• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Gendergerechte Sprache

Schönes Beispiel dafür, dass man auch mit langen Texten wenig und sogar Falsches sagen kann.
[...]
Männer. Hier halt die Kuntmänner.
Ich fürchte, dass Du hier etwas falsches schreibst. Die Wörter "Kuntmann" und "Kunde" haben die selbe etymologische Wurzel, nämlich das Adjektiv "kund" ("wissend", "bekannt"). Es ist also keineswegs das eine die Wurzel des anderen. Das Wort "Kunde" ist schon lange vor dem 16. Jh. in Gebrauch gewesen, aber mit einer anderen Bedeutung ("die Kunde": Kenntnis, Nachricht). Im "kaufmännischen" Kontext hat "Kunde" (jemand, der etwas erfährt oder bekommt) den "Kuntmann" mit der Zeit verdrängt.
 
Wenn man mal zwei Wochen konsequent, zumindest mal in Schriftform, gendern würde, dann würde es wahrscheinlich schnell zur Normalität werden.
Kann ich leider nicht bestätigen. Ich mache viele handschriftliche Notizen und da ist kürzer halt praktikabler.
Vermutlich wird es nur dort Normalität werden und bleiben, wo es einen praktischen Vorteil bietet und dort wo es Mehraufwand bedeutet, wird es still und leise wieder verschwinden.
 
Wie ich in meinem Posting erklärt habe, gibt es weibliche Kunden, aber keine männlichen Kundinnen
Das generische Maskulinum ist doch keine festgeschriebene Grammatikregel (falls doch: gerne eine Quelle) sondern hat sich einfach sprachhistorisch entwickelt. Es gibt hier also kein dezidiertes richtig oder falsch, nichts das in Stein gemeißelt ist, sondern einfach nur sprachliche Usancen. Und die können sich im Laufe der Zeit durchaus auch ändern. Also gibt es vielleicht morgen männliche Kundinnen, wenn sich die Gesellschaft plötzlich auf ein generisches Femininum festlegt.
 
Das generische Maskulinum ist doch keine festgeschriebene Grammatikregel (falls doch: gerne eine Quelle) sondern hat sich einfach sprachhistorisch entwickelt.
Nun, entwickelt hat sich in der Sprache alles irgendwie. Allerdings greift diese Argumentation hier m.E. ein wenig zu kurz. Das generische Maskulinum ist im wesentlichen doch ein Sprachmechanismus - man nehme ein Verb und hänge die Endung "-er" an, wodurch das entstehende Substantiv maskulinen Genus aber nicht zwingend überhaupt Sexus hat, siehe etwa Wörter wie "Fehler" (von "fehlen") oder "Schoner" (von "schonen"). Das Prinzip ist ziemlich universell und wird auch, aber eben nicht ausschließlich auf Personengruppen angewandt ("Gattungsbegriffe").
 
Aber klar, rede dir ruhig ein, dass ich das Problem bin, weil ich deinen "Humor" nicht verstehe. Und nebenbei kannst du ja auch noch ein paar Witze über Behinderte, Ausländer oder Homosexuelle machen. Ironisch natürlich. Denn du bist sooo witzig, wenn du dich über deren Probleme stellst und spöttisch bist.
Schon seltsam, was man sich hier für Frechheiten und Unterstellungen bieten lassen muss, nur weil man eine andere Meinung hat.
Die Intoleranz der ach so Toleranten, hier sehr schön durch Blockwart-Typen wie dich vorgeführt.
 
Dafür, dass das Thema angeblich keinen interessiert (wie hier zu lesen ist) (…)
Nein, das ist dort nicht zu lesen.

Aber ich bin ein alter weißer Mann, für mich gibt es männliche und weibliche Menschen und Menschen mit einem Gendefekt. Ich hab einfach in Bio zu gut aufgepasst in der Schule, um 60 Geschlechter zu akzeptieren, die in der Regel eher sex. Vorlieben sind als Geschlechter.
Du solltest dich über den Unterschied zwischen biologischem Geschlecht (engl. „sex“) und sozialem Geschlecht (engl. „gender“) informieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das generische Maskulinum ist doch keine festgeschriebene Grammatikregel (falls doch: gerne eine Quelle) sondern hat sich einfach sprachhistorisch entwickelt. Es gibt hier also kein dezidiertes richtig oder falsch, nichts das in Stein gemeißelt ist, sondern einfach nur sprachliche Usancen. Und die können sich im Laufe der Zeit durchaus auch ändern. Also gibt es vielleicht morgen männliche Kundinnen, wenn sich die Gesellschaft plötzlich auf ein generisches Femininum festlegt.
Der entscheidende Teil deines Satzes ist: "Die Gesellschaft". Denn allen Umfragen nach ist Gendern eine Mode, die eine bestimmte Altersgruppe erfasst hat, die älteren UND die jüngeren UND die Mehrheit der "Gender-Generation" ist klar dagegen. Das sieht man schon daran: Wer schreibt denn gendergerecht, wenn er nicht dazu genötigt wird? Es gibt Leute, die KLAGEN dagegen, so schreiben zu müssen (und verlieren natürlich, weil natürlich ein Unternehmen bestimmen darf, wie seine Außenwirkung aussieht).

Das Problem hier ist, dass eine kleine Minderheit "mal eben" die Sprache ändern will, und dagegen lehnen sich viele auf. Sonst gäbe es auch hier nicht so viel Widerspruch.

