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Drei Tage im Büro: Apple ändert Pläne ab September.

Wie Altertümlich. Dass es wirklich noch Unternehmen gibt die da feste Vorschriften machen.
Kann ich absolut verstehen. Die menschliche Natur beinhaltet Bequemlichkeit, v.a. ohne Kontrolle. Als Arbeitgeber hätte ich definitiv großes Interesse, dass die Mitarbeiter regelmäßig in der Firma sind. Natürlich es es schon branchenabhängig.
Bei Apple kommt dazu, dass die sich vor einigen Jahren eine recht exklusive Hütte (Spaceship) hingestellt haben. Und nun wollen die Mitarbeiter nicht mehr hingehen...
 
Kannst du hier ein paar Beispiele nennen, was sich deiner Meinung nach bei diesen Tools bewährt hat? (gerne auch kurz, warum)
Klar gerne. Den Anfang machten Mattermost und Jitsi, schlichtweg weil sie schnell selbst gehostet werden konnten und verknüpfbar sind. Gleichzeitig wurde dann Teams geprüft und letztlich auch eingeführt (hat aus Datenschutzgründen und aufgrund der Vertragsprüfung länger gedauert).

Die Arbeitsweise ist aber immer identisch. Jeder Mitarbeiter hat einen Teams Zugang und ist ganz allgemein dem Unternehmen zugeordnet. Es gibt dann Teams für die einzelnen Abteilungen und fachbereichübergreifenden Projekte. Mit Jitsi/Mattermost bzw. jetzt auch mit Teams wurden Verhaltensregeln eingeführt. So ist das von vielen hier angesprochene "spontane vorbeischauen" in Teams gar kein Problem. Wenn jemand abwesend ist, ist er nicht am Arbeitsplatz, auf dnd ist jemand im Gespräch und bei anwesend problemlos erreichbar. Ich kann also spontan einen Kollegen anrufen und kurz mit ihm sprechen oder einen weiteren dazu holen.

Diese Spontanität geht weit über das hinaus, was im Büro möglich ist. Auch Notizenversand durch OneNote, geteilte Projektordner usw... sind super in Teams integrierbar. Es gibt bei uns mittlerweile Mitarbeiter welche mal alle 2 Wochen ins Büro kommen. Insgesamt hat die Einführung dieser Collaborative Tools die Zusammenarbeit massiv verbessert. Es ist ein viel schnellerer und intensiverer Austausch möglich, Projektübergaben sind kein Problem usw... Die Arbeit funktioniert nun völlig Standortunabhängig.

Auch berichten viele Mitarbeiter dass sie ihre Arbeit deutlich effizienter erledigen können, da es bei weitem nicht mehr so viele Ablenkungen gibt (der Kaffeeklatsch im Pausenraum oder Flurfunk). Its done when its done, so hat man auch gerne mal nach 6h Feierabend.

Klar, hat sowohl bei der Belegschaft als auch bei den Führungskräften eine Zeit lang gedauert sich an diese Gedanken zu gewöhnen, mittlerweile will aber nichtmal mehr der Vorstand die Leute zurück ins Office holen. Die Arbeitsabläufe funktionieren schneller und besser, die Arbeit wird mind. auf dem gleichen Niveau wie vorher erledigt und die Mitarbeiter sind entspannter und haben mehr Zeit für sich und ihre Kinder. Nachteile sehen da nur einzelne Charakter, die kommen dann wie gehabt 4 von 5 Tagen ins Büro.

Wichtig ist es, nicht einfach Teams in den Raum zu schmeißen und zu sagen wie es funktioniert. Es muss zusammen mit dem Programm, mit den Schulungen eine Arbeitskultur vermittelt werden. Wenn dies funktioniert -> unglaublich viele Vorteile.

Wie gesagt, der Kunde spart Millionen. (wenn ich von "uns" und "wir" spreche, meine ich den Kunden, wenn man seit fast 3 Jahren vor Ort arbeitet, fühlt man sich als Teil des Unternehmens ;))

Kann ich absolut verstehen. Die menschliche Natur beinhaltet Bequemlichkeit, v.a. ohne Kontrolle. Als Arbeitgeber hätte ich definitiv großes Interesse, dass die Mitarbeiter regelmäßig in der Firma sind. Natürlich es es schon branchenabhängig.
Bei Apple kommt dazu, dass die sich vor einigen Jahren eine recht exklusive Hütte (Spaceship) hingestellt haben. Und nun wollen die Mitarbeiter nicht mehr hingehen...
Das sind dann diejenigen, die sich wundern dass ihre geschätzten Mitarbeiter auf einmal für die Konkurrenz arbeiten oder sie eben nicht mehr die Qualität an Mitarbeitern am Markt erreiche, die sie gewohnt sind.
 
