Der verlorene Kampf gegen Desinformation

Apfeltalk Redaktion

Redakteur
AT Redaktion
Registriert
15.06.24
Beiträge
34.154
IMG_1764-6.png


In den USA eskaliert der politische Kulturkampf um Desinformation und Plattformregeln, wobei die Moderation von Inhalten zunehmend als Angriff auf Institutionen wahrgenommen wird. Der republikanische Abgeordnete Jim Jordan hat sich als Verteidiger der Meinungsfreiheit positioniert und argumentiert, dass große Tech-Unternehmen auf Druck der Regierung konservative Stimmen zum Schweigen bringen. Gleichzeitig kritisieren Wissenschaftler und Organisationen, die vor den Folgen von Falschinformationen warnen, die zunehmende Bedrohung ihrer Arbeit durch politischen Druck und Drohungen.

Die Ankündigung eines „Gremiums zur Steuerung von Desinformation“ durch das US-Heimatschutzministerium und die damit verbundenen Kontroversen führten zur Auflösung des Gremiums und zur Abwanderung wichtiger Forschenden wie Renée DiResta. Infolge des Drucks von rechten Medien und Kongressausschüssen wurden zahlreiche Institutionen, die sich mit Desinformation beschäftigen, geschwächt oder aufgelöst. Die zentrale Frage bleibt, wie Nutzer:innen inmitten dieser Entwicklungen die Wahrheit von Falschinformationen unterscheiden können – ein Thema, das zur Diskussion einlädt. Was denkt ihr über die aktuelle Situation in den USA?

Klick hier, um den vollständigen Beitrag im Magazin zu lesen

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
 
Empfehlung: statt der KI-Zusammenfassung lieber den vollständigen Artikel lesen

und weil es passt poste ich hier auch das Bild welches ich im Trump-Thread gepostet habe:

IMG_2432.jpeg
 
  • Like
Reaktionen: whn und Andreas Vogel
„Dieses ständige Lügen zielt nicht darauf ab, dass die Menschen eine Lüge glauben, sondern darauf, dass niemand mehr etwas glaubt.

Ein Volk, das nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann, kann auch nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden.

Und ein solches Volk, der Denk- und Urteilskraft beraubt, ist, ohne es zu wissen und zu wollen, völlig der Herrschaft der Lüge unterworfen. Mit einem solchen Volk kann man machen, was man will."

Hannah Arendt war eine deutsche Historikerin und Philosophin, da sollte man sie auch auch auf Deutsch zitieren.
 
Desinformation ist kein neues und kein rein amerikanisches Problem. Auch in Europa werden Debatten zunehmend nicht mehr offen geführt, sondern eingegrenzt: durch Regulierung, Plattformregeln, moralische Stigmatisierung und sozialen Druck. Menschen werden weniger widerlegt als delegitimiert, weniger argumentativ gestellt als zum Schweigen gebracht.

Wir erleben keine direkte Wiederholung der Geschichte. Doch genau darin liegt die unbequeme Lehre: Autoritäre Entwicklungen beginnen selten offen oder gewaltsam, sondern schleichend – mit Sprachregelungen, moralischer Überlegenheit und dem Ausschluss „falscher“ Meinungen aus dem Sagbaren. Auffällig ist, dass diese Mechanismen heute häufig aus progressiven, linken Milieus kommen, die den Anspruch erheben, moralisch auf der einzig richtigen Seite zu stehen.

Genau daran erinnert auch George Orwells 1984: Nicht rohe Gewalt steht am Anfang, sondern die Kontrolle von Sprache, Bedeutung und Deutungshoheit. Der entscheidende Unterschied zu früher ist die Verpackung. Heute passiert Ausgrenzung im Namen des Guten, der Sicherheit oder des Schutzes vor Falschinformation. Das macht sie gesellschaftlich anschlussfähig – und schwerer zu erkennen.

Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins, aber sie reimt sich. Und wer jede unbequeme Frage als Gefahr behandelt, sollte sehr genau wissen, wohin dieser Weg historisch geführt hat.
 
