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Magazin Zero-Day-Exploit: EFI-Sicherheitslücke in älteren Macs erlaubt Firmware-Manipulation

Martin Wendel

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Sicherheitsforscher Pedro Vilaca berichtet in seinem Blog "Reverse Engineering Mac OS X" über eine EFI-Schwachstelle, über die sich die Firmware bestimmter Macs leicht manipulieren lasse. Über die Sicherheitslücke sei es Angreifern möglich, ein EFI-Rootkit einzuschleusen und sich damit weitreichende Systemrechte zu verschaffen. Auch ein Angriff von außen sei möglich. Hintergrund ist eine fehlerhafte Implementierung des Ruhezustandes in Mac-Computern. Die Firmware sei derart kaputt, dass sie sich nach dem Aufwecken des Macs verändern lasse.[prbreak][/prbreak]

[h2]Ruhezustand nicht verwenden[/h2]
Vilaca hat die EFI-Sicherheitslücke auf verschiedenen älteren Macs entdeckt, bei aktuellen Modellreihen ab Mitte 2014 scheint die Schwachstelle aber behoben worden zu sein. Dies könnte zwar auch zufällig passiert sein, Vilaca vermutet aber, dass Apple den Fehler bemerkt hat. "Das ist kein Fehler, der unabsichtlich beseitigt wird. Ich sag's nur", so Vilaca. 100-prozentig sicher, dass neuere Geräte von der Schwachstelle nicht mehr betroffen sind, ist sich der Sicherheitsforscher aber noch nicht. Ausführlichere Tests stehen noch an. Einzige Lösung sei derzeit, den Mac nicht in den Ruhezustand zu schicken und stattdessen immer vollkommen auszuschalten.

[h2]Kritik an Apple[/h2]
Außerdem ruft Vilaca betroffene Nutzer auf, Apple eine E-Mail zu schicken und eine Behebung der Firmware-Schwachstelle zu fordern. Der Sicherheitsforscher hat bereits in der Vergangenheit die nachlässige Behebung von Sicherheitslücken in OS X kritisiert. Vor allem bei älteren Geräten habe man keine Gewissheit, wie lange und ob überhaupt Sicherheitsupdates erscheinen. "Ich denke Apple hat ein Problem in der Unternehmenskultur bezüglich Sicherheit – ähnlich wie Microsoft vor vielen Jahren. Sie reagieren nur dann, wenn sie in die Ecke gedrängt werden", erklärt Vilaca.

[h2]Normale Anwender sollen sich nicht sorgen[/h2]
Mit der Veröffentlichung der Informationen zu dem Sicherheitsfehler will Vilaca Apple zu einem Firmware-Fix drängen. Dabei riskiert er auch die Veröffentlichung eines Zero-Day-Exploits, also einer Sicherheitslücke ohne bereits erhältlichen Fix. Sorgen müssen sich normale Anwender nach Meinung von Vilaca jedoch keine machen. Die Sicherheitslücke sei eher für gezielte Angriffe interessant – auch wenn eine Drive-By-Installation möglich sei. Es gäbe aber weitaus einfachere und günstigere Möglichkeiten, normale Mac-Nutzer anzugreifen. Als Beispiel nennt Vilaca ein Mac-Botnetz, das im letzten Jahr 17.000 Geräte infiziert hat – einfach indem die Schadsoftware beim Benutzer nach Administrator-Rechten gefragt hat.

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Via Heise
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Rechner werden auch weiterhin in den Ruhezustand gelegt, und Vilaca gönne ich die 15 Minuten Ruhm.
 
Genau. Da wurde wohl nur der letzte Satz gelesen [emoji83]
 
Hm, also wenn ich einen Post zu einem Sicherheitsproblem sehe, möchte ich wissen, was der Hack benötigt und daraus folgend was ich tun kann, um ihn zu verhindern. So wirklich geht das weder aus eurem, noch dem sehr umfangreichen und völlig unübersichtlichen Originalartikel hervor (hab's zumindest nicht gefunden).
Grundsätzlich nicht in Ruhezustand schicken ist schon eine heftige Maßnahme, die für mich nicht durch einen einzelnen Tech-Freak-Post zu rechtfertigen ist (zumal mein MBP late 07 nach dem Starten mit Yosemite ca. 5min braucht, bis es ordentlich benutzbar ist - gibt es den Bug auf so alten Maschinen eigentlich auch noch?).

Also was zum Teufel muss nach dem Ruhezustand passieren, damit ich angegriffen werden könnte? Muss jemand an meinen Computer oder geht es über eine Internetverbindung? Geht es ohne Admin-Passwort? Und was kann so eine EFI-Manipulation eigentlich effektiv in der Praxis anrichten? :confused:
Danke für die Rücksichtnahme auf halbwegs normale, naive User wie mich und aufklärende Antworten.
 
Im link zum blog steht, wie es geht und was man dagegen machen kann, sofern der Rechnertyp davon betroffen ist, und da gibt es lt. Dem Herrn Vilaca nur 1 Möglichkeit , keinen Ruhezustand und natürlich auf das Firmwareupdate hoffen, das Apple anbieten muss oder den Kauf eines nicht betroffenen Rechnertyps.

