• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Digitalisierung im Gesundheitswesen – Warum wir keine Zeit mehr für Faxen haben

Apfeltalk Redaktion

Redakteur
AT Redaktion
Registriert
15.06.24
Beiträge
34.301
IMG_1784-7.png


Die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen, angefangen bei analogen Formularen bis hin zu einem ineffizienten Terminvergabesystem. Während gesetzliche Krankenkassen eine einheitliche Terminplattform fordern, wird die Notwendigkeit digitaler Lösungen durch den demografischen Wandel und den drohenden Ärztemangel noch verstärkt. Ohne eine umfassende Digitalisierung wird die medizinische Versorgung in Zukunft kaum aufrechterhalten werden können.

Ein zentrales Terminportal könnte die derzeitige Ineffizienz beseitigen und Transparenz schaffen, während die Überlastung durch Dokumentationspflichten die Zeit der Ärzte und Pflegekräfte in Anspruch nimmt. Widerstände gegen die Digitalisierung müssen ernst genommen, aber nicht als Hindernisse für den Fortschritt angesehen werden. Um die medizinische Versorgung zu sichern, ist ein gemeinsames Vorgehen von Kassen, Ärzteschaft und Politik unerlässlich.

Was haltet ihr von den aktuellen Herausforderungen und der Notwendigkeit zur Digitalisierung im Gesundheitswesen? Diskutiert mit uns!

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Klick hier, um den vollständigen Beitrag im Magazin zu lesen

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
 
Ich arbeite ja nun seit 1984 im Gesundheitswesen (Krankenpflege) und kann nur sagen: es brennt !
Es gibt digitale Lösungen verschiedener Anbieter, welche auch wirklich gut durchdacht sind. In der ambulanten Pflege z.B. habe ich bereits 1998 mit Barcodescannern gearbeitet, der Prozess war zu 80% schon digitalisiert.

Auch in späteren Jahren konnte ich als Pflegedienstleitung mit gut durchdachten Systemen arbeiten (Dokumentation der Pflegekräfte über Handy mit 1:1 Synchronisierung, spezielle Module z.B. bei Arztpraxen für direkte Kommunikation (Vitalwerte schicken, Rezepte, Verordnungen, Anordnungen etc. übermitteln).

Diese Lösungen gibt es durchaus immer noch, aber eben nur bei denjenigen, die sich die Technik auch anschaffen.
Die Praxis meines Hausarztes ist z.B. voll digitalisiert, das einzige Papierdokument war damals die händische Unterschrift wegen Datenschutz. Ebenso die Physiotherapiepraxis, die ich momentan besuche.
Beide nutzen z.B. DoctoLib als Plattform zur Terminvergabe - perfekt.

Ansonsten glühen in den meisten Praxen, Pflegeeinrichtungen usw. noch die Faxgeräte, gibt es zwar mittlerweile die Pflicht zur PC-Dokumentation, trotzdem müssen noch viele Dokumente ausgedruckt werden, weil es z.B. keine Lösung zur direkten Weitergabe in digitaler Form gibt.

Und dann sind da noch die ganz harten Fälle, wo trotz Softwarelösung alles nochmal von Hand dokumentiert wird. Oder das Worddokument wird ausgedruckt, um es zu faxen (nee, von einer Faxlösung, Add-ins für Word etc. hat da noch keiner gehört).

Fazit: Es wird besser, aber an vielen Stellen hakt es noch gewaltig. Ich habe noch 1,5 Jahre bis zur Rente, mal schauen, was sich bis dahin tut.

Frohes neues Jahr euch allen hier im Forum!
Joe
 
Es liegt in vielen Bereichen auch daran, das diese Vetternwirtschaft immer noch existent ist, viel Geld versickert und Dinge zugeschustert werden.

Und wie lange die ganzen Prozesse alle dauern bis da mal alles abgekaspert ist.

Das Geld welches dort einfließt ist unser Geld, das ist kein Geschenk oder Spende. Damit muss sorgsam umgegangen werden. Auch die ganzen Pflegedienste und deren Einnahmen und das was letztlich vor Ort geleistet wird bedarf einer genauen Prüfung. Kurzum, es muss jeder Stein umgedreht werden und alles knochentrocken entstaubt werden.

Die fetten Jahre und die Zeiten des Betrugs müssen ein Ende finden.

Beispiel Helmkosten:

Meine Oma war 2011 in einem Heim, 2 Personen in einem Zimmer, vielleicht 20 QM Fläche abseits der Betten. 1 Klo für beide, klar. 2 Stühle, ein Tisch am Fenster, Wandschränke wie in einem Krankenhaus (eher Kasernenfeeling) und Ende der Geschichte.
Meine Oma, wie viele alte Menschen, hat gegessen wie eine Maus, morgens ein Brot mit Belag, mittags ein Teller, abends ein Brot mit Belag. Einmal am Tag wurde sie gewaschen, Zack Zack ging das.

24 volle Zimmer auf der Station. Morgens und mittags Doppelbesetzung, nachts 1 Schwester am Start.

