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Magazin Neuer Prepaid-Tarif: E-Plus kooperiert mit WhatsApp

Sowohl SMS, MMS als auch Joyn* stellen einen Kommunikationsstandard dar. Ebenso stellt das Internet einen Kommunikationsstandard dar. Wir bezeichnen aber ausdrücklich nicht Programme zur Nutzung des Internets oder zur Kommunikation im Internet als Kommunikationsstandard. Programme dienen lediglich dazu, den Kommunikationsstandard Internet zu nutzen.

Insofern ist es unzutreffend, wenn wir bezüglich der Kommunikationsstandards von einer möglichen Verletzung der Netzneutralität sprechen. Denn eine Verletzung der Neutralität liegt nur dann vor, wenn Dienste zur Nutzung des Kommunikationsstandards bevorzugt werden. Bemerke: Wir unterscheiden zwischen Kommunikationsstandard und Kommunikationsdienst.

Whatsapp ist ein Kommunikationsdienst und die Bevorzugung dieses Dienstes stellt eine Verletzung der Netzneutralität im Bezug der Nutzung eines Kommunikationsstandards dar.

Anders sehe es aus, wenn beispeislweise die MMS lediglich ein Dienst nur Nutzung eines Kommunikationsstandards wäre. Da aber die MMS selbst ein Kommunikationsstandard ist, können wir hier nicht von einer Verletzung der Netzneutralität sprechen. Würden wir whatsapp hingegen als anerkannten Kommunikationsstandard erklären, würde die kostenfreie Bereitstellung dieses Standards wiederum keine Verletzung der Netzneutralität bedeuten, auch wenn es sehr fraglich wäre, wenn wir einen Dienst zur Nutzung des Kommunikationsstandards Internet selbst zum Kommunikationsstandard erklären.

Trotz der vielen Wiederholungen hoffe ich, dass meine Ausführungen noch verständlich sind.


*Ich selbst finde es allerdings höchst fragwürdig, dass Joyn als Kommunikationsstandard gilt.
 
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Weil Joyn ein Kommunikationsstandard ist. Das habe ich mir ja nicht ausgedacht.

Wikipedia: Joyn ist ein technischer Standard für Kommunikationsdienste der Industrievereinigung der internationalen Mobilfunkanbieter. Der Standard ermöglicht unter anderem die Übertragung von Kurznachrichten, Dateien, Sprache und Videotelefonie. Die Kosten für Joyn sind analog zu SMS, MMS und Telefonie abhängig von der Tarifstruktur der Provider.
 
Wenn wir schon bei Wikipedia sind:
Ein Standard ist eine vergleichsweise einheitliche oder vereinheitlichte, weithin anerkannte und meist angewandte (oder zumindest angestrebte) Art und Weise, etwas herzustellen oder durchzuführen, die sich gegenüber anderen Arten und Weisen durchgesetzt hat.

Das trifft weder auf MMS, noch auf Joyn zu.
 
Es ist ja wirklich schön anzusehen, was aus meiner kleinen Bemerkung mittlerweile geworden ist.
Ich möchte mal eben meine Sicht der Dinge darlegen.

Sms, Mms und teilweise mittlerweile auch Joyn, sind Bestandteile der der Angebote aller Provider - Es gibt keinen Tarif ohne Sms. Das Versenden von Sms kostet den Providern auch nichts, da keine gesonderte Infrastruktur nötig ist.

WhatsApp ist aber ein privates Unternehmen, welches auf die Infrastruktur der Provider angewiesen ist und das auf reibungsloses Funktionieren angewiesen ist. Leere Datenvolumen hindern ihre Kunden daran, ihren Dienst sinnvoll zu nutzen, z.B. beim Senden von Bildern und Videos. Also geht das eine private Unternehmen zum anderen, legt Geld auf den Tisch und macht nen Deal, so wie man ihn jetzt buchen kann.

