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Apple ohne Steve Jobs: Wiederholt sich die Vergangenheit?

Selten so einen Unsinn gehört. Das Solarium scheint diesem Quatschkopf gehörig und zuviel eingeheizt zu haben. Wie kann man die Situation in den 80ern mit heute vergleichen? Auch Jobs war nicht Gott und Apple steckte damals noch ziemlich in den Kinderschuhen, wobei Jobs bereits zu den Sternen griff, sich mit den ganz großen angelegt hat, um ganz allein die Welt zu beherrschen. Bei diesem Unterfangen hat er leider ein wenig zu hoch gepokert und auch verloren. Eine Zukunft hat man darauf hin wohl nicht mehr so richtig gesehen, bzw. hat es vielleicht auch sein Ego nicht verkraftet, wobei Jobs darauf hin den Laden leider verlassen mußte.
Man muss endlich mal einsehen, dass man ein Produkt nicht alle Jahre revolutionieren kann. Dies ist sicherlich mit iTunes, iPhone und iPad gelungen. Aktuell werden diese Produkte von allen Anbietern nur verbessert. Wieviele Jahre hatten wir das Handy in seiner ursprünglichen Form? Auch die Fernseher von damals wurden mit den Flats revolutioniert und seit der Einführung werden diese auch nur verbessert. Ich verstehe einfach dieses Anspruchsdenken der Börse bezüglich einer stetigen Produktrevolution nicht. Die Technik muß erst wieder den Weg für eine revolutionäre Produktentwicklung bieten und das benötigt nunmal seine Zeit. Wenn diese Zeit da ist, wird auch Apple wieder ganz vorne bei der Revolution zu finden sein. Ich kann warten und bin bis dahin mit meinen Produkten von Apple voll zufrieden, da sie mir das bieten was ich benötige, nicht mehr aber auch nicht weniger. Wer es nicht ist, soll zu WP oder Android wechseln und dort glücklich werden.
 
Die Situation am Markt ist aber bereits jetzt eine andere.

Die Apple Aktie ist massiv eingebrochen, wir sehen keine Innovationen mehr...

... when history repeats itself ...

Ähnlich wie MS nach Gates:
Ich würde das weniger an der Person Steve Jobs festmachen. Vielmehr sehe ich im Management bei Apple keine geeignete Persönlichkeit.

Also Aktien abstoßen.
 
Die Apple Aktie ist massiv eingebrochen, wir sehen keine Innovationen mehr...

... when history repeats itself ...

Ähnlich wie MS nach Gates:
Ich würde das weniger an der Person Steve Jobs festmachen. Vielmehr sehe ich im Management bei Apple keine geeignete Persönlichkeit.

Also Aktien abstoßen.

Die Apple Aktie ist nicht massiv eingebrochen sondern damals von den Aktionären zu hoch bewertet worden und nun wieder auf Normalmaß abgesunken.
 
Ich stimme nicht ganz zu, dass das Macbook Air nicht einen neuen Markt geschaffen haben soll. Der Begriff 'Ultrabook' wurde zwar schon vor dem Air definiert, jedoch im massentauglichen Begriff, wie wir ihn heute kennen, erst durch das Air richtig geprägt.

Heute müssen sich ALLE daran messen. Nun, mittlerweile am Macbook Retina, aber damals war das 'Air' - und schaut euch die erste Keynote des 'Air's an, dann wisst ihr was ich meine - einfach der Meilenstein in Punkto "das Maximum minimalisiert" .

Nur weil es davor schon Notebooks gab, übersieht man hier vielleicht, dass mittlerweile der Bereich "Ultrabooks" in den meisten Haushalten Einzug kehrt. Die wenigsten brauchen ein High-End Desktop, so viele nicht mal ein High-End Notebook. Vor allem Frauen (um jetzt nicht abweisend wirken zu wollen, aber Männer zocken einfach mehr und benötigen dementsprechend anderer Hardware) wägen sehr ab, was Design betrifft und lassen sich oft zu entsprechenden Produkten beraten.
Das geht aus persönlicher Erfahrung eines Freundes im Saturn einher. Und die Produktpalette von Media Markt und Co. sprechen das Gleiche.
 
