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Wie organisiert Ihr Euch / Eure Daten auf dem Mac?

Moriarty

Pommerscher Krummstiel
Registriert
17.05.04
Beiträge
3.057
Es gibt ja nicht viel, wonach in Apfeltalk noch nicht gefragt wurde... ;-)
Hierzu habe ich aber nichts gefunden:

Was mich interessiert: Wie organisiert Ihr Euch, Eure Daten, etc. auf dem Mac?
Ich will damit keine Umfrage zum "ankreuzen" machen, sondern eine kleine Sammlung von "Best Practices", wie Ihr den Arbeits- / Schul- / Studienalltag lang mit Eurem Rechner arbeitet.

Wer seit den DOS-Tagen mit PCs arbeitet, neigt vielleicht noch eher dazu, alles streng hierarchisch mit ASCII-tauglichen Ordnernamen zu strukturieren, also z.B. "2011_09_19_fotos_uebersee" - garantiert lesbar auch mit alten Kisten...
Oder gehört Ihr eher zur jungen Garde, die zu Zeiten von Indexsuchen aufgewachsen ist, und werft alles in einen Ordner - Spotlight ist eh immer schneller als sich durch Ordner zu klicken?
Und über das reine Abspeichern hinaus - nutzt Ihr wie ich den Rechner für berufliches und privates gleichermaßen? Seid Ihr eher so die Multi-Desktop-Nutzer oder nicht? Überlasst Ihr iPhoto/Aperture/Lightroom die Kontrolle oder liegen alle Bilder in selbstgebauten Ordnerstrukturen? Je nach dem, was Euer Hobby, Job ist... erzählt mal ein bisschen, wie Ihr Euren Mac nutzt...!
 
Nutzung: beruflich wie privat.

Suche der Dateien: Hauptsächlich mittels eines immer geöffneten Finder-Spotlightfensters.

Ordnerstrukturen aber weiterhin nach klassischem Muster:
z.B. Ordner:
- Beruf (Unterordner: Aktuell, Temporär, Arbeitsmaterialen, weitere Ordner nach Themen usw.)
- Grafik (Bilddateien nach Themen bzw. Inhalten sortiert; Familie usw.)
- Medien (Mediendateien von Videos bis MP3s auch nach Themen, Künstlern usw. sortiert)

usw.

Die Nutzung der Ordnerstrukturen dient u.a. der übersichtlichen Archivierung. Meist suche ich die jeweiligen Dateien aber per Spotlight-Suchfenster. Aber die klassischen Ordnerstrukturen sind unerlässlich, weil sie u.a. helfen, bestimmte Dateien zu finden, deren Name man beispielsweise gar nicht mehr weiß usw. Auch helfen Ordnerstrukturen bei der Übersicht über bestimmte Aufgaben, Arbeitsverläufe, Themenzusammenhänge usw. Eine Art 'Mindmapping'. Und, wie in einer Bibiothek, ergibt sich bestenfalls eine sinnvoll sich erschließende Ordnung, die bei der Arbeit hilft.

Eine Freundin und Arbeitskollegin hat kürzlich auch wieder auf Ordnerstrukturen umgestellt, nachdem sie im absoluten Chaos versunken war und einfach mal alles nur in grobe Überordner reingeschmissen hatte, wie sie auch im User-Ordner in OSX vorgegeben sind. Doppelte Dateien mit unterschiedlichem Namen, ewig gesuchte Dateien (deren Namen sie nicht mehr wusste usw.) usw. Sie hat dann zwei Wochen geordnet, 20 GB an Dateien löschen können und Dateien wiedergefunden, die sie schon verloren glaubte.

ASCII-tauglichen Ordnernamen zu strukturieren, also z.B. "2011_09_19_fotos_uebersee" - garantiert lesbar auch mit alten Kisten...

Die Zeit schreitet voran. Rücksichten auf Uralt-PCs nehmen weder ich noch mein Mann (noch mittlerweile irgendwer, den ich sonst so kenne). Alte Hardware und Software sind völlig ausgetauscht worden und haben nicht mehr die geringste Bedeutung.

Ich habe mir aber angewöhnt, auch entsprechend aktuellere Möglichkeiten zu nutzen. So zum Beispiel - besonders unter Berücksichtigung des Spotlight-Komforts -, jeder neuen Datei einen aussagekräftigen Namen (ohne DOS-Berücksichtigung) und auch Kommentare zu geben. Seitdem ist der Arbeits-Alltag erheblich angenehmer geworden.

Die Verwaltung von Dateien (wie Bilddateien usw.) überlasse ich nicht Aperture oder anderen Programmen. Diesbezüglich durften ja schon so einige ihren GAU erleben (mangelhafte Updates und futsch waren erstmal die Bilder. Und auch fehlerhafte Backups sind nicht ohne).

Liebe Grüße,
Julia
 
Die meiste Arbeit lass ich von Programmen erledigen, d.h.:

Für Musik: iTunes
Für Fotos: iPhoto (reicht für den Hobbyfotografen aus)
Für Videos: Usher

Solche "Datenbankprogramme" sind dem Finder einfach in Sachen Organisation, Suche & Sortierung bei weitem überlegen und genau deswegen sollte man sie auch nutzen.

Allerdings kann ich mich bei Dokumenten (PDFs etc.) damit nicht anfreunden, das wird weiterhin im Finder erledigt, wobei ich da auch keine Notwendigkeit sehe und sich das in Grenzen hält.

