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Bloomberg: Apple Car liegt auf Eis; Evaluierung einer Autopilot-Plattform bis Ende 2017

Martin Wendel

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Vertraut man einem aktuellen Bericht von Bloomberg, wird es doch nichts mit einem Apple Car. Darin heißt es, dass man eine neue Richtung einschlage und diese neue Richtung nicht den Bau eines eigenen Fahrzeugs beinhalte. Bis zu 1.000 Mitarbeiter sollen an "Project Titan", so der Codename des Apple Car, gearbeitet haben. Mehrere Hundert sollen entweder neue Aufgaben bekommen haben, gefeuert worden sein oder von selbst gekündigt haben.

Bereits seit längerem deutete sich, zumindest nach Medienberichten, eine gewisse Uneinigkeit bezüglich der Ziele von Apples Bemühungen im Automobilbereich ab. Apple-Car-Chef Steve Zadesky soll bereits Anfang des Jahres das Handtuch geworfen haben, anschließend kümmerte sich Hardware-Chef Dan Riccio um das Projekt. Im Juli wurde schließlich bekannt, dass Apple seinen erfahrenen Mitarbeiter Bob Mansfield aus dem Ruhestand zurückholt und er sich um das Projekt kümmern werde.

Dieser dürfte auch für den Richtungswechsel verantwortlich sein. Statt eines Tesla-Konkurrenten soll nun an einer Plattform für einen Autopiloten gearbeitet werden. Bis Ende nächsten Jahres soll die Machbarkeit einer solchen Plattform geprüft werden, um über die finale Ausrichtung von Project Titan zu entscheiden. Ein Bau eines eigenen Fahrzeugs sei zumindest derzeit jedoch nicht mehr geplant. Apple selbst wollte sich wie üblich nicht zu den Gerüchten äußern.

Via Bloomberg

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würde da gerne mal hinter die Kulissen schauen... was für Konzepte da zur Debatte stehen. Wird man leider niemals erfahren :/
 
Autobauen ist halt doch nicht so leicht ;-)
 
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Bin ganz froh, dass die IT-Konzerne sich reihenweise die Zähne an Automobilen ausbeißen. Diese Konzerne sind Entwicklungs- und QS-Zyklen der Automobilbranche nicht gewohnt. Auch nicht die Anforderungen an Reife und Sicherheit. Davon abgesehen, dass man einem Autombilkäufer nicht sagen kann "achso, ja dein Modell... das ist ja schon drei Jahre alt. Dafür bieten wir keinen Support mehr. Kauf dir ein neues."

Meinetwegen sollen Google, Apple, Microsoft an den Entertainment-Systemen der Autombile herumdoktern und sich an der Vernetzung der Fahrzeuge untereinander als auch der Entwicklung von KI-Systemen beteiligen. Von allem anderen sollten sie bitte die Finger lassen.
 
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@MichaNbg ich verstehe deine Skepsis, ich möchte nur einmal einbringen, dass die einmischung von IT-Konzernen in den Automobil Sektor auch einen gigantischen Entwicklungsschub mit sich bringen kann.
Steige ich in einem Neuwaagen aus dem Jahr 2017 ein, bin ich enttäuscht, wie wenig sich in den letzten 20 Jahren getan hat. (ausgenommen hierbei ist die Weiterentwicklung was sämtliche Sicherheitsaspekte angeht, wie z.B. Airbag, Knautschzone ESP und co)
In den letzten 20Jahren hat sich in der Technik unfassbar viel getan, steigen ich hingegen in ein 20Jahre altes Auto ein, vermisse ich fast nichts.
 
Achtung, Ketzermodus:
Möchtest du wirklich, dass Apple dir beim nächsten Kundendienst ohne jede Ankündigung oder Widerspruchsmöglichkeit das Bremspedal entfernt und durch einen Bremsknopf an deiner Armlehne ersetzt. Nur weil es Ive so besser gefällt? :eek:

Vor 20 Jahren haben wir Witze über Microsoft-Autos gemacht (gleichzeitig Türgriff, Antenne und Dachgepäckträger anfassen, wenn das Auto mal wieder nicht anspringen will, usw. usw.). Jetzt können wir solche Scherze über Apple-Autos machen :)

Und den Entwicklungsschub sehe ich ja. Im Bereich der Vernetzung, Navigation und KI. Wobei sich die IT-Konzerne hier eben den Innovationszyklen der KFZ-Branche anpassen müssen. Nicht umgekehrt. Ein Fahrzeug wie ein BMW 5er oder auch nur ein Ford Fiesta sind Jahre in der Entwicklung und danach nochmal Jahre in der Qualitätssicherung. Verschlingen Milliarden an Entwicklungskosten. Und ein Tesla schiebt mal eben kurz an den Zulassungsbehörden Softwareupdates im Beta-Status auf die Fahrzeuge. In den allgemeinen Straßenverkehr.

