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Apple entwickelt eigene Überwachungskamera für das Smart Home

Die "Netztwirklichkeit" von YouTube und Social Media unterscheidet sich oft von der Realität. Ich denke, das ist inzwischen hinreichend belegt worden. Das 120Hz Thema ist so ein Beispiel. Die Techbubble und die eigene Bubble mag das vielleicht als ein notwendiges Kriterium erachten. Die Durchschnittliche Masse eben nicht. Und ein Gewinnorientiertes Unternehmen wie Apple weiß das ganz genau. :)
 
Das mit den 120 Hz haben wir jetzt auch ausreichend besprochen, weil es argumentativ passend rausgesucht wurde.

Es geht ja im Grunde um was neues, das Apple nicht ewig den Zug fahren kann, den sie aktuell fahren. Denn, wir beschrieben, man hat es auch hier vermehrt in letzter Zeit lesen können, reicht es manchen eben nicht mehr, was Apple so liefert.

Einige haben mal einen Sidestep gemacht, manche sind komplett von Apple weg. Im privaten und beruflichen Bereich kommt es auch vermehrt vor. Und da meine privater und beruflicher Bereich ein paar hundert Leute betrifft, kann ich daraus natürlich nicht die Welt ableiten, keine Frage, nur sehe ich vermehrt oben genannte Dinge 😊.
 
Es geht ja im Grunde um was neues, das Apple nicht ewig den Zug fahren kann, den sie aktuell fahren. Denn, wir beschrieben, man hat es auch hier vermehrt in letzter Zeit lesen können, reicht es manchen eben nicht mehr, was Apple so liefert.

Nun, Unternehmen sind eigentlich i.d.R. nur dann wirklich innovativ - und damit verbunden: risikoorientiert - wenn sie mit dem Rücken an der Wand stehen. Entweder, weil sie keine andere Optionen mehr haben oder, weil es ihre erste und einzige Option ist (Startups). Danach werden Unternehmen i.d.R. immer einen sicherheitsorientierten Weg einschlagen.

Denn: Mit jeder echten Innovation, mit jedem möglichen "Gamechanger" gehen i.d.R. sowohl deutliche finanzielle Risiken in der Entwicklung etc. einher und das mit der Gefahr, dass der Markt dieses Produkt überhaupt nicht akzeptiert.

Oder mal anders: Ganz gleich aus welcher Branche - welche "krassen, krassen, krassen" Gamechanger hast du gerade bei anderen etablierten(!) Unternehmen parat? Die aktuellen Dinge, die die Märkte stark verändern könnten, wie z.B. KI, wurden erst später von den Großen (Google, MS, etc.) aufgegriffen - treibend waren hier keine etablierten Größen.
Im Automobilbereich sehen wir, ähnlich wie aktuell bei der Technik, seit Jahr(zehnt)en nur noch Produktpflege.
Kühlschränke oder Herde ans Smarthome anzuschließen, ist auch nichts revolutionäres.
Und vegane Patties auf die Bürger zu legen, hat auch nicht die Welt von McD verändert.

Es mag einem jetzt vielleicht die Stimmung verderben: Aber Apple ist ebenso träge, langeweilig und normal, wie jedes andere Unternehmen auch. Und wirklich Bewegung ist da erst zu erwarten, wenn es einen Markt gibt, der für alle möglichen Akteure neu wäre (das war beim Smartphone, wie wir es heute verstehen, der Fall) oder wenn ihnen so viele Kunden wegrennen, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, als was "krass neues" zu probieren - die Quartalszahlen weisen nicht auf einen solchen Trend hin.
Der Wunsch nach irgendwelchen Tech-Spec-Sprüngen, egal ob nun 120 Hz, mehr Speicher in der Grundausstattung oder was auch immer, ist es aber alles nicht, was den Markt in der Masse wirklich bewegt.
 
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Im Automobilbereich sehen wir, ähnlich wie aktuell bei der Technik, seit Jahr(zehnt)en nur noch Produktpflege.
Kühlschränke oder Herde ans Smarthome anzuschließen, ist auch nichts revolutionäres.

Nur mal so. Das Unternehmen, für das ich arbeite, ist unter anderem auch in diesen beiden Sektoren unterwegs und existiert nun seit fast 140 Jahren. Wir melden jährlich weltweit ca. 6.000 Patente an. Im Bereich Automobil in den letzten Jahren z.B. sehr viel zum autonomen Fahren und Parken, zum Lade- und HVAC-Management von Elektrofahrzeugen und zur Energiegewinnung. Auch bei den Haushaltsgeräten hat sich neben einer Smart-Home-Anbindung sehr viel im Bereich Energieeffizienz und Komfortsteigerung getan.

