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David gegen Goliath: Brite gewinnt vor Gericht gegen Apple wegen Löschung seiner Fotos & Kontakte

Ich finde die ganze Diskussion etwas müßig, wenn das Urteil nicht gelesen werden kann und wir uns lediglich auf einen (schlecht verfassten) Artikel im Mirror verlassen müssen. Außer einigen(!) Fakten sowie der Tatsache, dass das Gericht hier zu Gunsten des Klägers entschieden hat, ist kaum etwas bekannt. Keine Leitsätze, keine Begründung, keine Grundlage für den Schadensersatz.

Im Übrigen betrifft es hier ein sogenanntes County Court, dem niedrigsten aller Zivilgerichte in England und Wales. Solche Urteile werden gar nicht als Präzedenzfälle akzeptiert, geschweige denn publiziert.
 
Seien wir doch einmal ehrlich: Wäre das "Opfer" kein 70jähriger gewesen, sondern ein Mitdreißiger dann wären alle an der Seite Apples.
Hier spielt der Mitleidsfaktor gewaltig mit hinein.

Nein, ich z. B. habe weder Mitleid mit dem älteren Herrn noch mit Apple. Ich urteile einzig und allein aufgrund der Sachlage - und die ist nun Mal, dass ein Apple-Mitarbeiter etwas versäumt hat und dafür gerade stehen muss. Der Mitleidsfaktor spielt bei mir keine Rolle.

Wenn ich mich geistig nicht in der Lage sehe ein Produkt zu beherrschen und die dafür notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, dann sollte ich einfach die Finger davon lassen.

Da steckt ein gewaltiger Denkfehler drin.

Man nehmen an: Person X, die Gerät Y nutzt, aber eine bestimmte Sicherheitsvorkehrung Z nicht kennt, soll also selbstständig von sich aus den Schluss ziehen, dass Person X das Gerät Y nicht nutzen soll („Finger davon lassen“), weil sie die Sicherheitsvorkehrung Z nicht benutzt, obwohl sie die Sicherheitsvorkehrung Z nicht kennt?
 
.dass ein Apple-Mitarbeiter etwas versäumt hat...
Wissen wir das denn?
Vielleicht hat der MA dem netten alten Mann ja vielleicht gesagt das er das Handy nun auf Werkseinstellungen zurücksetzen will/muss?
Ist es in dem Falle auch ein Verschulden von Apple wenn Opa nicht versteht was dies bedeutet?

Falls jemand der Meinung "Ja" sein sollte: Ich freue mich schon auf 30 Seiten Beipackzettel mit Risiken und Nebenwirkungen bei jedem technischen Gerät.
Und Apple wird wahrscheinlich auch noch verklagt wenn dies zu klein gedruckt ist als das Opa es ohne Brille lesen kann.
 
Wissen wir das denn?
Vielleicht hat der MA dem netten alten Mann ja vielleicht gesagt das er das Handy nun auf Werkseinstellungen zurücksetzen will/muss?

Keine Ahnung, frag den Verfasser des Artikels.

Ich dachte, wir sind uns alle einig, dass das Urteil auf dem Fehlverhalten des Apple-Store-Mitarbeiters basiert, der vergessen hat, dem Kunden zu sagen, dass die Daten gelöscht werden.

Das scheint ja nicht ganz klar zu sein? Also wieder nur eine Vermutung.

Da sind wir auch wieder beim Grundproblem der hier im Magazin veröffentlichen Artikel. Sie scheinen ja auf Vermutungen (Gerüchten) zu basieren.

Und jedes Mal, wenn man in den Kommentaren zu einem solchen Artikel auch nur irgendetwas schreibt, dass auch nur irgendwie als Gegen-Apple-gerichtet aufgefasst werden kann, bekommt man von Moderatoren irgendwann im Laufe des Threads zu hören (insbesondere wenn die Argumente ausgehen), dass es sich doch um ein Gerücht (Vermutung) handelt und wir alle doch gar nichts genaues wissen.

Fehlt nur noch der sinngemäße Satz, dass man den Ball flach halten soll.
 
Zunächst einmal ist ein Moderator ein ganz normaler User wie jeder andere hier auch.

Ursprünglich kenne ich die Meldung von hier. Deutlich bevor Martin hier einen Artikel geschrieben hat. Quelle ist hier die "Sun". Dieses Machwerk funktioniert ähnlich wie die BLÖD-Zeitung. An der Seriosität der Quellen darf also durchaus gezweifelt werden.