Zusammengefasst kann man aber woeder einmal sagen, frei nach Cheech und Chong, viel Rauch um nichts( wenig)
 
Also was zum Teufel muss nach dem Ruhezustand passieren, damit ich angegriffen werden könnte?
Das passiert automatisch (der Bug im EFI ist ja offenbar da). Du musst halt dann irgendein Programm auf deinem Rechner haben, dass diese Schwachstelle auch ausnutzt. Wie man sich solch ein Programm einfangen könnte? Indem man aus unseriösen Quellen Software lädt, etc. Offenbar wäre aber auch ein Drive-By-Exploit möglich – also ohne dass du es merkst.

Und was kann so eine EFI-Manipulation eigentlich effektiv in der Praxis anrichten?
Sobald mal ein Rootkit drauf ist: Meiner Einschätzung nach so ziemlich alles.
 
...also was ich in dem Blog gefunden habe:
- ich kann sehen, ob ich betroffen bin, indem ich "build a SPI dumper and use Trammell’s software to directly dump the BIOS chip" (WTF?!) oder ein dubioses Programm von ihm runterlade (DarwinDumper + .kext) - warum sollte ich ihm dermaßen vertrauen, dass ich eine Kernel-Extension installiere?
- betroffene Rechner: Macbook pro 8,2, Retina, Air (meins ist viel älter, MBP 3,1), keine klareren Tests, nur neues Macbook nicht (wobei "not 100% sure") und er "erwartet einen stillen Fix bei Modellen 2014+" - sorry, aber da kann ich schlicht gar nix mit anfangen.
Ich lasse mich gerne belehren, was ich übersehen habe; habe nach einigen Sätzen, die für mich sinngemäß "Bahnhof" ergaben nur noch grob überflogen.
 
Das passiert automatisch (der Bug im EFI ist ja offenbar da). Du musst halt dann irgendein Programm auf deinem Rechner haben, dass diese Schwachstelle auch ausnutzt. Wie man sich solch ein Programm einfangen könnte? Indem man aus unseriösen Quellen Software lädt, etc. Offenbar wäre aber auch ein Drive-By-Exploit möglich – also ohne dass du es merkst.

Sobald mal ein Rootkit drauf ist: Meiner Einschätzung nach so ziemlich alles.
Danke für die Hilfe. Also wenn ich keine dubiose Software installiert habe, habe ich auch kein Problem. "Drive-By-Exploit" heißt also, ohne dass ich was merke, das klingt gruseliger.
Ist ein Rootkit die EFI-Manipulation oder ist das noch ein weiteres Programm, das erst Admin-Rechte bekommen muss?
 
So ist da mit den angeblichen Sicherheitsexperten, sie blasen etwas in die luft, vielleicht mit etwas zuviel atem, alle stürzen sich drauf, bauschen ebenfalls auf und herauskommt eine globale. Verunsicherung.
Er wird nur einige Modelle getestet haben, es werden vermutlich alle rechner oder zumindest die meisten vor 2014 betroffen sein und du solltest, wie du schon anmerkst nichts herunterladen, das bleibt anderen sicherheitsexperten überlassen.
Ich würde aber vom worst case ausgehen und meine(n) Rechner als betroffen ansehen und wie ich oben bereits schrieb, ich ändere meine Verhaltensweise nicht, lege meine Rechner nach wie vor nur schlafen, werde aber Apple mal etwas schreiben.
Ansonsten, es gibt in Windows und auch OS X ganz andere Lücken, teilweise lange bekannt und da könnte die Empfehlung nur lauten, schalte die Rechner blos nicht ein.
 
Er schreibt, dass sein Eindruck ist, dass Apple für neuere Modelle den Fehler heimlich in einem EFI-Update beseitigt hat.
It appears that latest MacBook models are not vulnerable but I’m not 100% sure about this. I couldn’t fully test it on a recent model (the owner was afraid of giving me root access ;-)). The first impression was that the bug was silently fixed by Apple but this requires extensive testing to be sure (or some EFI binary disassembling).
I expect all mid/late 2014 machines and newer to not be vulnerable.
nach dem was ich gelesen habe hat er ein Macbook getestet und relativiert alle anderen Aussagen mit "braucht intensivere Tests".

Jep, aber muss das nicht vorher schon installiert werden und das geht nur mit Admin-Rechten/sudo oder?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Problem einer Sicherheitslücke ist ja eben, dass man auch außerhalb der normalen Rechte in das System eingreifen kann. Und wenn erst einmal ein Rootkit drinnen ist, kann das Tür und Tor für weitere Angriffe öffnen.

nach dem was ich gelesen habe hat er ein Macbook getestet und relativiert alle anderen Aussagen mit "braucht intensivere Tests".
Ja, auf einem aktuelleren Gerät konnte er den Exploit nicht finden.
 
Wäre doch ein leichtes für Apple für all diese Macs nochmal eine neue Firmware rauszubringen. Auch für die 2009 2010 2011 2012 etc. Also bei einer Premiumfirma erwarte ich da einfach das etwas kommt!

Aber ich denke da kommt nichts von den scheinheiligen.

Gibt es dazu irgendwo mehr Details was wie wo da genau passiert?
 
Woher diese Annahme?

Da ist dermaßen wenig bekannt, selbst hardwareseitig könnten Probleme liegen.
 
Wenn dem so sein sollte, könnte man das den Kunden doch erklären warum es nicht direkt geht etc. Nennt sich Transparenz. Das würde aber bedingen, dass man sich des Problemes erstmal annimmt.