Für Notizen: nvALT, eine wirklich sehr schöne und praktische App, alles was man sich kurz- oder langfristig merken muss (und nicht besonders sicherheitskritisch ist, obwohl Verschlüsselung möglich ist), kommt bei mir da hinein, unterstützt MultiMarkdown, Dropbox- & Simplenote-Sync. Diese App allein verhindert bei mir schon ein ziemliches Datei-Chaos.

Außerdem für Codeschnipsel neuerdings CodeBox, bei der Rabattaktion neulich zugeschlagen und gleich lieb gewonnen.

EDIT: Ich bin also fast der krasse Gegensatz zur Heideschnucke... ;-)
 
Ich arbeit zwar seit den alten DOS-Tagen mit PCs - was mich aber kein bisschen hindert, den OSX-Schreibtisch zu nutzen. Dabei liegt alles "Aktuelle" einfach auf eben diesem rum, es gibt ein paar Ordner, in die Fertiges (und Aufgeschobenes) versteckt wird und alle Ewigkeit mal wird ein bisschen sortiert. Was natürlich erst durch Spotlight Spass macht ...

Kurz, ich habe den guten alten "Kreativen"-Schreibtisch auch in der digitalen Ausführung.

Die Nutzung: Wir nutzen den Rechner zu zweit - und beide sowohl für Privates, Berufliches und "Hobby". Trotzdem Multi-Desktop ist mir viel zu übersichtlich 8-) ...

Fotos? Liegen auf einer externen Platte - müssten mal sortiert werden, bei Gelegenheit. Bald. Vielleicht ...
 
-fast keine Ordnerstruktur, nutze fast ausschliesslich* intelligente Ordner, nur grobe Sortierung in den Hauptordnern, wie Dokumente, Bilder, Musik etc.
-ansonsten nutze ich für Musik iTunes, für Bilder iPhoto und auch dort überlasse ich die Sortierung dem Programm.
-gilt für privat und Beruf
 
Sehr interessanter Thread! Das wird hoffentlich eine schöne Sammlung.

Ich selbst bin auch immer auf der Suche nach der besten Möglichkeit meine Daten zu sortieren.

Für Musik ist iTunes zuständig, für Bilder iPhoto und Aperture. iPhoto hat die normalen Schnappschussbilder (also irgendwelches Familenfeiergedöns) und Aperture sammelt brav meine ausgewählten semiprofessionellen Fotografien.

Sämtlicher Sourcecode wird mit einem Versionsverwaltungssystem ala Git verwaltet und diese finden sich alle in ~/Repositorys/Projektname. Dinge die aktuell bearbeitet werden sind entweder in ~ oder in ~/Desktop, zudem werden alle Dateien auf meine Archivfestplatte verschoben, wenn ich sie mittelfristig nicht mehr brauche. Dokumente wie z.B. Semesterarbeiten etc. werden in Dokumente und dem entsprechenden Unterordner gespeichert. Dann gibt es noch seit neustem ~/Backups, dort liegen dann meine Webseite als Backup (von der Serverseite) — hierzu überlege ich momentan die Datenbankdateien automatisch in ein Git-Repo zu packen, welches man dann leicht synchronisieren kann und gleichzeitig das Datenbankbackup versioniert ist.

Für den sonstigen Datenwust ist Evernote ganz geschickt, dort sammle ich auch gerne interessante Webseiten (als Text oder Bild, je nach Bedarf); Ideen, Notizen, Erinnerungen, Dinge die man gerne mal vergisst oder sich nicht so schön zuordnen lassen. Zudem hat man das Zeug dann immer dabei, sobald man Zugriff auf evernote.com hat bzw. mit dem iPhone kann man auch schnell eine Notiz erstellen (meist Bild/Ton.) Ich versuche das auch immer mehr auszubauen, momentan suche ich nach einem vernünftigen Tag-System — vielleicht hat jemand da noch einen Tipp?
Zudem versuche ich momentan in Evernote meine TODOs zu etablieren, im Verbindung mit Alarms Express — aber das wird noch nicht sonderlich konsequent durchgezogen, da muss ich mir noch was eleganteres einfallen lassen!

Dann gibt es noch die Dropbox, die für aktuelle arbeiten (u.a. wenn Redundanz gefragt ist) genutzt wird oder wenn man zusammen arbeitet. Mal schnell eine Datei öffentlich zugänglich machen, bei Bildern benutze ich für diesen Zweck Skitch (auch für Ebay ganz nett.) Auf der Dropbox liegt auch noch ein verschlüsseltes sparsebundle mit all meinen Passwörtern als Textdatei (diese sind nach dem Dienst benannt), aber zukünftig sollen auch Softwarekeys und all so was rein. Dann habe ich überall die Datei und auch gleich ein Backup, wenn wirklich alle Stricke reißen (Hütte fackelt ab und TM ist mit tot etc.)

Aber an allen Ecken und Enden sehe ich noch gewaltigen Verbesserungsbedarf, dass in einem einheitlichen Wege zu verwalten und dort hin zu überführen. Zumal ich eben auch sehr plattformunabhängig sein will — falls mir Apple gegen den Strich geht, wechsle ich einfach zu Linux. Zumal mich meine Arbeit immer weiter zum Terminal hin bringt und mir das auch sehr gefällt — hat viele Vorzüge. :)