Ausnutzung der Marktmacht - Supreme Court lässt Klage gegen Apple zu

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Jan Gruber, 13.05.19.

  1. Mure77

    Mure77 Moderator
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    Apple baut sich was auf, andere können bzw. könnten das auch. Apple bestimmt was in deren Haus Sache ist, passt manchen nicht, also gibt es eine Klage.

    Vodafone bietet hier nichts vernünftiges an Internet an, Telekom kommt langsam und Unitymedia macht es schon immer. Ich kann also nur einen Anbieter wählen. Soll ich jetzt dagegen klagen ?
    Als User im Bereich Handys kann ich mich überall entscheiden ob ich Apple nutze oder ob ich Android nehme. Mir passt es bei Apple nicht ? Dann gehe ich halt zu Google.

    Es ist kein Entwickler gezwungen bei Apple zu sein, ebenso wie kein Kunde es ist.

    Regulieren ist gut wenn jemand betrogen wird oder es unverhältnismäßig zur Sache geht. Apples Regeln sind ja klar definiert. Marktmacht ausüben, mal schauen was das Gericht entscheidet.
     
    #41 Mure77, 16.05.19
    Zuletzt bearbeitet: 16.05.19
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  2. m4d-maNu

    m4d-maNu Signe Tillisch

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    Die Klage ist trotzdem berechtigt.

    Microsoft hat sich mit Windows auch etwas aufgebaut und trotzdem, müssen sie nun eine Auswahl bei der Einrichtung an anderen Browsern bieten und dürfen nicht einfach bestimmen das der IE Standard ist oder gar welche Browser überhaupt installiert werden dürfen.


    Es muss ja niemand dann die anderen AppStores nutzen, falls die überhaupt kommen. Ich selbst habe auch bedenken, ob das gut ist aber andere als Apple. Wie auf der ersten Seite hier im Thread nach gelesen werden kann.
     
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  3. FuAn

    FuAn Welscher Taubenapfel

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    Der Vergleich passt absolut nicht siehe meine Erklärung weiter oben dazu, auf die bist du nicht eingegangen...
     
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  4. NorbertM

    NorbertM Rote Sternrenette

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    Dieser Unsinnn ist schon lange vom Tisch. Ich habe diese Abfrage jedenfalls seit Jahren nicht mehr gesehen, bei keiner Neuinstallation. Aber du lieferst ein schönes Beispiel, was bei solchen Klagen letztendlich rauskommt.
     
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  5. m4d-maNu

    m4d-maNu Signe Tillisch

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    Ah okay, habe ich nicht mitbekommen. Habe aber auch schon ewig keine Neuinstallation mehr gemacht.


    Ja, eine kurzzeitige Änderung bei etwas und dann läuft eh alles wie es vorher war.
     
  6. Verlon

    Verlon Maunzenapfel

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    warum Unsinn? Es ermöglichte einen faireren Wettbewerb, weil MS nicht mehr die marktbeherrschende Stellung nutzen konnte, um den Explorer zu pushen, in dem dieser als Standardbrowser vorinstalliert war. Nachteile hatte dadurch niemand.

    Mittleweile ist der Browsermarkt erwachsen, die Nutzer haben längst ihren bevorzugten Browser gefunden, da ist so ein Eingreifen nicht mehr notwendig. Das sah damals aber anders aus.
     
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  7. saw

    saw Roter Astrachan

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    500.000.000€ und 5 Jahre Browserauswahl, wenn das nix ist, immer her mit deinem Depot ^^
     
  8. hillepille

    hillepille Echter Boikenapfel

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    Klar war es Unsinn, du konntest schon immer andere Browser installieren so wie heute auch. Ich habe auch MItte der 90'er keinen IE freiwillig genutzt. Heute schon eher.
     
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  9. m4d-maNu

    m4d-maNu Signe Tillisch

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    Ja du, was meinst du wie viele den IE aber genutzt haben und gar nicht wirklich mit bekommen haben das es auch alternativen gibt? Die haben nur das genutzt was Ihn das System gegeben hat.

    Mit iOS und den Apps ist das Problem, dass es auf offiziellen Wege aber eben nur den AppStore gibt und es muss das genutzt werden was Apple in diesen AppStore zulässt. Klar auf mit Jailbreak war es früher, vermutlich auch heute noch, möglich auch die andere Apps zu bekommen. Aber da sind wir nun wieder bei einen ähnlichen "Problematik" wie mit den IE und deren Alternativen.
     
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  10. Mure77

    Mure77 Moderator
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    Zum Verständnis:

    Also Anbieter B könnte, will aber nicht. Und wenn dem der Fall ist dann gibt es keine Klagen. Wenn jedoch jemand meint er müsste in dem Markt mitmischen dann sollte der Mitbewerber seine Arbeit bzw. Dasein ändern ?
     
  11. Zug96

    Zug96 London Pepping

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  12. Zug96

    Zug96 London Pepping

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    Die Landwirtschaft ist der mit Abstand am meisten regulierte Markt in der Schweiz und ich denke in der EU ist es nicht anders. Bauern werden direktsubventioniert, über die Preise subventioniert und es werden Steuern auf Produkte aus dem Ausland erhoben um die Einheimischen Bauern zu schützen. Dein Beispiel könnte passender nicht sein um die Notwendigkeit von Regularien zu
    Wärst du Familienvater und App Entwickler würdest du das auch so sehen?
    Wieso Preise senken? Es geht doch um Anbieter von Apps und ihre Existenz, warum kommt plötzlich von Dir und Mure die Preisdiskussion? Würde Spotify danach für Apple User höhere Gebühren verlangen obwohl ihre Kosten gleich hoch sind, könnten die Kunden sich dagegen wehren. Einerseits weil ein Zuschlag auf eine Plattform wo zahlungskräftigere Kunden nicht einfach legal ist und zweitens hat der Kunde wirklich eine Wahl zwischen etwa 10 Anbietern worauf Spotify entgegenkommen müsste um bestehen zu können in diesem umkämpften Marktumfeld.
    Du vergleichst die Existenz von Arbeitsplätzen und einem gesunden Marktumfeld mit dem Recht den Preis für ein Game oder das Internet zu bestimmen. Zur freien Marktwirtschaft sage ich nur so viel, informiere dich mal etwas tiefer in VWL. Freie Marktwirtschaft kann kein Weg sein und ist ein rein theoretisches Konstrukt von dem wir nicht Meilen sondern Lichtjahre entfernt sind - glücklicherweise,
     
