompromittieren an. Zudem haben Privatpersonen kaum wirklich sensible Daten von anderen Personen und vor allem nicht in so großen Mengen wie Unternehmen.
Weißt du, ich sage es mal ganz deutlich: Für MICH ist selbst die Offenlegung aller geheimen Forschung eines Pharmakonzerns weniger wichtig als die Frage, wer _meine_ Telefonnummer hat. Oder anders gesagt: Was für mich wichtig ist, entscheide ich. Nicht ein Konzern.

Das würde eher unterstreichen, dass das Datenschutzgesetz (ebenso wie das Urheberrecht) überholt sind und dringend reformiert werden müssen.
Ja. Richtig. Die Weitergabe von Daten müsste dringend auch für Privatpersonen strengen Schutzgesetzen unterworfen werden. Ganz schlicht: Es müsste strafbar sein, anderer Menschen Daten ohne deren Zustimmung an Dritte zu übergeben, wie es im Falle einer Cloudnutzung eindeutig der Fall ist. Niemand will ein Adressbuch verbieten, warum aber ein Privatignorant nur zu seiner Bequemlichkeit die Daten von hunderten Menschen kompromittieren dürfen soll, erschließt sich mir nicht.
Oh prima, dann lass uns auch gleich das Wählen einer Telefonnummer oder das Schreiben einer Adresse auf einem Briefumschlag als illegal deklarieren.
Es ist dir bewusst, dass du hier völlig daneben liegst, mit dem Beispiel? Es ist der Zweck einer Telefonnummer, dass sie gewählt wird und der Zweck einer postalischen Adresse ist es, auf einem Brief zu stehen. Zweckkonforme Verwendung würde ich das nennen. Wenn mich also jemand anruft, weil er meine Nummer von mir bekommen hat, dann ist das erwünscht. NICHT und zwar AUSDRÜCKLICH NICHT erwünscht ist, dass er diese Nummer zusammen mit meinem Profilphoto und meinem Geburtstag an irgendwelche Datendienste weitergibt. DAZU habe ich ihm die Nummer nicht gegeben. Und das sollte auch für Privatpersonen strafbar, und zwar ordentlich, sein.
 
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Oder anders gesagt: Was für mich wichtig ist, entscheide ich. Nicht ein Konzern.
Klar darfst Du das. Ebenso darfst Du Dich irren. Wir leben ja schließlich in einer freien Gesellschaft.

Die Weitergabe von Daten müsste dringend auch für Privatpersonen strengen Schutzgesetzen unterworfen werden. Ganz schlicht: Es müsste strafbar sein, anderer Menschen Daten ohne deren Zustimmung an Dritte zu übergeben, wie es im Falle einer Cloudnutzung eindeutig der Fall ist.
Und ganz schlicht: Ein solches Gesetz wäre weder praktikabel umsetzbar noch praktikabel kontrollierbar. Und für Kontakte im Ausland würde ein solches Gesetz eh nicht gelten.
Zudem sehe ich jetzt kein besonderes Schutzbedürfnis von Kontaktdaten - Der deutsche Gesetzgeber übrigens auch nicht, verlangt er doch z.B. von jeder Privatperson, die eine Website betreibt, die Offenlegung der Kontaktdaten über die Anbieterkennzeichnung.

Niemand will ein Adressbuch verbieten, warum aber ein Privatignorant nur zu seiner Bequemlichkeit die Daten von hunderten Menschen kompromittieren dürfen soll, erschließt sich mir nicht.
Wo kompromittiert er denn was? Prinzipiell sind die Daten in einer Cloud erst mal sicherer als zuhause oder in einem geschriebenen Adressbuch.

Es ist dir bewusst, dass du hier völlig daneben liegst, mit dem Beispiel? Es ist der Zweck einer Telefonnummer, dass sie gewählt wird und der Zweck einer postalischen Adresse ist es, auf einem Brief zu stehen. Zweckkonforme Verwendung würde ich das nennen.
Nein, ich liege nicht daneben. Oder ist "Adressen in einem Adressbuch aufbewahren" nicht zweckkonform? Sinn und Zweck von Adressbüchern ist wohl offensichtlich, dass man daraus Telefonnummern und Adressen entnehmen kann, um damit Personen kontaktieren zu können. Oder verlangst Du ernsthaft, dass Menschen sich tausende Telefonnummern und Adressen im Kopf merken?
Früher stand übrigens praktisch jeder mit Namen und Adresse im Telefonbuch.

