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Magazin Ehemaliger Chef von General Motors: „Apple hat keine Ahnung, in was sie sich da hineinbegeben“

Ähm...du hast jetzt sicher eine lange Liste von Anbietern parat, die innovativere Fahrzeuge für Massenmärkte herstellen als das "verstaubte" Volk. Ich spreche von Fahrzeugen, die in großer Anzahl verfügbar sind und nicht nur für Millionäre aus Silicon Valley oder Hollywoodprominenz bezahlbar sind. :p

Natürlich nicht, weil es keine Konkurrenz gibt. Und das wiederum führt dazu, dass es keinerlei Anstrengungen dort gibt, die über das langweilige Gefrickel der klassischen Automobilindustrie hinausgehen. Und das wiederum ist genau das Setting, das dazu führen kann, dass eine ganze Industrie in die Knie geht, wenn ein Player daherkommt, der radikal innoviert.

Schau Dir mal das Gejammer und Gehetze von diesem Volk an, als Tesla in der Oberklasse plötzlich mehr Autos in den USA verkauft hat, als BMW, Audi und Mercedes zusammen. Noch so ein Symptom für eine sehr kranke Industrie.

Ich hab regelmässig Aufträge in Automotive bei einem Hersteller hier ums Eck. Ich mag die Leute, arbeite gerne mit denen. Aber in Vergleich zu anderen Industrieen sind die kaum in der Lage aus ihrem System auszusteigen. Und das führt immer irgendwann zu ri eeigen Problemen, die hier in D nun wirklich niemand will und braucht. Da hängt zu viel dran.

Eine kleine Ausnahme gibt es schon, finde ich - BMW. Die haben mal wenigstens was versucht. Und wie das bei ersten Versuchen halt oft so ist, es rockt nicht gerade das Haus. Aber inmerhin.
 
Was wir hier hinsichtlich Sicherheit/Unfälle noch nicht diskutiert haben: So ein iCar ist nicht allein.
Der Mensch in seinem Auto muß auf die Straße achten, das Wetter, die Vorwegweiser, die Kinder am Straßenrand, die Durchsagen im Radio/Navi und wenn s geht, die Bremslichter im übernächsten Fahrzeug im Auge behalten, das klingelnde Handy und die nervenden Kinder auf dem Rücksicht ignorieren.

So ein iCar kommuniziert mit seinen Artgenossen
"10,97 m vor der Einmündung Dorfstraße Kind mit Ball am Straßenrand - Vorsicht", "Unter der Brücke Glatteis, maximal 25,66 km/h möglich",
"Aus der Feldstraße schneller Radfahrer in Richtung Kreuzung unterwegs",
"Auf der linken Spur manueller Idiot mit 200 km/h beim Rasen, auf den nächsten 10 km nicht überholen",
"SOS, Primärsystem ausgefallen, aktiviere Ersatz-Warpkern und fahre rechts ran. - Ok, Pannenservice und Catering für die Passagiere bestellt. Currywurst und Champagner war das doch, oder?"
"Der Raser hat sich um den Brückenpfeiler gewickelt, Abschleppdienst benachrichtigt, Überholen wieder gefahrlos möglich".

Allein, weil die selbstfahrenden Autos viel mehr Informationen über einen größeren Verkehrsraum haben, ist eine Senkung der Unfallzahlen sehr wahrscheinlich.
 
Ich finde, bei der künftig möglichen Qualität des Selbstfahrens muss doch eines klar sein: Autofahren ist eine - auch wenn der Mensch sie ausübt - vollständig automatisierte Tätigkeit. Achtet mal darauf: Überlegt mal, ob die vorige Ampel rot oder grün zeigte. Oder ob auf Straße xy vor Dir ein Auto war oder nicht. Das alles wird schon bei Menschen mehr oder weniger "durchs Rückenmark" gesteuert.
Wer will denn bestreiten, dass Computer automatisierbare Vorgänge früher oder später besser beherrschen als Menschen? Das Ganze ist nur eine Frage der Komplexität und des Aufwands.
Sobald die Technik weit genug ist, wird die Automatisierung quasi zwangsläufig möglich werden. Das betrifft nicht nur Autos. Mit anderen Dingen sind wir schon lange fertig: Berechnungen, Simulationen, Produktion, Ablaufsteuerung von Prozessen, ... immer sagen einige Leute, dass das nichts wird. Und es wird trotzdem was. Das Muster wiederholt sich ständig, man muss nur mal hinsehen.

Wir werden noch ganz andere Dinge erleben (wenn wir alt genug werden). Lest mal Ray Kurzweil, z.B.. Man muss seine Meinung nicht uneingeschränkt teilen, aber es öffnet einem doch die Augen. Oder auch ruhig einen Roman wie "Avogadro Corp.".
 
