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AW 9: Frage zum Notruf

Lorbass52

Fießers Erstling
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Ich finde die Sturzerkennung und die Notruffunktion eine tolle Sache. Aber was ist, wenn ich allein zu Hause bin und natürlich die Haustür abgeschlossen ist und ich dann im Notfall nicht in der Lage bin, die Tür zu öffnen? Es gibt ja Organisationen bzw. Firmen, bei denen man für einen solchen Notfall einen Haustürschlüssel hinterlegen kann, aber anscheinend läßt sich die AW nicht so konfigurieren, daß die dann im Notfall speziell benachrichtigt werden - oder doch?
 
Die Haustür nicht abschließen, wenn jemand zuhause ist, wäre der erste Schritt.
Dann kann die Feuerwehr die Tür öffnen.
Klappt das mit der abgeschlossenen Tür nicht, dann nehmen sie ein Fenster, was Zeit kostet.
 
läßt sich die AW nicht so konfigurieren, daß die dann im Notfall speziell benachrichtigt werden - oder doch?
Du kannst Notfallkontakte definieren, die bekommen eine SMS mit den letzten Standort. Ist aber meiner Meinung nach nichts um z.B. das Rote Kreuz zu informieren, solche Organisationen arbeiten mit Hausnotrufsystemen. Da hast Du dann einen Knopf um den Hals oder am Handgelenk.
 
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Ich finde die Sturzerkennung und die Notruffunktion eine tolle Sache. Aber was ist, wenn ich allein zu Hause bin und natürlich die Haustür abgeschlossen ist und ich dann im Notfall nicht in der Lage bin, die Tür zu öffnen?
das ist nur eine hypothetische Überlegung. Mal angenommen, es kommt soweit und Du informierst auch nicht die Feuerwehr, dass das nur ein fälschlicher Notruf war. Dann ist es folglich ein echter und Du wirst Hilfe brauchen. Glaub mir, die Feuerwehr bekommt die Tür auf, ob sie nun abgeschlossen ist, egal wie dick sie ist, es kann lediglich etwas dauern, geht aber vermutlich immer noch schneller (was die Hilfe für Dich angeht), als wenn ein Dienstleister mit Notschlüssel anrücken müsste, nachdem die Feuerwehr anruft.

Mit Kontakten für Haustürschlüssel weiß ich tatsächlich nicht, dass sich das in der AW konfigurieren ließe. Es ist vielleicht auch etwas zu viel Data - der Notfallpass steht ja kraft seiner Wichtigkeit jedem zur Verfügung. Und willst Du wirklich, dass da steht, dass der Schlüssel unter dem Blumenkasten ist?

Wenn denn müsste das im Interface der Notrufdienste spezifiziert und schon beim Notruf übermittelt werden. Aber selbst dann weiß ich nicht, ob Dir die paar Hundert bis paar Tausend Euro nicht egal wären, wenn die Hilfe den Herzkasper noch rechtzeitig erreicht, dafür aber die Tür einschlagen musste...?

Es gibt bei einigen Dienstleistern eine eigene Notrufkette - meist mit Knopf am Handgelenk. Aber das ist auch als Hilfe gedacht (und als Abstraktionslayer vor den Rettungsdiensten). Sprich, Knopf drücken, mit dem Dienstleister verbunden sein, der kennt Dich und kann dann fachkundig beurteilen ob und welche Hilfe Du brauchst (in der Theorie). Die wissen dann auch über Schließsysteme Bescheid, aber je nachdem wie komplex das ist, ergibt sich die Erfordernis zum Einschlagen der Tür möglicherweise immer noch.
 
Mit Kontakten für Haustürschlüssel weiß ich tatsächlich nicht, dass sich das in der AW konfigurieren ließe
ich glaube es gibt keine Funktion bei den Automationen, um bei einem erkannten Sturz und ausgelösten Notruf das Schloss zu öffnen. Wär sonst mit Nuki & co realisierbar.
 
Vielen Dank für Eure Antworten. Habe mal bzgl. Hausnotruf recherchiert. Das geht bei denen offensichtlich nur mit eigenen Alarmsystemen und häßlichen Notrufknöpfen an einer Schnur um den Hals oder an einem Armband. Dafür haben die dann aber einen Hausschlüssel im Tresor.

Ich fand diese Hinweise von Wuchtbrumme hilfreich:

Glaub mir, die Feuerwehr bekommt die Tür auf, ob sie nun abgeschlossen ist, egal wie dick sie ist, es kann lediglich etwas dauern, geht aber vermutlich immer noch schneller (was die Hilfe für Dich angeht), als wenn ein Dienstleister mit Notschlüssel anrücken müsste, nachdem die Feuerwehr anruft.

Da ich eine stabile, im Prinzip einbruchssichere Tür habe, könnte das allerdings teuer werden, wenn sich sowas im Alter wiederholen würde. Aber IMHO macht auf dieser Grundlage die Notruffunktion der AW so einen Hausnotruf eigentlich überflüssig. Denn was nützt mir Letzterer, wenn ich z.B. nach einem schweren Schlaganfall gar nicht in der Lage bin, auf den Knopf des Hausnotrufes zu drücken?

Ich verzichte jetzt allerdings darauf, nachts den zusätzlichen Riegel an der Haustür zu betätigen, um es der Feuerwehr im Notfall nicht unnötig schwer zu machen.
 