In Deutschland wird man, wenn man eine etwas konservativere Meinung hat, von den Grünen gleich als Nazi abgestempelt. Dabei sind es die Grünen die gerne Denkverbote aussprechen oder unangenehme Themaen komplett ausklammern.
Wenn du sagst das der Zuzug begrenzt und gesteuert werden muss, da man schon allein einen Wohnungsmarkt hat der völlig überfordert ist, dann wird auf das Argument nicht eingegangen, weil man automatisch Fremdenfeinlich ist und somit ein Nazi.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auffällig ist, dass diese Mechanismen heute häufig aus progressiven, linken Milieus kommen, die den Anspruch erheben, moralisch auf der einzig richtigen Seite zu stehen.
Die übliche Opfergeschichte rechter Kreise. Damit könnte auch genauso gemeint sein das man augenblicklich zum linksgrünversifften Kreis gehört wenn man an so manchem Migrationsthema nur leichte Zweifel anmeldet. Ist schon erstaunlich wie einseitig dieses Thema betrachtet wird. Aber das gehört zum Framing dazu, die bösen Linksgrünen hier und die armen aufrechten Opfer da. 🥱
 
Die übliche Opfergeschichte rechter Kreise. Damit könnte auch genauso gemeint sein das man augenblicklich zum linksgrünversifften Kreis gehört wenn man an so manchem Migrationsthema nur leichte Zweifel anmeldet. Ist schon erstaunlich wie einseitig dieses Thema betrachtet wird. Aber das gehört zum Framing dazu, die bösen Linksgrünen hier und die armen aufrechten Opfer da. 🥱
Der Satz „die übliche Opfergeschichte rechter Kreise“ ist selbst ein Abwehrreflex. Er unterstellt Motive, statt sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, und beendet Diskussionen, bevor sie beginnen. Die eigentliche Frage ist doch: Darf man heute noch legitime Zweifel äussern, ohne sofort politisch einsortiert zu werden?

Nach derselben Logik könnte man genauso von einer Opfergeschichte sprechen, wenn jemand augenblicklich als „linksgrünversifft“ gilt. Der Unterschied ist: Diese Zuschreibung wird kritisiert, während das Etikett „rechts“ zunehmend als legitimer Gesprächsabbruch dient.

Das Problem ist keine Opferrolle, sondern eine Verschiebung des politischen Massstabs. Positionen, die früher moderat oder mitte-links waren, gelten heute schnell als rechts, weil sich Teile der Linken selbst stark nach links bewegt haben. Wer da nicht mitgeht, wird nicht widersprochen, sondern verdächtigt.

So entsteht erst das von dir kritisierte Lagerdenken. Es ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Diskursklimas, in dem Etiketten Argumente ersetzen. Wer das als ermüdend abtut, sollte sich fragen, ob er noch diskutieren will – oder nur noch markieren, wer dazugehört und wer nicht.

Innerhalb weniger Jahre wurden viele der Institutionen, die sich mit Desinformation, Faktenchecking oder Plattformregeln beschäftigten, politisch isoliert oder geschwächt. Behörden, Universitäten, Werbeallianzen und Plattformen zogen sich zurück oder wechselten die Seite. Inzwischen haben in den USA Akteur:innen wie Taibbi, Shellenberger und Jordan die Unterstützung von Regierung und Tech-Konzernen. Medienhäuser zahlen Entschädigungen, Plattformen wie YouTube einigen sich mit Trump, und sogar Visa-Anträge von Personen mit Vergangenheit in Desinformationsforschung oder Onlinesicherheit werden restriktiv geprüft. Während weltweit Redaktionen und NGOs unter dem Banner des „Kampfs für freie Rede“ unter Druck geraten, bleibt für Nutzer:innen eine zentrale Folge. Die Entscheidung, was stimmt und was nicht, liegt zunehmend allein bei ihnen.

Der Artikel beklagt den „verlorenen Kampf gegen Desinformation“, zeigt dabei aber vor allem eines: eine stark polemische Einbahnstrassen-Erzählung. Er beschreibt den Machtverlust bestimmter Institutionen fast ausschliesslich als Angriff auf Wahrheit, Wissenschaft und Demokratie – ohne ernsthaft zu hinterfragen, warum genau diese Akteure in so kurzer Zeit so massiv an Vertrauen verloren haben.

Kritik an Faktenchecks, Desinformationsforschung oder Plattformregeln wird implizit als politisch motiviert oder gefährlich dargestellt. Das ist bequem, aber analytisch schwach. Denn viele dieser Institutionen haben selbst aktiv zur Eskalation beigetragen: durch selektive Themenwahl, ideologisches Framing und den reflexhaften Ausschluss legitimer Zweifel aus dem Sagbaren. Wer Kritik nicht widerlegt, sondern moralisch diskreditiert, braucht sich ueber Gegenreaktionen nicht zu wundern.

