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Synology NAS - Hilfe bei Verschlüsselungsfrage

Rom13

Macoun
Registriert
20.06.08
Beiträge
122
Hallo zusammen,

ich möchte mir ein NAS zulegen, mit dem ich dann auch meine eigene kleine Cloud betreiben kann. Ich möchte dort versch. teils vertrauliche Dateien und Dokumente ablegen, um diese immer auf allen Geräten "griffbereit" zu haben. Da ich trotzdem ein größtmögliches Maß an Sicherheit (Verschlüsselung) und Kontrolle erhalten möchte, scheidet die iCloud kategorisch erstmal aus, obwohl sie aus funktionaler Sicht genau meinem Zielbild entsprechen würde.

Ich bin mir zwar nicht 100%ig sicher, ob es performance-technisch funktionieren würde, aber es wäre auch schön, evtl. noch "remote" übers Internet mit Parallels eine auf dem NAS liegende VM ansteuern zu können bzw. Videos aus einer iTunes Mediathek zu streamen - zumindest im LAN ja kein Problem.

Da ich mir ein Budget von max. 600€ gesetzt habe, tendiere ich aktuell zur Synology DS216.
Leider erschließen mir nun nicht die reellen Unterschiede (Taklung, I/O und RAM mal ausgenommen) zwischen der DS216, DS216play, DS216j und der DS216+

Kann mir jemand den Unterschied zwischen laufwerksbasierter Verschlüsselung und Ordnerbasierter Verschlüsselung in Hinblick auf das NAS erläutern? Ich verstehe es so, dass bei der Ordnerbasierten jeder auf dem NAS liegen Ordner einzeln verschlüsselt und mit individuellen Zugriffsberechtigungen versehen werden kann oder eben nicht, bei der LW-Variante wird das ganze NAS einmalig encrypted?!

Wie sieht es mit der RAM Größe aus? Sind die 512 MB der "normalen" DS216 ausreichend oder empfiehlt sich doch der Schritt zu den 1GB? Da ein NAS für mich Neuland ist, hab ich da bisher keine Erfahrungswerte - bei Mac's vertrete ich eig. eher die Auffassung mehr RAM lohnt sich immer...

Ich hatte vor ein paar Jahren schonmal einen Mac Mini bzw. eine Time Capsule als NAS/Own-Cloud über "Back to my Mac" missbraucht, war über die Performance mehr als enttäuscht, da der File Transfer und Response Time einfach nur grottig war...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
über die laufwerksbasierte Verschlüsselung kann ich dir nicht viel sagen, aber bei der Ordnerbasierten geht es so, dass du einen gemeinsamen Ordner anlegst - angezeigt als Laufwerk im OS, Windows - und dem einen Schlüssel anhängst. Das bedeutet du kannst den Ordner entschlüsseln oder verschlüsseln. Wenn er verschlüsselt ist, hast du aber kein Zugriff mehr darauf und ist im Netzwerk nicht mehr sichtbar. Die Zugriffsberechtigungen musst du sowieso bei allen geteilten Ordnern festlegen. Ein nachträgliches verschlüsseln eines geteilten Ordners ist aber nicht möglich. Zumindest derzeit nicht.

Was Leistung betrifft würde ich definitiv mehr wählen. Ich habe selber zwei DS (1513+ und 712+) und nutze die kleine nur als Backup der großen. Eingebaut sind nur 1GB RAM und der ist fast immer zu 30% belegt, obwohl nicht viel darauf läuft. Die große hat 4GB.
Falls du aber vorhast dein Netzwerk zu Hause so aus zu legen, dass mehrere Geräte gleichzeitig darauf zugreifen, scheint mir die Übertragunsrate der DS216 schon etwas grenzwertig, weil das immer nur maximalwerte sind.
Meine 1513+ zum Beispiel hat 4x 1GbE und kann 4Gb/s liefern, falls nötig.
Also wenn du hauptsächlich nur Dokumente darauf speicherst wird das kein Problem sein, aber wenn du Videos auf mehrere Geräte streamen willst oder große Dateien kopieren, würde ich eher eine stärkere nehmen.