Ich finde es immer wieder amüsant: auf der einen Seite die, die Informationen aus dem Web hier bündeln und auf der anderen Seite die ganzen Glaskugelleser - beide natürlich hochqualifiziert in ihren Analysen. Der Freund bei Saturn ist dann die Krönung.
 
Den neuen Mac Pro würde ich durchaus als ein one more thing bezeichnen.
Hat natürlich nicht die Reichweite wie ein consumer Produkt, aber ist doch was komplett neues was es so auf dem Markt nicht gibt.
Für mich ist das Ding eine richtige Innovation. Auch wenn ich anfänglich die Nase gerümpft habe, inzwischen freue ich mich drauf.
Wäre es ein "günstiger" lifestyle consumer Computer wär die Resonanz bestimmt auch höher und alle würden begeistert im Kreis springen.
 
Ein Pro User muss seine Peripherie komplett auf Thunderbolt umstellen. Da hält sich die Begeisterung in Grenzen.

Ein Pro User würde wegen des Geräts vermutlich nicht vor dem Apple Store übernachten.
 
Ich sehe das auch als Problem mit den Marktanteilen. Apple ist im Moment im Grunde ein Gerätehersteller. Damit machen sie im großen und ganzen ihre großen Gewinne. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, das ist einfach zu wenig. Um dauerhaft wirklich erfolgreiche Services für den Massenmarkt anzubieten, brauchen sie Marktanteile. Dem stehen im Moment die hohen Gerätepreise und das abgeschottete Ökosystem gegenüber. Was die Geräte angeht, sehen wir schon Bewegung.

Apple hat sehr viel Cash auf der hohen Kante, ein solides und ertragreiches Basisgeschäft, eine starke Marke und einen großen Pool an ausgezeichneten Fachleuten, Wissen und Patenten. Die Voraussetzungen sind also bestens. Das große Fragezeichen ist allerdings, ob sie als mittlerweile riesiger Konzern noch die Fähigkeit besitzen, sich selbst immer wieder neu zu erfinden ohne sich zu verzetteln. Man muss noch nicht mal mit dem Beispiel von Microsoft kommen. Je größer eine Organisation wird, desto schwieriger ist ein Kurswechsel. Zu viele interne Interessenskonflikte, Reibungen und Kämpfe zwischen einzelnen Abteilungen. Es fehlt tatsächlich die starke Persönlichkeit und Identifikationsfigur an der Spitze.
 
... Um dauerhaft wirklich erfolgreiche Services für den Massenmarkt anzubieten, brauchen sie Marktanteile. Dem stehen im Moment die hohen Gerätepreise und das abgeschottete Ökosystem gegenüber ...

Ahh sooo!

Oh Wunder, dass genau das, keine Massenware und ein geschlossenes System, den Erfolg gebracht hat.
 
Alle brüllen immer "mehr Innovationen, neue Produktkategorien!"... ich frage mich aber mittlerweile, wie Apple das in Zukunft schaffen möchte, wenn der iTV und die iWatch enthüllt wurden, denn das Wohnzimmer bietet nicht wirklich mehr Möglichkeiten um dort solche Innovationen wie das iPad, usw. hervorzubringen. Letztendlich müssen sie versuchen, über ihre Software zu glänzen, aber da geht auch irgendwann das Licht aus...
 
Ahh sooo!

Oh Wunder, dass genau das, keine Massenware und ein geschlossenes System, den Erfolg gebracht hat.
Und wo ist der Widerspruch? Das hat in einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Marktsituation einen phänomenalen Erfolg gebracht, von dem Apple auch noch viele weitere Jahre profitieren wird - selbst wenn der gesamte Vorstand sediert sein sollte. ;-) Man ein muss kein Genie sein, um zu erkennen dass zwei Jahre später oder früher das Konzept "hoher Preis + abgeschottetes Ökosystem" nicht mehr funktioniert hätte. Um sowas dauerhaft aufrecht zu erhalten, braucht man enorme Netzeffekte. Und ohne entsprechenden Marktanteil entstehen die woanders. In Zukunft macht man das große Geld mit Services und nicht mehr mit Geräten, davon bin ich fest überzeugt. Jede Branche hat ihre Peaks, bei Smartphones zeichnet sich ein Ende des Booms langsam ab, genauso wie es vorher bei den "Dumbphones" und unzähligen anderen Märkten passiert ist.

