Betrug mit iTunes-Karten: Kläger halten Apple für mitschuldig

Jan Gruber

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Jan Gruber
In den USA wurde eine neue Sammelklage eingereicht, sie beschäftigt sich mit Betrug durch iTunes-Karten. Betrüger fordern ihre Opfer häufig auf etwaige Schulden mit iTunes-Karten zu bezahlen - und laut den Klägern könnte Apple dies unterbinden.

So sehen die Kläger auch ein wirtschaftliches Interesse bei Apple, schließlich verdient der Konzern auch seine 30 Prozent Anteil, wenn die Codes von Scammern eingelöst werden. Darum soll Apple kein großes Interesse daran haben entsprechende Schutzmaßnahmen zu implementieren.
iTunes-Karten: Apple hätte Zeit für Gegenmaßnahmen


Eingereicht wurde die Klage von einigen US-Bürger, sie werden von zwei Anwaltskanzleien vertreten. Apple wird vorgeworfen nicht die notwendigen Gegenmaßnahmen zu unternehmen. Apple wartet beispielsweise immer 45 Tage bis Zahlungen an Entwickler weitergegeben werden - laut den Klägern wäre dies genug Zeit um entsprechende Prüfungen durchzuführen.

Via Scribd

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elsi

Strauwalds neue Goldparmäne
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Oder genauer: Kläger halten es für möglich, einen Batzen Geld zu bekommen, weil sie auf einen Betrüger reingefallen sind. 😅
 

rana70

Rheinischer Krummstiel
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Irgendwo habe ich offensichtlich etwas verpasst ... also ich schulde jemandem einen Geldbetrag X, dieser jemand möchte den geschuldeten Betrag als iTunes Gutenhabenkarte zurück und nicht in Form von Bargeld.

Allein in dieser Konstellation sehe ich persönlich noch keinen Betrug, mit persönlich fehlt in diesem Magazin Post der inhaltliche Zusammenhang zwischen, Klage, Zahlung und dem vermeintlichen Betrug von Apple.
 
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walnussbaer

Pomme Miel
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Die Geldforderungen sind in den meisten Fällen wohl ausgedacht und damit werden die Leute überrumpelt. So ähnlich wie beim Enkeltrick - normalerweise sollte man wissen, ob man Schulden hat und auch seine eigenen Verwandten kennen. Aber es gibt eben Zielgruppen, da funktioniert sowas trotzdem. Die Geldforderung soll dann mit Gutscheinenkarten bezahlt werden. Ist das passiert, kauft der Scammer damit seine eigenen Apps oder die seiner Auftraggeber im Appstore. Die Forderung an Apple ist jetzt, die Betrogenen in der Form zu entschädigen, dass diese Käufe und das Guthaben der Karten erstattet werden und nicht an die Entwickler ausgezahlt werden. Apple sagt jedoch, dass eine Rückabwicklung nicht möglich sei. Das sehen die Geschädigten anders, da Apple das Geld vor Auszahlung an den App-Entwickler längere Zeit zwischenparkt.
 
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rana70

Rheinischer Krummstiel
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Danke für die Erklärung, trotzdem sehe ich das ehre kritisch.

Es scheint ja mehr ein Problem von einer Art Geldwäsche zu sein,
wie mach ich aus illegalen Geld saubere Einnahmen, in diesem Fall eben über iTunes Guthabenkarten.

Nach meinem Rechtsverständnis sind hier einfach die Betrüger selbst in Regress zu nehmen, aber damit verdienen die Anwaltsfirmen, die in diesem Bereich tätig sind nichts, da es ja sicherlich um einen Gewinnbeteiligung beim Streitwert geht.

Lege ich das auf Bargeldbetug um z.B. beim Enkeltrick, dann würde man ja die EZB oder die Amerikanische Notenbank auf Schadenersatz verklagen können, da die ja das Bargeld austeilen und auch den Wertverlust für den geprellten ersetzen könnten.
 

walnussbaer

Pomme Miel
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Ich weiß nicht, ob das so vergleichbar ist. Apple beteiligt sich ja selbst am Gewinn aus einer betrügerischen Handlung. Das ist der EZB ja nichtvorzuwerfen. Apple stellt nicht bloß den Marktplatz, sondern streicht auch Gewinn ein. Und das Ganze ja eigentlich auch noch vorsätzlich, da die Geschädigten das ja bei Apple gemeldet haben.
Vielleicht vergleichbar vielleicht mit einem Gewinn aus Hehlerware, der aufgeteilt wird. Ich kann die Geschädigten schon ein stückweit verstehen. Apple ist in der ganzen Sache sicher auch nur ein Teil der Lösung. Ich denke schon, dass die auch gegen die eigentlichen Scammer vorgehen werden. Und sich sicher auch selbst an die Nase fassen müssen.
 
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ZeeT

Cox Orange
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Es vergeht kaum eine Woche in denen nicht einer versucht, bei uns im Einzelhandel betrügerisch an Codes von verschiedenen Kartenanbietern zu kommen. Trotz Warnungen und Hinweisen klappt dies immer wieder und es geht hier nicht um ein paar Euros, sondern hier werden oft mehrere Tausend Euro abgezockt. Meistens behauptet der am Telefon, er würde von der Zentrale der jeweiligen Firma anrufen und es müssten die Karten überprüft werden. Aus diesem Grund soll die Person am Telefon alle Telefonkarten eines Anbieters, oder Amazonkarten, oder Apple usw., an der Kasse drüber ziehen und die Nummern telefonisch durchgeben. Der Trick ist bekannt, die Mitarbeiter mehrmals darauf hingewiesen worden, mündlich und schriftlich und trotzdem klappt es immer wieder.

Seit neuster Zeit werden vermehrt Rentner angerufen. Angebliche Inkassobüros, oder Verwandte setzen die alten Leute unter Druck und die gehen dann zum Laden und kaufen dort die Karten und geben die Nummern telefonisch durch.