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Apple Mail vs. Thunderbird

exkoelner

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Hi Leute,

ich denke gerade über meine Mailprogramme nach. Ich habe 2 Macs und ein Android-Handy. und mich daher für Thunderbird entschieden, da es Open Source und Plattform unabhängig ist. Jetzt bin ich aber kein Nerd oder Geek, es soll einfach nur funktionieren, aber die Plattform-Unabhängigkeit fand ich schon gut.
Ich beschäftigte mich neulich mit der Google-Kalender-Funktion und schaffte es in allen Thunderbirds, also auf meinen Macs und dem Android-Handy die zu synchronisieren, juhu. Hätte ich einen Linux-Rechner (sag niemals nie) oder nen PC, würde ich das mit Thunderbird wohl auch hinkriegen. So weit, so gut.

Allerdings habe ich bei meinen Backups bisher es nicht hingekriegt, die lokal gespeicherten Thunderbird emails nachher wieder im neu installierten MacOS System vernünftig formatiert wieder lesbar zu machen. Der verdeckte Ordner, die für mich hyroglyphische Ablage der lokal gespeicherten emails, hat mich dabei abgehängt ... leider waren dabei einige Kaufverträge (Garantie) verschwunden, Bedienungsanleitungen, etc. - kein Riesen-Drama, aber unangenehm.

Jetzt überlege ich, ob ich nicht doch einfach die Apple Mail benutzen soll? Ich erinnere dunkel, das ich mal für nen Freund alle seine emails mal auf nen USB-Stick gesichert habe, und man konnte mit Spotlight in tausenden von mails mit Stichwortsuche erstaunlich einfach die betreffenden mails finden, und sie in ganz normaler email-Ansicht mit dem Apple Mail Programm öffnen. Das ist mir mit Thunderbird so noch nicht gelungen, es gibt nur eine ewig lange Textdatei - und alle Dateianhänge sind auch weg - das gefällt mir nicht.

Frage: seit ihr auch der Meinung, das die Mails lokal speichern auf nen USB-Stick oder TimeMachine Backup, und wieder normal formatiert mit Apple Mail einfacher und besser als bei Thunderbird funktioniert? Ich werde es wahrscheinlich try and error mal demnächst machen - aber vielleicht habt ihr euch auch schon mal mit dem Thema beschäftigt?

LG Exkoelner
 
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Ich glaube, das Problem liegt an Deinem Mail Zugriff. Machst Du das per POP3 (die Mails werden vom Konto heruntergeladen und auf dem Server gelöscht) oder per IMAP (die Mails bleiben auf dem Server und jedes Mail-Programm kann auf den gleichen Stand zurückgreifen)?

Ehe Du alles per USB-Stick hin- und herkopierst, wäre es eventuell besser, auf IMAP umzustellen und die Mails wieder zurückzuladen auf den Server. Das ist Aufwand, sollte sich aber lohnen ...
 
oder per IMAP (die Mails bleiben auf dem Server und jedes Mail-Programm kann auf den gleichen Stand zurückgreifen)?
Aber auch mit IMAP hat man kein Backup seiner Mails. Es macht schon Sinn die lokalen Postfächer zu sichern. Und zusätzlich wichtige Dokumente tatsächlich aus den Mails lokal zu speichern und dann zu sichern.
 
Aber auch mit IMAP hat man kein Backup seiner Mails. Es macht schon Sinn die lokalen Postfächer zu sichern. Und zusätzlich wichtige Dokumente tatsächlich aus den Mails lokal zu speichern und dann zu sichern.
Eben - ich nutze übrigens IMAP. Weil ich aber keinen Bock habe, meine ganze detaillierte Vita von Jahrzehnten Online auf irgend nem Server zu haben, habe ich mir angewöhnt einen Großteil der redundant gewordenen emails zu löschen, aber die relevanten lokal zu speichern ... und da haperts noch an der Praktikabilität, insbesondere Kurz- und Langfristige Lösungen. Hinzu kommt, das ich ein MacBookPro mit Open Legacy Patcher nutze, und da funktioniert vieles nicht so, wie man es als Standard kennt, und ab und zu ein komplette Neuinstallation erforderlich scheint - und alles lokal gespeicherte ist weg.

Selektive Speicherungen von mails und Anhängen in geringem Ausmaß ist irgendwie immer möglich, aber die Auswertbarkeit / Suche / Finde etc. nervig. Das Mac Backup über TimeMachine gefällt mir daher sehr, aber in dem Backup der versteckten Thunderbird-Datei findet mein Mac nix mehr. Das war bei iMail anders ...da konnte ich über Spotlight selbst im Text in den Timemachine-Backups suchen ... in Thunderbird-Backups, egal wie oder wo eben nicht.