Sorry, das sind keine Computer, bei denen es nicht weh tut, wenn sie mal abschmieren. Das sind scharfe Waffen mit denen wir alltäglich herumfahren, die jederzeit funktionieren müssen. Jederzeit beherrschbar sein müssen. Und jederzeit exakt so reagieren müssen, wie wir es erwarten.
 
Apple wird in der Automobilbranche nicht gebraucht. Schuster, bleib bei deinen Leisten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@MichaNbg

Tesla hat einen Großteil der mechanischen Komponenten imho fertig zugekauft, da verstehe ich das Problem nicht.

Den Rest entscheide ich als Fahrer, jederzeit.
Wenn ich den Autopiloten anwerfe werde ich explizit auf den Beta-Status hingewiesen und entscheide mich bewusst, die Kontrolle abzugeben.

Der große Vorteil ist ja, dass ich nicht wegen jedem Mumpefitz an der Software in die Werkstatt muss, sondern Features und Verbesserungen bequem über das Internet laden kann.

Ich stimme dir sogar zu, dass du als Fahrer permanent mit einer "scharfen Waffe" unterwegs bist, aber ich möchte den wissenschaftlichen Beleg sehen, der nachweist, dass Fahrzeuge von "unerfahrenen Herstellern" öfter von fatalen Aussetzern betroffen sind als jene Autos, welche die Alteingesessenen auf den Markt bringen.

Auch die etablierten Hersteller haben so ihre Probleme trotz jahrelanger Hochleistungsentwicklung.

Da ruft ja keiner zum Spaß hunderttausende Fahrzeuge zurück.

Was also macht nun Ford, VW und wie sie alle heißen besser?
 
Ich meine ja auch nicht, dass ein Apple-Auto oder allgemein ein Fahrzeug von einem IT Konzern das allheilmittel sei, aber ich denke es wäre eine Belebung des von Innovationen nicht gerade durchdrungenem Bereich Automobilbau.
Wie kann es sein, dass Kundenwünsche und Marktrealität soweit wie in kaum einem anderen Sektor auseinander liegen? Ganz einfach, durch fehlende Konkurenz.

Aus dem Automobilbau hat mir mal jemand in etwa folgendes gesagt: "Ich hasse Smartphones, seit dem die auf dem Markt sind verlangen die Kunden immer hoher auflösendere Displays, neuere Navigationssoftware usw. ..." Das war glaube ich im Jahr 2012. Hast du dich schon mal gefragt, warum selbst in Oberklassenmodellen aus dem Jahr 2014 noch Displays mit einer Auflösung von 640*480 oder gar schlechter verbaut wird? Weil die Konkurenz nichts besseres anzubieten hat.
 
Zuerst lachte Nokia, dann Steve um so lauter,

bisher lachte die Automobilindustrie,
Elon Musk holt zumindest schon mal Luft ....

Es ist sicher nicht einfach einen Automobilkonzern zu gründen und erfolgreich zu sein,
aber ALLE die dies in den letzten 100 Jahren machten, hatten bedeutend weniger Kapital zur Verfügung und konnten nicht im Ansatz auf eine Zulieferindustrie bauen, wie diese heute zur Verfügung steht.

Wollte Apple, sie könnten es, meiner Meinung nach.

Ob es sich lohnt?
Keine Ahnung, die Marge wäre vermutlich erheblich geringer als sonnst bei Apple üblich.

Was aber sicher ist, Apple würde in vielen Bereichen neue, andere Wege gehen, interessant wäre dies sicherlich.
 
@MichaNbg

Tesla hat einen Großteil der mechanischen Komponenten imho fertig zugekauft, da verstehe ich das Problem nicht.

Den Rest entscheide ich als Fahrer, jederzeit.
Wenn ich den Autopiloten anwerfe werde ich explizit auf den Beta-Status hingewiesen und entscheide mich bewusst, die Kontrolle abzugeben.
Haben sich die anderen Verkehrsteilnehmer auch bewusst dazu entschieden, dass du die Kontrolle abgibst und im Falle eines ungeprüften, nicht zugelassenen Softwareupdates im Zweifel die Kontrolle nicht wieder erlangen kannst? ;)

Ich bin definitiv für den Komplettumstieg auf autonome KFZ-Führung. Lieber heute als morgen, denn nur so kriegst du den Verkehrsinfarkt in den Griff und verhinderst zehntausende Verkehrstote.

Allerdings kann man das nicht einseitig von einem IT-Konzern per Softwareupdate ausbringen. Ohne Zulassung und Millionen von zertifizierten Prüfkilometern. Wie gesagt, es ist kein Computer zuhause der keinen Schaden anrichten kann. Ein Fehler im Update an der falschen Stelle und du bist in einem unkontrollierten Geschoss unterwegs. Da kann der Hersteller noch so oft "Benutzung auf eigene Gefahr" hinschreiben. Richtig wäre "Benutzung auf Risiko und Gefahr aller anderen Verkehrsteilnehmer"

Und hier sehe ich die IT-Industrie eben noch nicht ausreichend aufgestellt, da sie mit diesen Zyklen noch nie zu tun hatte. Zumindest nicht die Unternehmen von denen wir gerade sprechen. Da traue ich sogar Siemens oder GE mehr zu. Die sind Softwareentwicklung in Hochrisikobereichen gewohnt.
 
