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Gendergerechte Sprache

Ok, das stimmt. dann müssen die Männer halt mal ran und die negativen Einflüsse benennen und Lösungen anbieten. haben die Frauen ja auch gemacht, über eine sehr lange Zeit.
Bei den Frauen würde ich mir wünschen, dass es aufhört mit "IHR HABT EUCH GEFÄLLIGST MITGEMEINT ZU FÜHLEN, WENN WIR DAS SO FESTLEGEN" (Lautstarke beabsichtigt)
Also ich finde das auch absoluten Schwachsinn Männer als die Bösen hinzustellen. Es gibt viele Frauen die sind für mehr Gleichberechtigung und es gibt viele die sind dagegen. (Ja ist so, gehe mal ins Appenzell 🤣) Genauso gibt es Männer die sind dafür und Männer die dagegen sind.

Daraus immer ein Geschlechter Ding zu machen ist absolut der falsche weg. Man muss gemeinsame Wege finden. Männer werden bei der Wehrpflicht, der Rentenalter oder auch bei Scheidungen benachteiligt (Dinge in der Schweiz) während Frauen viel öfters belästigst werden, weniger verdienen oder auch in der Sprache oftmals nicht eingenommen sind. Das gegeneinander aufzuwägen macht keinen Sinn. Historisch gesehen, sind logischerweise die Frauen öfters benachteiligt. Aber jetzt zu sagen, die Nachteile der Männer nehmen wir erst in Angriff, wenn die Probleme der Frauen behoben sind ist nicht zielführend. Man muss generell versuchen diese Unterschiede soweit als möglich zu minimieren.

Nur leider frage ich mich ob die Menschen sich nicht auch in dieser Thematik wie in so vielem zyklisch verhalten und wir deshalb kaum vorankommen.
 
Warum ist Dir meine Meinung wichtig? Du kennst mich nicht, wir werden uns wahrscheinlich nie kennenlernen, also warum diese Reaktion?

Ich hätte erwartet, Du nimmst mal Stellung zu meiner Aufforderung
Ja, wer soll denn sonst artikulieren, was Männer am gegenwärtigen System/Patriarchat stört und in welche Richtung sich das für sie entwickeln sollte? Das können doch nicht die Frauen machen, das wäre Bevormundung.
Das meine ich mit "da müssen jetzt die Männer ran". Es sei denn, man(n) will einfach den Status quo erhalten, weil er trotz einiger Umbequemlichkeiten doch so seine Vorteile hat.
Männer entscheidet Euch!
Wollen Männer nun das System verändern, weil es ihnen auch nicht guttut oder alles so lassen und nur ein bißchen (aber nur ein kleines bißchen) an der Sprache feilen, damit die Frauen endlich wieder ihre Klappe halten?
Wenn es ihnen nicht gut tut - was wäre denn aus Männersicht zu ändern? Und in welche Richtung? Nun mal Butter bei die Fische.
 
Ich erkläre das nun noch ein letztes Mal, in der Hoffnung, dass auch du endlich verstehst was meine Einstellung zu dem Thema ist:

Wir dürfen gerne die Sprache dahingehend verändern, dass sie inklusiver wird. Ich sehe das sogar als Notwendigkeit und sehe auch, dass an verschiedenen Stellen Ausgrenzungen existieren, die nicht sein müssen.

Worte wie „Frauenschaft“ stören mich dabei absolut nicht, denn sie sind eine logische Erweiterung der deutschen Sprache, und wird offensichtlich so auch im Duden erwähnt.

Sprache darf aber niemals nach eigenem Gutdünken angepasst werden, denn das ergibt am Ende nur Chaos und wird mit Sicherheit zu keiner breiten Akzeptanz führen. Also sollten wir uns im Moment mit dem sprachlichen Rüstzeug durchschlagen welches bereits existiert, sprich der Duden und die anerkannte Grammatik. Worte wie „jemensch“ und “sier“ sind da einfach nur haltlose Konstrukte die eine akzeptierte Veränderung der Sprache eher torpedieren als dass sie zuträglich wären.

Und um diese Veränderung herbeizuführen ist es scheissegal, ob das nun Männer, Frauen oder Nonbinäre sind, es braucht dazu schlicht jeden Menschen.

EDIT: Um es nochmal in aller Deutlichkeit festzuhalten: Von „Menschen mit Uterus“ und „Menschen mit Penis“ halte ich absolut nichts, denn sie sind wie du selbst sagst, eben NICHT inklusiv. Fakt ist aber, dass solche Konstrukte ihren Ursprung genau bei den Befürwortern der Gendersprache haben, die eben das ganze zu verbissen angehen.
 
Sprache darf aber niemals nach eigenem Gutdünken angepasst werden, denn das ergibt am Ende nur Chaos und wird mit Sicherheit zu keiner breiten Akzeptanz führen. Also sollten wir uns im Moment mit dem sprachlichen Rüstzeug durchschlagen welches bereits existiert, sprich der Duden und die anerkannte Grammatik.
Und wer legt fest, was "eigenes Gutdünken" ist und was "sprachliches Rüstzeug"?
Ich hatte weiter vorn schon mal den Wortschatz des Rechtschreibrates angeführt, der das Wort "Gleichberechtigung" gar nicht enthält (dafür aber Go-Go-Girls). Wenn das das sprachliche Rüstzeug ist, das die große Linie vorgibt, ändert sich gar nichts.
 