Messenger ohne Deal gucken in die Röhre. StartUps werden so aus dem Stand niedergeknüppelt, da sie sich ohne Deal schwerer durchsetzen können = Wettbewerbsverzerrung = Eine Verletzung der Netzneutralität.
Welcher mobile Telekomkunde nutzt noch Simfy, wenn er Spotify nicht aufs Volumen angerechnet bekommt?

Es kommt eine ganz schlimme "Bist du groß kauf dich ein, bist du klein gehst du ein"-Zeit auf uns zu.
 
Martin Wendel muss immer das letzte Wort haben. Recht hat er sowieso immer.
 
Messenger ohne Deal gucken in die Röhre. StartUps werden so aus dem Stand niedergeknüppelt, da sie sich ohne Deal schwerer durchsetzen können = Wettbewerbsverzerrung = Eine Verletzung der Netzneutralität.
Welcher mobile Telekomkunde nutzt noch Simfy, wenn er Spotify nicht aufs Volumen angerechnet bekommt?
Da hast du vollkommen Recht!

Woran ich mich halt störe, bzw. was mir nicht klar ist: Joyn wurde von Mobilfunkanbietern dazu geschaffen, gegenüber Messengern konkurrenzfähig zu bleiben. Genauso könnte man argumentieren, dass MMS der (missglückte) Versuch war, E-Mail-Dienste Handy-tauglich zu machen und zugleich in die Kostenstruktur von Tarifen zu quetschen. Beide Kommunikationswege greifen dabei auf die Internetinfrastruktur zurück. Beides - oder zumindest Joyn (MMS nutzt ja kaum noch jemand, oder?) - wird in einer Art und Weise in Verträge integriert, dass man damit zwangsbeglückt wird. Wieso das nun neutral sein soll (nur weil es ein Quasi-Standard ist, zu dem sich mehrere Konzerne geeinigt haben, dann aber doch nicht alle mitmachen?) ist mir halt nicht ganz klar. Ich finde schon, dass hier der Netzbetreiber in gewisser Art seine Stellung ausnutzt, um versucht seine eigenen Dienste durchzusetzen.
 
Teilweise wird es wohl daran liegen, dass die Provider eben die ersten waren die solche Dienste überhaupt angeboten haben. Es gab ja nur SMS und MMS. Diese Dienste, könnte man argumentieren, sind sozusagen historisch begründet nicht trennbar vom Provider.
Und auf diesem Gebiet wildern jetzt kleine und große Unternehmen bei den Providern - Mit durchschlagendem Erfolg. Aus der Sicht von E-Plus ist das natürlich gar nicht blöde, wenn sie den Tod der SMS akzeptieren und am Erfolg der Konkurrenz partizipieren wollen, als Trostpflaster sozusagen.

Salomonisch perfekt wäre es natürlich, wenn die Provider einen universellen Messangertarif anbieten würden, bei dem ich einfach angebe welchen Messenger ich nutze und dann ist der flat. Finanziell wäre das allerdings wenig interessant für die Provider, da sich die Verteilung der verschiedenen Messenger nicht ändern würde, es also keine Zunahme der MA bei einem bestimmten Messaginganbieter gäbe, sondern nur eine prozentuale Verteilung wie vor dem Deal. Mit diesen Voraussetzungen kann man natürlich als Provider schlecht an der Preisschraube drehen.

Aber das Thema Netzneutralität ist natürlich noch ein sehr lebendiges Feld, auf dem es, gerade aus Unternehmersicht, vielseitige Versuche der Definition gibt. Für mich ist Netzneutralität, wenn kein Unternehmen außerhalb der Provider Geld zahlen muss, damit seine Daten besser beim Endkunden ankommen. Für Teile von Brüssel bedeutet es eher, dass jedermann das Recht hat einem Unternehmen Geld zu bezahlen, damit er schneller/besser seine Daten bekommt -> Da wären wir bei Spotify.

