Apple und die Nachhaltigkeit | Apfeltalk LIVE! #261

Michael Reimann

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Michael Reimann
Wenn es um Apple und die Nachhaltigkeit geht, sind wir vielleicht auf einem Auge blind. Jedes Jahr ein neues iPhone und nur weil der Anstellwinkel der Tastatur nicht gefällt auch gleich ein neues iPad. Wir müssen reden.

Seit 2007 bringt Apple nun jedes Jahr ein neues iPhone auf den Markt. Viele Menschen kaufen sich jedes Jahr das neueste Device. Aber wir sollten nicht nur aus Kunden-Sicht auf die Nachhaltigkeit in Cupertino schauen.

Immer mehr werden die Geräte aus Kalifornien verklebt und somit dem Zugriff der Nutzer entzogen. Löbliche Ausnahme stellt hier der neue Mac pro dar. Dieser ist allerdings alles andere als ein Konsumer-Gerät. Ist Apple nachhaltig genug? Sind die Geräte, denen man eine lange Lebensdauer nachsagt, wirklich so robust (nicht nur im Sinne der Stabilität?)

Apple hat vor einigen Jahren einen Roboter (Daisy und Liam) konstruiert, der systematisch und Ressourcen schonend iDevices zerlegen kann.
Apple und die Nachhaltigkeit


Was tun Apple und die anderen Technikkonzerne, um ihre Geräte auch langlebiger zu machen? Oder sind wir als Kunden mehr gefragt? Muss es jedes Jahr ein neues iPhone sein. Kann man iPads länger nutzen?

Alles diese und sicher auch weitere Fragen besprechen wir am Freitag in unserer Sendung mit unserem Gast Jörg Schieb.

Wie geht ihr mit alter Apple Hardware um? Wie lange nutzt ihr sie und was macht ihr damit, wenn ihr sie nicht mehr braucht? Wie lange kann man alte Apple-Hardware noch sinnvoll einsetzen? Ist Upcycling eventuell eine Option?

Wir freuen uns auf eure Kommentare vor, während und nach der Sendung.

Am Freitag ab 19 Uhr könnt ihr uns hier sehen:


Den Artikel im Magazin lesen.
 
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Wertungen: HeinerM

Jan Gruber

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Apple macht vor allem nachhaltig sehr viel Gewinn ,... ☺
Zum Glück sind wir langsam so weit, dass nachhaltiges Handeln durchaus zu nem Wirtschaftsfaktor wird ,... Ich fänds schön wenn in der Sendung, vielleicht, auch der Blackrock Brief eine Erwähnung finden würde.

 
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Zug96

Jakob Fischer
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Aus meiner Sicht ist dies mit ein Problem der Aktionäre. Man liest immer wieder die Floskel es sei die soziale Verantwortung für Unternehmen, Gewinne zu maximieren und Wert für die Aktionäre zu schaffen. Diese Aussage stammt ursprünglich von Milton Friedman. Die Wirtschaft ist keine Physik und hat keine Grundgesetze die immer gelten. (Auch nicht die Nachfrage bestimmt das Angebot und schon gar nicht die reine Rationalität) Die Aktionäre stehen auch in der Verantwortung Nachhaltigkeit zu fordern vom Markt und für Ethik einzustehen. Wer nur kurzfristige Gewinne und einen Kurswachstum fordert um seinen persönlichen Gewinn zu maximieren, fördert Geräte die schnell kaputt gehen, unmoralische Arbeitsbedingungen und generell keine Nachhaltigkeit.

Ich hoffe ihr werdet auch darauf zu sprechen kommen. Wenn die Gesellschaft es nicht schafft vom Neoliberalismus und ihrem unendlichen Wachstum der Wirtschaft wegkommt wird es sehr problematisch. Klar ist auch, dass bei unserer aktuellen Politik mit einem Ende des Wachstums auch die Armut käme. (Negatives Wachstum Griechenland)

Das ganze Thema Nachhaltigkeit selbst bei Apple muss man im gesamten Kontext sehen. Hier haben alle Stakeholder als auch Shareholder eine Verantwortung und es ist ein hochkomplexes Thema. Ich persönlich weiss auch nicht, was der richtige Weg ist. Ich freue mich aber sehr auf die Sendung und hoffe ihr seid gut darauf vorbereitet. ;)
Apple macht vor allem nachhaltig sehr viel Gewinn ,... ☺
Zum Glück sind wir langsam so weit, dass nachhaltiges Handeln durchaus zu nem Wirtschaftsfaktor wird ,... Ich fänds schön wenn in der Sendung, vielleicht, auch der Blackrock Brief eine Erwähnung finden würde.

Leider geht dein Link nicht für Nichtabonnenten. Ich wollte eigentlich auch noch was zu Black Rock in meinem Text schreiben (hatte deinen noch nicht gelesen), da sie aus meiner Sicht nicht wirklich nachhaltig sind aus diversen Gründen. Aber ich schaue mal ob ich nen anderen Link mit dem Brief finde.