Der Artikel ist damit Teil des Problems, das er beschreibt. Er zeigt nur eine Perspektive – jene der Verlierer im aktuellen Deutungskampf – und verkauft sie als objektive Analyse. Die Erfahrung vieler Nutzer:innen, sich bevormundet, etikettiert oder mundtot gemacht zu fuehlen, kommt kaum vor. Genau diese Ausblendung wirkt arrogant und vertieft den Vertrauensbruch.

Besonders entlarvend ist der Unterton, dass es bedauerlich sei, wenn Nutzer:innen selbst entscheiden muessen, was stimmt. In einer offenen Gesellschaft ist das kein Defizit, sondern Normalfall. Gefaehrlich wird es erst, wenn sich Institutionen als Wahrheitsinstanzen inszenieren, ohne ihre eigenen Interessen, Fehler und ideologischen Praegungen offen zu legen.

Autoritäre Entwicklungen beginnen selten offen oder gewaltsam, sondern schleichend – mit Sprachregelungen, moralischer Überlegenheit und dem Ausschluss „falscher“ Meinungen aus dem Sagbaren. Genau diese Mechanismen werden im Artikel kritisiert – und gleichzeitig reproduziert.

Der eigentliche verlorene Kampf ist daher nicht jener gegen Desinformation, sondern jener um Glaubwürdigkeit. Wer nur eine Seite erzaehlt, Kritik moralisch abwertet und den Diskurs verengt, traegt selbst aktiv zu der Polarisierung bei, die er anderen vorwirft.

Empfehlung: statt der KI-Zusammenfassung lieber den vollständigen Artikel lesen

und weil es passt poste ich hier auch das Bild welches ich im Trump-Thread gepostet habe:

Anhang anzeigen 210067

Das Hannah-Arendt-Zitat trifft einen wichtigen Punkt, wird heute aber oft verkürzt und aus dem Zusammenhang gelöst. Arendt analysierte totalitäre Systeme, nicht die komplexe, pluralistische Medienrealität heutiger Demokratien. Der Gedanke, dass permanente Verwirrung Orientierung zerstören kann, ist richtig. Problematisch wird es jedoch, wenn daraus pauschal geschlossen wird, alles sei Propaganda und niemand mehr glaubwürdig. Genau dieser Zynismus führt nicht zu Aufklärung, sondern zu Resignation – und macht Manipulation erst recht einfach.

Ironischerweise wird das Zitat selbst häufig ungeprüft geteilt und als moralische Keule benutzt. Damit reproduziert es genau das, wovor es warnt. Arendts eigentliche Forderung war nicht, niemandem mehr zu glauben, sondern selbst zu denken: zwischen Fakten, Meinungen und Urteilen zu unterscheiden und Widersprüche auszuhalten. Orientierung entsteht nicht durch absolute Skepsis, sondern durch reflektiertes Urteilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, aber wer markiert denn hier? Und wer kommt denn sofort mit Lagerdenken? Das kann man sich nicht ausdenken. Da wird ein Thread mit dem Thema Desinformation gestartet und sofort die ersten beiden Post haben als Inhalt eben eine Desinformation. Du willst allen Ernstes behaupten eine „linksgrüne Elite“ habe die Meinungshoheit? In der letzten Zeit mal aufgestanden und die Vorhänge beiseite geschoben? Was erleben wir denn gerade hier und in den USA? Und richtig, ich erlebe diese Verschiebung der Massstäbe auch in dem man mit eher bürgerlich-liberalen Positionen plötzlich linksgrünversifft ist. Und ich erlebe das vor allem diese Opferposition dazu genutzt wird den Diskurs zu vermeiden. Also, um zum Thema zurück zu kehren, genau dieses Thema einer unterdrückten „Mehrheit“ durch eine linke Elite ist ein Hauptbestandteil der Desinformation. Real ist mittlerweile die Sorge um gleichgeschlechtlich lebenden Nachwuchs und Freunde, ein durch die Knute Claudia Roths traumatisierten Mitbürger ist mir noch nicht untergekommen.
 
„Mal aus dem Fenster schauen“ ist kein Argument, sondern eine Perspektivbehauptung. Denn je nachdem, welches Fenster man wählt – Medien, Kultur, Wissenschaft oder Plattformregeln – sieht man sehr Unterschiedliches. Genau darum geht es: Deutung und Wahrnehmung sind nicht neutral verteilt.

