Nightfall85
Martini
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Nicht nur einen..Ich finde dieser Text hat einen Denkfehler.
Geht direkt los mit "Trump verstehen fällt uns schwer".
Nein, tut es nicht. Der gesamte Plan dessen was er vorhat und warum wurde ja veröffentlicht (Projekt 2025).
Insofern ist es überhaupt nicht kompliziert nachzuvollziehen was und warum er da handelt wie er tut.
Der Punkt den wir ablehnen ist aber eben der, dass wir sein Handeln als nicht sinnvoll für die langfristige Zukunft (der Welt) oder auch die kurzfristige Entwicklung (vor allem in Amerika) empfinden.
Natürlich kann er brutal seine Macht als amerikanischer Präsident einsetzen und kleinere Länder zwingen/erpressen seine Zölle zu akzeptieren. Das ist gar keine Kunst und die Präsidenten vor ihm hätten das auch gekonnt. Sie haben das nur nicht als sondelrich nachhaltig empfunden.
Trumps tolle Idee die Leute bis zum abwinken anzulügen funktioniert noch so lange, wie er genug Leute findet, die ihm das Glauben oder er sich die Realität zurechtbiegen kann.
Trump(s Team) ist nicht dumm. Vieles geschieht mit Kalkül. Das verstehen wir auch. Wir sind auch nicht "nostalgisch" oder pflegen unsere "moralische Empörung".. wir haben einfach ein soziales Werteverständnis, wo man eben nicht den ärmsten Leute ihr Medicaid kürzt, damit man den Immobilienmogulen die Steuerentlastungen finanzieren kann. Das kann man nostalgisch nennen.. kann man aber auch vernünftig nennen.
Der "beste" Absatz ist aber der mit der industriellen Arbeit, die angeblich für Identität und Stolz und Selbstwirksamkeit steht und angeblich konträr zu Deklassifizierung steht...
Ich sehe gerade den Typen vor mir, der jahrelang für eine Regierungsbehörde gearbeitet hat, dann von DOGE gekündigt wurde und jetzt am Fließbank in der Fabrik steht.
Was meint ihr... fühlt der sich jetzt selbstwirksam in seinem Job und freut sich, dass er ein Drittel seines ehemaligen Gehaltes bekommt.. oder fühlt er sich vielleicht deklassifiziert... hmm schwierige Frage..
Es ist ja genau die Idee von Trump, der systematisch Hochschulbildung torpediert, die nicht mit seinen Ansichten einher geht, der sämtliche Diversitätsprogramme gestrichen hat, der Bücher verboten hat, mit dem Ziel ebenjenes Freiheitsdenken zu minimieren, für das Amerika einst stand. Nicht damit die Leute am Fließband ihre Selbstverwirklichung ausleben können, sondern damit er und seine reichen Freunde auch in Zukunft genug billige Arbeiter haben und die Politik nach ihren Wünschen (mit ihrem Geld) bestimmten können.
Alleine die Aussage, dass sich Menschen "im Zeitalter der digitalen Entfremdung" nach "Industriearbeitsplätzen" sehnen, ist eine äußerst steile These. Bin mir ziemlich sicher, wenn du 100 Kids fragst, ob sie lieber Influencer, Videogame-Pro, Arzt oder Fließbandarbeiter wären.. nicht viele würden sich für das Letzte begeistern.
Einfach totaler Unsinn der komplette Artikel.