(( https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/brief-an-unternehmen-blackrock-will-mehr-auf-nachhaltigkeit-draengen-16580517.html

Ah wenn man den Link anklickt wird man zum Abo Angebot weitergeleitet. Wenn man das ganze aber bei Google sucht, kann man den Artikel lesen.))
 
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HeinerM

Eierleder-Apfel
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Wäre schon toll, wenn einfach Teile wie Akku oder bestenfalls der zentrale Chip ohne viel Aufwand gewechselt werden könnte. Da das iPhone Design zeitlos ist, würde ich das Device gerne weiter benutzen, ohne es gleich auszutauschen. Freue mich auf die Sendung!
 

doc_holleday

Kasseler Renette
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Eine Schwierigkeit bei der Weiterverwendung ist - auch bei Apple - der Software-Support bzgl. Sicherheitsupdates.

Selbst wenn mir die Leistung meines iPad Air 1 noch ausreichen würde (was sie nicht wirklich tut) muss ich mich bald nach einem neuen Gerät umsehen, weil das Ding nicht über iOS 12 hinaus aktualisiert werden kann.

Ja, ich weiß, dass ist inzwischen auch ein etwas betagteres Gerät, aber ausgemustert werden muss es am Ende des Tages, weil man sich ohne die Sicherheitsupdates eher nicht im Netz bewegen sollte. Für sich genommen ist das Gerät aber noch voll funktionsfähig. Und innerhalb der Familie/ des Freundeskreises kann ich es so auch nicht mehr wirklich unbekümmert weitergeben.

In Summe stimmt mich die Situation etwas unzufrieden.
 

redbull-kalli

Schafnase
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...und wie ist es um die "Nachhaltigkeit" bei aktuellen Apple-Produkten bestellt?

Ich greife als Beispiel die "neuen" Mac Minis auf (ab 2018). Bei diesen Modellen ist zwar wieder der RAM erweiterbar, aber nicht der Festspeicher. Meine Recherche hat ergeben, dass nach der Gewährleistung, Garantie oder Garantieverlängerung (Care, Care +) ein Tausch des Logicboards nötig ist. Kostenpunkt: ab €530,00 bis €910,00 (Quelle : Gravis). - Bei den aktuellen MacBooks soll der Festspeicher gleichfalls verlötet sein (Quelle: Apple).

Bisher konnte man zum Beispiel die älteren Mac Minis noch mit gutem Gewisssen verkaufen. Das dürfte bei der aktuellen Hardwarepolititk vorbei sein.
 

Jan Gruber

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Ich frag das im Rahmen dieser Diskussion immer wieder gerne: Was hat SSD mit Nachhaltigkeit so konkret zu tun?
Ich weiß, so SSDs schreiben sich irgendwann zu Tode. In der Praxis ist mir das aber noch nicht passiert. Und ich hab hier ein Notebook aus 2010 mit SSD stehen ,...
 

redbull-kalli

Schafnase
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Ich frag das im Rahmen dieser Diskussion immer wieder gerne: Was hat SSD mit Nachhaltigkeit so konkret zu tun?
...das Beispiel dafür habe ich eigentlich beschrieben. Die "SSD" ist das schwächste Glied in der Kette und deren "Haltbarkeit" wird sich dramatisch spätestens beim Verkaufen beweisen müssen. Deshalb sollte Sie Auswechselbar sein. Und das ist bestimmt kein Platzproblem. Also wenn der Ersatz eines Verschleißteils wie der Festspeicher mit dem Logicboard einher geht, dann ist das bestimmt nicht Nachhaltig. Die Mac Minis würden auch bestimmt nicht mehr so lange genutzt werden weil deren Ausfallrisiko mit zunehmenden Jahren steigt. Es macht einen Unterschied, ob man eine SSD nur hin und wieder benutzt oder in einer 24/7-Umgebung. Und gerade der Mac Mini ist ja eigentlich dafür besonders geeignet.
 

Jan Gruber

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Aber nicht gedacht und ausgelegt ;) Das merkt man halt dann daran. Und nen 24h betriebenen Mac würd ich so oder so nicht gerne gebraucht kaufen - weil da dann auch der Prozessor ein schwaches Glied schon ist.

Will heißen: Ich versteh rein praktisch schon deinen Punkt - denke aber er ist in der Regel eher theoretisch. Ich hab auch nen 2011er Mac Mini mit SSD hier stehen ,... Der rennt auch 24h ,... Und die SSD ist heil. Nach 9 Jahren kann ich sagen - ich find das Ding nachhaltig ;) Ich musste nur zweimal Isolierung / Dämmung tauschen weils ihm immer wieder zu heiß wurde.

Aber klar: RAM und SSD tauschen wäre wirklich wirklich der richtige Weg. Bei Notebooks kann man das, meiner Meinung nach, sehr sachlich disskutieren. Bei nem Mac Mini oder auch iMac ist es eigentlich ne alternativlose Frechheit ,...