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Apple könnte AirDrop von EU-iPhones entfernen: Rechtlicher Konflikt eskaliert

Apfeltalk Redaktion

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Geschrieben von: Michael Reimann
AirDrop AirDrop von EU-iPhones entfernen

In einem anhaltenden Rechtsstreit zwischen Apple und der Europäischen Union (EU) könnte es zu einer drastischen Maßnahme kommen. Die Möglichkeit, dass die AirDrop-Funktion auf iPhones in der EU entfernt wird, steht im Raum.

Forderungen nach Interoperabilität​


Im letzten Jahr erklärte die EU, es sei wettbewerbswidrig, dass Apple bestimmte iOS-Funktionen auf eigene Geräte beschränkt. Dazu zählt auch das exklusiv für AirPods verfügbare Proximity-Pairing und die AirDrop-Funktion. Die EU argumentiert, dass diese Einschränkungen Apple einen ungerechtfertigten Vorteil gegenüber Konkurrenten verschaffen. Daher wurde Apple aufgefordert, diese Funktionen auch anderen Unternehmen zugänglich zu machen. Apple war zwar im Gespräch mit der EU über mögliche Vereinbarungen, hat sich aber dazu entschlossen, die Entscheidung anzufechten.

EU-iPhones könnten AirDrop verlieren​


John Gruber, ein bekannter Apple-Kommentator, betont in einer Stellungnahme Apples harte Linie. Apple argumentiert, dass die EU-Vorgaben die Innovationsfähigkeit in Europa einschränken könnten. Falls die Gesetze Apple zwingen, neue Funktionen auch Drittanbietern zugänglich zu machen, könnte der Konzern diese schlichtweg nicht mehr für EU-iPhones anbieten. Bereits zuvor war iPhone Mirroring für EU-Kunden nicht verfügbar, aus Sorge, auch Android-Nutzern Zugang bieten zu müssen. Gruber spekuliert, dass Apple sogar bestehende Funktionen wie AirDrop einschränken könnte, wenn die regulatorischen Vorgaben bestehen bleiben.

Apfeltalk sagt dazu​


Das Vorgehen von Apple wäre nicht das erste Mal, dass der Konzern bockig auf die Regulation reagiert. Die Einführung von Apple Intelligence in der EU hat sich dramatisch verzögert und die iPhone Synchronisierung von macOS ist bis heute nicht freigegeben. Dieser Fall wäre aber neu. Apple würde eine bereits gut eingeführte Funktion abschalten. Ob sich der Konzern mit diesem Verhalten viele Freunde unter den Nutzer:innen macht, ist fraglich. Vorstellbar ist der Schritt aber durchaus.

Via: https://9to5mac.com

Im Magazin lesen....
 
Für Android öffnen? Meinetwegen; mir egal.

Für EU entfernen? Bloß nicht!!!
 
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Sollte dies so eintreffen rieche ich schon eine Sammelklage. Immerhin wird da eine Funktion die seit Jahren etabliert ist und mit der groß geworben wird entfernt.

Ich würde die Funktion ungerne verlieren...
 
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@MehHay Würde diese Sammelklage denn Erfolg haben?

Mir würde die Funktion auch sehr fehlen. Aber irgendwie denke ich in dem Fall: Da entwickelt eine Firma für sich etwas, das wirklich sehr praktisch und bei den Nutzer:Innen beliebt ist. Und dann wird man gezwungen, das für alle verfügbar zu machen?

Gibt es das nicht auch bei anderen Herstellern, die einfach unter ihren eigenen Geräten diese Vorteile bieten?
Ich kann in meinem Skoda auch kein BMW-Navi installieren/nutzen. Muss das dann auch geöffnet werden?
Meine Bank bietet mir keine Apple Pay-Möglichkeit - wieso wird sie dazu nicht gezwungen?

Hoffentlich bleibt es erhalten!

