MacBook Early 2011 defekt, was nun?

stiggi

Golden Delicious
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Hallo zusammen

Ich bin seit 2 Tagen am googlen, recherchieren und grübeln, was ich sinnvollerweise tun soll. zur Vorgeschichte:
Am Wochenende hat meine Tochter mein MacBook Early 2011 (MC700D/A) vom Sofa gefegt (ja, da gehört's auch nicht hin ;-), dieses ist sauber auf die im Slot steckende SD-Karte gefallen und gibt seither keine Lebenszeichen mehr von sich. Nach einer Diagnose im Apple Store habe ich einen Kostenvoranschlag für ein neues Logic-Board über 600€ erhalten. Der Restwert des Geräts (mit 8GB RAM, 1TB HDD, wenig Gebrauchsspuren) dürfte zwischen 600€ und 700€ liegen. Da man in der Bucht für defekte Geräte ohne Festplatte noch ca. 250€ bekommt, ist der Schaden eigentlich ein Totalschaden.

Nun ist die Überlegung, ob ich das Teil überhaupt noch reparieren lassen soll oder durch ein neues Gerät ersetzen soll. Wenn ersetzen, dann womit? Folgendes steht zur Auswahl:

MBP Mid. 2012 (i5 2,5GHz (i5-3210M), 4GB RAM, 500GB HDD) für 1.069€
MBP Mid. 2012 (i7 2,9GHz (i7-3520M), 8GB RAM, 1TB HDD) für 1.379€

Neure MBPs kommen eigentlich nicht in Frage, da ich durch Bilder und Videos mehr Speicherplatz benötige, als die gängigen SSDs (128GB) in o.g. Preissegment bieten, auf das Retina lege ich auch nicht so viel Wert, da eh ein ext. Monitor dran kommt.

Die günstigste Variante wäre natürlich die Reparatur, da gibt's allerdings nur 90 Tage Garantie auf das neue Logic-Board.
Alternative 2 wäre Verkauf des defekten Geräts. Dafür bekomme ich ca. 250€. Rechne ich die Reparaturkosten dazu, die ich ja eh mindestens bringen müsste, bin ich bei 850€, also schon in Schlagdistanz zu dem mit i5 ausgestatteten MBPs. Die HDD mit 1TB würde ich aus dem defekten Gerät ausbauen, die RAM-Aufrüstung auf 8GB würde nochmal ca. 90€ kosten.
Alternative 3 wäre Verkauf defektes Gerät und Tausch gegen das i7-MBP.

Nun aber die Frage(n):
Lohnt sich die Reparatur? (rein wirtschaftlich ja nicht)
Ist der i7 den Aufpreis wert? Eine 1TB-Platte hätte ich ja noch, die ich aber auch als Backup-Lösung verwenden könnte.

Eine weitere, nennen wir sie Alternative 4 wäre, das i5-MBP zu nehmen und den Mehrpreis zum i7 in eine SSD als erste Platte zu investieren und das SuperDrive gegen die übrige 1TB-Platte aus dem defekten Gerät zu tauschen.

Für welche der 4 Varianten (Reparatur, i5, i7, i5+SSD) würdet ihr euch entscheiden und warum?

Bitte überrennt mich nicht mit zig weiteren Möglichkeiten, da ich eh schon ziemlich verunsichert bin. ;-) Danke!
 
Also ich würde das folgendermaßen machen:
Verkauf das MacBook Pro für so viel Geld wie möglich und kauf dir ein neues/generalüberholtes.
Wenn du viel Bilder und Videos hast dann würde ich dir lieber zu einer externen 2TB Festplatte raten die du per USB 3.0 anschließt. Da hast du genügend Speicher und groß oder teuer sind die auch nicht mehr. Dann hättest du schonmal in den nächsten Jahren kein Platzproblem. Da du ihn wie ich rausgelesen habe öfter stationär als mobil verwendest wäre auch keine große Anstöpselei.

Ob sich ein i7 lohnt kannst du dir wahrscheinlich selber am besten beantworten - bist du mit deinem Prozessor aus 2011 öfter an die Leistungsgrenze gekommen? Ich habe auch einen i7 und er langweilt sich wie quasi jeder iX Prozessor 99% seines Lebens bei 0-2% Prozessorauslastung. Wenn ich jetzt einen Film rendere dann ist mir das auch egal ob er 5, 10 oder 20 Minuten braucht. Hauptsache er ist dann fertig. In der Regel braucht man den aber nur wenn man viel Videos rendert oder umkonvertiert; bei Programmen die massig CPU brauchen - das weißt du aber wenn du sie nutzt ;) Wenn du Fotos bearbeitest dann ist ein i7 bestimmt nett aber selbst du konntest ja mit deinem "alten" i5 SandyBright noch gut arbeiten. Nice to have aber nimm lieber ein aktuelleres MacBook Pro - am besten Retina.
 
