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crn.de - Mac-User sind Partitionsmuffel - aus Sicht eines Datenretters

Gut die technische Möglichkeit ist gegeben, aber technische Möglichkeiten gibt es viele, man kann sich ohne Probleme den Benutzerordner unter dem Hintern wegschiessen oder man kann Zugriffsrechte der Festplatte mit einer Eingabe so setzen, das der Rechner beim nächsten Neustart den Start verweigert, man kann auch SystemUser killen und auch dann vor verschlossenen Türen stehen, aber technisch ist das mehr oder weniger leicht zu erledigen.
Die kontraproduktiven Gründe werden die OttonormalUser bei der Einrichtung und auch im laufenden Betrieb durchaus zu spüren bekommen.
 
Und das ist jetzt der "kontraproduktive" Grund?
Ist doch ganz einfach: Warum etwas aufteilen und "in Beton gießen", was man nicht aufteilen muss? Die Größe von /System ändert sich von Version zu Version. /Library ist auch keine fixe Größe. Daher ist eine geteilte Platte mehr als kontraproduktiv, bringt nur unnötige Komplexität ins System, vergeudet Speicher und macht Systemupgrades oder Hardwaremigrationen unnötig schwieriger.

Selbst, wenn man sich durch Rumgepfusche das System zerschießt, kann man ohne Probleme einfach OSX neu drüberinstallieren, ohne dass man sich um seine Userdaten sorgen muss - Wobei ja mittlerweile dank TimeMachine eigentlich jeder OSX-User ein Backup haben sollte...
 
Also wir reden hier ja fast über etwas akademisches, denn es wird eh kaum einer (sprich Anwender) machen, jedoch: Was ist denn eigentlich das Problem?

A) Es ist überhaupt nichts in "Beton gegossen", Partitionsgrößen lassen sich auch später verändern, sogar ganze Partitionen verschieben oder kopieren -- sogar auf andere physische Festplatten. Alles ist möglich. Auch eine spätere Zusammenführung in ein einziges Dateisystem ist kein Problem. Alles ist völlig transparent zum System (im Gegensatz etwa zu Windows), weil alle Pfade immer gleich bleiben.
B) Kein Verzeichnis von veränderlichen Daten hat eine fixe Größe - ja und? Es muss natürlich eine realistische Initialgröße angenommen werden. Das Problem tritt irgendwann auch bei einer normalen Festplatte auf. Auch dort kann man sich durch zusätzliche Mounts "behelfen". Ob das sinnvoll ist, entscheidet ja hoffentlich noch der Anwender selber.
C) Ein Systemupdate oder Hardwarebackup ist nur bedingt "schwieriger"; u.U. ist es sogar einfacher (je nach Sichtweise). Wenn Benutzer- und Systemdaten sogar physisch getrennt sind, kann das ein Vorteil sein (ob es für den typischen "Homesuer"/Anwender einer wäre, sei mal dahin gestellt). Selbstredend muss man einen eventuellen Kopier- oder Migrationsvorgang 2x ausführen, hat aber jedoch immer die Wahl, diesen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammenzuführen. (s.o.)

Natürlich kann "ein normaler Anwender" man sich dadurch das System kaputt schießen. Aber "ein normaler Anwender" braucht auch keine Trennung, wenn er sein Benutzerverzeichnis zu sichern weiß. Nicht jeder hat TM laufen, es gibt aber noch eine Reihe von alternativen Möglichkeiten für die unterschiedlichen Arten von Backuplösungen.

Aber "kein normaler Anwender" geht auch zu einem Datenrettungsdienst, die mehrere Hundert bis Tausend Euro für eine Aktion verlangt.

Edit: Nochmals zur Klarstellung: Ich packe auch alles auf eine Platte und sehe auch schon unter Windows davon ab, mehrere Partitionen anzulegen (denn damals hab ich immer "Eigene Dateien" auf Laufwerk "D" gepackt, um mir das Rumgeiere zu ersparen.. nach einer Windows-Neuinstallation war nach einem Klick alles an Benutzerdaten wieder da).. Aber es ist Blödsinn zu behaupten, es wäre unmöglich oder sogar total unsinnig. Das Argument, dass die Daten chaotisch gespeichert würden und deshalb es schwieriger sei, diese zu rekonstruieren, ist nicht falsch. Falsch ist jedoch, zu behaupten, es gäbe dazu keine Alternative.
 
Technisch magst Du ja recht haben. Aber unter dem Strich machst Du Dir einfach nur völlig unnütze Arbeit und gleichermaßen völlig unnötig das Leben schwer.


