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US-Wahlen – Donald Trump

Weshalb mich die Situation in den USA so besonders betrübt ist, dass ich nicht einfach nur mit US-Popkultur in den Medien aufgewachsen bin. Wir hatten hier in den 80ern und Anfang 90ern vor Ort fast 40.000 US Amerikaner im Großraum, knapp 20.000 Soldaten + ihre Familien und Verwaltung. Es waren Nachbarn und Freunde, die einen auch schon mal in die Shopping Mall auf der Base geschmuggelt haben (wäre heutzutage absolut UNDENKBAR!) um mal ne Levis 501 für 40 statt 140 Mark abzustauben oder die neuesten Platten, die es hier noch gar nicht gab. Hier war nichts mit "Yankees go home!". Aber gar nichts.

Wenn man so aufwächst, nicht nur mit Knight Rider im TV sondern mit Kumpels mit denen man Tapes getauscht hat oder mit denen man seine ersten Übungen auf dem Skateboard machte, wenn man erlebt hat, dass diejenigen wirklich an "freedom" und „liberty“ glaubten (nicht das selbe!), und zwar für alle und nicht nur für "sich", die Interesse an der hiesigen Kultur hatten und sich eher früher als später alles miteinander vermischt hat, dann schmerzt das was da in den USA passiert so richtig. Die Veränderungen begannen schon nach 2001, aber was sich da seit 2016 abspielt und jetzt nochmal Fahrt aufnimmt, absolut gruselig.

Und ich bin mir sicher, dass alle die hier lebten, die ich kennengelernt habe, sich heute in Grund und Boden für alles schämen, was seit Jahren mit diesem Land los ist und wie es seine eigenen Bürger aber vor allem auch seine eigentlichen Freunde behandelt.
 
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Tja, wenn es nun mal das Recht des Beamten und meine Pflicht ist, habe ich wohl keine Alternative.
Aber die Grenzbeamten machen halt auch nur ihren Job, den sie möglichst nicht verlieren wollen.

Sorry. Etwas überzogen, aber die Stasi und Gestapo Leute hatten auch das "Recht" auf Ihrer Seite bzw. machten auch nur Ihren Job. So wird ein Unrechtsstaat ganz schnell zur alltäglichen Akzeptanz.
 
Trumps Geburtstagsparade scheint ja auch ein großer Erfolg gewesen zu sein. Geht ja gut ab im Netz dazu.

Und wenn man sich die Videos der „Parade“ ansieht … noch offensichtlicher können Soldaten doch gar nicht protestieren, ohne einen direkten Befehl zu verweigern. Schon allein wie die Soldaten inkl. ihren commanding officers eben NICHT im Gleichschritt marschierten sondern einfach nur … unmotiviert spazieren gingen.
 
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Ich wurde in der DDR geboren und war gerade 18 Jahre alt, als die Mauer fiel. Ich weiß, was es bedeutet, nicht alles frei heraus sagen zu können, nicht alle Fakten in der Zeitung lesen zu dürfen, wenn man nicht jeden Film anschauen darf. Wir waren keine faschistische Diktatur und auch nicht Nordkorea, dennoch weiß ich, was Unfreiheit bedeutet.

Bei aller Kritik, die ich als links verorteter Mensch an der Bundesrepublik habe, bin ich dennoch froh, in einer Gesellschaft zu leben, die mir nicht den Mund verbietet.

Umso mehr bestürzt es mich, ja, verachte ich es, wenn ich bei der Einreise in die USA, "Gottes freiestem Land", aufgefordert werde, mein Smartphone zu entsperren. Damit jemand darin herumschnüffeln kann, welche Meinungen ich in sozialen Netzwerken vertrete, welche Fotos ich auf dem Handy habe, ob ich mich zu kritisch über den orangen Clown im Weißen Haus geäußert habe.

Ich bin 2018 nach Russland gereist. Nicht einmal in Putins Diktatur wurde ich in Bezug auf meine Weltanschauung überprüft. Die in den USA angewandte Praxis ist eines Landes unwürdig, das als die älteste Demokratie bezeichnet wird, das angeblich "unsere westlichen Werte" vertritt, das Teil der alliierten Streitkräfte war. Es schmerzt mich.

Ich habe die USA nie kritiklos gesehen, denn dort geschah viel Unrecht und wurde viel Unrecht exportiert. Trotzdem hat mich vieles geprägt, was die dortige Popkultur ausmachte: Michael Jacksons Thriller-Album, das ich als Lizenzprodukt besaß, Harry Belafontes Beat Street im Kino, die Titel, die wir im Radio auf Kassette mitschnitten. Ich erinnere mich daran, wie sehr ich dieses "Krieg der Sterne" sehen wollte, was immer das auch war, was aber damals für mich unmöglich war.