Und hoffentlich wird das kein langer, teurer Streit. Wenn ich mir den Erfolg der alternativen AppStores ansehe - ist das vielleicht viel Lärm um nichts? Wer hier nutzt die wirklich?
 
die EU wird sich langfristig vermutlich durchsetzen.
Siehe USB-C

Hoffe das Apple einfach vernünftig wird, und halt die Bedingungen erfüllt, und nicht beleidigte Leberwurst spielt...

Sollte es abgeschalten werden, aber nur für neue Kunden - ist das natürlich ok.
Sollte es aber auch für die Bestandkunden abgeschaltet werden und eine Sammelklage geben werde ich mich dieser natürlich anschließen.
Aus mehreren Gründen.
1. Apple muss (wie die anderne GroßKonzerne im Tech Bereich) einfach lernen - und damit helfen wir ihnen dabei
2. gibt es entweder ein Utreil (und damit Geld)
3. oder einen Vergleich (und auch damit Geld)

Von daher -es bleibt mal wieder Spannend.
Hoffen wir auf das USB-C Ergebnis 👍

@MehHay Würde diese Sammelklage denn Erfolg haben?

Mir würde die Funktion auch sehr fehlen. Aber irgendwie denke ich in dem Fall: Da entwickelt eine Firma für sich etwas, das wirklich sehr praktisch und bei den Nutzer:Innen beliebt ist. Und dann wird man gezwungen, das für alle verfügbar zu machen?
Nein. Man wird gezwungen das auch auf andere Geräte zuzulassen. Also dass ich von meinem iPhone aus auch auf ein Android Gerät Airdropen kann.
Fände ich extreeeem Praktisch !!

Genauso wie Apple auch andere Anbieter auf den NFC-Chip drauflassen musste...

Gibt es das nicht auch bei anderen Herstellern, die einfach unter ihren eigenen Geräten diese Vorteile bieten?
?

Ich kann in meinem Skoda auch kein BMW-Navi installieren/nutzen. Muss das dann auch geöffnet werden?
Nein. Aber die Zapfsäule - die muss auch bei deinem Skoda gehen, und darf nicht BMW/Audi spezifisch sein.


Meine Bank bietet mir keine Apple Pay-Möglichkeit - wieso wird sie dazu nicht gezwungen?
Du verwechselst da was. Deine Bank kann ja Apple Pay nutzen - macht es aber nicht.
Anders rum wäre dein Beispiel korrekt: Sie möchte, aber Apple lässt sie nicht aufs Gerät.
DAS wäre dann das Problem.

Hoffentlich bleibt es erhalten!
JAAAA!!! Frei nach Battlestar Galactika: DAS HOFFEN WIR ALLE

Und hoffentlich wird das kein langer, teurer Streit.
Wenn Apple nicht freiwillig nachgibt - dann wird es das wohl werden.

Wenn ich mir den Erfolg der alternativen AppStores ansehe - ist das vielleicht viel Lärm um nichts? Wer hier nutzt die wirklich?
Das mag sein. Im USB-C Beispiel war es ein voller Erfolg!
Danke EU!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mag sein. Im USB-C Beispiel war es ein voller Erfolg!
Danke EU!!

Hat Apple nicht USB-C (mit)entwickelt? War doch nur ne Frage der Zeit bis es auf die iPhones kommt. iPads hatten es ja schon ne ganze Weile.

Die EU Sache hat das ganze dann nur beschleunigt.
 
War doch nur ne Frage der Zeit bis es auf die iPhones kommt. iPads hatten es ja schon ne ganze Weile.
Apple hat vom iPadPro bis zum iPhone 15, ganze 5 Jahre gebraucht.
Ohne EU hätten die es auch noch 5 Jahre ziehen können und die Fans hätten gejubelt.
 