Weil mir ein „Like“ in dem Fall zu wenig ist, nochmal in Textform: vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Mattermost kenne ich rudimentär, habe mich aber noch nicht eingehender damit befasst. Mit Teams und OneNote kenne ich mich praktisch gar nicht aus.

Abgesehen davon, ist es für mich absolut nachvollziehbar, dass es nicht (nur) auf die Software-Tools ankommt, sondern dass es eigentlich um das Etablieren und Einspielen von Prozessen und Gepflogenheiten geht.
 
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Büro ist super für gemeinsamen Sport, Essen und Feiern.
Aber wenn man mal richtig was arbeiten will ist man zu Hause besser aufgehoben. Auch wenn man ein großes Meeting hat, wo man eh nur zuhören muss. Oder wenn man den ganzen Tag sowieso Standortübergreifende Besprechungen hat.

Als ich noch täglich im Büro ist ständig jemand vorbeigekommen der grad mal was spontan wissen wollte, das macht einen an manchen Tagen auch wahnsinnig. Wenn man feste Bürotage hat, da kann man das besser aushalten und balancieren.
 
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@AppZ Und ich fand immer Unternehmen besser, die mit geringer Fluktuation „werben“ können. Somit bin ich mit meinen >15 Jahren wohl wieder komplett altmodisch...

Bei den genannten drei bis vier Jahren - hui, da würden wir manchen fast noch nicht mal alleine in gewissen Teilen der Produktion lassen können...
Wir hatten/haben auch immer wieder MA, die nach kurzer Zeit oder z.B. zwei Jahren dann woanders hin wechseln - weil dort ja alles viel besser ist. Nur hört man dann auch nach kurzer Zeit oft, dass es dann dort auch nichts war und man jetzt da und dort arbeitet... Liegt das dann nur an den AG oder eben auch am AN? Einfach nur keinen wirklichen Bock oder ist das dieses modern von dem Du immer sprichst?

Ah - und dann habe ich die Antwort auf das AG-/AN-freundlich geliefert: Ja, ich bin der Meinung, dass es demnächst in den nächsten 1-2 Jahren hier auch in Deutschland wirtschaftlich schwierig wird. Wie das dann viele Firmen wegstecken werden, kann noch niemand sagen - und was mit den vielen Mitarbeitern passieren wird, auch nicht. Nur bin ich der Meinung, dass die goldenen Zeiten, in denen wir aktuell leben, auch sehr schnell vorbei sein können.
 
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Die einen wollen anderen vorschreiben, wo sie zu arbeiten haben obwohl es keinerlei Auswirkungen auf sie oder andere hat.
Die anderen sagen "kauf dir so ein Fahrzeug, aber auf eigene Rechnung und nicht auf Kosten aller".

Ja, totale Spaltung. "Aiaiai".
Niemand schreibt Dir etwas vor, wo Du zu Arbeiten hast, Du kannst Dir jederzeit den Arbeitgeber heraussuchen, der die von Dir gewünschten Arbeitsbedingungen anbietet. Ein Recht, dass Du einseitig bestimmst, wo Du gern Deine Arbeitsleistung erbringst gibt es nicht.

Die Dienstwagendiskussion ist eine reine Neiddebatte, niemand bekommt die Kosten „von der Allgemeinheit“ erstattet - lediglich der Teil den „die Allgemeinheit“ vom Gewinn glaubt beanspruchen zu dürfen wird um die Kosten gesenkt. Der Arbeitnehmer zahlt den Geldwerten Vorteil und das Unternehmen auch Mehrwertsteuer auf diesen. Prinzipiell nichts anderes als jeder andere Sachbezug (Mahlzeiten, Obstkörbe, Privatnutzung von Handy, Computer, Internet, Fahrrad, …). Die meisten Protagonisten der Neiddebatte verabschieden sich schnell aus dieser, sobald sie selbst in den Genuss der entsprechenden Sachleistungen kommen, was man an den Politikern jeglicher Colour beobachten kann.
 
Wieso scheint eigentlich das Modell "Dienstwagen statt höheres Gehalt" für viele Arbeitnehmer:innen besonders reizvoll zu sein?

Ist das eine reine Prestige Geschichte?
 