Es gibt übrigens einen eigenen Synology Forum. Da wirst du eventuell mehr Hilfe auf deine Fragen bekommen.

http://www.synology-forum.de/content.html
 
ob es performance-technisch funktionieren würde, aber es wäre auch schön, evtl. noch "remote" übers Internet mit Parallels eine auf dem NAS liegende VM ansteuern zu können bzw. Videos aus einer iTunes Mediathek zu streamen

Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Baustellen. Eine VM auf einem NAS erfordert (mit wenigen hier nicht relevanten Ausnahmen) eine x86 CPU und viel Speicher. Bei Syno also die Plus-Modelle und mit deinem Budget kommst du da bei weitem nicht hin. Zugriff erfolgt dann je nach OS mit ssh, vmc, RDP usw. Parallels wird dazu nicht benötigt.

Falls du irgendwie die Idee hast, nur das HDD-Image auf ein NAS zu legen und das dann z.B. mit Parallels auf deinem Mac zu nutzen: Gleich wieder vergessen, dafür ist auch Gbit-LAN zu langsam.

Medien streamen können alle NAS, das stellt keine besonderen Anforderungen, solange nicht das NAS on-fly-transkodieren soll - das wäre mit deinem Budget aber ebenfalls nicht wirklich sinnvoll zu machen, zumindest nicht wenn wir von hochauflösenden Formaten reden (und bei allen anderen: Warum was transponieren?!).

Zum Thema iTunes und NAS einen der zahllosen threads lesen und verstehen, was geht und was nicht.

Ich verstehe es so, dass bei der Ordnerbasierten jeder auf dem NAS liegen Ordner einzeln verschlüsselt und mit individuellen Zugriffsberechtigungen versehen werden kann oder eben nicht, bei der LW-Variante wird das ganze NAS einmalig encrypted?!

Laufwerksverschlüsselung: Das komplette Laufwerk wird verschlüsselt und ist ohne Passwort nicht nutzbar. Bei teureren NAS ggf. nicht mal mit Passwort in einem anderen Chassis.

Ordnerverschlüsselung: Ein Ordner wird verschlüsselt, d.h. der Ordner ist/bleibt sichtbar, enthält verschlüsselt aber keine sinnvolle Daten.

Zugriffsberechtigungen: Gelten systemweit und sind unabhängig von Verschlüsselungen. D.h. auf ein verschlüsseltes Laufwerk kann auch mit gültigen Zugriffsberechtigungen nicht zugegriffen werden, wenn es nicht entschlüsselt wurde. Die Schlüssel für Laufwerks- oder Ordnerverschlüsselungen sind unabhängig von den Datei-/Ordnerzugriffsrechten, zumindest bei Dateisystemen wie sie auf NAS über die wir hier reden zum Einsatz kommen.

Wenn er verschlüsselt ist, hast du aber kein Zugriff mehr darauf und ist im Netzwerk nicht mehr sichtbar.

Die zugehörige Freigabe ist im Netzwerk nicht mehr sichtbar. Bei Netzwerkzugriff auf das NAS durch z.B. ssh, scp, ftp usw. ist er schon sichtbar - man kann nur nichts sinnvolles damit machen.

Ich habe selber zwei DS (1513+ und 712+) und nutze die kleine nur als Backup der großen.

Dann hast du entschieden zu viel Geld. Eine 712+ als reinen Fileserver einzusetzen ist völlig unnötig (wenn nicht gerade 50 Benutzer gleichzeitig zugreifen).

Eingebaut sind nur 1GB RAM und der ist fast immer zu 30% belegt, obwohl nicht viel darauf läuft. D

Und welchen Sinn hat es bei einem NAS, 70% des Speichers brach liegen zu haben?

Meine 1513+ zum Beispiel hat 4x 1GbE und kann 4Gb/s liefern, falls nötig.

... und du hast natürlich zu Hause L2-Switche (komplett geroutetes LAN setze ich selbstverständlich voraus), die sich ums load balancing kümmern, damit das auch praktisch funktioniert und nicht etwa alle Geräte auf der Backplane deiner Switches verhungern?!

Also wenn du hauptsächlich nur Dokumente darauf speicherst wird das kein Problem sein, aber wenn du Videos auf mehrere Geräte streamen willst oder große Dateien kopieren, würde ich eher eine stärkere nehmen.