Es stellt sich halt immer die Frage, was als revolutionär bezeichnet wird. Ein für mein Unternehmen revolutionärer Bereich in den letzten 10 bis 15 Jahren war z.B. das eBike.

Apples Kernkompetenz liegt in der Mobilkommunikation und ein Stück weit auch in der Unterhaltungselektronik sowie im Bereich Personal Health Care. Gerade Letzteres könnte Apple noch gut weiter ausbauen. Den Bereich Smart Home sehe ich jedoch für Apple nur als Nebenschauplatz.
 
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Nur mal so. Das Unternehmen, für das ich arbeite, ist unter anderem auch in diesen beiden Sektoren unterwegs und existiert nun seit fast 140 Jahren. Wir melden jährlich weltweit ca. 6.000 Patente an. Im Bereich Automobil in den letzten Jahren z.B. sehr viel zum autonomen Fahren und Parken, zum Lade- und HVAC-Management von Elektrofahrzeugen und zur Energiegewinnung. Auch bei den Haushaltsgeräten hat sich neben einer Smart-Home-Anbindung sehr viel im Bereich Energieeffizienz und Komfortsteigerung getan.

Es stellt sich halt immer die Frage, was als revolutionär bezeichnet wird. Ein für mein Unternehmen revolutionärer Bereich in den letzten 10 bis 15 Jahren war z.B. das eBike.

Apples Kernkompetenz liegt in der Mobilkommunikation und ein Stück weit auch in der Unterhaltungselektronik sowie im Bereich Personal Health Care. Gerade Letzteres könnte Apple noch gut weiter ausbauen. Den Bereich Smart Home sehe ich jedoch für Apple nur als Nebenschauplatz.

Das ist nicht die Ebene, über die wir hier reden. Auch Apple meldet jedes Jahr unzähliche Patente an. Aber das ist nur die rechtliche Ebene, um technische Entwicklungen zu schützen. Für den Kunden ist das: Unerheblich. Oder mal anders gesagt: Macht es für dich, über die letzten Generationen des iPhones betrachtet, aus Verbrauchersicht irgendeinen wesentlichen Unterschied, ob da im Hintergrund nun 100, 500 oder gar 1.000 neue Patente durch das iPhone 16 Pro berührt werden?
Wenn Apple statt einem A17 einen A18 verbaut und dieser 640 neue Patente hat - ist davon für dich als Verbraucher irgendwas "revolutionär" am Gerät?

Nö.

Wir diskutieren hier über die Kundensicht - denn an der Stelle wird Apple ja (aus meiner Sicht begründet, aber auch nachvollziehbar) vorgeworfen, dass sie nichts "wirkliches neues" mehr bringen. Und daran ändern nunmal auch 10.000 neue Patente eben nichts.

Mit dem iPhone 17 wird eventuell die "größte" Veränderung der letzten x Jahre kommen: Das neue Rückseiten-Design. Und selbst damit wird sich Apple wohl schon schweeeer tun, da es ein deutlicherer Bruch als in den letzten Jahren ist, wo der Kamerabuckel mal etwas länger, breiter oder höher geworden ist - im Kern aber unverändert blieb.

Und das gilt auch für andere Industrien: Golf, 5er BMW oder Porsche - alle zeigen ihre technischen Weiterentwicklungen, natürlich. Gewerblicher Rechtsschutz durch diverse neue Patente gesichert? Klar. Aber kein Hersteller dreht das Produkt wirklich "auf links" - man hat ja schon gesehen, welche Diskussionen weniger "Schulter" beim Golf 8 zu Diskussionen geführt haben.
Wir sind also, ganz klassisch und quasi auch in jedem BWL-Buch nachzulesen, aus der Phase der echten Produktrevolutionen für den Kunden raus - unabhängig von der Anzahl neuer Patente.
 
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Wir sind also, ganz klassisch und quasi auch in jedem BWL-Buch nachzulesen, aus der Phase der echten Produktrevolutionen für den Kunden raus - unabhängig von der Anzahl neuer Patente.

Beziehst du das jetzt auf Apple oder generell auf technische Entwicklungen?