Welches Modell sich durchsetzen wird... Na ja, bei dem einen verdient keiner und bei dem anderen viele... Hmmm... Mein Glas ist jedenfalls halb leer. :)
 
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Wenn wir schon bei Wikipedia sind:
Ein Standard ist eine vergleichsweise einheitliche oder vereinheitlichte, weithin anerkannte und meist angewandte (oder zumindest angestrebte) Art und Weise, etwas herzustellen oder durchzuführen, die sich gegenüber anderen Arten und Weisen durchgesetzt hat.

Das trifft weder auf MMS, noch auf Joyn zu.
Und nun? Was für eine Reaktion erwartest du von mir? MMS und Joyn gelten als Kommunikationsstandard, auch wenn die Kriterien des Standards mitunter weder auf MMS, noch auf Joyn anzuwenden ist. Es ist aber ein Fakt, dass sie als solche bezeichnet werden und deswegen ist der Vergleich dieser Kommunikationsstandards mit einem Kommunikationsdienst fehlerhaft.
 
Ich verstehe nicht, warum du dich so an den Begriffen "Standard" und "Dienst" aufhängst. WhatsApp ist zwar proprietär (so wie Joyn auch), basiert aber auf dem offenen Kommunikationsstandard XMPP/Jabber. Im Gegensatz zu Joyn bzw. RCS steht halt kein Zusammenschluss aus mehreren Konzernen, sondern ein einzelnes Unternehmen dahinter. Wenn das deiner Meinung nach der Knackpunkt daran ist, ob ein Service die Netzneutralität verletzt oder nicht, soll es so sein. Ich finde das halt ein wenig fragwürdig. Wenn man die Netzneutralität schon eng auslegt, sollte das doch auch (bzw. erst recht) für die Dienste des Providers selbst gelten.
 
@MacbookPro@Olli deswegen spielt es auch keine Rolle, dass der Telekommunikationsanbieter andere Dienste nicht tatsächlich benachteiligt, indem er beispielsweise die Übertragungsgeschwindigkeit anderer Datenpakete aktiv verlangsamt. Indem er einen Dienst in der Berechnung des Datenvolumes bevorzugt, benachteiligt er automatisch alle anderen und das ist nicht im Sinne der angestrebten Netzneutralität.

Das ist halt Auslegungssache, das Netz ist de-facto immer noch neutral.
 
Ich verstehe nicht, warum du dich so an den Begriffen "Standard" und "Dienst" aufhängst.
Weil das die Begrifflichkeit sind, mit denen wir hantieren müssen. Ich vertrete deine Ansicht, dass die Bevorzugung insbesondere von Joyn nicht besonders fair gegenüber Diensten wie Whatsapp ist.

Es gibt aber ganz klare Definitionen für Joyn und für Whatsapp. Das eine ist ein Standard zur Kommunikation und das andere ein Dienst zur Kommunikation. Das habe ich mir nicht ausgedacht, dafür bin ich kein Verfechter und das kann auch ich nicht nachvollziehen aber so ist es und so muss man im Bezug der Netzneutralität argumentieren.

Das ist halt Auslegungssache, das Netz ist de-facto immer noch neutral.
Nein, ist es ganz klar nicht. Durch die Bevorzugung eines Dienstes bei der Berechnung des genutzten Internetvolumens, werden alle anderen benachteiligt, die nicht bevorzugt werden. Deswegen entspricht das gegen die gedachte Netzneutralität.
 
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Wow, 24 ct / MB und 9 ct / min… im E-Netz… ich bin fassungslos; das hatte meine Freundin, hmm; ich glaube vor vier Jahren schon bei Congstar, kann das sein oder irre ich mich?

Ein Wahnsinns-Angebot. Als sei die Erwähnung von WhatsApp im Tarifnamen nicht schon Abschreckung genug.
 
Was mir gerade einfällt: WhatsApp wird ja bald auch eine VoIP-Funktion anbieten. Soll der Datenverkehr dann auch inkludiert sein? Dann würde das Angebot direkt mehr Sinn ergeben.