Antitrust: Tim Cook sagt vor dem US-Kongress aus

Jan Gruber

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Jan Gruber
Wie geplant hat Tim Cook heute vor dem Subcommittee on Antitrust, Commercial and Administrative Law aussagen müssen. Inhalt der Anhörung waren die Geschäftspraktiken von Apple im Umgang mit den eigenen Plattformen und den Mitbewerbern.

Die Aussage von Tim Cook wurde bereits im Wortlaut im Vorfeld veröffentlicht. In seinem Statement wiederholt Cook die üblichen Paradigmen von Apple. So stehe Sicherheit im Vordergrund und Apple sehe sich in der Funktion möglichst viele Apps anzubieten.

Auch das Thema Kosten kam dabei natürlich auf den Plan - so sollen die meisten Entwickler 100% des Geldes erhalten dass sie erzielen. Nur wenn Kunden über die Apple Plattform gewonnen wurden, seien Gebühren zu entrichten.
Tim Cooks einseitige Argumentation


Natürlich war die Argumentation von Tim Cook sehr gefärbt - betrachten wir lieber die Fakten. Apple "ermutigt" Entwickler seit Jahren dazu, keine Vertriebswege außerhalb des App Stores zu forcieren. Wir hatten zahlreiche Diskussionen dieser Art bei Spotify - auch zuletzt bei Hey.com waren derartige Geschäftspraktiken wieder spürbar. Gerade diese führten zu den Ermittlungen.

Via Bloomberg und House.gov

Bild via Pixalbay

Den Artikel im Magazin lesen.
 

jensche

Roter Astrachan
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Spannender Youtube Stream.

Es ist erschreckend wie rethorisch schlecht der neue Google CEO spricht. Das schmerzt fast schon.


 
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Wertungen: SORAR und leton53

Jan Gruber

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@jensche Du meinst Pichai ne? So neu ist der ja nicht, aber ja ist wirklich schlimm.
Tim spricht gut wie immer, die ersten Kommentare in den USA hatten aber recht - Er spricht halt viel und sagt nichts.
Ich bin überrascht wie gut Data war ,... war eigentlich so Over-All mMn die beste Performance 🤷‍♂️
 

leton53

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Nun, dass man Tim Cook vor den Kongress zerrt, ist im Vergleich zu den anderen drei eher der kleinlichen Rache zu dessen sperrigen Informationspolitik gegenüber den US- und anderen Behörden zuzuschreiben. Zuckerberg dagegen ist ein gewissenloser Tycoon, sein sympathisieren mit den White Supremacists und dem KKK ist nur schwer hinzunehmen ... und die anderen zwei haben wohl genug Dreck am Stecken, was Ausbeutung und Weiterleiten und Verkaufen von Daten an wen auch immer anbelangt. Die China-Frage ist jedoch keinem der vier zu stellen, da sind eher die US- und Euroregierungen vorzuladen.
 

Nightfall85

Doppelter Prinzenapfel
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Du meinst Pichai ne? So neu ist der ja nicht, aber ja ist wirklich schlimm.
Könnte daran liegen, dass er Inder ist und Englisch nicht seine Hauptsprache ist und es schwierig ist auf einer Fremdsprache möglichst belanglose und nichts-sagende Antworten zu geben für die man nicht gerichtlich belangt werden kann.
Diese ganze Anhörung ist total die Farce.. die Fragen sind absolut oberflächlich und keiner hat Zeit auch nur annähernd vernünftige Antworten zu geben. Von Nachfragen o.ä. vollkommen abgesehen.
Alle CEOs weichen total aus und werden da keine Antworten geben, die sie für die Zukunft zu irgendwas verpflichten. Die sind darin geübt bei sowas nichts zu sagen.
Die Kongressabgeordneten haben alle keinen wirklichen Plan wovon sie da reden.. manche der Fragen sind total lächerlich und sachlich unvorbereitet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso sie da die Zeit der Leute verschwenden..
 
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Wertungen: SORAR

jensche

Roter Astrachan
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Könnte daran liegen, dass er Inder ist und Englisch nicht seine Hauptsprache
English ist neben Hindi eine Hauptsprache in Indien. Mir gehts nicht mal um die Wortschatz oder Aussprache. Aber selten habe ich einen CEO gesehen der so wenig Rethorik und Ausdruck hat wie der Google CEO. Da ist der Roboter Zuckerberg noch spannender zuzuhören. Google CEO wirkt wie eine Marionette...