Aber wie ich schon sehr früh in diesem Thread geschrieben habe ist es scheinbar normal jegliche Verantwortung und eigenständige Entscheidung aufzugeben und sich lieber ständig damit zu beschäftigen wen ich weshalb auf Schadenersatz für jeden nur erdenklichen Blödsinn verklagen kann.
 
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Reaktionen: Papa_Baer
Ich finde die ganze Diskussion etwas müßig, wenn das Urteil nicht gelesen werden kann und wir uns lediglich auf einen (schlecht verfassten) Artikel im Mirror verlassen müssen. Außer einigen(!) Fakten sowie der Tatsache, dass das Gericht hier zu Gunsten des Klägers entschieden hat, ist kaum etwas bekannt. Keine Leitsätze, keine Begründung, keine Grundlage für den Schadensersatz..
Man kann sich trotzdem wundern wie hier bewiesen wurde dass sich Bilder auf 'm Gerät befanden (ohne Back-up)

und was passiert wenn Apple von jedem GerÄt das reinkommt ein Back-up herstellt? wie lange dauert bis jemand klagt und über Privacy meckert?

Und wie sieht's aus mit Windowsviren die deine Festplatte löschen, die fragen ja auch nichts? kann man jetzt Gates verklagen?
 
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich...
 
Man kann sich trotzdem wundern wie hier bewiesen wurde dass sich Bilder auf 'm Gerät befanden (ohne Back-up)

und was passiert wenn Apple von jedem GerÄt das reinkommt ein Back-up herstellt? wie lange dauert bis jemand klagt und über Privacy meckert?

Und wie sieht's aus mit Windowsviren die deine Festplatte löschen, die fragen ja auch nichts? kann man jetzt Gates verklagen?

Ich habe doch gerade gesagt, dass es ohne das Urteil einsehen zu können müßig ist. Vielleicht hat das Gericht einfach akzeptiert, dass es zum Verlust der Fotos oder anderen Daten kam, als feststand, dass der Apple-Mitarbeiter die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht eingehalten hat. Der Schaden hätte dann symbolisch nach Ermessen des Richters festgestellt werden können, nicht auf irgendwelchen konkreten Berechnungen. Das ist das Problem dieser County-Courts, die werden genau aus diesen Gründen nie als Präzedenzfälle herangezogen. Der ganze Vorfall sagt uns herzlich wenig über die rechtliche Grundlage für solche Fälle.
 
Jedoch bei dem Gedanken, Gesetze und Urteile würden nach dem persönlichen Empfinden mancher hier entschieden, wird mir bange.
Wer macht denn sowas? Ich nicht.

Nur weil ich im Audiforum angemeldet bin, relativ gut Auto fahre und gute Reaktionen habe, kann ich auch nicht im Verkehrsrecht Urteile fällen.
Nun ja, da gibt es in England und den USA die Laien-Jury und bei uns die Schöffen.

Wobei sich der durchschnittliche Jurist noch gut Dinge wie Autos oder Häuser vorstellen kann, bei virtuellen Dingen hingegen fehlt denen meist jegliche Vorstellungskraft und Sachkompetenz, so dass dann Dinge wie "neuartige Rundfunkgeräte" oder eben De-Mail herauskommen.

Und wie gesagt: Man kann von einem klar denkenden, erwachsenen Menschen schon erwarten, dass er wertvolle Daten sichert.
 
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Reaktionen: Farafan
Jetzt muss ich mich noch einmal kurz melden, da ich mein iPhone eben zurückgesetzt habe ist mir folgendes aufgefallen. Denn ich musste folgendes alles machen.

  1. Touch ID Code eingeben
  2. Einschränkungscode eingeben
  3. Apple ID mit den Passwort bestätigen
  4. dann 2x auf iPhone löschen klicken

Wie kann es sein das Schritt 1-3 der Apple Mitarbeiter einfach so machen konnte? Hat der Kläger einfach mal diese Codes bzw. Passwort den MA geben?
 
Punkte 1-2 ließen sich mit einer Wiederherstellung im DFU-Modus umgehen. Punkt 3: Entweder der Nutzer hat Mein iPhone suchen deaktiviert (ich schätze mal, dass man im Service-Fall auch darauf hingewiesen wird), er hat es sowieso gar nicht genutzt oder Apple hat das einfach abgeschaltet (werden dafür sicher Möglichkeiten haben; halte ich aber für die unwahrscheinlichste Möglichkeit).