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Ausprobiert: Kygo E7/900 True Wireless Headphones



Ich erinnere mich noch – es war 2016 zum Anfang des Sommers – als ich meine ersten True Wireless Headphones ausgepackt habe. Es handelte sich um die Gear IconX von Samsung, ein Modell mit vielen Kompromissen aber deutlich vor der Vorstellung der AirPods. Drei Jahre später hat sich alles verändert, viele Hersteller bieten komplett kabellose Kopfhörer an – so auch Kygo mit den E7. Wir haben sie ausprobiert. 

Im Verlauf der letzten Monate und Jahre habe ich unzählige komplett kabellose Kopfhörer getestet – mittlerweile offenbar so viele, dass mich immer neue Hersteller anschreiben und mir auch ihre Modelle zum Test und Vergleich anbieten. So geschah es auch in diesem Fall. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie etwas von dem Hersteller Kygo gehört, dementsprechend sagte ich interessiert und gespannt zu.

Design und Verarbeitung

Bereits beim Auspacken wurde mir klar, dass ich hier ein besonders interessantes Paar Kopfhörer zum Testen bekommen habe. Die Kygo E7 präsentieren sich in einem vergleichsweise kleinen Case. Viele Hersteller bieten hier riesenhafte Cases an, nur wenige schaffen es, nahe an die Abmessungen der AirPods zu kommen. Auch das Case der E7 ist größer, der Unterschied ist aber nicht gravierend. Das Case ist komplett rund, eine interessante Abwechslung im Hinblick auf das Design. Am Ende stört mich nur die Anfälligkeit auf Fingerabdrücke.

Wenn die runde Schatulle geöffnet wird, offenbaren sich die beiden Kopfhörer. Am oberen Ende des Cases finden wir vier innen liegende LEDs zur Anzeige des Akkustandes. Bei den Kopfhörern selbst handelt es sich um In-Ears, neben passenden Tips gibt es auch Earwings.

Handhabung

Die Kopfhörer verbinden sich dank Bluetooth 5 schnell und zuverlässig mit diversen Endgeräten, die erste Verbindung verlief sowohl unter iOS als auch unter watchOS völlig problemlos.

Das Design wurde speziell für den sportlichen Einsatz ausgelegt – das bedeutet, dass die Kopfhörer einerseits wasserdicht sind, andererseits aber auch die Wiedergabe direkt über den Kopfhörer gesteuert werden kann. Gerade bei diesem Einsatzzweck ist das besonders wichtig, ein Umstand, dem Apple mit den Powerbeats Pro jetzt auch Rechnung trägt.

Ein wichtiges Detail: Sowohl der linke als auch der rechte Kopfhörer können eine eigenständige Bluetooth-Verbindung zum Gerät aufbauen. So ist es möglich, beide Seiten auch einzeln zu betreiben.

Zur Steuerung wird die runde Fläche an der Außenseite gedrückt, eine Touch-Oberfläche gibt es nicht. Damit besteht kein Risiko zu Fehleingaben – was der positive Aspekt wäre. Aber der Ohrhörer wird bei der Bedienung weiter in den Gehörgang gedrückt. Einige Anwender empfinden das sicher als unangenehm oder zumindest gewöhnungsbedürftig. Ansonsten gibt es keine Schwachstellen. Anders als bei anderen Modellen, die ich bereits testen durfte, ist die Steuerung sehr genau und funktioniert auch mit nassen Händen oder gar mit dünnen Handschuhen.

Die Akkulaufzeit liegt bei etwa zwei bis drei Stunden und fällt damit deutlich kürzer aus als bei der Konkurrenz. Mit dem Case erhöht sich die Gesamtlaufzeit auf etwa zwölf Stunden. Aufgeladen wird, vorbildlich, mit USB-C.

Klang

Beim Klang können die Kopfhörer eindeutig punkten, den tiefen, druckvollen Bässen treten überraschend präsente und klare Höhen gegenüber. Wie es sich für einen Sportkopfhörer gehört, liegt der Fokus dennoch klar auf Bässen, diese Betonung reicht aber nicht an den Klang von Beats-Kopfhörern (aus der Zeit vor Apple) heran. Alles in allem gefällt mir die Abstimmung besonders gut und passt auch gut zu dem gewählten Szenario. Die Chance, dass Anwender beim Sport ausgerechnet die Opern- und Klassik-Charts auf und ab hören, ist eher gering.

Bei Sprache kann sich das Ergebnis ebenfalls sehen lassen, der Klang ist überraschend natürlich. Bei großen Lautstärken gibt es eine leichte Überzeichnung von Zischlauten, die aber wahrscheinlich nur Profi-Podcast- oder Hörbuch-Hörern wirklich auffallen wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Isolierung gegenüber Außengeräuschen. Hier hängt es letztlich stark von eurem Einsatzzweck ab. Die Abschirmung ist gut, für Sport im Stadtverkehr vielleicht etwas zu gut. Einen Modus bei dem Außengeräusche durchgestellt werden gibt es nicht.

Tragekomfort

Wie bereits beschrieben werden die Kopfhörer sowohl mit den passenden Ohrstöpseln als auch mit Earwings ausgeliefert. Die beiden Gummiteile sind unabhängig voneinander, so könnt ihr jeweils die für euch passende Größe wählen. Der enorme Vorteil: Trotz Earwings passen die Kopfhörer ins Ladecase, hier könnte sich die Konkurrenz gerne ein Stück abschneiden. Im Lieferumfang sind auch gleich passende Foam-Tipps enthalten, dadurch verbessert sich der Halt – ebenso wie der Klang – deutlich.

Die Ohrhörer selbst wiegen jeweils nur etwa 5 Gramm, dadurch sitzen sie angenehm im Gehörgang und fallen nicht weiter auf. Durch die schmale Bauweise sind sie ebenfalls kompatibel zu diversen Kopfbedeckungen – bedeutet, dass das Tragen einer Haube / Mütze beim Laufen im Winter nicht zu einer Punktierung des Trommelfells führt.

Technische Daten

  • Verbindung: Bluetooth 5.0
  • Akkulaufzeit: 3 Stunden je Ladung, 12 Stunden mit Case
  • Gewicht: Ohrhörer jeweils 5 Gramm
  • Wasserfest nach IPX 7

Fazit – Kygo E7/900

Warum habe ich eigentlich noch nie etwas von Kygo gehört? Die Kopfhörer des Herstellers konnten mich im Test wirklich überzeugen. Sie sind ideal für – aber nicht nur – die Anwendung beim Sport ausgelegt und überzeugen mit einer kompakten Bauform, einer guten Passform und einer praktikablen Bedienung.

Luft nach oben gibt es dennoch, beispielsweise wäre ein Hear-Through-Modus für den Sport im Stadtverkehr durchaus wünschenswert. Angesichts des vergleichsweise niedrigen Preises ist die Entscheidung aber nachvollziehbar.

Die Kygo E7/900 werden für 149 Euro direkt auf Amazon zum Kauf angeboten, ein guter Preis für die gebotene Leistung. Neben der getesteten schwarzen Variante gibt es auch eine weiße Ausführung.

Die E7/900 wurden uns von Kygo für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Hersteller.
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