Ich meinte aber auch die Hardware der Internet Anbieter, die Hardware der Netzwerkbetreiber, die Hardware Der Rechnenzentren, die deine Datenverbindungen in die "richtige" Richtung leiten.
Mein "Internet-Anbieter" (ISP) hat eigene Rechenzentren, u.a. SCS zertifizierte. Die stehen in Deutschland. Der ist auch einer der großen Netzbetreiber und die haben in Deutschland alle eigene Hardware und Infrastruktur. Backends und Trunks laufen auch nicht mit Windows oder macOS, sondern mit Linux oder proprietären Lösungen - und die kommen fast komplett aus der EU (i.W. Ericsson & Nokia). Mag sein, dass da auch irgendwo Enterprise-Switches von Cisco & Co. zwischen sind, aber die lassen sich im Notfall zügig ersetzen. Carrier-grade Switches kommen spätestens seit Ericsson Nortel geschluckt hat nicht mehr primär aus den USA. Die grundsätzliche Netzwerkinfrastruktur gehört nicht ohne Grund dem Bund und der betreibt auch die zentralen Knoten.
Ganz so dämlich ist die EU denn doch nicht. U.a. deshalb gibt's die Rechts-VO gegen Huawei und wenn das so weiter geht, wird das nicht auf CN beschränkt bleiben.
Dein Lösung setzt doch voraus, dass die komplett offline lauffähig sein muss.
Du hast irgendwie die irrige Annahme, dass "das Internet" irgendwas ist, was die USA kontrollieren. "Das Internet" (oder genauer: das Arpanet bzw. Milnet) wurde aber ausdrücklich als komplett dezentrale Technologie entwickelt, damit im Falle eines globalen Krieges die Infrastruktur nicht so ohne Weiteres - und schon gar nicht in einem Land - zerstört werden kann.
Das Problem sind die Dienste im Internet - z.B. die ganzen Dienste, die auf AWS/Azure/GCS laufen - und daher muss man sich von denen unabhängig machen -> SCS/GAIA/X. Haben wir lange verschlafen, weil AWS/Azure/GCS genau so bequem und ein goldener Käfig wie Apple ist, nur halt für IT-Unternehmen. Aber das ist überwiegend keine technische Baustelle, sondern eine organisatorische und teilweise auch ein Problem mit vorhanden Fachleuten. Kann man aber alles lösen - und das müssen wir (EU) jetzt halt beschleunigen.
Wenn Du so vorsichtig darin bist, dass Du bestimmte Dinge versuchst nicht zu nutzen, dann fürchte ich, dass es da noch viel mehr gibt was zu tun wäre, was man heute noch gar nicht so sehen wird.
Ich "versuche" nicht, "bestimmte Dinge" nicht zu nutzen, ich wechsele systematisch auf EU-Lösungen. emClient statt Outlook oder Apple Mail. Vivaldi statt Safari/Edge/Chrome... DuckDuckGo statt Google. IONOS (oder oder oder) statt gmail.com oder icloud.com usw. Geht schnell und tut gar nicht weh'
Was ich niemals und unter gar keinen Umständen machen würde, wäre meine Passwörter und Zugangsdaten irgendeinem der Hyperscaler anzuvertrauen - und das hat überhaupt nichts mit der aktuellen Administration zu tun. Das schreib' ich auch in diesem Forum nicht erst seit gestern. Da genügt ein blöder Fehler und die Schlüssel sind weg. Jetzt kommt halt Schlüssel weg mit Vorsatz als Risiko dazu.
dass es da noch viel mehr gibt was zu tun wäre, was man heute noch gar nicht so sehen wird.
Naja, ich bilde mir ein, da schon einen ganz guten Überblick zu haben. Aber selbst wenn nicht wäre das ja nun kein Grund nicht mit dem anzufangen, was einen heute schon anspringt, oder?
Verstoße ich damit eigentlich gegen europäischen Datenschutz, wenn ich weitreichende persönliche Daten von Dritten an fremde Regierungen übermittle?
Ja. Formal müsstest du aufschreiben, welche Daten du angibst und dir das genehmigen lassen. Soweit kein Problem, da kann man einfach einen Vordruck machen. Das eigentliche Problem: Du müsstest angeben, wie lange die Daten vorgehalten werden und vor allem ein Löschprotokoll abrufen können (um das nachzuweisen). Das wird mit dem DHS wohl eher nicht funktionieren. Erschwerend kommt hinzu, das der Datenaustausch solcher Daten mit der USA seit Brendel-II grundsätzlich problematisch und ans DHS grundsätzlich verboten sein dürfte. Das wird eine interessante Diskussion, wenn's soweit ist. Ich könnte mir auch vorstellen, das tatsächlich Familienangehörige dagegen sein könnten, das ihre Daten ans DHS übergeben werden, nur weil jemand in die USA fliegen möchte. Wenn der nicht möchte, sondern muss, wird das vmtl. echt problematisch.
Was nutzt mir zb Signal und Threema, wenn keiner aus meinen Kontakten das nutzt.
Was denn nun? Unabhängig werden von Meta oder nicht? Ich kann dieses Argument nicht mehr hören! Seit wann ist "weil's alle machen" ein Argument? Bei so vielen Leute, die mir genau das erzählen, frage ich mich, wer eigentlich "alle" sind, die das scheinbar nicht nutzen? So ziemlich "alle" wissen ja um die Problematik, aber weil "alle" nicht Threema & Co. nutzen wechselt keiner?! Der Fehler in der Kausalkette müsste doch "alle" anspringen!
ODer muss ich jetzt paar hundert euro für ne lokale Cloud investieren, was mach ich mit libre office, wenn dann meine ganzen beruflichen Excel Makros nicht mehr gehen,..... (allgemein gehalten)
Du könntest ja mal mit einer EU-Cloud statt den US-Anbietern anfangen. Es gibt auch nicht nur Excel oder LibreOffice, ich teste z.B. gerade SoftMaker, weil ich LibreOffice a) hässlich und b) das Präsentationsmodul völlig unbrauchbar finde.
Es könnten ja mal alle, die nicht haufenweise komplexe Excel-Makros nutzen anfangen, was anderes zu nutzen. Dann erledigt sich das mit den Excel-Makros auf die Dauer ggf. ganz von alleine
Android ist schon OK, ist Open Source. Android funktioniert auch komplett ohne die Google Dienste.
oder eben wallet garden mit Apfelbaum
Ich weiss nicht, ob's Absicht oder Tippfehler war - aber sehr schön
