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Branche: RIM denkt über Freigabe der Software für Dritthersteller nach

Christian Blum

Goldrenette von Blenheim
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04.11.07
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Research in Motion, der Konzern hinter der weltberühmten Marke Blackberry, steckt in Schwierigkeiten: Immer mehr Kunden greifen zu iOS oder Android und entsprechende Gewinne bleiben aus. Gegenüber The Telegraph äußerte CEO Thorsten Heins nun Zukunftspläne: Für das kommende Betriebssystem BB10 suche man nach Partnern, die in der Lage sind, schneller und besser auf den Markt zu reagieren und viele verschiedene Geräte binnen kürzester Zeit zu bauen. Man könne zwar noch keine handfesten Details liefern, aber es wäre inzwischen durchaus denkbar, die Fertigung zertifizierter Geräte durch andere Hersteller zu realisieren. [PRBREAK][/PRBREAK]

RIM sei derzeit einer schwierigen Lage und man müsse deshalb in alle Richtungen denken, wie man den einst großen Konzern wieder aus der Schieflage retten kann, sagt der CEO weiter. Mit BB10 wolle man aus den schlechten Zahlen ausbrechen und dem Kunden wieder einen Service anbieten, der in dieser Form einzigartig ist.

Die Aktien von RIM sprechen eine andere Sprache: Während der Konzern 2008 pro Aktie einen Preis von 140 US-Dollar aufrufen konnte, kostet das Papier heute nur noch knapp über sieben US-Dollar.

rim-headquarters-3ld.jpg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Erst vor kurzem hörte ich jemand sagen "Touchscreen sterben sicher wieder aus! Die Leute wollen einfach Tasten! Mit einem Bildschirm, wo man drauf tippt kann doch keiner was anfangen" ... Nach einem langen Facepalm entschloss ich mich dazu, die Diskussion zu beenden.

RIM ereilt das gleiche traurige Schicksal wie Nokia - man hat einfach wichtige Entwicklungen in der Branche verpasst. Gleichzeitig frage ich mich jedoch (da ich mich hier nicht so gut auskenne) wie es gerade bei RIM passieren konnte: Hier sah ich das Blackberry als typisches 'Firmenhandy', das - ähnlich wie das OS Windows - wesentliche Vorteile in Sachen B2B hat.

Naja, was soll man tun. Auch weiß ich nicht so ganz, was es bringen soll, BB10 auf andere Mobiltelefone zu bringen.


Achja, und dazu: http://lifeissavage.com/wp-content/uploads/2012/06/6000-rimjobs.jpg ... die arme Frau :D
 
Möglichst viele verschiedene Geräte soll also der Partner herstellen können.

Ist natürlich eine Frage der Strategie dahinter.
Aber persönlich würde ich ein oder vielleicht zwei wirklich gute Geräte vorziehen, anstatt einen Haufen verschiedener halbausgegorener.
Da wird wieder die Produktpalette zu sehr zersplittert um es jedem irgendwie ein bisschen recht zu machen.

Mal sehen ob das was wird.
 
Anscheinend hat man bei RIM ein wenig verpeilt, dass eines der größten Probleme bei BB OS der geringe Bestand an Apps und die niedrige Entwicklerzahl ist. Wer kauft schon ein teures Gerät, mit dem er weniger machen kann, wenn er für weniger Geld Zugang zu viel mehr Möglichkeiten erhält. Über Qualität und Quantität kann man sicherlich argumentieren, aber sonderlich gut sind die Apps für BB auch nicht.
Das Problem in diesem Fall ist: Wenige Benutzer machen die Plattform für Entwickler uninteressant, wenige Entwickler bedeuten weniger Apps, weniger Apps bedeuten weniger Benutzer und wieder von vorn.
 
Es wäre vielleicht besser wenn RIM eine BB-Lösung für Android oder / und iOS vorstellt und sich so in den Markt wieder eindringt, anstatt mit der eigenen Software den verlorenen Kampf noch zehn mal wieder anzufangen ... Android und iOS sind jetzt einfach die beiden grossen und man sieht es schon an Windows Phone 7 oder 8 dass die Chance, den Markt zu erklimmen einfach nicht mehr da ist. Es muss Windows Phone 8 und BB10 nicht mal schlecht sein, aber in diesem Fall zählt ja leider wirklich "wer zuerst da war,..."

