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Feature Bericht: Sony und Universal drängen Spotify zur Beendigung des Gratis-Streamings

Na, dann rechne mal aus, wie oft ein Song gestreamt werden muss, bis das ganze Album bezahlt ist. Die Zahlen stehen im Artikel. Kannst dir dann selber ausmalen, obs realistisch ist, was Du da schreibst.
Du willst es nicht verstehen.
Oder willst Du mir echt erzählen das die Millionen "free User" statt zu streamen alle die CD gekauft hätten? oO
Einige wahrscheinlich, sicherlich aber nicht alle.

Darum, wieviel weniger CDs verkauft ihr wenn ihr eure Werke auch streamt?

Die Automobilbranche muss ja lange pleite sein,
verkaufen einmal ein Auto und abertausende kaufen darum keins mehr, nur weil die Kiste als Taxi unterwegs ist oder Mietwagen.

Der Mix macht den Gewinn, die einen die echte Fans sind werden sicherlich die CD kaufen und im Schrank stehen haben wollen.
Die Leute, die euch "nicht schlecht" finden, aber für euch und viele andere Künstler nicht bereit sind, für jedes Lied 1,29 zu zahlen bzw. garnicht die finanziellen Möglichkeiten haben, streamen halt und geben viele kleine Summen dazu, kleine zwar, aber durch die höhere Zahl sicherlich auch nicht wenig.
 
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Richtig. Viele würden gar nicht konsumieren, wenn es die werbefinanzierten Streams nicht geben würde.
 
Bei 15 € Kaufpreis für ein Album müssten einzelne Songs dieses Albums gesamthaft ca. 4411 mal von einer Person gestreamt werden. Das ist doch nicht realistisch, oder?
Ich hab auf Spotify zig hunderte Lieder gehört die ich nicht gekauft habe und auch nicht gekauft hätte. Die Lieder waren okay, aber nicht jedesmal 1,29 wehrt in den Fällen, statt Spotify Radio hätte ich dann "normales" Radio gehört.

Wieviel Verlust haben die Künstler jetzt dadurch gemacht?
xHundert x nix = nix
xHundert x ganzwenigprostream = auf jeden Fall mehr

Du betrachtest es nur aus der Perspektive streaming ODER CD,
es wird aber immer ein Mix aus allem bleiben.
Fans und Leute wie meine Eltern etc. werden auch weiter CDs kaufen,
andere streamen und was unterm Strich hängen bleibt zählt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist es denn für unbekanntere Bands heutzutage überhaupt noch so wichtig, sich an ein Label zu binden?

Kann man Vermarktung und Verteilung der eigenen Musik nicht selbst in die Hand nehmen und so dafür sorgen, dass nicht ein Großteil des Geldes bei Dritten hängen bleibt?

Ich mein, eine Homepage mit Webshop zu betreiben ist doch (wahrscheinlich) inzwischen kein Hexenwerk mehr.

Durch soziale Netzwerke und Blogger kann man doch auch auf nicht-traditionelle Weise recht viele Leute erreichen, um über das neueste Album die nächste Tour zu informieren.

Weiß jemand von Bands, die das so machen? Funktioniert das besser, als sich von einem Label einen "friss-oder-stirb-Vertrag" andrehen zu lassen?
 
Ich weiss ja nicht, wie das andere handhaben, aber bei mir ist es ganz simpel. "Meine Musik", d.h. die Künstler, die ich wirklich gerne mag, habe ich gekauft und diese sind als File auf meine Festplatte bzw. dem iPhone (iPad per iTunes Match die gesamte Bibliothek). Ich habe rund 6000 Songs gespeichert, davon kenne ich die meisten gut.

Alles, was ich nicht wirklich toll finde, kommt auch nicht auf die Platte. Dafür ist doch Streaming ideal, aber die Musik würde ich nicht kaufen, denn ich kaufe ja auch nicht jeden Titel, den ich im Radio höre. ;)

Zur Zeit habe ich noch Spotify Premium, weil ich gerade die Kombi mit der Telekom gut fand, dass so gut wie keine Daten verbraucht wurden. Aber eigentlich nutze ich das ganz selten, diesen Monat z.B. noch gar nicht. Also habe ich das Abo wieder gekündigt. Die freie Version reicht mir zu Hause und wenn es dieses bei Spotify nicht gibt, dann höre ich halt Radio. ;)

Übrigens habe ich durchaus bei Spotify 2,3 Künstler entdeckt, wo ich dann das Album gekauft habe.
 