Andererseits gefällt mir die Plattformfreiheit von Thunderbird sehr, ob Windows im Büro, oder Mac zu Hause oder Linux - alles fast gleich. Aber ich arbeite nicht mehr so viel, und zu Hause arbeite ich aktuell zu 100% mit Apple ... also warum nicht banal dann Apple Mail benutzen?
 
Weil es nicht plattformübergreifend ist und Thunderbird out of the box auch Sicherungsmöglichkeiten des ganzen Inhaltes bietet.

Und weil es weniger Prozessorlast verursacht.

Ich käme nach weite über einen Jahrzehnt TB nicht im Leben auf die Idee, meine Emails über Apples Mail auf dem Mac zu nutzen. Auf einem Zweitaccount im Büro mache ich das aus gewissen Gründen noch. Bis auf etwas schönere Ansicht auf den ersten Blick finde ich keinen Vorteil, spätestens bei wechselseitigen Mails über verschiedene Plattformen zeigen sich schnell wieder alle Nachteile bei Anhängen.
 
Kenne etliche E-Mailclients am Mac: Entourage, Outlook, Postbox, Thunderbird, SeaMonkey, GyazMail, Mulberry, eM Client, ..... und natürlich Mail.app
Nach dem Ende von Postbox (war mein 2 Mailer), migrierte ich dessen Mailbestand auf Thunderbird und auch auf eM Client.
Bin nun bei eM Client geblieben, mit vielen Regeln merkbar schneller. Die Konten in Thunderbird löschte ich wieder.

PS: Outlook 2011 vor Mac (in MS Office 2011 for Mac enthalten) war seinerzeit ein Spitzen Ding. Heute würde ich mir MS Office und MS Outlook nicht mehr antun. Office 2024 von OfficeMaker und LibreOffice installiert.
 
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Ich bin wie @Balkenende seit mehr als zwanzig Jahren bei Thunderbid. Ich vermisse nichts und im Gegensatz zu Apple Mail zeigt mir TB auch die echten Links hinter Schaltflächen an und die echten Dateinamen von Anhängen. In der heutigen Zeit für mich sehr wichtig.
 
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Das ist auch für mich interessant.
Zusätzlich habe ich neben Android noch Windows im Einsatz und bin hinsichtlich Mail und Kalender systemübergreifend noch nicht beim perfekten Anbieter angekommen.
 
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Äh, wie? Beides geht in Apple Mail seit Jahren ohne Probleme.
Apple Mail speichert die Mails in einer Art Mail.dir (wenn auch etwas undurchschaubar)
Bei Thunderbird ist Standard Mail.box aktiviert, TB auf Mail.dir um zu gewöhnen ist mühsam!
 
Und was soll das mit der Darstellung von Links und Anhängen zu tun haben?
 
aber vielleicht habt ihr euch auch schon mal mit dem Thema beschäftigt?
nein, das ist in ca. 15 Jahren, in denen Mac Mail.app ist, wie es ist, völlig unmöglich. Das sind so wenige, dass die Information immer noch nicht niedergeschrieben ist.

Du kannst beides benutzen. Kein Problem.

Ich schätze Mac Mail.app
-für die Integration in macOS und damit Spotlight

Ich schätze Mail.app nicht so
-für das Nicht-Sichern von IMAP-Mails
-für das leichte Korrumpieren von Accounts

Ich schätze Thunderbird
-für die Plattformunabhängigkeit und die Möglichkeit, Mails auch in IMAP komplett zu sichern

Ich persönlich sichere meine Mails schon auf dem Mail-Server.
 
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So, nochmal nachgedacht, vielleicht habe ich ja auch einen Denkfehler :cool:

Wenn ich versuche meine ge-backupte emails von Thunderbird zu öffnen, z.B. mit Doppelclick öffnet sich das TextEdit-Mini-Textprogramm und ich bekomme einen ewig lange Textdatei, in der alle emails als "nur Text" stehen, nur durch einen Strich getrennt.

Wenn ich mit Thunderbird versuche, die Backup-mails in Thunderbird zu öffnen, damit die mailForm erhalten bleibt, geht das auch irgendwie nicht, weil es in einem Unterordner des komplett backupte Thunderbird liegt, auch nur als eine Textdatei.

Als ich mal vor Jahren für einen Freund seine alten emails von seinem iMac sichern sollte, konnte ich die in einen beliebigen Ordner speichern, habe den auf einen USB-Stick gezogen nebst Inhalt natürlich, und konnte dann an meinem iMac ohne Probleme alle emails einzeln öffnen, in Spotlight sogar nach bestimmten Suchwörtern darin suchen, usw. - das vermisse ich in Thunderbird auf dem Mac - aber vielleicht habe ich auch die falsche Backup-Methode, oder schlicht zu wenig Ahnung von Thunderbird?!