Wieso scheint eigentlich das Modell "Dienstwagen statt höheres Gehalt" für viele Arbeitnehmer:innen besonders reizvoll zu sein?

Ist das eine reine Prestige Geschichte?
Nein, unterm Strich ist es trotz der Versteuerung meist günstiger als Privatkauf inkl. Unterhaltskosten, zumindest wenn man aktuelle Modelle fahren möchte, bei einem älteren „abgeschriebenen“ Gebrauchtwagen kann das auch anders aussehen. Zumindest hat man in jedem Fall keine private Kapitalbindung/Kreditbelastung und fix kalkulierbare Kosten, was beim privatem PKW so nicht unbedingt gilt (Reparaturen, Unfälle, …).
 
Zum Geschäftswagen. Das ist doch nur ein weiteres Leasing-Modell. Unterscheidet sich im Grunde genommen nicht sehr deutlich vom privaten Leasing, außer dass die Konditionen etwas besser sind. Nichtsdestotrotz muss man aber auch den geldwerten Vorteil versteuern. Wir können aber wählen, ob wir einen Geschäftswagen oder eine Bahncard 100 (zweite Klasse) nehmen möchten. Alternativ können wir uns den Geschäftswagen-Zuschuss des Arbeitgebers auch als Brutto auszahlen lassen. Finde ich ein ganz gutes Modell, das aber so nur für Außertarifler ab einer gewissen Führungsebene gilt. Tarifmitarbeiter profitieren nicht davon.

Wieso scheint eigentlich das Modell "Dienstwagen statt höheres Gehalt" für viele Arbeitnehmer:innen besonders reizvoll zu sein?

Siehe oben. Zudem zahlt mein Arbeitgeber den Strom- und/oder Spritverbrauch für alle Fahrten innerhalb Europas und ich bekomme alle drei Jahre ein nagelneues Fahrzeug, das ich mir komplett selbst konfigurieren kann. Ich bin aber tatsächlich am überlegen, ob ich mir noch wieder einen Geschäftswagen bestelle oder doch erst mal lieber das Geld nehme, denn ich nutze den Wagen relativ wenig und fahre überwiegend mit dem ÖPNV. Eine Bahncard käme für mich aber definitiv nicht in Frage.
 
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Wieso scheint eigentlich das Modell "Dienstwagen statt höheres Gehalt" für viele Arbeitnehmer:innen besonders reizvoll zu sein?

Ist das eine reine Prestige Geschichte?

Eher weniger eine Prestige Geschichte, als einfach günstiger als selber alle 3 Jahre ein neues Auto zu kaufen.

Und genau das NEU alle drei Jahre ist der Knackpunkt. Wenn ich gar kein neues Auto möchte, wenn ich so wenig fahre, dass es sich gar nicht rentiert alle drei Jahre ein Neues zu kaufen dann ist es eher ein ungünstiges Angebot.

Die meisten Dienstautos werden auch deshalb gestellt, weil der Mitarbeiter regelmäßig dienstlich unterwegs ist.
Da ist es dann eher das Prestige Denken des Arbeitgebers, das zur Auswahl der Fahrzeugklasse führt. Dass man dann das Auto dann auch gerne privat fährt, ist klar. Insbesondere bewahrt einen das vor dem Kauf eines eigenen (faktisch zweiten) privaten PKW. In diesem Fall ist es sogar nachhaltiger, wie bei mir, ich bin im Außendienst.

Wenn Dienstwagen für den Arbeitgeber so viel günstiger wären, als Gehaltserhöhungen, müssten eigentlich viel mehr Angestellten Dienstwagen fahren.
Da dem wohl eher nicht so ist, sind nur die wenigsten Dienstwagen rein privat genutzt.

Gruß
Andi
 
"Neiddebatte".... das kommt immer, wenn man weiß, dass es keinerlei sachlich Argumente gibt und jedes steuerliche und gesellschaftliche Argument gegen das Dienstwagenprivileg spricht, es nur großen gesamtgesellschaftlichen Schaden verursacht 😅
Hat ungefähr den Gehalt von "du bist ja nur neidisch", wenn jemand sagt "iPhones haben mir ein zu schlechtes Preis/Leistungs-Verhältnis".

Einfach mal ein wenig nachlesen, was das Dienstwagenprivileg für Auswirkungen hat und welche Folgen für Fiskus und Umwelt daraus entstehen. Alles seit Jahren und Jahrzehnten belegt. Aber die Automobilindustrie ist halt leider zu gut in der Bundespolitik vernetzt.