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Das ist imho zu kurz gedacht.

Ich stimme dir zu, andere Verkehrteilnehmer finden es vielleicht nicht gut, wenn das Auto entscheidet, wie es am Verkehr teilnehmen möchte.

Die werden aber auch nicht gefragt, wenn sich morgens jemand übermüdet oder im schlimmsten Fall alkoholisiert ans Ruder setzt.

Ich weiß auch nicht wie viele Testkilometer Telas Autopilot intus hat, aber sie werden es getestet haben. Da stellt sich ja niemand hin und sagt "So, ab heute machen wir einen auf Knight Rider, gucken wir mal was passiert".
Aber ich werde mich mal schlau fragen, wie das erprobt wurde, ich habe da noch einen Kontakt aus der Richtung. Interessiert mich wirklich.

Möglich ist, dass das System seine Tücken und Schwächen hat, aber auch die Big Player haben da genug auf dem Kerbholz.

Wir sind uns ja aber einig, dass der Umstieg zur allgemeinen Automatisierung erforderlich ist.
 
Die werden aber auch nicht gefragt, wenn sich morgens jemand übermüdet oder im schlimmsten Fall alkoholisiert ans Ruder setzt.
Die werden schon heute auch nicht mehr gefragt, ob das okay ist, wenn das Fahrzeug vor ihnen, serienmäßig und selbstständig eine Notbremsung hin legt, weil die Fußgängererkennung angesprungen ist.

Irgendwie wundert mich in den Diskussionen wenn es um Tessla oder Apple geht im Automobilbereich,
dass die Leute so tun, als wenn nur diese 2 Hersteller Softwareseitig in die Fahrzeugführung eingreifen würden.

Schon heute bremsen Autos von alleine, weil eine Software dies so will,
schon heute fahren Autos von alleine in Parklücken, in unmittelbarer Reichweite von spielenden Kindern,

Selbst 10 Jahre alte Autos entscheiden sotwareseitig, wie stark ich bremse.

Es ist ja nicht so, als wenn die nach Lust und Laune später mal die Aktualisierungsserver anschmeißen könnten und schauen was so abgeht auf den Straßen, die werden sich genauso prüfen und ihre Software zulassen müssen, wie auch die Automobilhersteller bisher.
 
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Es ist ja nicht so, als wenn die nach Lust und Laune später mal die Aktualisierungsserver anschmeißen könnten und schauen was so abgeht auf den Straßen, die werden sich genauso prüfen und ihre Software zulassen müssen, wie auch die Automobilhersteller bisher.
Soweit ich das mitbekommen habe, passierte aber genau das beim Tesla Assistenzsystem.
 
Wäre dem so, würde ich das ebenfalls nicht gutheißen. Da werde ich mich morgen mal erkundigen, da es mich brennend interessiert.

Sollte dies stimmen, würde ich jedoch erwarten, dass die Genehmigung für die Teilnahme der Fahrzeuge am öffentlichen Verkehr bereits widerrufen worden wäre.

Ist dies geschehen?
 
Ohne es jetzt genau zu wissen, aber normalerweise müssten doch auch Softwareupdates durch die zuständigen Zulassungsbehörden überprüft werden? Dass wäre dann wirklich ein Unding, wenn nicht.
 
So hatte ich die Berichterstattung verstanden. Natürlich ohne Gewähr. Es handelt sich bei diesem Update ja nicht um Patches, Korrekturen sondern eigentlich um vollkommen neue Funktionen. Die, und darüber streiten sich die Gelehrten ja gerade, eigentlich eine neue Zulassung zur Folge haben müssten. Die Typenzulassung erfolgt europaweit gültig im übrigen über die Niederlande. Ob jetzt nur für den Usprungszustand oder bereits für das Softwareupdate... Gute Frage.

Vielleicht hatte ich es auch falsch verstanden und der TÜV hat sich nur grundsätzlich gegen die Möglichkeit von OTA Updates ausgesprochen, da hier die Zulassung nicht mehr einschreiten könne oder eben nicht autorisierte Personen Zugriff erlangen könnten. Die Artikel waren da nicht wirklich eindeutig.
 
Insbesondere deutsche Behörden reagieren ziemlich unentspannt auf alles was neu und fortschrittlich ist.

Vielleicht nur ein wenig Gegrummel im Kaninchenstall. :cool:
 
Solange Apple das nicht bestätigt hat, ist die Meldung nicht existent. :-) Erst wenn das rauskommt, ist es bei Apple eine Meldung.