Ansichtssache.
Ich nutze Mac OS X, Windows XP, Suse, Ubuntu und Windows 7 (die letzten beiden eher selten) und ich kann behaupten, dass keines der Systeme auch nur annähernd so benutzerfreundlich ist wie Mac OS X.
1. Peripheriegeräte: Kein System erkennt z.B. Peripheriegeräte so gut wie mein Mac, ob das ein uralter Scanner oder eine Kamera ist, man steckt sie dran und sie funktionieren auf Anhieb (ob das jetzt eher an Apple liegt oder an den entsprechenden Herstellern, kann ich nicht sagen, ist auch egal). Windows 7 braucht erst mal 2 Minuten bis eine "neue Hardware gefunden" wurde und "das Gerät jetzt verwendet werden kann", sogar für ne stinknormale FAT32-Festplatte, bei Scannern o.Ä. muss sogar manchmal noch extra Software installiert werden. Von Linux will ich gar nicht erst reden.
2. Updates: Das Updateverfahren von Windows ist schlichtweg grausam, wobei es sich im Vergleich zu XP schon deutlich verbessert hat (immerhin wird dafür nicht mehr der IE mit "Sie haben nicht die neueste Aktualisierungssoftware installiert" verwendet). Wenn ich längere Zeit Windows 7 nicht benutzt habe, kann es sein, dass ich für ein Update 3x neustarten muss (IE Update, Service Pack und diverse Sicherheitsupdates). Das ist für mich ein absolutes NO-GO.
Noch zu XP:
Ich hab neulich erst ein Win XP SP2 installiert, da waren 59 + 74 Updates vorhanden (+ die 3 besagten Neustarts), das dauerte also so gute eineinhalb Stunden (Installation nicht mitgerechnet). Und was zum Schmunzeln ist auch immer dabei: Zuerst wird z.B. der IE 8 installiert und kurz darauf die Sicherheitsupdates für den IE 6.
3. Aufbau/Logik: Wenn ich einen Fremden an meinen Mac lasse, und ich zeige ihm die System-Einstellungen, kennt er sich meist sofort aus, wo was einzustellen ist. Das Einstellungs-Fenster mit den Symbolen unter OS X ist eigentlich selbsterklärend und ist für mich wirklich einer der entscheidenden Vorteile (+ dass es sich meist alles in dem einen Fenster abspielt), auch wenn das kaum einer bemerkt bzw. zu schätzen weiß. Bei Windows begibt man sich dabei meist auf eine wirkliche Odyssee mit etlichen Fenstern.
Beispiel: ich will meine IP manuell ändern
- Win: Desktop -> Rechtsklick Network -> Properties -> LAN/Ethernet-> Rechtsklick -> Properties -> IPv4 suchen und auswählen -> Properties -> IP einstellen -> OK.
- Mac: Einstellungen -> Netzwerk -> Service auswählen -> Advanced -> TCP/IP -> IP einstellen -> OK.
Und da sind jetzt noch keine technischen Gründe, Features oder Programm-Spezifisches dabei, warum man ein System benutzen will/muss, sondern einfach nur das, was man als Standard-User an Unterschieden merkt...
Übrigens steht mein 3 Jahre alter iMac (Core 2 Duo) dem Win XP PC (Quad Core) und dem Suse PC (i7) im Alltagsgebrauch in nichts nach.