Ein Recht, dass Du einseitig bestimmst, wo Du gern Deine Arbeitsleistung erbringst gibt es nicht.
Hat niemand behauptet, als lasst den Satz endlich stecken.
 
"Neiddebatte".... das kommt immer, wenn man weiß, dass es keinerlei sachlich Argumente gibt und jedes steuerliche und gesellschaftliche Argument gegen das Dienstwagenprivileg spricht, es nur großen gesamtgesellschaftlichen Schaden verursacht 😅
Hat ungefähr den Gehalt von "du bist ja nur neidisch", wenn jemand sagt "iPhones haben mir ein zu schlechtes Preis/Leistungs-Verhältnis".

Einfach mal ein wenig nachlesen, was das Dienstwagenprivileg für Auswirkungen hat und welche Folgen für Fiskus und Umwelt daraus entstehen. Alles seit Jahren und Jahrzehnten belegt. Aber die Automobilindustrie ist halt leider zu gut in der Bundespolitik vernetzt.


Hat niemand behauptet, als lasst den Satz endlich stecken.

Du hast Recht. Passt das so für dich?
 
Du hast Recht. Passt das so für dich?
Na, du bist hier auch wieder nur am Stänkern und hast sonst nichts beizutragen, gell? Auch nicht gaaaaaaanz neu.

...

Die sind alle nur "neidisch" ;)

(die Reaktionen sind aber auch typisch, an der eigenen Blechschleuder lassen Deutsche selten auch nur einen Funken an Kritik zu)
 
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Na, du bist hier auch wieder nur am Stänkern und hast sonst nichts beizutragen, gell? Auch nicht gaaaaaaanz neu.

...

Die sind alle nur "neidisch" ;)

(die Reaktionen sind aber auch typisch, an der eigenen Blechschleuder lassen Deutsche selten auch nur einen Funken an Kritik zu)

Du kannst den Ball gerne in der Form zurück spielen. Für Whataboutism bin ich mittlerweile zu alt.

Das mit dem stänkern finde ich sogar amüsant. Du erklärst doch überall was nicht geht, was schlecht ist, was Apple nicht gut macht usw.

Bei der Debatte über einen Firmenwagen sollte man differenzieren welcher Mitarbeiter generell einen Firmenwagen für seine Arbeit braucht und wer nicht.

Pauschale Aussagen oder Artikel, die gegen die Möglichkeit eines Firmenwagens schießen, bringen den Austausch nicht weiter.

Mein Ansatz wäre die Möglichkeiten zu deckeln was die Größen bzw Kosten der Autos betrifft. Hier bin ich auch ganz bei dir, der Einfluss der Autobranche wird hier sehr groß sein.
 
"Neiddebatte".... das kommt immer, wenn man weiß, dass es keinerlei sachlich Argumente gibt und jedes steuerliche und gesellschaftliche Argument gegen das Dienstwagenprivileg spricht, es nur großen gesamtgesellschaftlichen Schaden verursacht 😅
Hat ungefähr den Gehalt von "du bist ja nur neidisch", wenn jemand sagt "iPhones haben mir ein zu schlechtes Preis/Leistungs-Verhältnis".

Einfach mal ein wenig nachlesen, was das Dienstwagenprivileg für Auswirkungen hat und welche Folgen für Fiskus und Umwelt daraus entstehen. Alles seit Jahren und Jahrzehnten belegt. Aber die Automobilindustrie ist halt leider zu gut in der Bundespolitik vernetzt.

Durch das Dienstwagenprivileg liegt die gewerbliche Zulassungsquote in Deutschland bei knapp 60% und Deutschland ist einer der größten Märkte für Autos in Europa.

Ich vermute das ist der Deal der Automobilindustrie, dass weiterhin ein relevanter Teil der Produktion in Deutschland erfolgt, für Arbeitsplätze und somit nicht unerhebliche Steuereinnahmen sorgt.
 
Mal ein kurzer Einwand wieder in Richtung Home-Office.

Bisher wurde wenig oder gar nicht beachtet, dass es durchaus Unterschiede im Arbeitsmarkt, im generellen Miteinander, der Mentalität, der Arbeitskultur im Allgemeinen usw. zwischen Deutschland und den USA gibt.

Ob man jetzt Apple kritisieren kann oder nicht, also ich traue mir das ehrlich gesagt nicht fundiert zu, da ich die dortigen Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt nicht kenne.