Wie gesagt, das eBike hat den Fahrradmarkt in den letzten Jahren revolutioniert und zu extrem starken Zukäufen von Fahrrädern geführt. KI und Robotic (insb. Humanoide) können weitere für den Endkunden revolutionäre Entwicklungen sein, wenn teilweise audh nur mittelbar. Aber gerade KI könnte die Krebsforschung und das Gesundheitswesen revolutionieren. Beim Smartphone ist das dagegen nicht mehr möglich, denn es hat ja gefühlt schon jeder eines.

Patente sind lediglich ein Indikator für die Innovationsfreudigkeit eines Unternehmens, wenn man das mal so nennen will. Was davon der Endkunde als Innovation oder gar Revolution betrachtet, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Im gewerblichen Rechtsschutz haben in den letzten Jahren Dinge wie UX bzw. Customer Concentric IP aber eine zunehmende Rolle gespielt.
 
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Beziehst du das jetzt auf Apple oder generell auf technische Entwicklungen?

Wie gesagt, das eBike hat den Fahrradmarkt in den letzten Jahren revolutioniert und zu extrem starken Zukäufen von Fahrrädern geführt. KI und Robotic (insb. Humanoide) können weitere für den Endkunden revolutionäre Entwicklungen sein, wenn teilweise audh nur mittelbar. Aber gerade KI könnte die Krebsforschung und das Gesundheitswesen revolutionieren. Beim Smartphone ist das dagegen nicht mehr möglich, denn es hat ja gefühlt schon jeder eines.

Patente sind lediglich ein Indikator für die Innovationsfreudigkeit eines Unternehmens, wenn man das mal so nennen will. Was davon der Endkunde als Innovation oder gar Revolution betrachtet, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Im gewerblichen Rechtsschutz haben in den letzten Jahren Dinge wie UX bzw. Customer Concentric IP aber eine zunehmende Rolle gespielt.

Ich differenziere hier klar, zwischen der technisch-rechtlichen Ebene und dem, was der Kunde "empfindet". Letzteres ist ja der Punkt, der Apple (und auch so manch anderem Unternehmen) vorgeworfen wird - dass der Kunde das Empfinden hat, dass hier nichts neues mehr kommt.
Aus *meiner Sicht* wäre etwas neues:
a) eine gänzlich neue Produktgattung/-gruppe (schwierig hier überhaupt noch was zu finden; auch VR-/AR-Brillen gibt es ja nun schon grundsätzlich seit Jahrzehnten)
b) ein Produkt, dass grundlegend mit bisherigen Konzepten bricht und dadurch den Markt neu erfindet (das wäre z.B. das iPhone gewesen)
c) ein Produkt, welches aus irgendeinem Grund, im bestehenden Markt disruptiv wirken kann (das könnte z.B. durch autonom fahrende Fahrzeuge passieren).


Mir ist schon bewusst, das sehe ich auch bei genügend meiner Mandanten, dass es unzählige Patentanmeldungen gibt, geforscht und entwickelt wird etc. Aber im Kern passiert dies im Bereich der Sicherheit, d.h. nicht in Verbindung mit existenziellen Risiken für das Unternehmen durch Bruch(!) mit bisherigen Produkten bzw. das "Setzen auf eine Karte".

Wenn du KI/Robotic ansprichst: Ja, ist korrekt, dass diese Techniken die Chance haben, etwas "Revolutionäres" in den Markt zu bringen - aber, es waren hier eben nicht die etablierten Größen, die das getrieben haben (schrieb ich schon weiter oben). Microsoft und Co. haben sich irgendwann bei bestimmten Unternehmen eingekauft - aber die wirkliche Innovationskraft kam nicht von denen.
Daher schrieb ich ja oben, dass das es bei Unternehmen regelmäßig nur zwei Momente gibt, in denen sie etwas so "großes" wagen: Wenn es ihr Einstieg in den Markt ist oder wenn sie mit dem Rücken an der Wand stehen. In der Zeit dazwischen, wird regelmäßig nichts passieren, was eine zu große Gefahr birgt - und damit auch die eigenen Produkte gefährenden könnte. Ergo: Kleine, kleine Schritte und keine großen Umwälzungen.
 
Nun ja, das iPhone war ja letztlich auch nur die Verschmelzung dreier bereits existierender Geräte in einem, nämlich des PDAs mit dem IPod und dem Telefon. Also eigentlich auch nichts Revolutionäres. Revolutionär wurde es erst dadurch, dass so viele Menschen es haben wollten. Sowas lässt sich aber in der Regel nur schwer planen und basiert häufig auf Zufällen und Zeitgeist.
 