Und das sollte auch für Privatpersonen strafbar, und zwar ordentlich, sein.
Tja, da bin ich exakt anderer Meinung. Wir sollten endlich mal unser Datenschutzgesetz entrümpeln und an die Realität anpassen.
 
Wir leben ja schließlich in einer freien Gesellschaft.

Prinzipiell sind die Daten in einer Cloud erst mal sicherer als zuhause oder in einem geschriebenen Adressbuch.

Unzutreffende Verallgemeinerung.
Es kommt auf den jeweiligen Nutzer an.

Schließlich geht es bei dieser Diskussion hier jedoch nicht um die AdressDaten sondern um die Erkenntnis "wer macht was mit wem". Diese Erkenntnis scheint Apple Facebook Google & Co sehr viel wert zu sein.
 
Nein, das ist tatsächlich so. Die Sicherheitsstandards der Cloud kann ein Privatnutzer zuhause praktisch nicht erreichen - Oder wohnst Du etwa in einem Hochsicherheitsbereich? Adressbücher aus Papier bieten einem Dritten auch recht wenig Widerstand beim Auslesen der Daten. Wird es vergessen/gestohlen hat jedermann, der es in die Hände bekommt, unbeschränkten Vollzugriff auf alle enthaltenen Daten.
Und zumal die meisten Endbenutzer auch keine Experten in Sachen IT-Sicherheit sind, kann man die Cloud getrost als sicheren Datenhort bezeichnen.

Diese Erkenntnis scheint Apple Facebook Google & Co sehr viel wert zu sein.
Zumindest ist es nicht Apples Geschäftsmodell, Daten an Dritte zu verkaufen (siehe die Streitigkeiten zwischen Apple und Verlagen wegen den Offline-Abos, weil Apple Kundendaten nicht herausgeben wollte).
 
Genau. Letzten Endes ist es auch eine unzutreffende Verallgemeinerung zu behaupten jeder Cloud-Dienst würde Daten an Dritte verkaufen oder anderen Schindluder damit treiben.

Apples Geschäftsmodell ist da recht klar. iCloud und Co verkauft mehr Geräte, und wird daraus auch finanziert. Das bisschen Kleingeld (im Vergleich zu der iPhone Gewinnspanne) das sich mit Schindluder an den Daten verdienen liese steht in keinem Verhältnis zu dem potentiellen Schaden der entstünde wenn das auffliegen würde.
 
Ja nu, aber wo willst Du da den Zusammenhang sehen?

Logisch, dass Apple basierend auf ihren Daten z.B. Empfehlungen für App-Store-Käufe oder im Rahmen von iAds nutzt.
Alle anderen Datenverwendungen passen doch gar nicht in Apples Geschäftsmodell und zudem hat Apple im Vergleich zur Konkurrenz nicht mal sonderlich interessante Datenzu bieten.

Außerdem kann man sich gewöhnlich auf die AGBs von Unternehmen verlassen. Facebook und Google machen jetzt nicht gerade ein Geheimnis daraus, welchen Schindluder man mit den Kundendaten treibt. Entsprechende Passagen fehlen bei Apples AGB bzw. wird Datenschutz explizit zugesichert.
 
Das Zeitalter der Clouds beginnt gerade.

Zusammenhänge kann man nur vermuten bzw. zeigen sich mit der Zeit.

Ich lasse mich gern überraschen. Im oben verlinkten Wikipedia sind viele Möglichkeiten aufgezählt wie man Daten zu Geld macht.

Let's wait & see.
Solange es nicht meine eigenen Daten sind ;-)
 
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Jepp, die Clouds sind im Aufschwung. Zusammen mit den Trends Richtung "Internet of Things" und "Big Data" können wir uns auf eine weitere digitale Revolution freuen.

Mit Daten kann man seit eh und je Geld verdienen. Früher haben sich Versandhändler bei Adressverlagen Kontakte gekauft, heute kauft TomTom Positionsdaten bei Vodafone ein, um Staus besser prognostizieren zu können.