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Da entwickelt eine Firma für sich etwas, das wirklich sehr praktisch und bei den Nutzer:Innen beliebt ist.
Das stimmt nicht so ganz. "AirDrop" ist Apples Variante der Funktion "Wi-Fi Direct ®", die seit 2009 Teil der internationalen Norm IEEE 802.11 ist. Die zugehörige Hardware und Software wurde 2008 von Intel entwickelt und sollte ursprünglich "Intel My WiFi Technology" heißen.

Provokativ gesagt liegt die Leistung von Apple nur darin, "Wi-Fi Direct" so abzuändern, dass es nur noch zwischen Apple-Geräten funktioniert und an einen Apple-Account gekoppelt ist. Das kann man klar als marktbehindernd auslegen.
Und dann wird man gezwungen, das für alle verfügbar zu machen?
Wenn man eine marktbeherrschende Stellung hat und böswillig eine existierende Industrienorm so implementiert, dass sie proprietär wird, selbstverständlich.
 
Haben dann Samsung, Google, Huawei und alle anderen das drin und sind hier besser als Apple?
 
Und das kann ich dann am iPhone nutzen und an Samsung Sachen schicken?
 
Das stimmt nicht so ganz. "AirDrop" ist Apples Variante der Funktion "Wi-Fi Direct ®", die seit 2009 Teil der internationalen Norm IEEE 802.11 ist. Die zugehörige Hardware und Software wurde 2008 von Intel entwickelt und sollte ursprünglich "Intel My WiFi Technology" heißen.

Provokativ gesagt liegt die Leistung von Apple nur darin, "Wi-Fi Direct" so abzuändern, dass es nur noch zwischen Apple-Geräten funktioniert und an einen Apple-Account gekoppelt ist. Das kann man klar als marktbehindernd auslegen.

Wenn man eine marktbeherrschende Stellung hat und böswillig eine existierende Industrienorm so implementiert, dass sie proprietär wird, selbstverständlich.
Wollte gerade sagen, das ist Wi-Fi Direct und stammt keinesfalls von Apple.

Alleine das Potential, das Apple hier zur Erpressung hätte, zeigt, wie marktbeherrschende Stellungen von Ihnen ausgenutzt werden können und rechtfertigt nachhaltig das Vorgehen der EU. In eine solche Position darf niemand kommen. Und wenn man wie Apple drin ist, muss man im Sinne der Verbraucher eingreifen.

De facto geht es nämlich um nichts anderes, als diese normierte Funktion von anderen Anbietern fernzuhalten, die es interoperabel anbieten wollen.
 
Solche Sachen sind der Grund, weshalb ich mein Smart Home weder von einer Cloud noch von Apple abhängig machen würde. Eventuell kommen sie auch auf die Idee, Homekit abzuschalten. Und dann schauen alle in die Röhre, die sich zig Automationen darüber angelegt haben. Das wäre wohl noch viel dramatische als das Abschalten von AirDrop.

Es ist aber politisch ungeschickt, das als reine Trotzreaktion auf die Vorgaben der EU zu proklamieren. Hier hätte man sich ggf. technische oder patentrechtliche Probleme aus den Fingern saugen können. Aber dann fehlt natürlich der Hallo-Wach-Effekt.
 
Schaltet man HomeKit ab - was ich für sehr unwahrscheinlich halte - bekommt man nicht nur Probleme mit den Kunden, sondern auch mit den Herstellern, die Geräte dafür entwickelt haben. Das wäre ein SEHR schlechter Move von Apple. So blöd ist man in Kalifornien wohl eher nicht.

AirDrop abzuschalten ist einfach. Es ärgert die Kunden, die dann wieder auf die böse EU schimpfen. (Was ja hinreichend passiert, wenn man sich manche Kommentare unter meinen thematisch passenden Videos ansieht) Apple instrumentalisiert (ob bewusst oder nicht) seine Kunden im "Kampf" um das Monopol.

Ich bin kein Hellseher, glaube aber sie werden diesen Kampf verlieren. In welcher Form auch immer.