Das Kracher an der ganzen Geschichte ist die Geschichte, wenn man schon was älter ist. Der Weg von einem tragbaren Kassettenrekorder mit 8 dicken Batterien, einem C64, tragbarem Telefon oder einer dicken Kamera in den 80ern über die Zeit, den folgenden Geräten und irgendwann alles zusammen in einem kleinen leichten Gerät in der Tasche zu haben…

Zur echten Verschmelzung hinsichtlich eines PDA fehlt Apple bis heute ein Stift beim iPhone. Aber vielleicht fällt das irgendwann auch noch jemandem bei Apple selbst auf.
 
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a) eine gänzlich neue Produktgattung/-gruppe (schwierig hier überhaupt noch was zu finden; auch VR-/AR-Brillen gibt es ja nun schon grundsätzlich seit Jahrzehnten)
Das sollte aber kein Problem sein sollte so eine Brille gänzlich überzeugen.
War beim iPod ja auch so.
Und auch Handys hab es vor dem iPhone.

Sie müsste nur irgendwie die Leute dazu bringen das sie gekauft wird und da hat man mit der Vision ja gesehen das es zumindest im ersten Ansatz nicht geklappt hat.
 
Zur echten Verschmelzung hinsichtlich eines PDA fehlt Apple bis heute ein Stift beim iPhone.

Ich weiß nicht, ob ich das bräuchte bei einem Smartphone. Aber es würde ja eigenltich schon genügen, wenn Apple die iPhone-Displays kompatibel zum Apple Pencil Pro machen würde.

Sie müsste nur irgendwie die Leute dazu bringen das sie gekauft wird und da hat man mit der Vision ja gesehen das es zumindest im ersten Ansatz nicht geklappt hat.

Die Vision Pro ist einfach zu schwer, zu klobig und absolut nicht alltagstauglich. Und dafür ist sie dann einfach zu teuer. Selbst günstige AR/VR-Brillen setzen sich nicht durch, weil man eben ständig was auf der Nase tragen muss. Wenn so eine Brille wenigstens stylish wäre, aber bei den meisten ist das leider (noch) nicht der Fall. Und dann kommt bei Leuten mit Fehlsichtigkeit hinzu, dass insb. eine AR-Brille dieses korrigieren können muss. Wer will schon ständig die Brillen wechseln?

Ideal wären smarte Brillengestelle, die die digitalen Inhalte in konventionelle Gläser projizieren könnten und die nicht viel größer sind als jetzige Brillengestelle. Oder man entwickelt Gläser, die eine adaptive Dioptrienanpassung, idealerweise auch noch adaptiv tönend, ermöglichen.

Ich persönlich wäre ja schon froh, wenn Apple endlich mal Polfilter für die iPhone-Kameras integrieren würde, um Spiegelungen auf Glasflächen oder dergleichen zu minimieren.
 
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Den Bereich Smart Home sehe ich jedoch für Apple nur als Nebenschauplatz.
Ich denke Smart Home dient der weiteren Festigung des Apple Kosmos. Wenn der Nutzer in immer mehr Bereichen von Apple umgeben ist, wird er immer wieder zu Apple Produkten greifen.

Gruß
Andi
 
Wenn der Nutzer in immer mehr Bereichen von Apple umgeben ist, wird er immer wieder zu Apple Produkten greifen.

Ist allerdings doch arg spät, denn sehr viele werden eh schon länger Smart-Home-Produkte anderer Hersteller nutzen, die sie über Homekit steuern können. Weiß nicht, ob Apple sich mit solchen Produkten nun einen Gefallen tut.

Für mich ist z.B. essentiell, dass ich eine Kamera auch in meine Synology Surveillance Station zur lokalen Aufzeichnung einbinden kann. Gut, dieses Anforderung werden die meisten eher nicht haben, aber nichtsdestotrotz gibt es schon zig gute Kameras auf dem Markt, die ebenfalls schon eine lange Akkulaufzeit bieten.
 
Ich persönlich werde meinen Apple Kosmos nicht weiter ausbauen. MacBook, iPad, iPhone, Apple TV, Apple One und Watch müssen reichen.

Mir fehlt aktuell auch nichts und ich wüsste nicht was da kommen könnte, wo ich dann sage muss ich haben.
 