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  13. Ulrich Reinbold

    Ulrich Reinbold Hauptstadtredaktion
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    Sorry, bin einfach kein Freund von Klientelpolitik. Wenn du als App-Entwickler und Familienvater im falschen Geschäftsmodell drin steckst, dann ist das schade. Wohl aber kaum das Problem von Apple oder von Gerichten. Sorgen um den Entwickler brauchen wir uns nicht machen. Der wird schon einen Job finden - gut bezahlt dazu. Mitleid ist da eher nicht angebracht.

    Ist ja jetzt nicht, so, dass Mure oder ich damit angefangen hätten o_O

    Hier auch immer das Spotify-Beispiel zu nennen greift ohnehin zu kurz. Darum geht es hier nicht. Mal abgesehen davon, dass Spotify Premium eh nicht mehr über den App Store abonnierbar ist.

    Wettbewerb gibt es übrigens sehr wohl im App Store. Den Wettbewerb zwischen den App-Anbietern selbst (also jetzt mal Apple rausgenommen). Hier agiert jeder Wettbewerber unter den selben Marktbedingungen. Insofern ist der Verweis auf die ach so armen Entwickler in der Breite unangebracht. Zieht bestenfalls bei den Angeboten, die direkt mit Apple konkurrieren - aber nochmal: Darum geht es hier eher nicht.

    Warum mehrere Plattformen automatische besser sein sollen, erschließt sich mir auch nicht total. Sind die vielen Game-Plattformen der große Vorteil? Sorgen die für den großen Wettbewerb? Epic scheint durchaus für die Entwickler Sinn zu machen, da Schreine dann aber die Spieler. Kann ja durchaus einen Sinn darin sehen, doch sollten wir den auch mal klar benennen und nicht immer nur mit Phrasen kommen. Und ja: Verstehe auch, dass mehr Plattformen für den Entwickler lukrativer sein können. Habe ich in meinem Beispiel heute früh ja auch gezeigt.
     
    #53 Ulrich Reinbold, 16.05.19
    Zuletzt bearbeitet: 16.05.19
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  14. Verlon

    Verlon Maunzenapfel

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    Natürlich konnte man jeden beliebigen Browser installieren. Das war auch nicht das Problem.
     
  15. Mure77

    Mure77 Moderator
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    Ich brauche jetzt keine Belehrung dieser Art, oder solche Kommentare die einem ein wenig Dummheit unterstellen sollen.
    Wenn du dich dabei besser fühlst ok. Beispiele sind Beispiele und dienen halt als Beispiele, manche passen mehr und manche weniger, manche will man partout nicht verstehen, ich weiß es nicht.
    Ich könnte jetzt das Beispiel nehmen das eine Klage gegen Apple zugelassen wurde wegen Marktmacht, aber das ist ja das Thema worum es geht.

    In einem Teil des Ursprungs geht es um Preise ;)
     
  16. Ulrich Reinbold

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    Muss mittlerweile zugeben, dass die reine Preisdiskussion möglicherweise tatsächlich am Kern vorbei geht. Dennoch halte ich es für sehr berechtigt, die Preisentwicklung durch das Vorhandensein mehrere Plattformen anzusprechen.

    Wenn es um die Einkommensmöglichkeiten für Entwickler geht, bleibe ich bei meinem Einwurf: Bei Apps, die nicht von Apple angeboten werden, agieren alle Anbieter auf einem Markt mit für sie gleichen Bedingungen. Wo gibt es sowas sonst ;)
     
  17. FuAn

    FuAn Welscher Taubenapfel

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    Das ist ja eben auch nicht so, die 30% sind durchaus Verhandlungssache. Nun könnte man sagen naja Apple verhandelt ja nur wenn entsprechendes Volumen vorhanden ist, da Apple jedoch alleiniger Herr über den AppStore ist, könnten Sie diese Möglichkeit auch zur Verfolgung eigener, strategischer Interessen nutzen. Oder wer kann denn mit Sicherheit sagen dass es bei den App Features im Store immer fair zu gleichen Konditionen zu geht?

    Eben darum wird es in diesen Prozessen in den USA gehen für 43% der Smartphone Nutzer entscheidet Apple alleine darüber was zu welchen Konditionen auf die Geräte kommt und ist frei von jeglicher Kontrolle ob im AppStore tatsächlich fairer Wettbewerb herrscht oder ob Apple da gerne auch mal an den entsprechenden Schrauben dreht... und natürlich sind wir alle davon überzeugt, dass Apple besonders auf ethische Grundsätze achtet, fair und immer happy world ist... das alles hört jedoch all zu oft auch mal auf, wenn’s um earnings per shares geht...
     
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  18. Ulrich Reinbold

    Ulrich Reinbold Hauptstadtredaktion
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    Well said! Bin ausdrücklich dafür, dass Apple hier transparent und fair agiert. Dieser Nachweis wird in einer juristischen Auseinandersetzung spannend. Sehr spannend. Apple hat die Messlatte dafür selbst sehr hoch gesetzt. Also drüber bitte!
     
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