Die wertvollsten Daten haben zur Zeit Google (Suchanfragen, Mails, Positionsdaten über Google Maps), Facebook (Gefällt mir-Angaben), Amazon (Kaufverhalten, Produkt-Reviews), Bezahlsysteme (Kaufverhalten, Bewegungsmuster) und Mobilfunkanbieter (Positionsdaten der Kunden). Apple hat vergleichsweise nur sehr umspektakuläre Daten.
 
Der Release des MacPro steht unmittelbar bevor. Dessen neues Design hat den Cloud-Gedanken perfekt implementiert.

Vielleicht kommt die 'Professional iCloud' ?
Oder ein ähnliches innovatives Konzept für die Pro-User?

Let's wait & see...
 
Wieso ist das Design des Mac Pro ohne HDD Einschübe das Gegenteil eines Desktops für Cloud Computing?
Der neue Mac Pro hat keinen nennenswerten Speicher (in Relation zur Rechenleistung).

Das interessiert mich jetzt (auch auf die Gefahr diesen Spionage- und Datenklau-Thread zu sprengen :-/ )

Der alte Mac Pro ist für mich das Gegenteil von Cloud Computing. Brauche ich mehr Speicher, schiebe ich halt noch paar TB rein ...
 
Der neue Mac Pro ist eine Workstation mit Dual-GPUs (die Betonung liegt hier auf GPU), PCIe SSD und 6 (!!!) Thunderbolt-Schnittstellen.
Und bis zu 1TB intern ist also kein nennenswerter Speicher? Das reicht für das System und die meisten Jobs locker. Für Videoschnitt schließt man eh externe RAIDs an (Promise hat da was passendes im Angebot).

Irgendwann wird auch die Cloud den Mac Pro ablösen. Aber dazu benötigt es Internetverbindungen, gegen die sogar unsere momentanen Glasfaseranschlüsse noch wie GPRS-Verbindungen aussehen.

Ein Cloud-Client-Computer™ hätte dann nur eine schwache CPU, Anschlüsse für Ein-/Ausgabeperipherie und eine gute Netzwerkkarte. Ein solcher Computer wäre aber eher mit einem Raspberry Pi verwandt, denn mit einem Mac Pro.

PS: Und bitte nicht die Cloud mit Datenspeicher gleichsetzen. Das ist ist genauso falsch wie ein Haus als Küche zu betiteln.
 
Ja, den feuchten Traum von der Rückkehr des Großrechners, der nur noch "dumme Terminals" bedient und alle brav wieder Rechenzeit kaufen, haben die Bonzen nie wirklich begraben. Mit "thin clients" hat sich diese Idee, den Anwender endlich wieder zu entmachten, über die Jahrtausendwende gerettet und mit dem Cloud-Verbrechen eine neue Facette gegeben - denn früher war vielleicht Rechenleistung was wert, aber jetzt sind es die Daten. Die "dummen Terminals" können also gerne Gigabytes an Hauptspeicher und 8 Kerne oder 16 Kerne haben, wichtig ist nur, dass sie keinerlei Kontrolle und Hoheit über die verarbeiteten Daten mehr behalten.

Aber meine Hoffnung ist, dass auch dieser Versuch der Priester des totalitären Zentralismus in der IT eine Blase ist. Seit der Erfindung des PCs versuchen die Großen wie IBM u.a. panisch, dem Anwender wieder weg zu nehmen, was ihnen ein eigenständig funktionierender Computer an Freiheit gegeben hat. Und bisher ist es ihnen nicht gelungen. Es wird auch dieser Cloud-Ansatz scheitern - die Leute sind auf Dauer nicht so blöd.
 
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Schön geschrieben, aber leider an der Realität vorbei.

Der Anwender bzw. Kunde bekommt durch die Cloud endlich wieder macht. Dem werten Kunden passt Anbieter A nicht mehr? Kein Problem, in einer Stunde kann er zu Anbieter B, C oder D umziehen. Und zwar nicht nur mit einer kleinen Anwendung, sondern mit riesigen Infrastrukturen.Der Vendor-Lock-In wird bald der Vergangenheit anhören und niemand muss mehr für Leistungspotential zahlen, dass er gar nicht will und benutzt. Daher werden zukünftige Endgeräte auch nur minimale CPU und Arbeitsspeicherressourcen haben.