Ich benutze heute bewußt IMAP, weil ich häufig an verschiedenen Rechnern auf meine emails zugreife. Aber da ich dabei immer wieder an meine Frei-Datenmenge-Grenze stoße, muss ich emails dann in lokale Ordner runterladen - das war eine der noch gut funktionierenden Möglichkeiten, aber ich nutze zu 70-80% mein altersschwaches MacBook Pro, und meinen relativ neuen iMac nur für Bildbearbeitung, Scannen und son Zeugs. Wenn ich also dort mein Postfach bei GMX entleere indem ich lokale Ordner dort anlege, was ich leider 2x bereits getan habe, bekomme ich die nicht vernünftig in mein Thunderbird auf dem iMac importiert.
Dazu kommt, das ich wegen einem dämlichen Piepsen mein MBP öfter mal platt mache, hat wahrscheinlich was mit dem OCLP zu tun, und dann sind natürlich die lokalen Ordner auch weg, und mit den Backups läufts dann so, wie oben bereits beschrieben. Da ich Rentner bin, wickele ich jetzt nicht täglich wilde Geschäftskontrakte oder sowas via email ab, aber meinen relativ teuren Braun-Zauberstab konnte ich deswegen schon in die Tonne treten, weil der clevere Service den Garantiefall nur mit der Kauf-Rechnung bearbeiten wollte, obwohl sie den Kauf in ihrer Datenbank garantiert gespeichert haben, und die hatte ich nicht ausgedruckt, sondern als PDF-Anhang an der email gelassen ... Papierloses Büro und so. Tja, und weg war die Garantie ...

Dann habe ich bei der VHS in Berlin-Lichtenberg einen Thunderbird-Kurs entdeckt, und der Dozent bat darum bei der Anmeldung seine Themen für den Kurs vorab anzumelden, und ich dachte schon Juhu, so wirds was ... Möööp, nix wurde, weder die VHS noch der Dozent meldete sich jemals wieder - kann natürlich daran liegen, das der Kurs nicht zustande kam, wegen zu wenig Teilnehmer oder so, oder der kein Bock auf das Thema hatte ... ich weiß es nicht, es meldete sich, wie gesagt, Niemand zurück.

Und jetzt stehe ich seit längerem vor der Frage, nutze ich das Appleeigene Mail-Programm, weil ich vor 10 Jahren damit schon mal erfolgreich tausende emails vom Mail-Provider runterladen konnte, und diesen Ordner ohne Probleme auf einen USB-Stick sichern konnte und auf einem völlig anderen iMac öffnen, und in normaler Ansicht lesen konnte mit alle Infos - und kaufe mir doch wieder ein iPhone um das zu komplettieren? Oder murkse ich, der Nicht-Nerd, weiter mit Thunderbird rum, weil ich zu wenig Ahnung davon habe, und mir die ganzen Wikis nichts nützen?

Fazit: Vielleicht sind meine Backups ungeeignet, es gibt ja diverse Methoden, vielleicht ist ein OpenSouce-Umfeld für einen geübten Dilettanten doch zu komplex, vielleicht sollte ich mich marktkonform für ein Ökosystem entscheiden.
Ich habe ja nix zu verbergen (haha), ich glaube das passende dazu hat Edward Snowden schon vor Jahren gesagt.
 
ich weiß es nicht, es meldete sich, wie gesagt, Niemand zurück.
Ungewöhnlich, du warst angemeldet für den Kurs? Ich bin seit knapp 20 Jahren an einer VHS als Dozent tätig, Kurse die entfallen wegen zu wenig Resonanz werden aber grundsätzlich schriftlich abgesagt bei den Angemeldeten.

Berlin-Lichtenberg
In Berlin gibt es diverse Linux User Groups. Vielleicht da mal hin? Thunderbird ist ja auch im Linuxbereich eine Bank. Und Linuxer helfen auch wenn jemand mit Windows oder Mac kommt. 😃
 
Ungewöhnlich, du warst angemeldet für den Kurs? Ich bin seit knapp 20 Jahren an einer VHS als Dozent tätig, Kurse die entfallen wegen zu wenig Resonanz werden aber grundsätzlich schriftlich abgesagt bei den Angemeldeten.


In Berlin gibt es diverse Linux User Groups. Vielleicht da mal hin? Thunderbird ist ja auch im Linuxbereich eine Bank. Und Linuxer helfen auch wenn jemand mit Windows oder Mac kommt. 😃

Nein, so nicht. Ich fand ein geplantes Kursangebot zum Thema Thunderbird bei der VHS Lichtenberg, die in Vorbereitung dieses Kurses auf Wunsch des geplanten Dozenten, eine Inhalt und Themensammlung erbeten hatte. Den Wunsch habe ich erfüllt, aber selbst auf Nachfrage Monate später antwortete niemand - weder die VHS noch der "geplante Dozent".