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AirPort und TimeCapsule reloaded. 😜

Glaub, darüber würden sich wirklich viele freuen.
Ja ich wäre einer davon der sich freuen würde.
Ich habe Anfang Juni mein bestehendes Netzwerk mit div. Airports und TimeCapsule durch ein Netgear System ersetzt. Aber vom Hocker haut (bis auf den Preis) mich das Netgear System nicht wirklich. Aber Sicherheit steht ja an erster Stelle 😉
 
Ist allerdings doch arg spät, denn sehr viele werden eh schon länger Smart-Home-Produkte anderer Hersteller nutzen, die sie über Homekit steuern können. Weiß nicht, ob Apple sich mit solchen Produkten nun einen Gefallen tut.

Wenn man sich entschließt eine Smart Home Zentrale auf den Markt zu bringen, macht es schon Sinn, auch eigene andere Produkte da anzubinden und das Portfolio zu erweitern.
Außerdem ist Smart Home immer noch am Anfang der allgemeinen Verbreitung und hat somit noch viel Potenial.
Sich eine neue Entwicklung erst einmal anzuschauen und erst dann auf den Zug aufzuspringen, wenn sich diese verfestigt, kann auch Vorteile haben.
Der VW Konzern macht das schon seit Jahrzehnten mit Erfolg. (Schau dir man die derzeitigen Zulassungszahlen von E-Autos an)

Gruß
Andi
 
Außerdem ist Smart Home immer noch am Anfang der allgemeinen Verbreitung und hat somit noch viel Potenial.

Fragt sich nur, wie lange dieser Anfang noch dauern soll. eQ-3 hat immerhin schon vor 40 Jahren mit Home-Control-Komponenten angefangen. Und seit 1999 gibt es KNX.

Und mal ehrlich, wirklich fliegen tut das Thema Smart Home mit Matter und Thread nun auch nicht gerade.

Ich persönlich würde mich bei einem Smart Home niemals vom Ökosystem eines Herstellers für mobile Endgeräte abhängig machen wollen. Deswegen nutze ich auch keinerlei Automationen in Homekit. Wollte ich mal zu Android wechseln, wäre das dann mit einem enormen Aufwand verbunden. Auch halte ich hier eine maximale Unabhängigkeit von etwaigen Cloud-Diensten für essentiell. Wenn die Automatisierungsvorgänge allesamt lokal im eigenen Zuhause auf einer separaten Zentrale ablaufen, bin ich zumindest nur von der Energieversorgung abhängig. Und auch die kann ich ggf. autark gestalten.
 
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Das sollte aber kein Problem sein sollte so eine Brille gänzlich überzeugen.
War beim iPod ja auch so.
Und auch Handys hab es vor dem iPhone.

Sie müsste nur irgendwie die Leute dazu bringen das sie gekauft wird und da hat man mit der Vision ja gesehen das es zumindest im ersten Ansatz nicht geklappt hat.

Das sehe ich anders. Beim iPad und iPhone gab es schon den Bedarf. Die Leute hatten ja MP3-Player und Mobiltelefone. Apple hat aber einen Bequemlichkeits- und Style-Faktor reingebracht. Der iPod war "sexy", das iPhone war erstmalig ein gut zu bedienendes Gerät. Für diese Geräte gab es eine breite soziale Akzeptanz.
Bei der Brille ist das gänzlich anders. Selbst die "smarten" Brillen, die nicht so dick auftragen werden eher skeptisch beäugt. Es gibt verhältnismäßig wenig Leute, die da einen Bedarf (ungleich: einfach nur mal Interesse zum Probieren) haben. Dazu kommen dann noch die weiteren Aspekte, wie Größe, Preis etc.

Aber selbst das Ding 1.000 Euro kosten würde und deutlich kleiner wäre: Ja, das würden sich viele einmal kaufen - und dann? Welchen Bedarf erfüllst du damit (dauerhaft; über viele Menschen betrachtet)? Glaubst du, die Leute würden das mit durch die Gegend schleppen? Und selbst zu Hause: Warum was auf den Kopf setzen, wenn ich mich auch bequem auf die Couch oder ordentlich an den Schreibtisch setzen kann?
Ja, für einzelne Momente/Szenarien, alles schön und gut - aber dafür werden die Leute mehrheitlich nicht immer wieder 1.000 Euro rauswerfen, wenn es keinen echten, dauerhaften Mehrwert bringt bzw. Bedarf deckt.

Soweit bezogen auf die Vision. Bei einer Brille wäre der Effekt vielleicht etwas abgemildert - es bleibt aber die Frage nach dem: Wozu? Und sprichst du damit auch tatsächlich genügend Nicht-Brille-tragende-Kunden an?
Ich würde mir, bei allem temporären Interesse, auch keine Smartbrille aufsetzen, um mich dann von den Leuten "beäugen" zu lassen.