Tanja Schachner

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Tanja Schachner
Viele von uns befinden momentan aufgrund der Corona-Pandemie mehr oder weniger freiwillig im Homeoffice. Videocalls und virtuelle Meetings werden wohl weiterhin zu unserem Alltag gehören. Umso erfreulicher, dass viele Hersteller von Digitalkameras bereits auf die Idee gekommen sind, ihre Geräte auch zur Webcam umzufunktionieren.



Canon, Olympus, Panasonic, Fujifilm und GoPro haben den Anfang gemacht: sie bieten schon passende Webcam-Software an. Auch Sony zieht jetzt nach. Bereits im August brachte das Unternehmen eine Software für Windows-User auf den Markt. Mit der jetzigen Version wurden nun endlich auch die Mac-Besitzer berücksichtigt.
Viele unterstützte Modelle und Umgehungslösung für ältere Geräte


Die neueste Version der Software „Imaging Edge Webcam“ funktioniert mit 36 Kameras von Sony. Unterstützt werden auch die neuesten Modelle aus der E-Mount- und A-Mount-Serie. Eine komplette Übersicht bietet Sony online an. Ältere Kameras wie die A7 oder die A6000 werden nicht unterstützt. Aber hier könnt ihr einfach eine HDMI-Capture-Card zum manuellen Anschließen nutzen und die Kamera dann trotzdem als Webcam nutzen. Für diesen Zweck reichen günstige HDMI-Capture-Cards aus, die ihr bereits ab ca. 15 Euro kaufen könnt.

Bild und Text via theverge.com

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TexanSteak

Roter Eiserapfel
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Ich benötige z.B. so gut wie nie eine Webcam - nur einmal hatte ich eine Session per Zoom mit einem Kunden. Hätte es damals schon die app gegeben, hätte es mir viel Zeit und Bastelei erspart. Denn nur auf gut Glück hole ich mir keine Webcam...
 

w.b

Macoun
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Hallo.

DSLRs als Webcam hat doch eher einen sehr speziellen Einsatzbereich... denke für die meisten User recht überflüssig.
Unter den aufgelistete 36 Sony-Modellen sind, wenn ich das recht überblicke, genau drei DSLR.
Davon abgesehen nutze ich tatsächlich eine mittelalte Canon-DSLR als Webcam und habe sie in den vergangenen Wochen ziemlich oft eingesetzt. Mit der im Text erwähnten Software von Canon, die für den Mac aber immer noch nur als Beta vorliegt.
Die Qualität ist halt doch besser als mit der im MacBook eingebauten Kamera.

Gruß Wolfgang
 

FuAn

Raisin Rouge
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ich benutze meine A7iii schon länger als webcam und vor allem zur aufnahme von videos fuer interne Unternehmenskommunikation, Vorträge fuer virtuelle Tagungen etc. bisher benutze ich einen usb-c interface von Blackmagic. Die Software werde ich mal ausprobieren.
 

Draco

Apfel der Erkenntnis
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DSLRs als Webcam hat doch eher einen sehr speziellen Einsatzbereich... denke für die meisten User recht überflüssig.
Sehe ich prinzipiell ähnlich, zumal Systemkameras insgesamt keine ernsthafte Verbreitung haben, um eine "massentaugliche" Lösung zu sein.
Allerdings habe ich kürzlich im Selbstversuch die Erfahrung gemacht, das eigene iPhone als Webcam zu nutzen und bin ganz erheblich begeistert davon. Nicht nur, dass die Kameraposition (im Vergl. zur Facetime Kamera meines MBP) viel besser (mithilfe eines 5 EUR Stativs) zu positionieren ist; nein auch die Bildqualität ist unfassbar soviel besser.
 
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FuAn

Raisin Rouge
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Sehe ich prinzipiell ähnlich, zumal Systemkameras insgesamt keine ernsthafte Verbreitung haben, um eine "massentaugliche" Lösung zu sein.
Na die Sony a7iii war ein absoluter Kassenschlager und war meines Wissens 2019 die best verkaufte mirrorless Kamera mit mehr verkauften Geräten als Canon und Nikon zusammen im Segment. Ein paar sind also schon im Umlauf.
Umgekehrt wird jedoch ein Schuh draus, die Besitzer der Kameras wird die Möglichkeit ganz sicher freuen und zur weiteren Zufriedenheit mit Sony und um Verbleib im Sony E-Mount Kosmos sorgen. Dass dadurch Kameras verkauft werden, sehe ich ebenfalls nicht, das war sicher aber auch nicht Sinn und Zweck der Aktion.
 
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w.b

Macoun
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Guten Abend.