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Sieht man sich die heutigen Autos an, wird man schnell bemerken, dass an den mechanischen Komponenten in den letzten Jahrzehnten im Prinzip kaum noch etwas verbessert wurde.

Unabhängig von der Apple-Auto Diskussion: Schau nochmal hin :) (Stichworte wären Getriebe, Lenkung, Federung/Niveauregulierung, Konstruktion der Sicherheitszelle(n)... Was hat sich eigentlich im Verbrauch und in Konstruktion von E-Motoren der Leistungsklasse "PKW" so im Vergleich zu Verbrennermotoren in den letzten 10 Jahren getan?)

P.S.: Schöner Avatar!
 
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Nichts, genauso wie bei Verbrennungsmotoren (überspitzt gesagt). Und das liegt nicht an der Technik, sondern an der innovationsbremsenden Salamitaktik der Industrie bzw. an den Konsumenten und nicht an der Technik.
 
Aus meiner Sicht ist weniger das Problem die Automatisierung irgendwann hinzubekommen, sondern vielmehr, dass wir nicht die bestehenden Verkehrsmittel auf den Straßen bei Stunde 0 der Automatisierung des Individualverkehrs werden verschwinden lassen können/wollen. Also muss alles im parallelen Betrieb von "Eigenfahrern" und "Autopiloten" möglich sein. Das macht letzteres komplexer, als es für sich alleine sein müsste.

Und es wurde bereits vom @ottomane erwähnt: Im Berufsverkehr sind wir zum Großteil bereits selbst Automaten. Mag keiner hören, aber trifft wohl auf jeden zu. Wer fährt die tägliche Strecke zur Arbeit "bewusst"? Wenn ich mich so im Stau umschaue sehe ich überwiegend "Automaten", bewusst wird nur etwas gemacht, was nicht zum führen eines Kfz gehört (sms schreiben, Unterhaltung mit dem Beifahrer, Sender suchen, ...) ...
 
Ein Hemmnis gibt es allerdings, das die Gleichzeitigkeit von echten und unechten Autos auf Dauer bewahren wird: Für viele Menschen ist Autofahren eine emotionale Sache. Sie werden es nicht aufgeben. Womöglich wird es Hybridfahrzeuge geben, die zwei Fahrmodi haben.

Was würde ich dafür geben, schon heute automatisch ins Büro oder sonstwohin gefahren zu werden. Ich könnte währenddessen was Tolles lesen oder ein Nickerchen machen.
 
Der gemeine Audi A6 Fahrer würde so ein vollautonomes Fahrzeug ohnehin nur dann kaufen, wenn es einen "nutze ausschließlich-die-linke-Spur-und-drängle-alle-anderen-von-der-Bahn" Modus hätte. :p
 
Elektroautos hat VW auch schon 1993 in Kleinserien gebaut. Nannte sich Golf Citistromer. Immerhin 50km Reichweite hatte der.

Und der e-Golf ist wirklich cool, nur leider zu teuer und problematisch was das aufladen außerhalb der eigenen vier Wände betrifft.
 
Der gemeine Audi A6 Fahrer würde so ein vollautonomes Fahrzeug ohnehin nur dann kaufen, wenn es einen "nutze ausschließlich-die-linke-Spur-und-drängle-alle-anderen-von-der-Bahn" Modus hätte. :p

Das gilt auch für die Fiat-Panda-Fahrerinnen, die eine "ziehe ohne Blick nach hinten kurz bevor einer überholen will und blockiere so lange wie möglich die linke Spur"-Funktion haben wollen werden.

Soviel zu den Stereotypen.
 
Apple weiß ganz genau wo sie sich hinein begeben. Die anderen zittern schon, werden Apple aber nicht aufhalten können. Apple wird mal zu so einem Riese wie man ihn aus vielen Filmen kennt wo eine Firma in fast allen Bereichen allmächtig ist [emoji23]
 
Phhhhu.... Wieder kein Porsche dabei ^^
Porsche hat letztes Jahr für 50 Mio Dollar 10% der Fa. Inrix erworben, die weltweit führend in der Echtzeit-Überwachung von Verkehr und Fahrzeugen ist. Allein in Deutschland werden 500 Millionen Datenpunkte angezapft, die Autos, Staus, Wetterdaten, Straßensensoren darstellen. Dazu gehören Connected Drive von BMW in den i3 und i8 oder die neuen Passat-Modelle. In Bayern nutzt Inrix das staatliche System zur Echtzeit-Datenbereitstellung. Quelle
 
Garantiert nicht unwahrscheinlich. Wenn Computersysteme unbeeinflusst von menschlichem Fehlverhalten wären, wäre die IT ein ruhiger und beseelter Ort. Dem ist aber nicht so.