Die Leute, die euch "nicht schlecht" finden, aber für euch und viele andere Künstler nicht bereit sind, für jedes Lied 1,29 zu zahlen bzw. garnicht die finanziellen Möglichkeiten haben, streamen halt und geben viele kleine Summen dazu, kleine zwar, aber durch die höhere Zahl sicherlich auch nicht wenig.

Was ich so gelesen habe, geben die Leute im Schnitt übrigens pro Jahr mehr Geld für Streaming aus als für den Kauf von Musik – die Branche müsste also eigentlich damit mehr Geld erwirtschaften. Was ich allerdings nicht weiß ist, ob das Geld dann auch bei den Musikern ankommt, damit kenne ich mich nicht aus.
 
Ist es denn für unbekanntere Bands heutzutage überhaupt noch so wichtig, sich an ein Label zu binden?

Kann man Vermarktung und Verteilung der eigenen Musik nicht selbst in die Hand nehmen und so dafür sorgen, dass nicht ein Großteil des Geldes bei Dritten hängen bleibt?

Ich mein, eine Homepage mit Webshop zu betreiben ist doch (wahrscheinlich) inzwischen kein Hexenwerk mehr.

Durch soziale Netzwerke und Blogger kann man doch auch auf nicht-traditionelle Weise recht viele Leute erreichen, um über das neueste Album die nächste Tour zu informieren.

Weiß jemand von Bands, die das so machen? Funktioniert das besser, als sich von einem Label einen "friss-oder-stirb-Vertrag" andrehen zu lassen?
Ein paar Superstar-Millionäre machen das so. Normalsterbliche können das finanzielle Risiko einer Tour nicht tragen.

Sogar Interpreten wie Radical Face, die im Home-Studio aufnehmen, mischen und mastern brauchen ein Label im Hintergrund, sofern sie eben nicht sowieso steinreich sind.
 
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Ein paar Superstar-Millionäre machen das so. Normalsterbliche können das finanzielle Risiko einer Tour nicht tragen.
Nichts desto trotz sind/waren aber selbst solche Superstars wie die Stones oder auch Michael Jackson bei Labels unter Vertrag. Und das obwohl sie das finanziell ganz sicher selbst stemmen könnten und bei Banken wohl auch Geld in unbegrenzter Menge bekommen würden/hätten.

So furchtbar scheinen die bitterbösen Sklaventreiber der Labels also doch nicht zu sein, oder?
 
Es gibt im Musikbusiness immer ein paar Superreiche und ein paar Tausend, die sich überlegen müssen, wovon sie leben sollen. Das ist kein Argument für und keines gegen die Labels ;)
 
Das ist kein Argument für und keines gegen die Labels ;)
Ja aber wenn die Labels so böse und blutsaugend sind warum verlassen dann die Superreichen nicht die Labels? Oder gründen gar ihr eigenes?

Vielleicht doch weil man als Künstler hier auch ein Rundum-Sorglos-Paket hat und in den Verträgen vielleicht sogar finanzielle Sicherheit bis ins Alter festgeschrieben wird?
 
Die Musikbranche geht halt irgendwie immer davon aus, dass jemand der Raubkopiert oder frei Streamt auch automatisch dazu bereit wäre echtes Geld auf den Tisch zu legen.

Da ist Spotify halt einfach schon etwas weiter. Es ist einfach nicht jeder bereit für Musik viel Geld zu bezahlen. Das ist wie bei jedem anderen Produkt das nicht lebensnotwendig ist. Ich gebe beispielsweise kein Geld für Wein aus. Bei einer Gratisprobe nehme ich mal ein Schlückchen, eine Flasche würde ich aber nur kaufen wenn sie ins Essen gehört.
Beim TV ist es ja ähnlich wie bei der Musik. 98% der Inhalte im Free-TV sind wirklich schlecht. Natürlich schaue ich da mal ab und an was, 10 Euro im Monat ist es mir persönlich eigentlich nicht wert. Vorher verzichtet man lieber.

Jeder Mensch hat da seine Schwelle. Ich habe beispielsweise alleine 400 Euro an Musik-Hardware an meinem Rechner, vom Wohnzimmer reden wir da noch gar nicht. Musik hat einen relativ hohen Stellenwert für mich. Dementsprechend bin ich auch Spotify Premium Kunde, Spotify stellt aber nicht den einzige Punkt dar an dem ich für Musik bezahle.
Meine Frau stellt eher den Free User dar. Natürlich hört sie mal etwas über YT oder Spotify, einen 10er im Monat bekäme man von ihr aber nicht. Das ist es ihr einfach nicht wert. Vorher verzichtet sie ganz darauf und das stört sie dann halt auch nicht groß.

