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US-Wahlen – Donald Trump

Das kann jeder in den Geschichtsbüchern nachlesen. Ich habe mich immer gewundert, wie das mit der Machtergreifung 1933 funktionieren konnte. Jetzt haben wir einen Platz erste Reihe Parkett. Nie hätte ich gedacht, dass das ausgrechnet ind en USA passiert - Italien, Niederlande, Deutschland hätte ich leider für möglich gehalten (und tue das leider immer noch, aber vielleicht hilft der Spiegel), aber die USA? Mit all dem Gerede über Freiheit?

Ich setze da noch einen drauf - ich finde alles erschreckend - aber noch erschreckender finde ich, der Widerstand (weltweit) der sich dagegen auftut, nämlich so gut wie gar keiner. Es gibt genügend (wenn nicht eine Mehrheit) an Amerikaner die das völlig 8in Ordnung bis gut finden und Reaktionen der Politik aus dem Ausland finden (außer ein paar hohle Phrasen) auch so gut wie nicht statt. Es wird alles irgendwie gerade akzeptiert. Oder sogar im US-Inland und auch Ausland sogar für normal bis gut empfunden. Das erschreckt mich sogar noch mehr.
 
Warum wird eigentlich in manchen Fällen gefordert, dass sich Staaten wie die USA aus der Politik anderer Länder heraushalten sollen – zum Beispiel in Afghanistan oder im Nahen Osten –, während in anderen Fällen genau das Gegenteil erwartet wird? Warum ist internationale Zurückhaltung dort ein Gebot, aber hier ein Problem?

Woher kommt dieser Unterschied in der Bewertung? Gilt das Prinzip der Nichteinmischung nur, wenn es politisch oder emotional gerade passt? Und wenn wir jetzt klare Reaktionen aus dem Ausland fordern – warum wurde das nicht auch in anderen Krisen ebenso laut eingefordert?

Messen wir hier vielleicht mit zweierlei Maß, ohne es bewusst zu merken?

Ja, ich finde es großartig, wie subtil und gleichzeitig klar Kanzler Merz in seiner Reaktion auf Donald Trump aufgetreten ist. Das war für meinen Geschmack eine sehr gelungene diplomatische Leistung. Und ja, ich persönlich bin auch der Meinung, dass das Ausland noch deutlicher auf offensichtliche Falschaussagen hinweisen sollte – so, wie es beispielsweise der südafrikanische Präsident getan hat.

Dennoch fällt mir eben genau diese Doppelmoral auf, die ich schwierig finde. Prinzipien sollten konsequent gelten – nicht nur dann, wenn es gerade ins eigene Weltbild passt.
 
Die USA stehen für die Freiheit, wie kaum ein anderes Land. Dazu ist es keine „Bananenrepublik“.
Das Problem ist, wenn die USA wankt, kann es zu einem Problem für alle werden.
Dieser Staat hat ein ganz anderes Gewicht als viele andere. Und dieser Whataboutism bringt uns nicht wirklich weiter.
 
Mein Beitrag hat nichts mit Whataboutism zu tun. Noch nicht mal Stellenweise tangiert es das, nach Definition.
Ich stelle eine berechtigte Frage zur Kohärenz und Prinzipientreue außenpolitischer Maßstäbe - das ist legitime Kritik, kein Ablenkungsmanöver.

Ein Beispiel für echten Whataboutism:
a) "Russland hat die Ukraine überfallen."
b) "Ja, aber was ist mit dem Irakkrieg der USA?"
Das lenkt vom Thema ab, statt es zu diskutieren und ist klassischer Whataboutism

Mein Beitrag ist es nicht, denn Ich versuche nicht, vom Thema abzulenken, sondern spreche ein grundsätzliches Prinzipienproblem an: Warum wird in manchen Fällen internationale Zurückhaltung gefordert, in anderen aber aktive Einmischung erwartet? Es geht also um eine strukturelle Frage, nicht um Ablenkung.

Ich relativiere keine konkreten Ereignisse, sondern stelle die Frage nach der konsequenten Anwendung moralischer und diplomatischer Maßstäbe – das ist eine Diskussion auf einer übergeordneten Ebene, nicht ein Ausweichen.
Mein Fazit ist bewusst differenziert und selbstkritisch formuliert („vielleicht merken wir es nicht mal“, „ich finde es schwierig“) – genau das unterscheidet es von einem typischen Whataboutism, der meist defensiv und pauschal argumentiert.

Der Vorwurf des Whataboutism greift in diesem Fall aus meiner Sicht etwas zu kurz. Es geht mir nicht darum, andere Fehler aufzurechnen, sondern um die Frage, ob wir mit gleicher Konsequenz und denselben Prinzipien auf verschiedene Situationen blicken – auch wenn es unbequem ist 🙂

Und jetzt genug MacBook bei 34°, Sonne und Pool. 😂
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nebelkerzen bei strahlendem Sonnenschein, auch ein seltenes Spektakel.
Wenn sich der Vizepräsident des verwirrenden Donald Trump in europäische Angelegenheiten einmischt,
bleibt es interessanter Weise still, wenn die US-Regierung europäischen Unternehmen vorschreibt, wie sie sich in Fragen von Teilhabe, Inklusion und Gleichstellung nicht mehr engagieren dürfen,
kein empörter Aufschrei, keine wütenden Kommentare zur offensichtlichen Einmischung und Bevormundung von außen, von den Leuten, die es kritisieren und in Frage stellen, wenn andere die USA kritisieren.
Die transatlantische Doppelmoral funktioniert offenbar zuverlässig.

Kritisiert man das Verhalten der USA, kommt schon bei manchen reflexartig: „Haltet euch da raus.“ – Als ob politische Urteilsfähigkeit mit einem Staatsbürgerschaftstest verknüpft wäre.