Die aktuelle Strategie beschert kurzfristig hohe Gewinne und geht langfristig auf Kosten des Marktanteils.
 
Ein Pro User muss seine Peripherie komplett auf Thunderbolt umstellen. Da hält sich die Begeisterung in Grenzen.
Muss er das? Der neue Pro hat doch eine Menge USB3-Ports und für die alten FireWire-Geräte gibt es den Adapter auf TB. Was muss da groß umgestellt werden?
 
Klar. Die USB3 Ports ersetzen spielend PCI und SATA. So muss man sich um RAID Systeme, Graphik- und Erweiterungskarten, ServerHDs usw keine Sorgen machen.

Spielend verbindet der Pro User diese mit einem der vielen USB3 Ports.
USB3 ist der Pro Standard der Zukunft.
Das wissen die Pros in der Musik-, Film-und technischen Industrie nur noch nicht. Merken sie aber bald :)
 
Der Mac Pro ist halt eine Desktop Workstation, kein Storage, kein Server. Wer sowas sucht ist beim Mac Pro natürlich falsch...
Das nachträgliche Aufrüsten war im Pro-Bereich eh nie ein großes Thema, dort kauft man den Rechner in der gewünschten Konfiguration, schreibt ihn auf 3/4/5Jahre ab und tauscht ihn dann komplett aus...
 
Denkt ihr wirklich, dass Jobs alle Entscheidungen alleine gefällt hat? Auch Jobs wird seinen Stab im Hintergrund gehabt haben, wie es bei Tim Cook jetzt auch sein wird...

Wenn man die Kommentare á "Mit Jobs wäre das alles anders gekommen" oder "Unter Jobs wäre das niemals passiert" liest, wird mir schlecht. Ihr denkt noch nicht wirklich, dass eine Person den ganzen Laden leitet? Klar, er war ein großartiger "Entertainer", der wusste wie man Produkte verkauft.
 
Was sagt mir der Artikel jetzt?

Allein dieser Satz schon:
"Steve Jobs konnte unglaublich komplizierte Dinge unglaublich einfach machen."

Glaubt ihr wirklich, dass Steve derjenige hinter allen Innovationen ist? Dass da kein anderer seine Finger dran hatte? Klar hatte er vielleicht die eine oder andere Idee, ihr tut aber so, als Jobs das iPhone komplett alleine erfunden hat.


Ich spreche hier mal ein paar Punkte aus dem Artikel an:

- Meinst du Apples Kartendienst wäre unter Jobs nicht gefloppt?

- Die Kritik an den Arbeitsbedingungen wäre unter Jobs nicht entstanden?
Steve war dafür bekannt ab und zu mal ziemlich "fordernd" an seine Mitarbeiter zu sein.

- Der Hackerangriff wäre auch unter Jobs Führung passiert.
Glaubst du wirklich, dass Steve sich mit der Sicherheit des Dev-Centers befasst hat? Als Hacker kommst du immer rein, wenn du es wirklich versuchst. Da kann dich kein Steve Jobs oder Tim Cook abhalten. Wenn du rein willst kommst du rein!

Sorry, aber der Artikel überzeugt mich kein Stück!

Ich bleibe dabei, Jobs war ein bestimmt ein guter Chef, ökonomisch auf jeden Fall. Im Bereich Präsentation und Verkauf war er ein Genie, da gebe ich dir Recht. Das hat niemand so gut hinbekommen wie er!
 
Der Artikel sagt jedem etwas anderes.
Schon möglich, dass du die Bedeutung des 'Esprit' von Steve Jobs in Bezug auf Apple so nicht siehst.
 
Steve hat diese Dinge natürlich nicht allein gemacht. Aber Steve hatte ein großes Talent dafür zu erkennen was funktioniert, und vor allem wie es funktionieren muss. Das fehlt mir in vielen anderen Firmen, dort werden oft einfach nur Produkte gegen die Wand geworfen und geschaut was kleben bleibt. Unter Steve gab es sowas nie.

Das iPhone zb ist eine große Ansammlung an Konzepten die funktionieren, Steve hat das alles nicht erfunden, aber irgendwer muss am Ende die Entscheidung treffen wie es nun gemacht wird, ob Tasten oder Touchscreen, ob Stylus oder Finger, ect, und Steve war da einfach der richtige Mann für solche Entscheidungen.