So schnell wird sich das ganze jetzt nicht wenden, vielleicht dann wenn es wieder eine neue Art von Produkt gibt mit neuer Bedienung, aber das sollte dann RIM oder Microsoft erst mal erfinden und dann können sie die führende Software dafür schreiben :)
 
Eine richtig gut gemachte Blackberry App mit Mails, Aufgaben, Kalender, Kontakten und evtl. einem firmeninternen "social" network ala yammer, instant messaging ala sametime und Videokonferenzen ala G+ hangouts, dazu noch die passende Browserversion und fertig ist die Gelddruckmaschine. Das ganze auf den gängigen Plattformen als gekapselte, 100% sichere App und schon ist man wieder im Geschäft.
 
Und was verdient man wohl an so einer App? Nichts.

Oder meintest du, dass es diese App nur die eigenen Geräte gibt? Dann macht es natürlich wieder Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was verdient man wohl an so einer App? Nichts.

Die App ist für eine professionelle sichere Anwendung im Firmenumfeld gedacht und nicht für iPhoneKiddies denen 79EuroCent schon zu viel sind ;-) Für eine sichere gekapselte Anwendung die auf möglichst vielen Plattformen zuverlässig läuft und sich an die gängigen EnterpriseSysteme anbinden lässt, für solch eine App sind Firmen auch bereit Geld in die Hand zu nehmen. Dies sowohl beim Kauf, als auch bei monatlichen Kosten für Lizenzen/Services.
 
Die App ist für eine professionelle sichere Anwendung im Firmenumfeld gedacht und nicht für iPhoneKiddies denen 79EuroCent schon zu viel sind ;-) Für eine sichere gekapselte Anwendung die auf möglichst vielen Plattformen zuverlässig läuft und sich an die gängigen EnterpriseSysteme anbinden lässt, für solch eine App sind Firmen auch bereit Geld in die Hand zu nehmen. Dies sowohl beim Kauf, als auch bei monatlichen Kosten für Lizenzen/Services.

2 Milliarden Euro Umsatz generierst du mit sowas aber nicht. Retten würde es RIM in seiner heutigen Form nicht. Das wäre eher eine ganz neue Lücke, die gefüllt werden möchte.
 
Würde es schade finden um Rim. Das Bold 9900 ist eins der besten Handys zur Zeit (meine Meinung).


Sent from my Funkgerät using Kurbel
 
2 Milliarden Euro Umsatz generierst du mit sowas aber nicht. Retten würde es RIM in seiner heutigen Form nicht. Das wäre eher eine ganz neue Lücke, die gefüllt werden möchte.

mit ca. 16.7 Millionen Nutzern die monatlich z.B. 10€ zahlen schafft man auch 2 Milliarden. Blackberry hatte in 2009 30 Millionen Nutzer...
also utopisch ist das Umsatzziel nicht.
 
Die App ist für eine professionelle sichere Anwendung im Firmenumfeld gedacht und nicht für iPhoneKiddies denen 79EuroCent schon zu viel sind ;-) Für eine sichere gekapselte Anwendung die auf möglichst vielen Plattformen zuverlässig läuft und sich an die gängigen EnterpriseSysteme anbinden lässt, für solch eine App sind Firmen auch bereit Geld in die Hand zu nehmen. Dies sowohl beim Kauf, als auch bei monatlichen Kosten für Lizenzen/Services.

Jupp, Zustimmung! Wenn ich mir diesen Schrott wie die Good App ansehe, dann ist da Platz für RIM.
 
RIM sollte eher sein BlackBerry Mobile Fusion puschen, so würde man auch wieder in der Gewinnzone landen.

http://us.blackberry.com/business/software/blackberry-mobile-fusion.html

RIM schrieb:
Support for devices that use iOS and
Android operating systems

Use the Universal Device Service to manage and secure devices that use iOS3 and Android4 operating systems. Through the same familiar administrative interface, the Universal Device Service6 enables administrators to add and import iOS and Android users, create group memberships, view user and device information, define IT policies and connectivity settings, manage apps on devices and assist users in the recovery of misplaced devices.
 
RIM hat es Marketing-technisch einfach nicht verstanden sich am Markt zu etablieren.
Sie standen kurz davor, die Welt zu revolutionieren.
Doch haben sie es nicht verstanden, ihre Ideen richtig umzusetzen.
Schade.
Mein erster Blackberry in 2005 war ein 7270, mein letzter in 2009 war ein Bold 9700.

Dann wechselte ich zu Apple....