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Chip erzeugt Strom aus Wärme - Zukünftig in Macs?

jensche

Kantil Sinap
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Eneco verspricht eine technische Revolution, weit über die Computertechnik hinaus

Die Firma Eneco entwickelt einen Chip, der Wärme in Elektrizität umwandeln soll. Während einer Vorstellung der Technik in London gab sie nun bekannt, bereits Gespräche mit ersten Interessenten zu führen, darunter Apple und Dell.

Enecos Chip hat zwei Hauptfunktionen, schreibt Green Business News: Je nach Einsatzzweck gewinnt er aus Hitze Elektrizität oder kann, wenn man ihn an eine Stromquelle schließt, als aktiver Kühkörper eingesetzt werden. Dann lässt er sich auf bis zu minus 200 Grad Celsius abkühlen.

Die Technik ist bereits seit langem bekannt und geht auf den Edison-Richardson-Effekt zurück, den Edison 1883 zum ersten Mal beobachtet hat: Im Vakuum sendet eine geheizte Kathode Elektronen zur kühleren Anode, die Elektronenröhre und die Braunsche Röhre basieren auf diesem Prinzip. Zur Stromerzeugung aus Wärme fehlten bislang allerdings die technischen Voraussetzungen: "Der thermoelektrische Effekt und die Thermospannung werden zwar gerne im Physikunterricht demonstriert. Bisherige Bauelemente konnten aber nur bei einer Temperaturdifferenz von über 1000 Grad Celsius nennenswert Energie von Wärme in Strom wandeln", erklärte tecChannel im Jahr 2004. Eine damals von Eneco und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte Thermo-Diode sollte hingegen bereits ab 200 Grad Temperaturdifferenz funktionieren. Inzwischen verspricht Eneco, neue Bauteile ließen mit Hilfe neuer Isolationsmaterialien, die zwischen Kathode und Anode liegen, bereits bei kleinsten Temperaturunterschieden einsetzen und wandelten zwischen 20 und 30 Prozent der Wärme um.

Ein nahe liegender Anwendungszweck der Technik ist es, die Abwärme eines Computerprozessors wieder in Strom zurück zu verwandeln. Der Eneco-Präsident und CEO Dr. Lew Brown geht aber von deutlich mehr Einsatzmöglichkeiten aus: von der Luftfahrt über geothermische Kraftwerke bis hin zum Ersatz für klassiche Batterien: Ein Miniatur-Brenner verheizt Ethanol und wandelt die entstehende Hitze in Strom um, ein Notebook lässt sich dann wie ein Auto betanken. Brown glaubt, eine Revolution der Energiegewinnung stehe dank seines Produkts kurz bevor, die er mit der Erfindung des Transistors, des Fernsehens und des ersten Flugzeugs vergleicht.

Doch auch wenn Eneco auf 48 schwebende oder zugesprochene Patente verweist und die Erfindung alleine für sich reklamiert, scheinen sich mehrere Firmen um die Vorherrschaft zu streiten. Power Chips PLC etwa verspricht eine höhere Effizienz und will bereits kurz vor der Markteinführung stehen. Eneco hingegen rechnet mit fertigen Produkten nicht vor Ende 2007. Noch rede man mit potentiellen Partnern wie Apple über mögliche Einsatzzwecke und werde dann erste Produkte zu Demonstrationszwecken herstellen.

http://www.macnews.de/news/95084

Das wäre ja super "cool" für die MPB, die hätten stundenlange Akkulaufzeiten, da Sie so warm sind. Apple wäre wieder mal extrem innovativ. Bin gespannt wann solche Technik endlich realität wird.
 
Wieviel Ethanol bräuchte man denn für das MacBook Pro? Desweiteren stelle ich mir gerade vor wie ich in einem Laden für Laptoptaschen stehe und frage ob auch der Ethanolkanister Platz findet.

Gruß aus Hamburg
 
ich denke da eher daran, damit die abwaerme vom festplatte, cpu etc. zu saaetzlich zur spannung vom vorhandenen akku zu nutzen..
 
so warm wie die mb's und mbp's werden könnte ich mit dem gewonnenen strom gleich meinen e-herd meine waschmaschiene und meinen fernseher mitversorgen. ;-) ;-) ;-)

ne mal ganz im ernst.. es war klar dass soetwas einmal kommt....jedoch glaub ich, dass es bis dort hin noch eine ganze weile dauert......
 
Doof ist der der das nicht in Laptops verbaut.

Zum einen nimmt es die Wärme aus dem System, zum anderen kann man den erzeugten Strom wieder dem System zurückgeben.

Nein, Moment eigentlich kann es die Wärme gar nicht aus dem System nehmen, da war doch mal was in Physik von wegen Energieerhaltungssatz. Naja...
 
Ja, sie schreiben ja auch es werden 20 - 30% wieder in Energie umgesetzt... Das ist aber trotzdem eine geniale Sache.
 
Nein, Moment eigentlich kann es die Wärme gar nicht aus dem System nehmen, da war doch mal was in Physik von wegen Energieerhaltungssatz. Naja...

Natürlich wird das kein Perpetuum Mobile... klar, aber wenn man wie schon beschrieben Strom wieder an den Akku zurückgeben kann, wird man die Laufzeit erheblich verlängern können...
 
Wow! Ich halte viel von solch einer Lösung, nur mit dem Ethanol Notebook ist das nichts für micht, das wäre meiner Meinung nach wieder ein Schritt zurück zur Dampfmaschine:-).

Man könnte allerdings zum Zelten, oder an anderen Orten wo man Strom benötigt aber keinen hat ein Minikraftwerk mit diesem Chip bauen. Einfach dort den Brenner drunter und man hat Strom für seine und man hat strom im Zelt für das Notebook und die Internet Umts Anlage :-)