Ich weiß nicht, ob hier Männer als Böse dargestellt werden. Nur, weil sie in die Pflicht genommen werden, etwas verlangt wird.

Schaut Euch doch mal diesen Thread hier konkret an. Hier diskutieren 99% über die Befindlichkeiten von 1%.

Da werden wunderbar sarkastische Meisterwerke aus den 99% kreiert und es wird sich gewundert, wenn eine spitze Antwort aus den 1% zurückkommt und man natürlich als Angehöriger dieser 99%-Gruppe davon ausgeht, dass solche Dinge doch als Sarkasmus anzusehen sind. Muss man doch wie ein Mann nehmen sowas...Schwups hat man selber Befindlichkeiten.

Egal wie man jetzt was bewertet, @Thaddäus. Es ist auch nicht böse gemeint, aber nimm es doch selber mal wie ein Mann. Saublöder Spruch, ich weiß. Wir hauen hier alle mal irgendetwas raus, was nicht so gemeint, was Menschen verletzten kann, obwohl wir nichts böses wollen. Und dann gibst plötzlich eins in die Gusche. Dann werden große und unschuldige Augen gemacht.

Aber die Bewertung, wie eine Sendung beim Empfänger ankommt, entscheidet der Empfänger und nicht der Sender.
Vielleicht war @landplages Reaktion auf Deinen Sarkasmus in Deinen Augen nicht angemessen. Fair enough.
Könntest Du die Vorstellung teilen, dass es Dein Sarkasmus genauso war? So what, Zeit und Gelegenheit, die Geschichte der emotionalen Vorwürfe zu beenden und normal weiterzudiskutieren.

Ich bin schon der Meinung, dass wir als Männer in der Bringeschuld sind. Viele Jahrtausende haben wir aktiv an dieser Situation "gearbeitet". Entwicklungstechnisch war es uns viellicht gar nicht anders möglich.

Die moderne Gesellschaft aber gibt uns die Möglichkeit und auch die Pflicht, da endlich ein System auf Augenhöhe zu schaffen. Natürlich geht das nur gemeinsam und auch die Frauen müssen ihren Teil leisten. Aber die Hauptbringelast sehe ich ehrlich gesagt bei den Männern.
 
;) wenn ich mir das im Forum so anschaue ist die Karawane von "Corona und impfen" nahtlos zum gendern umgezogen...;)

Ich denke gerade darüber nach, ob es da soziokulturell eine Verbindung gibt...:p

Schaut Euch doch mal diesen Thread hier konkret an. Hier diskutieren 99% über die Befindlichkeiten von 1%.
Vlt. ist DAS die Verbindung zu "Corona und impfen": die quantitative Überhöhung des 1% ohne qualitativen Erkenntnisgewinn.
 
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Ich denke gerade darüber nach, ob es da soziokulturell eine Verbindung gibt...:p
Wieder eine Situation, die unübersichtlich ist, keine einfachen Lösungen bietet, die einen aus der Komfortzone kickt, in der man neue Wörter, Begriffe und Zusammenhänger lernen muß bzw. lernen sollte - kurz, die das eigene Leben ein Stück unbequemer macht, die zu Rücksichtnahme auf Menschen auffordert, die man vorher fast nicht bemerkt hat, die viel mehr Grautöne hat zwischen schwarz und weiß...
Und manche wollen dann eben das vergilbte Polaroid, das heile Welt festgehalten hat oder zumindest jemanden, der die Welt wieder zu dem macht, wie man sie haben möchte, ohne den ganzen neumodischen Kram.
 
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Und wer legt fest, was "eigenes Gutdünken" ist und was "sprachliches Rüstzeug"?

Worte wie „jemensch“ sind mit Sicherheit eigenes Gutdünken von irgendwem, aber garantiert nirgends offiziell anerkannt.

Und nein, der Rat hat nicht gesagt, dass es keine Gleichberechtigung geben soll, sondern dass Sternchen und Doppelpunkte keine geeigneten Mittel dafür sind.
 
Wieder eine Situation, die unübersichtlich ist, keine einfachen Lösungen bietet, die einen aus der Komfortzone kickt, in der man neue Wörter, Begriffe und Zusammenhänger lernen muß bzw. lernen sollte - kurz, die das eigene Leben ein Stück unbequemer macht, die zu Rücksichtnahme auf Menschen auffordert, die man vorher fast nicht bemerkt hat, die viel mehr Grautöne hat zwischen schwarz und weiß...
Und manche wollen dann eben das vergilbte Polaroid, das heile Welt festgehalten hat oder zumindest jemanden, der die Welt wieder zu dem macht, wie man sie haben möchte, ohne den ganzen neumodischen Kram.
:D... eine lyrische Höchstleistung! Hermann Hesse wäre stolz auf dich! (ernst gemeint!)