Sehe ich prinzipiell ähnlich, zumal Systemkameras insgesamt keine ernsthafte Verbreitung haben, um eine "massentaugliche" Lösung zu sein.
Allerdings habe ich kürzlich im Selbstversuch die Erfahrung gemacht, das eigene iPhone als Webcam zu nutzen und bin ganz erheblich begeistert davon. Nicht nur, dass die Kameraposition (im Vergl. zur Facetime Kamera meines MBP) viel besser (mithilfe eines 5 EUR Stativs) zu positionieren ist; nein auch die Bildqualität ist unfassbar soviel besser.
Hat was von „ich brauch es nicht und deshalb ist es Unfug“ ...
Wo fängt bei dir „massentauglich“ an? Laut CIPA wurden 2019 gut 15 Mio. Kameras verkauft, davon etwa 55% Systemkameras (mit und ohne Spiegel, und überraschenderweise immer noch mehr mit als ohne Spiegel). Die Verkäufe sind zwar seit Jahren mehr oder weniger im freien Fall (um 2010 waren es noch über 100 Mio. Kameras/Jahr), aber die vorhandenen Bestände dürften nicht ganz so klein sein. Man kauft ja nicht jedes Jahr ein neues Modell. Klar gehen deutlich mehr Smartphones über den Ladentisch.
Natürlich kauft deswegen niemand eine neue Kamera, wie auch FuAN schon zu Recht angemerkt hat. Aber für die, die eine Kamera haben, sei es von Canon, Nikon, Fuji, Sony usw., die ja mittlerweile alle eine derartige Software anbieten, ist es eine feine und nützliche Sache, die das Einsatzspektrum der Kamera erweitern.

Gruß Wolfgang
 

Draco

Apfel der Erkenntnis
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Offensichtlich habt Ihr zwei mich mißverstanden. Ich kritisiere in meinem Posting nicht die hier genannte Möglichkeit, eine Systemkamera als Webcam zu benutzen! Im Gegenteil, das Feature finde ich ebenfalls sinnvoll für alle Besitzer, die es brauchen können.

Ich stütze lediglich die Aussage des Users nachdenker, dass Systemkameras als Webcam eher selten anzutreffen sein werden.
Warum? Erstens sind Systemkameras gering verbreitet, siehe genannte Zahlen von w.b (7,5 Mio Neuverkäufe weltweit, Zahl stark fallend). Zweitens ist die technische Kompetenz der Besitzer mMn in Großteilen gering (wenn ich mich erinnere, wieviele Nutzer den Automatikmode nie verlassen, weil sie weder das Wort "Blende" noch "Verschluss" kennen...), um ihre Kamera mit dem PC als Aufnahmegerät zu verbinden und drittens - mein Hauptargument: 90% der Geräte sind technisch nicht als Webcam nutzbar, weil zu alt / keine Softwarefreigabe / etc.
Selbstredend wäre es wünschenswert, wenn andere Hersteller nachziehen, aber das halte ich für unrealistisch; zumindest für Geräte die nicht der neuesten Generation entsprechen.
 

w.b

Macoun
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Hallo.

Die Gesamtzahl der Kameraverkäufe ist eingebrochen, die der spiegellosen Systemkameras, die in den vergangenen Jahren ja noch zugelegt haben, sind zuletzt ein wenig zurückgegangen.
Die Software unterstützt aber nicht nur die spiegellosen Systemkameras, sondern ebenso Systemkameras mit Spiegel (DSLR) und Kompaktkameras. Also die ganze Palette.
Und auch nicht nur die neuesten Modelle – um dein Hauptargument zu widerlegen ;). Bei Canon steht eine Kamera von 2009 in der Liste der unterstützten Geräte. Meine Canon-DSLR, die ich für diesen Zweck nutze, ist von 2014. Bei Sony steht z.B. die a5100 in der Liste. Auch die kam 2014 raus. Bei den anderen Herstellern, die solche Software anbieten (Panasonic, Fuji, Olympus, Nikon, ...) kenne ich mich nicht sonderlich aus, da kann ich das nicht aus dem Kopf beurteilen.

Natürlich ging das auch bisher schon mit vielen Kameras über HDMI und Geräten wie z.B. dem Elgato Camlink. Aber zum einen kosten die Teile Geld, zum anderen waren sie in den vergangenen Monaten nur schwer zu bekommen.

Kompetenz? Die Kameraverkäufe sind ja deshalb so eingebrochen, weil die meisten ein Smartphone und damit auch immer eine Kamera dabei haben, mit der sie zufrieden sind. Die, die sich heute dennoch eine separate Kamera kaufen, machen das, denke ich, weil sie mehr wollen und sich daher durchaus ein bisschen mit dem Gerät und der Technik auseinander setzten.

Gruß Wolfgang
 
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