Niemand behauptet eine allmächtige „linksgrüne Elite“. Aber es ist legitim festzustellen, dass in bestimmten Bereichen bestimmte Positionen normativ gesetzt sind und andere schneller moralisch markiert werden. Markieren beginnt dort, wo Kritik nicht inhaltlich beantwortet, sondern als „rechte Opfergeschichte“ oder „Desinformation“ abgetan wird.

Dass es aktuell Gegenbewegungen gibt, ist offensichtlich. Die Frage ist, warum sie so viel Resonanz bekommen. Wer das pauschal als Opferinszenierung abtut, blendet Vertrauensverlust und verschobene Massstäbe aus. Aus dem Fenster zu schauen reicht nicht – man muss akzeptieren, dass andere aus einem anderen Fenster schauen und trotzdem legitim wahrnehmen.
 
Mechanismen heute häufig aus progressiven, linken Milieus kommen, die den Anspruch erheben, moralisch auf der einzig richtigen Seite zu stehen.
Dein Satz ist selbst ein Abwehrreflex. Er unterstellt Motive, statt sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, und beendet Diskussionen, bevor sie beginnen.

Warum wälzen sich rechte immer so gerne in der armen Opferrolle, obwohl sie doch auf der anderen Seite immer meinen, die starken Deutschen zu sein?
Könnt ihr euch mal entscheiden?
Auf der einen Seite rum flennen, ihr dürftet nichts mehr sagen,
auf der anderen Seite könnt ihr hier seitenlang euren Ausguss posten, ohne zensiert zu werden.
Was ist euer Problem?
Soll ich es dir erklären?
Dein Problem ist, Du darfst zwar sagen was Du willst, aber es teilt nicht jeder deine Meinung und damit kommen Leute wie ihr nicht klar und fliehen in die Opferrolle, natürlich mit Hilfe von KI :D
 
Mag nicht jedem gefallen aber mal ein Fakt. Wenn du gegen das Gendern bist, bist automatisch rechts homophob, oder ein alter weißer Mann. Das du nur Texte vernünftig schnell und flüssig lesen möchtest, wird gar nicht thematisiert.
 
  • Like
Reaktionen: bmonno und jensche
Desinformation ist kein neues und kein rein amerikanisches Problem. Auch in Europa werden Debatten zunehmend nicht mehr offen geführt, sondern eingegrenzt: durch Regulierung, Plattformregeln, moralische Stigmatisierung und sozialen Druck. Menschen werden weniger widerlegt als delegitimiert, weniger argumentativ gestellt als zum Schweigen gebracht.

Wir erleben keine direkte Wiederholung der Geschichte. Doch genau darin liegt die unbequeme Lehre: Autoritäre Entwicklungen beginnen selten offen oder gewaltsam, sondern schleichend – mit Sprachregelungen, moralischer Überlegenheit und dem Ausschluss „falscher“ Meinungen aus dem Sagbaren. Auffällig ist, dass diese Mechanismen heute häufig aus progressiven, linken Milieus kommen, die den Anspruch erheben, moralisch auf der einzig richtigen Seite zu stehen.

Genau daran erinnert auch George Orwells 1984: Nicht rohe Gewalt steht am Anfang, sondern die Kontrolle von Sprache, Bedeutung und Deutungshoheit. Der entscheidende Unterschied zu früher ist die Verpackung. Heute passiert Ausgrenzung im Namen des Guten, der Sicherheit oder des Schutzes vor Falschinformation. Das macht sie gesellschaftlich anschlussfähig – und schwerer zu erkennen.

Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins, aber sie reimt sich. Und wer jede unbequeme Frage als Gefahr behandelt, sollte sehr genau wissen, wohin dieser Weg historisch geführt hat.
So ein Unsinn. Jeder mit offenen Augen und freiem Geist sieht allzu deutlich, dass sich die Grenze des Sagbaren nach ganz weit rechts verschoben hat.
 
Mag nicht jedem gefallen aber mal ein Fakt. Wenn du gegen das Gendern bist, bist automatisch rechts homophob, oder ein alter weißer Mann. Das du nur Texte vernünftig schnell und flüssig lesen möchtest, wird gar nicht thematisiert.
Genau.

Wenn dich jemand fragt: „Magst du lieber Bananen oder Orangen?“ und du antwortest „Orangen“, wird dir plötzlich unterstellt, du würdest Bananen hassen. Dabei hast du weder etwas gegen Bananen gesagt noch sie abgewertet – du hast lediglich eine Präferenz geäussert.