Bei mir klingt das so: Wer Angst vor Veränderung/dem Leben hat, möge morgens nicht aufstehen oder sich die richtigen Medikamente besorgen. 🤷‍♂️
 
Und nein, der Rat hat nicht gesagt, dass es keine Gleichberechtigung geben soll, sondern dass Sternchen und Doppelpunkte keine geeigneten Mittel dafür sind.
Es gibt in deren Wörterliste nicht mal das Wort Gleichberechtigung (aber Go-Go-Girl, ich wiederhole mich), das hat in deren Welt noch keinen Einzug gehalten.
Und die Truppe soll mir jetzt sagen, wie ich zu reden habe? Tut mir leid, da suche ich mir selbst die mir entsprechenden sprachlichen Formulierungen. Auf die offiziellen Änderungen kann ich da nicht warten, ich lebe ja nicht ewig.

:D... eine lyrische Höchstleistung! Hermann Hesse wäre stolz auf dich! (ernst gemeint!)
Ich hab so meine Momente (© John McClane)
 
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Tut mir leid, da suche ich mir selbst die mir entsprechenden sprachlichen Formulierungen.

Dann wirst du aber auch akzeptieren müssen, dass es Menschen gibt, die darin nicht den richtigen Weg sehen und dem nicht folgen werden.

Nur weil man sich auf die Fahne schreibt, das hehre Motiv zu haben, legitimiert das noch lange nicht jede Vorgehensweise.
 
Dann wirst du aber auch akzeptieren müssen, dass es Menschen gibt, die darin nicht den richtigen Weg sehen und dem nicht folgen werden.
Das erwarte ich auch nicht. Und wenn ich jemanden unterwegs treffe, dessen/deren Formulierungen mir besser gefallen, tausche ich die gern gegen meine ein. Aber ich mache mich auf den Weg und warte nicht ab, was in unbestimmter Zukunft mal festgelegt wird.
 
Und diese Menschen wiederum müssen dann akzeptieren, irgendwann zu erkennen, dass das Leben sie überholt hat.
 
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Wenn die Diskussion hier im Forum nur ein Ausschnitt der Debatten im deutschsprachtigen Raum sein wird, was die LGBTQQIP2SAA-Entwicklung angeht, dann steuern wir gnadenlos auf einen deutschen Trump zu. Ich hoffe, dass dies allen Beteiligten klar ist ;)
 
Aussagen wie „jetzt müssen halt die Männer ran“ und „Frauen wehrt euch gefälligst“ sind da absolut nicht zielführend.
Doch natürlich! Männer sind immer noch Täter, Frauen sind Opfer. Die Männer müssen jetzt ihr Verhalten ändern und die Frauen dürfen sich das nicht gefallen lassen.



Wie gesagt, ich bin nicht gegen Gendersprache,
Du hast es immer noch nicht begriffen; es geht nicht um Für und Wider der Gendersprache, sondern darum, dass durch das generische Maskulinum ausgegrenzt wird.


dass man die Sprache durchaus sinnvoll anpassen und inklusiver gestalten kann. Dafür braucht es aber Regeln,
Jetzt bleib doch mal ehrlich: Sprache entwickelt sich zuerst, dann wird es irgendwann in Regeln / Duden abgedruckt. War schon immer so und nur so kann die jetzige Anpassung funktionieren. Wir sind mitten im Veränderungsprozess, da wird halt noch experimentiert wie die Sprache nicht ausgrenzend verwendet werden kann.
Daraus immer ein Geschlechter Ding zu machen ist absolut der falsche weg.
Hä? Es geht doch um Geschlechteridentitäten und Geschlecht. Frauen werden ausgegrenzt, sprachlich und tatsächlich, es gibt echte Benachteiligungen im Berufsleben aufgrund des Geschlechts, Frauen werden in vielen Ländern unterdrückt und sind entmachtet.

Mädchen, in der Schule / am Berufsanfang, distanzieren sich von „männlichen Berufen“ wie Arzt, Anwalt oder Ingenieur - aber Mädchen haben durchaus Interesse an Berufszweigen wie Anwalt*in, Pilot*in, Maurer*in, Ingenieur*in.


Männer werden bei der Wehrpflicht, der Rentenalter oder auch bei Scheidungen benachteiligt
Was schreibst du für Unsinn? Die Wehrpflicht ist ausgesetzt; damals durften Frauen, auch wenn sie das unbedingt wollten, nicht zur kämpfenden Truppe. Bei der Rente haben Frauen, durch Geburt und Erziehung richtig viel weniger Geld! Mittlerweile sind Frauen eigenständig, früher konnten Frauen sich nicht scheiden lassen, weil sie vom Mann anhängig waren.



ich bin übrigens froh, dass es so ist wie es ist. Mit „Frau zu Hause und Mann geht arbeiten. Mann ist Macho und Frau hält still.“ wäre ich nicht glücklich. Ich fühle mich wohl in der Gesellschaft als Mann mit starken und eigenständigen Frauen.
Leider ist die Benachteiligung jedoch immer noch viel größer, als man(n) denken mag.
 
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