Lohnt sich die Reparatur? (rein wirtschaftlich ja nicht)
Ist der i7 den Aufpreis wert? Eine 1TB-Platte hätte ich ja noch, die ich aber auch als Backup-Lösung verwenden könnte.

Eine weitere, nennen wir sie Alternative 4 wäre, das i5-MBP zu nehmen und den Mehrpreis zum i7 in eine SSD als erste Platte zu investieren und das SuperDrive gegen die übrige 1TB-Platte aus dem defekten Gerät zu tauschen.

Für welche der 4 Varianten (Reparatur, i5, i7, i5+SSD) würdet ihr euch entscheiden und warum?

Apple führt quasi keine Reparaturen durch; die Standard-"Reparatur" besteht im Austausch der Baugruppe, die mglws. vom Schaden betroffen ist, hier also wahrscheinlich das Logic Board. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob das reicht. Ein defekter SDHC-Adapter sollte jedenfalls, da per internem USB2.0 angeschlossen, nicht den ganzen Rechner lahmlegen (ist allerdings auch nicht unmöglich, kenne ja den Fehler nicht). Mechanische Festplatten mögen hohe Beschleunigungswerte auch kein bißchen, aber da kommt es durchaus auf den Untergrund an. Das Kippen einer ausgebauten Festplatte um ihre Längsachse bei Fliesen auf dem Boden reicht bereits, um die spezifizierten Beschleunigungswerte zu übertreffen. Da muss ich den Ball an Dich abgeben, wie Du die Situation einschätzt. Aber sind doch lieb und süße Engel, die kleinen Töchter, da verzeiht man gerne! :)

Frage 1: Evtl. externen Reparaturdienstleister befragen. Nachteil: Kostenvoranschlag müsste gemacht werden, aber vielleicht reicht ja auch eine kleine, relativ einfache Lötaktion, der KVA würde verrechnet. Risiko: Größte Unsicherheit.
Frage 2: i7? Das merkst Du nicht, über den Punkt sind wir schon lange hinweg. Messbar, aber nicht spürbar. Spezialanwendungen lasse ich mal außen vor. Da gibt es deutlich mehr Performancegewinn an anderen Stellen: SSD, diskrete Grafik, ...
Feststellung: 1TB-Festplatte noch vorhanden: ja, aber zu überprüfen, ob sie noch ordentlich tut. Beachte: Festplatten sind Verbrauchsmaterial.
Frage 3: Ich würde Variante 2 wählen- dazu alternativ wäre ja Variante 4, aber ich bin kein Freund dieser Caddies aus einigen Gründen (Erfahrungswerte, Mitlesen immer wieder auftretender Probleme, Apple hat keine Spitzenentwickler sondern nimmt anhand Modell-ID Dinge über die Hardware an...).

Falls Du Variante 4 nehmen solltest, mag ich mich doch etwas umfassender auslassen:
Du benötigst einen SuperDrive-Caddy, bitte beachten, dass da wahnsinnig viele falsch eingekaufte Caddies immer noch versucht werden, "an den Mann gebracht zu werden", die nur SATA-Linkspeeds von SATA-II können. Das führt reihenweise zu Fehlern bis zur Nichterkennung und Abstürzen. Bei Kauf darauf achten, dass SATA-III oder SATA6G dran steht.
Die 1TB-Festplatte ist ja noch unsicher - probelaufen lassen, SMART-Attribute hier posten.
Die internen SATA-Kabel sind extrem empfindlich gegen linke Hände und Biegen, Brechen, Knicken und Durchschneiden - sehr vorsichtig hantieren, sonst gibt es langsame Transferraten, Beachballs, Abstürze, merkwürdiges Verhalten.
Akku: mit Coconut Battery auf Ladestand prüfen. Bei mehr als 1000 Zyklen oder geringer Restkapazität, gleich (Obacht!!!:) gegen ein Original austauschen. Kostet noch einmal 129 Euro.
8GB DDR3-RAM in 2 Modulen habe ich kürzlich selbst verkauft; kostet in der Bucht unter 40 Euro. Empfehlung hier: den Original von hynix oder, noch besser, da garantiert: Crucial, Systemfinder und dann zertifizierten Speicher bestellen (kostet dann aber die genannten 80 Euronen; dafür hast Du passenden Speicher und ziemlich sicher keinen Ärger).
Als Systemlaufwerk unbedingt eine SSD nehmen! Empfehlung hier Crucial BX100/200 für den preisbewussten User. Du wirst es nicht bereuen! Unter 256GB würde ich nicht gehen.
Du solltest unbedingt ein MBP ab 2012 (ich gehe von 13" aus) nehmen, da ab da USB3.0 dabei ist. Stichwort hier: Backup-Laufwerk. Ein großes USB3.0-Laufwerk für TimeMachine - das solltest Du auch entsprechend einplanen (auch noch mal ein Hunderter, aber der wäre ja sowieso fällig).

Da kommt schon wieder etwas zusammen, aber damit bist Du auf jeden Fall noch zeitgemäß aufgestellt.