Genau so läuft es im politischen Diskurs: Wer eine Position vertritt oder eine Nuance setzt, bekommt sofort eine Gegenposition zugeschrieben, die er nie eingenommen hat. Aus einer Meinung wird eine Haltung, aus einer Haltung ein Lager, aus einem Lager ein Feindbild. Das ersetzt Argumente durch Unterstellungen und macht echte Debatte praktisch unmöglich.
 
  • Like
Reaktionen: v2malibu und bmonno
Und das ist ein alltägliches Problem? Wie oft am Tag passiert dir das denn? Auch ich gendere nicht oder nur sehr wenig. Und ich habe nicht das Gefühl dass es ein Problem ist.
 
Mag nicht jedem gefallen aber mal ein Fakt. Wenn du gegen das Gendern bist, bist automatisch rechts homophob, oder ein alter weißer Mann. Das du nur Texte vernünftig schnell und flüssig lesen möchtest, wird gar nicht thematisiert.
Wenn du genderst, bist du gleich links grün versiffter Sozialist welcher der arbeitenden Bevölkerung auf der Tasche liegt und keinen Schulabschluss hat, nie gearbeitet oder was geleistet hat.
Das du eventuell nur willst, das sprachlich alle Geschlechter sichtbar gemacht werden sollen für Gleichberechtigung und Inklusion, wird garnicht thematisiert.
 
So ein Unsinn. Jeder mit offenen Augen und freiem Geist sieht allzu deutlich, dass sich die Grenze des Sagbaren nach ganz weit rechts verschoben hat.
So einfach ist es nicht. Was du als „Verschiebung nach rechts“ beschreibst, ist in vielen Fällen eine Verschiebung der Massstäbe. Positionen, die früher als bürgerlich oder konservativ galten, werden heute reflexartig als „rechts“ oder gleich als „Nazi“ etikettiert – ein historisch wie politisch falscher Kurzschluss. Konservativ zu sein heisst nicht, Menschen abzuwerten oder autoritäre Ideologien zu vertreten.

Gleichzeitig wird gern ausgeblendet, dass antisemitische Positionen heute nicht nur von rechts, sondern zunehmend auch aus linken, antiwestlichen oder „antikolonialen“ Milieus kommen – sichtbar bei aktuellen Protesten. Das passt nicht ins eigene Selbstbild und wird deshalb relativiert. Wer dann trotzdem nur einen Rechtsruck sieht, blendet einen wesentlichen Teil der Realität aus.

Wenn Begriffe wie „Nazi“ inflationär benutzt werden, verlieren sie ihre Bedeutung und verharmlosen echten Extremismus. Offene Augen und freier Geist heissen nicht, nur eine Richtung zu sehen, sondern unbequeme Widersprüche auf allen Seiten anzuerkennen.

Dein Satz ist selbst ein Abwehrreflex. Er unterstellt Motive, statt sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, und beendet Diskussionen, bevor sie beginnen.

Warum wälzen sich rechte immer so gerne in der armen Opferrolle, obwohl sie doch auf der anderen Seite immer meinen, die starken Deutschen zu sein?
Könnt ihr euch mal entscheiden?
Auf der einen Seite rum flennen, ihr dürftet nichts mehr sagen,
auf der anderen Seite könnt ihr hier seitenlang euren Ausguss posten, ohne zensiert zu werden.
Was ist euer Problem?
Soll ich es dir erklären?
Dein Problem ist, Du darfst zwar sagen was Du willst, aber es teilt nicht jeder deine Meinung und damit kommen Leute wie ihr nicht klar und fliehen in die Opferrolle, natürlich mit Hilfe von KI
Das ist selbst ein Abwehrreflex. Es geht nicht darum, ob man etwas sagen darf, sondern wie darauf reagiert wird. Kritik wird heute oft nicht argumentativ beantwortet, sondern moralisch abgewertet: „Opferrolle“, „rechts“, „weinen“. Das ersetzt Argumente durch Etiketten.

Niemand behauptet, man dürfe hier nichts sagen. Der Punkt ist, dass abweichende Meinungen delegitimiert statt diskutiert werden. Und dieses gleichzeitige Framing als „mächtige Rechte“ und „weinerliche Opfer“ ist kein Argument, sondern eine rhetorische Keule. Wer so reagiert, zeigt vor allem eines: kein Interesse an echter Debatte.

Heute geht es längst nicht mehr um Debatte, sondern um Lagerkampf. Man schlägt sich rhetorisch nur noch die Köpfe ein, statt Lösungen zu suchen. Das sieht man exemplarisch im deutschen Parlament: kaum Fortschritt, kaum Beschlüsse, stattdessen gegenseitige Blockade von allen Seiten. Politik wird zum Dauerwahlkampf.

