und andere tun das?
Vielleicht mal als Denkanstoss - als China Google aufgefordert hat, die Gdrive Daten auf regierungsnahen Servern zu speichern bzw. der Regierung Zugriff auf die Userdaten zu geben hat Google den chinesischen Markt verlassen! Den vermutlich größten Markt der Welt! In China gibt es keine Google Dienste mehr, keinen Google AppStore, obwohl es weit über eine Milliarde Android Smartphones gibt und somit einen unendlich großen Markt.
Man kann nicht abschätzen, auf wie viel Umsatz Google verzichtet, um Userdaten zu schützen.
Und was hat Apple gemacht? Sie haben die iCloud Daten aller chinesischen User auf Server unter chinesicher Kontrolle gespeichert. Wie sie mit "kritischen" Apps umgehen wissen wir alle. Sobald China eine App nicht haben will verschwindet sie aus dem AppStore. Das betrifft u.a. div. VPN Apps.
Das ist der Unterschied zwischen Worthülsen des einen Konzerns und Datenschutz des anderen, der auf viele, viele Milliarden verzichtet, um Daten der Kunden zu schützen.
Google ist sicher nicht der weiße Ritter. Aber so böse, wie Google oft dargestellt sind sie nicht.
Genauso wenig, wie Apple angeblich doch alles für den Datenschutz tut. Das Bestreben hört nämlich sofort auf, wenn es um Umsatz geht.
Das ist so nicht ganz richtig und auch ziemlich verkürzt dargestellt.
Google hat China nicht einfach aus Datenschutzgründen verlassen. Der Rückzug 2010 hing an politischem Druck, staatlicher Zensur, dem Hackerangriff „Operation Aurora“ auf Gmail-Konten chinesischer Aktivisten. Dazu hatte Google dort ohnehin kaum Marktanteil gegen Baidu. Es war also eine Mischung aus politischem und wirtschaftlichem Kalkül, nicht reine Prinzipientreue.
Apple wiederum ist in China geblieben, das stimmt, allerdings schreibt chinesisches Recht vor, dass Daten chinesischer Bürger im Land gespeichert werden müssen. Deshalb liegen iCloud-Daten dort auf Servern der staatlich kontrollierten Firma GCBD. Das ist sicher nicht cool, aber keine freiwillige Entscheidung, sondern eine Voraussetzung, um in China überhaupt operieren zu dürfen. Ob und in welchem Umfang Behörden darauf zugreifen können, ist tatsächlich ein offenes Thema, das auch international kritisch gesehen wird (siehe New York Times, Mai 2021).
Apple zumindest sagt, dass die Schlüssel der Daten bei ihnen liegen.
Und die Darstellung, Google habe auf Milliarden verzichtet, um Daten zu schützen, ist ebenfalls fragwürdig. Google verdient weiter Milliarden mit Android, YouTube und Werbung, nur eben nicht mehr in dem Maße in China. Gleichzeitig gab es später mit „Project Dragonfly“ sogar Versuche, wieder in den chinesischen Markt einzusteigen, diesmal mit einer zensierten Such-App.
Beide Unternehmen handeln nicht aus Idealismus. Google verkauft Daten, Apple verkauft Geräte. Google ist beim Datenschutz strukturell schlechter aufgestellt, Apple macht in China Zugeständnisse, um den Markt zu halten. Das ist kein Heldenstück auf einer der beiden Seiten. Und dennoch, nach Analyse der eigenen außen der Firmen, bleibt es dabei, dass Google Daten verkauft, und Apple diese in-house behält.
Und wie gesagt, du kannst ruhig darauf eingehen, dass ich gesagt habe, jeder ist selber mündig und kann sich vorab informieren. Das sind beide Firmen doch recht transparent.
Google hat durch den China-Ausstieg keine entscheidenden Gewinne verloren.
Der chinesische Werbemarkt war damals im Vergleich zu den USA oder Europa winzig. Das Geld wurde problemlos anderswo verdient: Android, YouTube, Search und Ads liefen global weiter. Der Konzernumsatz stieg danach sogar weiter jedes Jahr.
Google hat nicht auf Milliarden verzichtet, es hat nur den Aufwand für einen politisch komplizierten Markt gespart,
Der bei Apple, durch die Hardware, die physischen Stores, nicht vergleichbar ist.