Ich habe z.b. den CEO von Adobe Shantanu Narayen gesehen und auch schon einige Worte gewechselt. Er ist auch ein Inder. Dem ist spannend zuzuhören.

 

Jan Gruber

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Ich überleg mir das schon länger - und bitte unter der Prämisse wirklich nicht rassistisch sein zu wollen - ich denke ein wenig hat es schon mit dem dem indischen zu tun. Pichai ist halt wirklich sehr schlecht, das hat nichts mit seiner Herkunft zu tun. Unbenommen dessen ist aber der Microsoft CEO Satya Nadella auch indischer Abstammung - rethorisch sehr geschult - und seine Reden kommen dennoch auch nicht so richtig toll rüber. Was meiner Meinung nach halt dann doch irgendwie an dem Akzent liegt 🤷‍♂️
 

Thaddäus

Golden Noble
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Nur ein Beispiel: Eine frühe Version der damaligen Apfeltalk-App wurde abgelehnt, da wir Videostreams über das Mobilfunknetz erlaubt haben, was nach Meinung von Apple das Netz über Gebühr belastet hätte.

Am selben Tag kam eine neue Version der N24 App raus, der genau der Stream über Mobilfunk erlaubt wurde.

Zugegeben, das ist nun schon viele Jahre her, aber Apple behandelt nicht alle Entwickler gleich, so schön der Herr Cook sich da auch rauszureden versucht.

Ich halte es für einen wichtigen Schritt, diese Marktmacht mal etwas genauer zu hinterfragen.
 

MichaNbg

Prinz Albrecht von Preußen
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Epic Games legt nach bzw. vor:

Fängt schon mal gut an
1. In 1984, the fledgling Apple computer company released the Macintosh—the first mass-market, consumer-friendly home computer. The product launch was announced with a breathtaking advertisement evoking George Orwell’s 1984 that cast Apple as a beneficial, revolutionary force breaking IBM’s monopoly over the computing technology market. Apple’s founder Steve Jobs introduced the first showing of the 1984 advertisement by explaining, “it appears IBM wants it all. Apple is perceived to be the only hope to offer IBM a run for its money . . . . Will Big Blue dominate the entire computer industry? The entire information age? Was George Orwell right about 1984?”

2. Fast forward to 2020, and Apple has become what it once railed against: the behemoth seeking to control markets, block competition, and stifle innovation. Apple is bigger, more powerful, more entrenched, and more pernicious than the monopolists of yesteryear. At a market cap of nearly $2 trillion, Apple’s size and reach far exceeds that of any technology monopolist in history.
true story...
 
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Also einfach mal ein alternatives Zahlungssystem in die App zu integrieren, weil sie genau wissen wie die Reaktion ausfallen wird ist schon ein grandioser Schachzug.
 

Nightfall85

Doppelter Prinzenapfel
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...block competition, and stifle innovation.
Und da lügen sie sich halt auch schon in Fäustchen..
Das Ganze ist nur "wir wollen mehr Geld", "nein wir wollen mehr Geld", "nein WIR" "unser App Store" "Unser Game"

Es geht nicht um "competition".. Apple entwickelt ja gar keine Spiele.. und es geht auch nicht um "innovation"..
Epic wollte da hinter Apples Rücken abkassieren und Apple hat den Stecker gezogen und gesagt "Unser Geld....? Nope.."
 

Mitglied 237873

Gast
Also ich mag diesen Standpunkt:
Epic's angle to players: they offered a discount, Apple wants to screw players over for 30% extra instead, so Apple kicked Fortnite off of iOS. Combined with Apple's stance on Microsoft's xCloud, message will be clear: if you care about playing or making games, forget iOS
 
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Reemo

Weißer Winterkalvill
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Ich bin gespannt wie es weitergeht. Spotify und Epic sind nicht zwei kleine Bastelbuden welche sich über eine unfaire Apple Politik und benachteiligung aufregen. Da steckt schon einiges hinter.

Ich hoffe dass noch mehr Unternehmen sich dem ganzen anschließen. Apples Forderung nach 30% für Umsätze mit denen sie nichts zu tun haben finde ich schon lange absolut maßlos. Nicht fair gegenüber den Entwicklern und nicht fair gegenüber den Kunden.
 
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