Das ist auch der Nachteil einer reinen Oppositionslogik: verhindern ersetzt gestalten. Und viele schauen dabei weg mit der bequemen Haltung: „Das sind Berufspolitiker, die machen das schon.“ Genau diese Ignoranz verschärft das Problem – denn wer nicht mehr hinschaut, überlässt das Feld denen, die am lautesten polarisieren.

Das ist ein riesiger Missstand – aber vielleicht täusche ich mich ja komplett. In Deutschland läuft schliesslich alles bestens: kaum Arbeitslosigkeit, ein traumhafter Standort für Unternehmen, minimale Bürokratie und ein Staat, der vor Effizienz nur so glänzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: access
Doch, so einfach ist das. Wenn früher Politiker auch nur annähernd so etwas rausgehauen hätten, wie es AfD-Politiker tun, wären sie ihre Ämter schnell los gewesen.

Heute passiert da: Nichts.

Beispiele:

Solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen.»
Petr Bystron, Mitglied des EU-Parlaments

Das Problem an Fasching ist, dass du nicht sagen kannst, ob sie 14 oder 18 ist. Wenn du dann Pech hast, kommste an die 18-Jährige.»
Johannes Biesel, zweiter Vorsitzender der Saarländer Jungen Alternative (JA) und AfD-Parteimitglied.

Ich möchte wissen, wenn mich in der Nachbarschaft ein Neger anküsst oder anhustet, dann muss ich wissen, ist er krank oder ist er nicht krank.»
Andreas Winhart, Bayrischer Landtagsabgeordneter für die AfD.

Das sagt eine Deutsch-Türkin. Ladet sie mal ins Eichsfeld (Region in Thüringen) ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können.»
Alexander Gauland über Aydan Özoğuz (SPD).


Kann man endlos weiterführen.
 
Die Zitate sind klare Entgleisungen und gehören kritisiert. Punkt. Aber sie taugen nicht als Beweis für eine einseitige Verschiebung des Sagbaren nach rechts. Vergleichbare Grenzüberschreitungen gibt es auch anderswo – etwa als die linken öffentlich vom „Millionäre erschiessen“ sprach. Das wurde deutlich schneller relativiert. Doppelte Massstäbe untergraben jede Glaubwürdigkeit.

Dieses Zitaterennen bringt nichts, Köpfe einschlagen noch weniger. Es zeigt nur, wie verarmt der Diskurs geworden ist: Empörung ersetzt Argumente, Lagerdenken ersetzt Debatte – und am Ende bleibt Stillstand statt Lösungen.

In früheren Jahrzehnten haben Politiker ebenfalls massiv provoziert, beleidigt oder entmenschlichend gesprochen. Der Unterschied ist nicht, dass solche Äusserungen neu wären, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Früher führten sie eher zu klaren Konsequenzen oder verschwanden wieder aus dem öffentlichen Fokus. Heute werden einzelne Sätze dauerhaft zirkuliert, moralisch aufgeladen und als politische Munition genutzt.

Kurz gesagt: Krasse Äusserungen sind kein neues Phänomen. Neu ist, dass sie den Diskurs dominieren – und Inhalte zunehmend verdrängen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat keine Chefin der Grünen Jugend gesagt.

Und nein: So war es früher NICHT und ist auch heute nur bei der AfD so.

Gerne nehme ich aber eine Zitatsammlung aus anderen Parteien in Empfang. Fang mal an.
 
Auf jeden fall haben das die linken gesagt:

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Dieses Zitaterennen bringt nichts, Köpfe einschlagen noch weniger. Es zeigt nur, wie verarmt der Diskurs geworden ist: Empörung ersetzt Argumente, Lagerdenken ersetzt Debatte – und am Ende bleibt Stillstand statt Lösungen.

In früheren Jahrzehnten haben Politiker ebenfalls massiv provoziert, beleidigt oder entmenschlichend gesprochen. Der Unterschied ist nicht, dass solche Äusserungen neu wären, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Früher führten sie eher zu klaren Konsequenzen oder verschwanden wieder aus dem öffentlichen Fokus. Heute werden einzelne Sätze dauerhaft zirkuliert, moralisch aufgeladen und als politische Munition genutzt.
Ich glaube jemand kann oder will nicht lesen… @El Cord das bestätigt sauber all mein vorher geschriebenes…
 
Zuletzt bearbeitet: