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Tim Cook über sein Outing: "Ich bereue es keine Minute!"

Martin Wendel

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Tim Cook über sein Outing: "Ich bereue es keine Minute!"
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Vor fast genau fünf Jahren hat sich Tim Cook in einem Artikel des Wirtschaftsmagazins Bloomberg Businessweek mit den Worten "Ich bin stolz, schwul zu sein" als homosexuell geoutet. In einem Interview erinnert er sich nun an diese Entscheidung zurück, die er "keine Minute" bereue. Einfach dürfte es sich der Apple-CEO trotzdem nicht gemacht haben. "Wenn ich etwas sehr komplexes angehe, das ich zuvor nie gemacht habe, versuche ich immer zuerst eine Liste an Personen zu erstellen, die bereits in dieser Situation waren", so Cook.

So habe er sich etwa mit dem CNN-Nachrichtenmoderator Anderson Cooper, den er zuvor nicht kannte, bei mehreren Treffen über sein Outing unterhalten. "Es gab viele Menschen vor mir, die es mir möglich gemacht haben, heute hier zu sitzen. Und ich musste etwas für jene der jüngeren Generation unternehmen. Es hat wahrscheinlich ein Jahr gedauert, die richtigen Worte zu finden und den richtigen Zeitpunkt auszuwählen. Denn ich wollte nicht, dass es eine Ablenkung oder so darstellt", erzählt Cook.

"Schwul zu sein ist keine Einschränkung. Es ist eine Eigenschaft, die hoffentlich viele so wie ich als das größte Geschenk Gottes empfinden. Das ist was ich hoffe: Dass diese Nachricht all die jungen Kinder da draußen erreicht, die mit ihrer Identität ringen, die sich nicht sicher sind ob sie gut genug sind, oder die in irgendeiner Art und Weise das Gefühl vermittelt bekommen, minderwertig zu sein – oder noch schlimmer, verachtet werden."

Via 9to5Mac
 
"Schwul zu sein ist keine Einschränkung. Es ist eine Eigenschaft, die hoffentlich viele so wie ich als das größte Geschenk Gottes empfinden.
Also ich weiß nun nicht was daran ein Geschenk Gottes sein soll, wenn jemand eine bestimmte Sexualität hat. Ob jemand Hetero- / Homo- / Bi- / Inter- / Transsexuell ist doch kein Geschenk, es ist halt einfach so und fertig.
 
Also ich weiß nun nicht was daran ein Geschenk Gottes sein soll, wenn jemand eine bestimmte Sexualität hat. Ob jemand Hetero- / Homo- / Bi- / Inter- / Transsexuell ist doch kein Geschenk, es ist halt einfach so und fertig.
Er hat das im Interview noch näher ausgeführt:
I remember when I read your column, one of the sentences that most surprised me was: "I'm proud to be gay, and I consider being gay among the greatest gifts God has given me."

Yes, I strongly believe that. I think there's many meanings behind this. One is, it was his decision, not mine. Two, at least for me, I can only speak for myself, it gives me a level of empathy that I think is probably much higher than average because being gay or trans, you're a minority. And I think when you're a majority, even though intellectually you can understand what it means to be in a minority, it's an intellectual thing. It's not intellectual for me to be in a minority. I'm not saying that I understand the trials and tribulations of every minority group, because I don't. But I do understand for one of the groups. And to the degree that it helps give you a lens on how other people may feel, I think that's a gift in and of itself.
 
Für mich ist der Schuh noch nicht zu erkennen.

Schwul sein, ist nicht schlechter, aber eben auch nicht besser als Bi oder Hetero oder was auch immer zu sein.
Und Empathiefähigkeit hängt aus meiner Sicht nicht von der sexuellen Ausrichtung ab.

Und eine Veranlagung ist von ihrer Natur her keine Entscheidung.
 
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Respekt Tim Cook nicht nur als CEO sondern vor allem als Mensch! Glaubhaft und nicht abgehoben[emoji106][emoji122]
 
Einerseits freuts mich, dass der CEO des wertvollsten Unternehmens der Welt sich zu seiner Homosexualität bekennt, andererseits sollte es 2019 keiner Erwähnung mehr wert sein, ob jemand straight, gay, lebian or whatever ist...
Leider weiß ich auch, dass dies keine Realität ist:confused:
 
Ich nutze Macs seit 20 Jahren und kann mich noch gut an frühe Diskussionen mit Windows PC Usern im Internet erinnern. Dort hiess es dann immer: "Macs are gay!"
Die Zeiten haben sich Gott sei Dank geändert und "schwul" wird heute kaum mehr als abwertendes Adjektiv benutzt.
 
Einerseits freuts mich, dass der CEO des wertvollsten Unternehmens der Welt sich zu seiner Homosexualität bekennt, andererseits sollte es 2019 keiner Erwähnung mehr wert sein, ob jemand straight, gay, lebian or whatever ist...
Leider weiß ich auch, dass dies keine Realität ist:confused:

Das ist halt das Problem ,... Dass es das leider nicht ist. Insofern muss ich es gutheißen was Tim Cook da macht. Auch wenn ich es, rein persönlich "für meinen Kopf", unangebracht finde, dass er seine Prominenz da so für nutzt ,... Als Chef eines börsennotierten Konzerns. Anscheinend ist es aber wirklich notwendig ,... Und dann besser ein derartig integrer Manager den dennoch viele anhimmeln ,...
 
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