A) Es ist überhaupt nichts in "Beton gegossen", Partitionsgrößen lassen sich auch später verändern, sogar ganze Partitionen verschieben oder kopieren -- sogar auf andere physische Festplatten. Alles ist möglich.
Klar, man KANN es machen. Aber nicht alles, was man machen kann, ist auch ratsam. Warum häufiger als notwendig an den Paritionen herumschrauben? Oder lässt Du Dich auch am Herzen operieren, weil man das kann?

B) Kein Verzeichnis von veränderlichen Daten hat eine fixe Größe - ja und? Es muss natürlich eine realistische Initialgröße angenommen werden. Das Problem tritt irgendwann auch bei einer normalen Festplatte auf. Auch dort kann man sich durch zusätzliche Mounts "behelfen". Ob das sinnvoll ist, entscheidet ja hoffentlich noch der Anwender selber.
Warum soll sich der Anwender Gedanken machen müssen, wie groß jeder Ordner unter / sein muss - und zwar auf lange Sicht? Reicht doch, wenn er sich eine Plattengröße aussucht. Im Ein-Partition-Schema ist genug gemeinsamer Platz für alles da - Und flexibel ist er auch: ob Applikationen oder Userdaten den freien Platz belegen, ist völlig egal. Auch kann man bei kurzfristigem Speicherbedarf durch die Auslagerung von Userdaten Plattenplatz für Applikationen schaffen - Und umgekehrt.

C) Ein Systemupdate oder Hardwarebackup ist nur bedingt "schwieriger"; u.U. ist es sogar einfacher (je nach Sichtweise).
Bei OSX ist es definitiv schwieriger. OSX lässt sich einfach über die bestehende Installation bügeln. Ganz schnell. Ganz einfach.
 
Edit: Nochmals zur Klarstellung: Ich packe auch alles auf eine Platte und sehe auch schon unter Windows davon ab, mehrere Partitionen anzulegen (denn damals hab ich immer "Eigene Dateien" auf Laufwerk "D" gepackt, um mir das Rumgeiere zu ersparen.. nach einer Windows-Neuinstallation war nach einem Klick alles an Benutzerdaten wieder da).. Aber es ist Blödsinn zu behaupten, es wäre unmöglich oder sogar total unsinnig. Das Argument, dass die Daten chaotisch gespeichert würden und deshalb es schwieriger sei, diese zu rekonstruieren, ist nicht falsch. Falsch ist jedoch, zu behaupten, es gäbe dazu keine Alternative.

Ich dachte nicht das ich mit dem Posting der Meldung eine längere Diskussion auslöse :-D

Ich geben denen schon recht - unter Unix ist, was Partitionen und Mounting Points betrifft, fast alles möglich.
Ich habe schon etliche Linux Distributionen getestet - bei manchen wurde die HD per default in einige Partitionen geteilt, die User wurden auch auf eine eigene Partition verwiesen.

Der Beitrag ist auch nicht für den Otto Normal Mac-User gedacht. Eher für Firmen - und da auch für mobile User.
Ich denke ein Admin eines größeren Mac Firmennetzwerks wird die »Nutzdaten« der Mac PC's auf einen Server »parken« um sie zentral sichern zu können. Entweder durch geschicktes mounten der Serververzeichnissese oder durch Kopie mittels Script (da stand mal was in einer Heise Zeitschrift das jede veränderte Datei sofort erkennt und kopiert - AFAIK gibt es einen Dienst am Mac der jede Veränderung sofort registriert, nur den Namen hab ich vergessen). Auch die TM kann man dazu nehmen, hat aber in Worst Case ein »Loch« von einer Stunde.

Bei mobilen Außen Dienst Leuten ist schon ein Auge auf Datenrettung zu richten - welcher CEO schleppt schon eine zusätzliche HD für die TM mit sich, das sind ja Leute die sagen, die Technik muss funktionieren und vergattern den Admin wenn die HD ade sagt und die Daten im Nirvana sind. Man darf bei der Diskussion nicht von »unseresgleichen« ausgehen :-)
 
Mittlerweile sind aber nicht mal mehr PCs in vielen Konzernen partitioniert, weil Daten eh zentral auf Servern liegen und nur auf die PCs synchronisiert werden.

CEOs haben in den meisten Fällen eh primär Daten auf dem Rechner, die sie nicht selber erstellt haben (im Falle eines Löschens lässt man sich eben die Dateien nochmals zusenden...)