Übrigens handelt es sich bei der Cloud nicht um einen Zentralismus, sondern um einen Pluralismus. Die Cloud kontrolliert niemand. Weder IBM, noch Amazon, noch die NSA.

Und nochmals: Datenspeicherung in der Cloud ist nicht der Kern der Cloud, sondern nur Beiwerk des Ganzen. Und auch "Datenklau" ist nicht das Geschäftsmodell von Cloud-Anbietern.
 
Sorry, aber DAS ("Die Cloud kontrolliert niemand. Weder IBM, noch Amazon, noch die NSA.") ist völlig an der Realität vorbei. Nichts steht mehr unter fremder Kontrolle als "die Cloud". Und die Wege dahin. Ein (geschirmtes) Kabel von meiner USB-Buchse zum Iphone-Dock, DAS steht unter niemandes Kontrolle außer meiner. Die Cloud ist der Zentralrechner 2.0.
 
Sorry, aber DAS ("Die Cloud kontrolliert niemand. Weder IBM, noch Amazon, noch die NSA.") ist völlig an der Realität vorbei.
Nein, es ist die Realität. Weil die Cloud aus einer Vielzahl von unabhängigen Systemen auf Soft- und Hardwareebene besteht, die vielen unterschiedlichen Leuten und Unternehmen gehören.
 
Nein, es ist die Realität. Weil die Cloud aus einer Vielzahl von unabhängigen Systemen auf Soft- und Hardwareebene besteht, die vielen unterschiedlichen Leuten und Unternehmen gehören.

Selten so einen Blödsinn gehört, der Traffic geht über einen Provider. Und natürlich kann der alle Daten speichern (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) und auch manipulieren. Daneben gibt's die zitierte Reihe Cloud Anbieter. Meist fällt die Wahl auf einen Anbieter und somit reduziert sich die Vielfalt der Cloud-Anbieter auf einen.
Provider und Cloud-Hoster sitzen also in Pole-Position ;-)

In Pole-Position wäre ich aber gerne selbst. :-D
 
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Selten so einen Blödsinn gehört, der Traffic geht über einen Provider. Und natürlich kann der alle Daten speichern (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) und auch manipulieren.
Sehe ich wie du, weshalb ja einzelne Unternehmen z.B. in Deutschland, der Schweiz und Frankreich damit werben, dass der Traffic der europäischen User nur über Provider geht, die sich dem (gegenüber US-amerikanischen) strengeren deutschen/schweizerischen etc. Datenschutzrecht beugen müssen.

Wenn es so wäre wie du sagst, Bananenbieger, dann müsste man sich über die Enthüllungen eines Herrn Snowden ja keine Gedanken machen. Aber hier ist es ja (teilweise) so, dass die US-Behörden Zugriff auf den Datenstrom und die Dechiffrierung haben. Nur weil sich Dropbox nicht dazu geäußert hat, heißt das ja nicht, dass die nicht auch der NSA Zugriff gewähren (müssen). Wer da heute noch von Ausspäh-Sicherheit ausgeht, ist meiner Meinung nach ein wenig naiv.
 
Selten so einen Blödsinn gehört, der Traffic geht über einen Provider. Und natürlich kann der alle Daten speichern (Stichwort Vorratsdatenspeicherung) und auch manipulieren.
Der Traffic geht nicht über einen einzigen Provider, sondern üblicherweise über mehrere (nur die letzte Meile ist pro Anschluss festgelegt). Da hat also niemand die volle Kontrolle.

Daneben gibt's die zitierte Reihe Cloud Anbieter. Meist fällt die Wahl auf einen Anbieter und somit reduziert sich die Vielfalt der Cloud-Anbieter auf einen.
Nein, die Wahl fällt eben nicht auf einen einzigen Anbieter. Moderne Cloud-Architekturen verteilen sich über mehrere Cloud-Anbieter weltweit - Aus Kosten und Redundanzgründen.

Und bevor Du mich beschuldigst, "Blödsinn" zu erzählen, wäre es wirklich nett, wenn Du Dich mal mit der Materie in der Tiefe auseinandersetzt.