Nein, das ist dort nicht zu lesen.


Du solltest dich über den Unterschied zwischen biologischem Geschlecht (engl. „sex“) und sozialem Geschlecht (engl. „gender“) informieren.
Also, zunächst einmal gehörten zu den 60 FB-Geschlechtern sowas wie "androgyn" (was kein Geschlecht ist) und weder "Drag" noch "Transvestit" sind Geschlechter. Was ein "Viertes Geschlecht" sein soll (wenn es nur zwei gibt), erschließt sich einem biologisch gebildeten Menschen nicht.

Das mit dem sozialen Geschlecht ist so eine Sache, mit der ich mich nicht gemein mache. Jeder mag sich als etwas erklären, was er will, aber daraus Ansprüche abzuleiten, halte ich für grotesk. Sonst definiere ich mich demnächst als Diktator und erwarte von allen, dass sie mich mit "Mein Gebieter" anreden und jeder, der das nicht tut, diskriminiert mich. Sowas würde nochmal in meiner Ehe funktionieren und dem Missbrauch sind Tür und Tor geöffnet (siehe die Triebtäter, die jetzt versuchen, als Frau in Frauengefängnisse zu kommen oder Politiker, die so auf begehrte Frauenplätze in der Liste kommen wollen).

Was hab ich heute gelesen? "Ich bin sichtbar geboren, definiere mich aber als unsichtbar. Ich bin "trans-parent, meine Pronomen lauten wer/wo".
 
Du verstehst nicht ganz, es geht nicht um die Leute, welche dagegen sind, sondern um die, die es sich wünschen.

Einer Gesellschaft sollte es möglich sein das sich alle soweit wohl fühlen, denn alles gehören zu dieser Gesellschaft und tragen ihren Teil dazu bei.

Habe ich mehr Anrecht als andere, weil ich im Themenkontext von Mann, Frau, Trans etc. als Mann zu den „normalen“ Menschen im Auge der Gegner gehöre?
 
Ich tippe auf die Geschlechter, die einem meta beim registrieren bei Facebook zur Auswahl vorschlägt?

Die und auch Google sollen da sehr großzügig sein, was die Auswahl betrifft.
 
Ich tippe auf die Geschlechter, die einem meta beim registrieren bei Facebook zur Auswahl vorschlägt?
Die Auswahl kommt also von der Stelle im Internet, die mir täglich vorschlägt, Collagenpulver in meinen Kaffee zu schütten, weil dadurch meine Beine länger werden, der Busen größer, die Haare wie bei Goldmarie und insgesamt der Glow viel stärker (was ist das nun wieder, leuchte ich dann im Dunkeln?)?

Und diese Quelle wird als fundiertes biologisches Wissen herangezogen, um gegen das Gendern zu argumentieren?

Das muss man erst mal bringen...
 
Einer Gesellschaft sollte es möglich sein das sich alle soweit wohl fühlen, denn …

Wenn wir es jetzt realistisch betrachten, werden wir als Gesellschaft wahrscheinlich nie mehr als 80% Gesamtzufriedenheit erreichen, weil eben jede Wohlfühlaktion zugunsten der einen, sofort Nachteile für andere bedeutet.
Deshalb ist eine Gesamtzufriedenheit von 90%, so gut wie ausgeschlossen.
 
Jeder mag sich als etwas erklären, was er will, aber daraus Ansprüche abzuleiten, halte ich für grotesk. Sonst definiere ich mich demnächst als Diktator und erwarte von allen, dass sie mich mit "Mein Gebieter" anreden und jeder, der das nicht tut, diskriminiert mich.
Von welchem Prozentsatz an Menschen sprechen wir denn in Deutschland, die sich weder als Mann noch als Frau definieren? Und von welchem Prozentsatz sprechen wir denn, die solche absurden Ansprüche stellen, wie du das hier insinuierst? Warum beschäftigen dich diese Menschen dermaßen, als dass du sie als Beispiel heranziehen müsstest?
Sowas würde nochmal in meiner Ehe funktionieren und dem Missbrauch sind Tür und Tor geöffnet (siehe die Triebtäter, die jetzt versuchen, als Frau in Frauengefängnisse zu kommen oder Politiker, die so auf begehrte Frauenplätze in der Liste kommen wollen).
Es würde deiner Argumentation gut tun, wenn du dich - wie von mir empfohlen - über den Unterschied zwischen sozialem und biologischem Geschlecht informierst, zusätzlich auch über die Geschlechtsidentität, die du jetzt auch noch in die Diskussion einbringst. Du mischt hier wild Themen durcheinander, und dabei raus kommt ein argumentativer Brei.
Ich tippe auf die Geschlechter, die einem meta beim registrieren bei Facebook zur Auswahl vorschlägt?
Zur Auswahl werden bei Meta nur männlich, weiblich und nicht binär angeboten. Erst wenn man auf "weitere Optionen" klickt, erscheint ein freies Eingabefeld, bei dem man irgendwas eintippen kann - zB man ist ein Quiddjes, wenn es einem Freude bereiten sollte. Das freie Eingabefeld hat auch eine Auto-Vervollständigung mit allerhand Begriffe.
 
Ich stelle fest, ich habe nichts verpasst, wenn ich solche Dinge nicht kenne.
 
  • Like
Reaktionen: AndaleR