Das ist aber halt völlig normal. Es ist nunmal nicht jeder Mensch bereit für jedes Produkt Geld zu bezahlen. Entweder verbessert man sein Produkt, diesen Weg hat die Filmindustrie gewählt mit ihren Bonusinhalten, Qualitätverbesserungen und neuen alte Techniken wie 3D, oder aber man muss mit dem Geld auskommen das man von den Kunden bekommt.
Man kann ihn einfach nicht zwingen mehr zu bezahlen. Man kann ihn wie Spotify Ködern und Locken, geht man ihnen aber zu sehr auf den Sack, dann verzichten die 45 Millionen User einfach und machen sich HR 3 oder RTL zum Bügeln an.
 
Ja aber wenn die Labels so böse und blutsaugend sind warum verlassen dann die Superreichen nicht die Labels? Oder gründen gar ihr eigenes?

Vielleicht doch weil man als Künstler hier auch ein Rundum-Sorglos-Paket hat und in den Verträgen vielleicht sogar finanzielle Sicherheit bis ins Alter festgeschrieben wird?
Du gehts davon aus, dass die Superreichen die gleichen Konditionen bekommen wie die meisten Interpreten. Tatsächlich sprechen wir hier von Unterschieden von zwei- bis dreihundert Prozent. In Extremfällen sogar noch mehr.

Und ein Rundum-Sorglos-Paket bekommt ein nicht-Superreicher nie; bei keinem Label. Man hat gefälligst bis ins Alter hinein so frisch und hungrig wie mit zwanzig zu klingen. Außerdem muss man einen eigenen Sound haben, sich aber trotzdem andauernd selbst neu erfinden.
 
Ich hab auf Spotify zig hunderte Lieder gehört die ich nicht gekauft habe und auch nicht gekauft hätte. Die Lieder waren okay, aber nicht jedesmal 1,29 wehrt in den Fällen, statt Spotify Radio hätte ich dann "normales" Radio gehört.

Wieviel Verlust haben die Künstler jetzt dadurch gemacht?
xHundert x nix = nix
xHundert x ganzwenigprostream = auf jeden Fall mehr

Du betrachtest es nur aus der Perspektive streaming ODER CD,
es wird aber immer ein Mix aus allem bleiben.
Fans und Leute wie meine Eltern etc. werden auch weiter CDs kaufen,
andere streamen und was unterm Strich hängen bleibt zählt.
Fakt ist, dass die Umsätze seit dem es Streaming gibt zurückgegangen sind. Was ist daran so schwer zu verstehen?
 
Dann gibt es Musik wohl erst, seit Stream erfunden wurde? Stumpfsinnige Behauptung.... echt jetzt.

Nein. Aber vorher haben eben auch nicht so viele Menschen Musik konsumiert. Ist ja wohl auch logisch. Mit stumpfsinnig hat das nichts zu tun. Also ob jetzt fast jeder Mensch im Monat ein gewissens Kontingent extra nur für Musik ausgibt. Es gibt Leute, die kaufen sich alle Jubeljahre mal eine CD. Und eben diese Leute nutzen auch das werbefinanzierte Spotifyangebot.

Ich würde sogar drauf wetten, dass die Künstler entweder weniger verdienen werden oder nur genauso viel, wenn werbefinanzierte Streams wegfallen würden. Die wenigsten würden auf das Premium Abo umstellen.

Es gibt Menschen, die können nicht ohne Musik leben und es gibt Menschen, die zwar hin und wieder gerne Musik hören, aber eben auch ganz gut ohne Musik leben können. Und diese Menschen bewegt niemand zum großartigen Musikkonsum.
 
Nein. Aber vorher haben eben auch nicht so viele Menschen Musik konsumiert. Ist ja wohl auch logisch. Mit stumpfsinnig hat das nichts zu tun. Also ob jetzt fast jeder Mensch im Monat ein gewissens Kontingent extra nur für Musik ausgibt. Es gibt Leute, die kaufen sich alle Jubeljahre mal eine CD. Und eben diese Leute nutzen auch das werbefinanzierte Spotifyangebot.

Also es gibt wesentlich mehr Menschen auf dem Planeten Erde als vor 20 Jahren, und dennoch sinken die Umsätze...... und Du willst mir immer noch erzählen, dass Streaming das Heilmittel ist? Komische Logik....
 
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Ich habe nicht gesagt, dass Streaming das Heilmittel ist. Aber es ist eben auch nicht das Gegenteil.

Der Umsatz kann auch einfach nur sinken, weil den Menschen Musik nicht mehr so wichtig ist. Wer weiß das schon? Oder weil viele Menschen illegal Musik runter laden. Ich denke da liegt auch der Anfang der Umsatzrückgänge.