X, das soziale Netzwerk, das früher als Twitter bekannt war, startete einen Test für ein 1-Dollar-Jahresabonnement für neue Accounts. Der Hintergrund: Ein Versuch, Spam, automatisierte Bot-Konten und Manipulationen auf der Plattform zu reduzieren.
Der Test, der den Namen „Not a Bot“ trägt, wurde in Neuseeland und auf den Philippinen eingeführt, teilte X in einem Blogbeitrag am Dienstag mit. Wer nicht zahlt, wird bestimmte Aktionen auf der Plattform nicht durchführen können – dazu gehören das Verfassen von Beiträgen, das Liken, Antworten und das Setzen von Lesezeichen.
„Diese Maßnahme könnte uns dabei unterstützen, Bots und Spammer auf X zu bekämpfen, während wir die Plattformzugänglichkeit mit einer geringen Gebühr ausbalancieren“, heißt es im Blogpost. Bestehende Nutzer:innen sind von diesem Test nicht betroffen.
Seit der turbulenten Übernahme durch den Milliardär Elon Musk im letzten Jahr sucht das in San Francisco ansässige Unternehmen nach neuen Einnahmequellen. Diese Übernahme brachte X 13 Milliarden Dollar Schulden ein und verprellte Werbetreibende, die besorgt über gelockerte Inhaltsregeln waren. Schätzungen zufolge schuldet X jährlich rund 1,2 Milliarden Dollar an Zinsen in Verbindung mit der Übernahme.
Um das Wachstum wieder anzukurbeln, plant X, drei Stufen seines Premium-Dienstes zu testen und zusätzliche Funktionen einzuführen, die Einnahmen generieren könnten, wie Shopping und Zahlungen, wie CEO Linda Yaccarino Bankern kürzlich mitteilte. Der Premium-Plan von X, der aktuell 7,99 Dollar im Monat kostet, soll in verschiedene Stufen unterteilt werden.
Neue X-Nutzer:innen in den beiden Testmärkten müssen sich entweder für das „Not a Bot“-Programm entscheiden oder eine Stufe von X Premium abonnieren, bei der zahlende Kund:innen mit blauen Haken markiert werden. Soziale Netzwerke haben die Philippinen bereits früher als einen Hotspot für gefälschte Accounts bezeichnet.
„Kostenlos lesen, aber 1 Dollar pro Jahr zum Schreiben“, schrieb Musk auf X nach der Ankündigung. „Es ist der einzige Weg, Bots zu bekämpfen, ohne echte Nutzer zu blockieren.“
Quelle: Bloomberg, Fortune
Foto: Elon Musk
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