... weil ein HD-Stream sagenhafte 3-6MBit/s braucht und er einige hundert Streams gleichzeitig im LAN zu bewältigen hat?

@Rom13 : Für deine Anwendung tut's jedes Syno-NAS. Mit dem DS216 kommst du problemlos hin - wenn du Geld sparen willst auch mit dem 216j oder 115j. Solltest du hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit deiner Daten haben, würde ich dir ein 4-Bay-NAS empfehlen, dann kannst du sinnvoll RAID5 einsetzen. Bevor du fragst "warum nicht RAID1" einen der hunderten threads zum Thema lesen.
 
Für deine Anwendung tut's jedes Syno-NAS. Mit dem DS216 kommst du problemlos hin - wenn du Geld sparen willst auch mit dem 216j oder 115j. Solltest du hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit deiner Daten haben, würde ich dir ein 4-Bay-NAS empfehlen, dann kannst du sinnvoll RAID5 einsetzen. Bevor du fragst "warum nicht RAID1" einen der hunderten threads zum Thema lesen.

Super schonmal vielen Dank - das klingt schon ganz gut. Da es mir primär nur um den Zugang bzw. Sync über die Cloud auf allen Geräten ankommt, sollte ein RAID1 erstmal ausreichend sein. Aktuell habe ich die Daten nur lokal auf dem MacBook liegen und ärgere mich, wenn ich unterwegs mal spontan mit dem iPhone oder iPad ran muss. Backups werden regelmäßig auf ext. Platten erstellt...

Der Rest (wie z.B. bestehende Parallels VM per App vom iPad ansteuern zu können etc.) wäre nice to have, aber geht auch ohne.

@doc_holleday : Deiner Meinung nach sollten die 512MB RAM also vollkommen ausreichend sein?!
 
Der Rest (wie z.B. bestehende Parallels VM per App vom iPad ansteuern zu können etc.) wäre nice to have, aber geht auch ohne.

Was ist der Anwendungsfall dahinter? Wenn er nicht enorm wichtig ist für dich, vergiss es. Die Anforderungen katapultieren dich in eine andere Preisklasse.
 
Dann hast du entschieden zu viel Geld. Eine 712+ als reinen Fileserver einzusetzen ist völlig unnötig (wenn nicht gerade 50 Benutzer gleichzeitig zugreifen).
Ich hatte die 712+ als erstes und erst nach Jahren mir die 1513+ gekauft. Die alte wollte ich nicht verkaufen, also warum nicht nutzen was man hat?

... und du hast natürlich zu Hause L2-Switche (komplett geroutetes LAN setze ich selbstverständlich voraus), die sich ums load balancing kümmern, damit das auch praktisch funktioniert und nicht etwa alle Geräte auf der Backplane deiner Switches verhungern?!
Ja, ich habe einen L2-Switch, den TP-Link TL-SG2216 und das Load Balancing überlasse ich der NAS, weil es mit dem Link Aggregation ein paar Probleme gab. Funktioniert so auch super.
 
ich habe einen L2-Switch, den TP-Link TL-SG2216 und das Load Balancing überlasse ich der NAS

Das NAS kann kein L2 load balancing (wie auch), insofern hilft das nichts, um 4x1GbE effektiv zu nutzen. Adaptive load balancing oder 802.3ad braucht ja erst mal die entsprechende Datenrate an den Links, um irgendwas zu "Balancen". D.h. entweder hast du L2-QoS und link Aggregation im Switch entsprechend konfiguriert, oder an deinem NAS kommen zwar 4x1GbE an, nicht aber 4GBit/s.
 
Dann habe ich es falsch Formuliert. Meine Adaptive Load Balancing und insgesamt 4GB/s.
 
Das wirst du wie gesagt in deiner Konfiguration nicht erreichen, da du an keiner Stelle in deinem Netzwerk einen 4GBit/s Datenstrom erzeugst. (Wenn du wirklich 4GB/s meinst, ist es sowieso Unsinn - ich hab' das mal als Tippfehler interpretiert.)
 
Naja, erreichen kann ich es schon, wenn 4 Geräte gleichzeitig mit jeweils 1Gbit/s am Server saugen. Schließlich habe ich die 4 Ethernet Ports zu einem Bond gebündelt. Und das habe ich auch schon getestet.