2011 erfüllte ich mir einen kleinen Traum und flog nach New York. Eine Stadt, die mich in ihren Bann zog und die ich nicht vergessen kann. Ich würde so gerne noch einmal dorthin, aber unter den gegebenen Umständen werde ich darauf verzichten. Es blutet mir das Herz, wenn ich sehe, was dort vor sich geht.

Mir wird übel, wenn Trump seine Vorbilder in Putin und Kim Jong-un sieht. Wenn ein J.D. Vance uns über Meinungsfreiheit belehren will, während man in seinem MAGA-Amerika nicht einmal Anne Franks Tagebuch überall lesen darf und die Geschichte schwarzer Menschen ausradiert wird.

Mir dreht sich alles um, wenn Leute hier in Deutschland über "ungebildete grüne Politiker" herziehen und im selben Atemzug Trumps Administration preisen. Eine Administration, in der der Verteidigungsminister nicht einmal sagen kann, auf welcher rechtlichen Grundlage sein Präsident die Truppen nach Los Angeles geschickt hat.

Und mir wird Angst, wenn man merkt, dass kein Argument die Verbohrtheit dieser Menschen durchbrechen kann.
 
Und mir wird Angst, wenn man merkt, dass kein Argument die Verbohrtheit dieser Menschen durchbrechen kann.

Es steht eher zu vermuten, dass es da auch nicht zu durchbrechen gibt, sondern dass das überhaupt erst der Anfang einer Bewegung in eine sehr unschöne Richtung ist. Ich kann in diesem Zusammenhang zwei Dinge empfehlen:
1. Die Kolumne von Stöcker bei Spiegel Online zu Peter Thiel: https://www.spiegel.de/wissenschaft...olumne-a-cd743d9a-1a9d-4778-81f7-0ebf478c8ea2

2. Die letzte Ausgabe des "Lanz und Precht"-Podcasts (und es geht nicht um die Frage, ob man die beiden nun mag oder nicht - aber gute Auseinandersetzung zu dem Thema mit interessanten Denkanstößen).

Danach kannst du dich wirklich schlecht fühlen.
 
Da kann der ein oder andere Trump Fan ja gleich zugreifen :D

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Es steht eher zu vermuten, dass es da auch nicht zu durchbrechen gibt, sondern dass das überhaupt erst der Anfang einer Bewegung in eine sehr unschöne Richtung ist. Ich kann in diesem Zusammenhang zwei Dinge empfehlen:
1. Die Kolumne von Stöcker bei Spiegel Online zu Peter Thiel: https://www.spiegel.de/wissenschaft...olumne-a-cd743d9a-1a9d-4778-81f7-0ebf478c8ea2

2. Die letzte Ausgabe des "Lanz und Precht"-Podcasts (und es geht nicht um die Frage, ob man die beiden nun mag oder nicht - aber gute Auseinandersetzung zu dem Thema mit interessanten Denkanstößen).

Danach kannst du dich wirklich schlecht fühlen.

Danke für den Link👍
Sehr interessant sind auch die darin verlinkten Informationen, zum Beispiel: https://www.bloomberg.com/features/2018-palantir-peter-thiel/
 
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Thiel und Musk sind zwei wenn nicht DIE Beispiele dafür, dass so viel Geld und damit Macht in der Hand von einzelnen Personen einfach nicht gesund für eine Gesellschaft ist.

Bei Rockefeller & Co haben sie damals dagegen gesteuert. Aber Musk, Thiel oder Bezos haben offensichtlich zu viel Einfluss auf die Politik.

Tax the rich.
 




🤷🏼‍♂️
 
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Weil wir es vor einigen Tagen auch von ihm hatten …

 
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Man könnte sich ja mal ausnahmsweise an Star Trek orientieren. So Weltfrieden, Gesundheit für alle, Leben für die Weiterentwicklung und persönliche Entfaltung statt Reichtum.... aber die Errichtung einer Diktatur mit regliösfundamentalistischer Ausprägung scheint irgendwie attraktiver für die Menschheit.
 
wenn man sich überlegt wieviele Trillionen in der Rüstung versenkt wurden um Millionen von Menschen zu töten… so ein absoluter Wahnsinn

kaputte Menschen machen Menschen kaputt 🤮
 
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Trump legt wohl demnächst los. Ein paar B2 Bomber werden von ihrer Heimatbasis in den USA nach Guam verlegt (die B2 braucht er, um die GBU-57 MOP abzusetzen) Anscheinend wird Fordo doch „entschärft“ demnächst.

Für die , die es nicht wissen, die GBU-57 MOP (Massive Ordnance Penetrator) kann bis zu 60m in Stahlbeton,… eindringen und dort dann explodieren. SIe wiegt 13,5 tonnen, und hat eine verstärkte Hülle aus Hochfestem Kobalt-Stahl. Durch das Gewicht kann sie aktuell nur vom B-2 (theoretisch auch B1B und B-52) abgeworfen werden