Da ich eine stabile, im Prinzip einbruchssichere Tür habe, könnte das allerdings teuer werden, wenn sich sowas im Alter wiederholen würde.
ja sowas hab ich auch, mehrere Stahlleinlagen in der Tür, der Türstock 20cm im Mauerwerk verankert, vds bz+ zylinder mit 2 fachen aufbohrschutz,.....

gibts evtl nen nachbar, wo man nen Schlüssel deponieren könnte? Meiens wissens werden auch Notfallkontakte informiert zusätzlich zur Rettung. Da könnte man den Nachbar hinterlegen, und er wartet dann mit dem Schlüssel auf die Rettungskräfte (oder schaut auch vorher nach was los ist)
 
Das mit den Nachbarn ist gar keine schlechte Idee. Aber ideal wäre es, wenn man AW-Notruf und Hausnotruf-Service mit hinterlegtem Schlüssel kombinieren könnte.
 
Die Frage ist aber natürlich auch, was es bringt, wenn wir etwas passiert und meine Nachbarin dann mitten in der Nacht eine Notruf-SMS bekommt, das aber gar nicht merkt, weil sie schläft und das Handy (ausgeschaltet?) im Wohnzimmer liegt.
 
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Man kann immer noch ein "was wäre wenn" drauf legen. Ob das zielführend ist, ist eine ganz andere Frage.

Mir wäre es vollkommen egal, ob in einem echten Notfall die Tür gewaltsam geöffnet werden müsste. Da wäre meine Priorität sicher nicht die Kosten einer Tür. Irgendwie ist mir das schon wieder zu viel Suche nach einem vollkommen fehlerfreien, niemals daneben liegenden, ohne Risiko arbeitenden System. Kurzum: Das wird es nicht geben und auch jedes Fallback kann ebenfalls ausfallen, nicht erreichbar sein, oder oder oder.

Wenn ich die ernsthafte Gefahr sehe, dass es hingegen öfter unbeabsichtigt Fehlalerme geben könnte, würde ich überlegen, ob dann ein autom. Erkennungssystem das richtige ist.
 
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An anderer Stelle hatten wir das erst vor einigen Monaten diskutiert: Eine 100%-Absicherung gibt es nicht, nur wenn man nicht alleine wohnt ist man relativ sicher. Wenn man alleine wohnt, muss man mehrere Ebenen nutzen, um sicher zu sein.
Ebene 1: Es gibt stabile Schlüsseltresore mit einem Zahlenschloss für Ferienwohnungen. Den Zahlencode kann bei einem Hausnotruf hinterlegen, der auch per Telefon an Einsatzkräfte vor Ort übermittelt werden kann. Bei Einbruchmeldeanlagen mit Einsatzzentralen Tagesgeschäft. Nachteil: Jeder sieht sofort wo der Schlüssel zu finden ist, wenn Du im Urlaub bist. Wenn jemand Zeit hat, kann er sich in Ruhe damit beschäftigen. Deswegen sollte der Tresor jederzeit einsehbar sein.
Alternative Ebene 1: Alternative zum Schlüsseltresor sind die schon genannten Nachbarn/Verwandten in der Nähe. Für die Polizei ist es schon hilfreich, wenn Nachbarn wissen, wo Verwandte wohnen, bei denen ein Schlüssel hinterlegt sind. Bei Urlaub der Verwandten läuft natürlich ins leere.
Ebene 2: Hausnotruf, der schickt jemanden mit einem hinterlegten Schlüssel los, wenn ein Notruf ausgelöst wurde. In Kombination mit einem täglichen Pflegedienst relativ sicher, kann halt etwas dauern, bis Du gefunden wirst. Regelmäßige Telefonate mit Verwandten sind zwar nicht mehr in Mode, können aber Zeit verkürzen, bis Du gefunden wirst. Und der Auslöser muss natürlich in Griffweite, am besten um den Hals, getragen werden.
Ebene 3: Die Feuerwehr (in Deutschland) wird alarmiert, wenn sich jemand länger nicht mehr gemeldet hat oder regelmäßig nicht gesehen wird. Die Feuerwehr öffnet dazu die Türe i.d.Regel, in dem der Schließezylinder gewaltsam herausgerissen wird. Die Türe bleibt dabei i.d.R. heil und auch eine einbruchshemmende Türe mit seitlichen Krallen kann so geöffnet werden. Querriegel von innen sind da deutlich aufwendiger zu überwinden. Wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, wird notfalls auch die Türe eingetreten oder ein Fenster eingeschlagen.

Was Du grundsätzlich im Kopf behalten musst: Nach 10 Minuten ohne Sauerstoffversorgung beginnen Gehirnzellen abzusterben. Im Falle eines Schlaganfalles oder Bewußtlosigkeit wird es sehr wahrscheinlich zu einer Hirnschädigung kommen.

Wenn Du sicher gehen willst, kombiniere eine AW-Lösung mit einem Hausnotruf, damit werden die meisten Eventualitäten abgedeckt. Ansosnten hilft ein regelmäßiger Kontakt mit vertrauten Personen.
 
Denn was nützt mir Letzterer, wenn ich z.B. nach einem schweren Schlaganfall gar nicht in der Lage bin, auf den Knopf des Hausnotrufes zu drücken?
Wenn Du den im Bett oder Sessel erleidest, meldet die watch Nullkommanix,
wenn Du den erleidest, wenn die watch auf der Ladestation liegt, hilft die auch Nullkommanix.
im Prinzip einbruchssichere Tür habe
Ich vermute Du meinst RC2/3 Klasse, die sind gegen Einbruch ausgelegt, nicht gegen Rettungseinsätze,
die Feuerwehr öffnet die im Notfall relativ zügig.