Sorry, wollte nicht die Dienstwagen-Debatte unterbrechen...😉
 
Bei der Debatte über einen Firmenwagen sollte man differenzieren welcher Mitarbeiter generell einen Firmenwagen für seine Arbeit braucht und wer nicht.
Außendienstler standen auch überhaupt nicht zur Debatte.
Mein Ansatz wäre die Möglichkeiten zu deckeln was die Größen bzw Kosten der Autos betrifft. Hier bin ich auch ganz bei dir, der Einfluss der Autobranche wird hier sehr groß sein.
Na siehst du, und genau das war doch der Kern:
Staatliche Subventionierung übermotorisierter Fahrzeuge, die sich niemand privat leisten würde auf Kosten der Allgemeinheit.
Weshalb streiten wir also schon wieder?

Ob man jetzt Apple kritisieren kann oder nicht, also ich traue mir das ehrlich gesagt nicht fundiert zu, da ich die dortigen Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt nicht kenne.
Wüsste gar nicht, dass Apple groß kritisiert wurde. Gerade in den USA stimmen Arbeitnehmer doch im Zweifel mit den Füßen ab. Nicht nur Unternehmen können von heute auf morgen firen. Auch Arbeitnehmer können quitten.

Apple wird schon ein hinreichend attraktiver Arbeitnehmer sein, so etwas bei den meisten durchzusetzen. Ob es bei den neuralgischen Stellen im Unternehmen dann aber weh tut, weil die "richtigen" kündigen ... das wird die Zeit zeigen.

Was man einfach nicht vergessen darf ist, dass auch nach unseren Gesichtspunkten "Spitzenverdiener" bereits massive Probleme haben, ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien in der Ecke dort zu bestreiten. 2 Millionen Dollar für Bretterbuden in gefährlichen Ecken sind wohl auch keine Seltenheit mehr.

Aber das wäre wiederum alles nur Hörensagen von über dem Teich.
 
Eine Kollegin sagte mir gestern, dass sie eine Bekannte hätte, die für die US-Regierung Reden schreibt (und zwar unabhängig davon, wer gerade regiert). Sie ist nun mit ihrem Mann, der beim US-Militär dient, nach Deutschland gezogen; und zwar in eine Wohnung, die 6.000,- € Miete im Monat kostet. Sie darf weiterhin im Home Office für die Regierung tätig sein. Die US-Regierung hat ihr jedoch zur Auflage gemacht, dass die Wohnung einen Panik Room und gepanzerte Fenster aufweisen muss. Ist jetzt etwas blöd für sie, da ihr Mann bereits einen Mietvertrag über drei Jahre abgeschlossen hat und der Vermieter diese Umbaumaßnahmen definitiv nicht durchführen möchte.

Auch eine schöne Form von Home Office. Da fahre ich doch lieber weiter meinen Geschäftswagen. ;)
 
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Ja, auch so eine deutsche Eigenschaft. Statt auf die 80% der allgemeingültigen Fälle zu schauen, zieht man immer die irrigsten Edge Cases heraus und diskutiert dann an denen herum.
 
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Reaktionen: Michael Reimann
Ich vermute das ist der Deal der Automobilindustrie, dass weiterhin ein relevanter Teil der Produktion in Deutschland erfolgt, für Arbeitsplätze und somit nicht unerhebliche Steuereinnahmen sorgt.

So ist es. Zudem sind die meisten Geschäftswagen dann ja auch nach Ablauf der Leasing-Periode zu vergünstigten Konditionen auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich. Sprich, sie werden erst dadurch für viele erschwinglich. Wer kauft sich schon privat einen Neuwagen für über 100.000,- €, der bereits nach dem ersten Kilometer 30 % oder mehr seines Neupreises verloren hat?

Für viele meiner jungen Kollegen ist der Geschäftswagen durchaus eine Motivation für ihre Karriere. ist einfach so. Die würden lieber auf Home Office verzichten als auf den Geschäftswagen. Allerdings gibt es eben auch viele, die doch lieber das Geld mitnehmen, denn so ein Geschäftswagen kann je nach Neupreis und Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort auch schon mal gerne 500 bis 1.500,- € im Monat kosten. Immerhin kann man sich den gezahlten geldwerten Vorteil auf sein Bruttogehalt anrechnen lassen, wenn man den Geschäftswagen nicht für Fahrten zum Arbeitsplatz nutzt.

...zieht man immer die irrigsten Edge Cases heraus und diskutiert dann an denen herum.

Also wer hier an etwas herum diskutiert, bist doch du. ;)
 
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