Man kann verstehen, dass das Argumentieren schwerfällt, wenn man keine Argumente hat. Doch der Versuch, eine unbequeme Debatte mit solch durchschaubarem Taktik zu ersticken,
erinnert eher an das rhetorische Niveau eines Donald Trump und das ist gelinde gesagt, nicht eben anspruchsvoll.
.
 
Eigentlich hatte ich mein MacBook schon fast weggelegt – Sonne, Pool, 34 Grad – aber bei so einer Nebelkerze mitten im Hochsommer konnte ich dann doch nicht widerstehen. 😉

Ernsthaft: Du unterstellst mir Nebelkerzen, während du selbst ein ganzes Arsenal an Strohmännern auffährst. Ich kritisiere Doppelstandards in der Bewertung internationaler Politik – und statt darauf einzugehen, wird mir plötzlich unterstellt, ich wolle unbequeme Debatten „ersticken“?

Sorry, aber das ist nicht nur eine freie Interpretation meines Beitrags, das ist eine komplette Themenverlagerung. Und damit sind wir, Überraschung, exakt dort, wo echter Whataboutism anfängt.

Auch dein Verweis (J.D.V.) ist inhaltlich interessant, aber thematisch völlig am Punkt vorbei. Genau solche Punkte könnte man ja mal in einer offenen Diskussion behandeln – aber bitte nicht als Antwort auf eine prinzipielle Frage nach Maßstäben und politischer Konsistenz. Das ist ungefähr so, als würde man bei Kritik an Doppelmoral mit dem Vorwurf kontern, der Kritiker sei irgendwie zu wenig empört über etwas völlig anderes. Klingt nicht nach Debatte, sondern nach Ablenkung.

Nur zur Erinnerung: Eine Diskussion ist kein Meinungswettbewerb mit Nationalflaggenpflicht. Argumente wie „Wenn man die USA kritisiert.." und "hat man keine Argumente“ sind kein Beweis für argumentative Überlegenheit, sondern eher ein Symptom davon, wie dringend man sich mit dem Inhalt selbst auseinandersetzen sollte. Trau Dich!

So, und jetzt wirklich: MacBook zu. Eiswürfel rufen. 😎
 
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Reaktionen: Freddy K.
Warum wird eigentlich in manchen Fällen gefordert, dass sich Staaten wie die USA aus der Politik anderer Länder heraushalten sollen – zum Beispiel in Afghanistan oder im Nahen Osten –, während in anderen Fällen genau das Gegenteil erwartet wird? Warum ist internationale Zurückhaltung dort ein Gebot, aber hier ein Problem?

Woher kommt dieser Unterschied in der Bewertung? Gilt das Prinzip der Nichteinmischung nur, wenn es politisch oder emotional gerade passt? Und wenn wir jetzt klare Reaktionen aus dem Ausland fordern – warum wurde das nicht auch in anderen Krisen ebenso laut eingefordert?

Messen wir hier vielleicht mit zweierlei Maß, ohne es bewusst zu merken?

Ja, ich finde es großartig, wie subtil und gleichzeitig klar Kanzler Merz in seiner Reaktion auf Donald Trump aufgetreten ist. Das war für meinen Geschmack eine sehr gelungene diplomatische Leistung. Und ja, ich persönlich bin auch der Meinung, dass das Ausland noch deutlicher auf offensichtliche Falschaussagen hinweisen sollte – so, wie es beispielsweise der südafrikanische Präsident getan hat.

Dennoch fällt mir eben genau diese Doppelmoral auf, die ich schwierig finde. Prinzipien sollten konsequent gelten – nicht nur dann, wenn es gerade ins eigene Weltbild passt.
Das hat schlicht damit zu tun, dass die innenpolitischen Entscheidungen der USA einen Impact auf unser Leben haben, die Entscheidungen von z.B. Samoa aber nicht. Wer überall seine Finger im Spiel haben will, unterliegt halt anderen Beurteilungsmaßstäben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat schlicht damit zu tun, dass die innenpolitischen Entscheidungen der USA einen Impact auf unserer Leben hat, die Entscheidungen von z.B. Samoa aber nicht. Wer überall seine Finger im Spiel haben will, unterliegt halt anderen Beurteilungsmaßstäben.
Danke. Das ist mal ein Ansatz, anstatt mit "Whataboutism" oder "Nebelkerzen" zu kontern. So geht Argumentation. 👍
 
Wann fängst Du an?
Bisher ist noch nicht viel an Argumenten gekommen,
ab und an springst Du in die Diskussion mit dem Versuch die abzuwürgen,
versprichst nicht mehr teilzunehmen und bist dann doch wieder da.

Wenn Du aber weder argumentativ diskutierst,
selbst nicht mal weist ob Du dem Thema etwas beitragen willst, oder nicht,
solltest Du eventuell erst einmal für dich selber klären, was Du wirklich willst.

Aber weißt du was? Ich seh’s ein. Ab jetzt bleib ich einfach stiller Beobachter. Kein Kommentar mehr von mir, versprochen.
 
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Reaktionen: MichaNbg
Ich kann zwar nicht sehen, was der schreibt,

Der? Nie.
Bitte… Ihr seid doch alle erwachsen und im Grunde vernünftig. Dann geht das doch auch anders?

Jemanden zu ignorieren, dessen Beiträge auszublenden (aus welchen Gründen auch immer), sollte doch dann auch dafür ein Grund, eben NICHT darauf zu reagieren. Oder will man einfach nur etwas provozieren?
 
Es wurde noch ein zweiter Demokrat und seine Frau angeschossen.
 
Und es kann dadurch wirklich kommen, dass Minnesota von einer demokratischen zur republikanischen Regierung wechselt, weil sie dann eine Mehrheit haben?!