Kosten im Monat sollten 2800 Euro sein, 2011.

Das Heim hat 242 Plätze zur Verfügung…

Der Vater eines Kunden kam vor kurzem ins Heim, das soll monatlich 3900 Euro kosten.
 
Auch die ganzen Pflegedienste und deren Einnahmen und das was letztlich vor Ort geleistet wird bedarf einer genauen Prüfung.
Die unterliegen schon genügend Prüfungen und du kannst mir glauben; die fetten Jahre sind definitv vorbei. Die allermeisten Pflegedienst wären froh, genug qualifiziertes Personal zu bekommen; ich erlebe das ja täglich vor Ort, da wir als Palliativteam eng mit den PD's zusammenarbeiten.

Pflegeheime nicht besser. Personalmangel an allen Ecken. Einige gut aufgestellte Betreiber mit guten Strukturen gibt es, aber die sind rar gesät.
Preise: Nunja, 3500€/Monat für einen Heimplatz = normal.
Und...2011 ist nicht mehr mit 2025 vergleichbar!!
 
Das ist mir klar. Nur waren damals 2800 Euro schon ein Witz.

Um nicht zu weit auszuholen und es kurz zu halten. Wir sollten alle auf uns achten, uns gut ernähren, auf Giftstoffe verzichten und schauen, dass wir lange fit bleiben um ein Heim oder Pflege später umgehen zu können.
 
Digitalisierung vorschreiben ist auch Quatsch. Es gibt Vorschriften, die einfach nicht eingehalten werden (können). Die elektronische Patientenakte war ja (wenn man die ganzen Sicherheitsbedenken weglässt) ein guter Ansatz. Aber allein der Punkt, dass Krankenhäuser da einfach nicht mitmachen müssen, zeigt doch den Irrsinn. Habe in 2025 einen (ja 1) Arzt kennengelernt, der sie zumindest einsehen konnte (ich habe alles selbst hochgeladen).

Ein paar positive Aspekte gibt es aber auch:

Für MRT Aufnahmen gibt es ein Portal, auf das man mittels QR Code zugreifen kann, den Code kann man dann auch behandelnden Ärzten geben (sicherheitstechnisch fragwürdig, aber das ist ne andere Sache).

Das E-Rezept ist auch, zumindest bei den Ärzten, die es machen, eine gute Sache. Ich habe es schon geschafft, meine Ärztin per Mail um ein Rezept zu bitten, als es dann auf der Karte war, habe ich die ans Handy gehalten, mit NFC gescannt und das Medikament per App bestellt und an die Haustür bekommen. Hat mir 80km Fahrtweg + 2€ Parkgebühren und 2h Zeit/Nerven gespart. Einmal im Quartal muss man nur leider trotzdem hin.
Bei nem anderen Arzt bin ich im Glauben es wäre auf der Karte gegangen um später festzustellen, dass das Rezept in dieser Praxis nur gedruckt wird, dann war aber natürlich schon Wochenende

Die App meiner Krankenkasse ist super (wohl Glückssache). Rechnung von Leistung X mit der App fotografieren und später 80% der Kosten erstattet bekommen, ohne das irgendein weiterer Kontakt nötig war. Funktioniert bei mir mit allen Dokumenten/Anträgen super. Wenn ich für Steuer oder so eine Übersicht brauche, kann ich in der App Zuzahlungen o.Ä. filtern und als PDF exportieren.

Doctolib.de kann ich sehr empfehlen, habe so sogar mal einen Facharzttermin bekommen innerhalb einer Woche bekommen, weil jemand abgesagt hat.
 
Ich weiß, aber Datenschutz + Digitalisierung in Deutschland widerspricht sich, es geht halt nicht beides. Muss jeder selbst entscheiden.
Ich habe mich bewusst für die EPA entschieden und behalte es genau im Blick. Du kannst ja selbst bestimmen, was drinsteht. Es steht nichts drin, außer das, was ich hochlade (auch wenns nicht so gedacht ist). Und wenn jemand was über mich wissen will, bekommt er es ohnehin raus. Gutgläubige (alte) Ärzte am Telefon, unaufmerksame Leute in Praxen und Klinken etc. sind ein viel größeres Risiko. Standest du noch nie in nem Arztzimmer und man lässt dich warten, aber der Computer ist nicht gesperrt, Ordner liegen so rum...? Und ich bin es Leid, die zu sein, die sich drüber beschwert und sich unbeliebt macht.
Wenn ich lange Fahrtwege und Benzin sowie Parkgebühren rechne (ist halt bei jedem individuell), spare ich mir mit den E-Rezepten locker über 50€/Jahr, eher mehr.
Und wenn ich dringend einen Facharzt brauche kann ich auf gut Glück alles im Umkreis von 100km abtelefonieren (wobei eh zu 90% niemand abhebt) oder es mit doctolib versuchen. Für Leute, die auf viel medizinisches angewiesen sind, ist es fast unumgehbar, alle Möglichkeiten zu nutzen.