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Wie lange seit ihr durchschnittlich im Netz? Internetsucht!

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von samro, 12.02.07.

?

Wie lange bist du durchschnittlich pro Woche im Netz?

  1. weniger als 17,5 Stunden

    7 Stimme(n)
    8,0%
  2. ca. 17,5 Stunden

    11 Stimme(n)
    12,6%
  3. ca. 30 Stunden

    18 Stimme(n)
    20,7%
  4. ca. 35 Stunden und mehr

    51 Stimme(n)
    58,6%
  1. samro

    samro Riesenboiken

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    289
    Habe vor einiger Zeit einen Vortrag über Internetsucht gehört. Es gibt in Deutschland Studien darüber, dass in der BRD schon etwa 3-5% der Internetnutzer süchtig sind. Tendenz steigend.

    Von Internetabhängigkeit oder Internetsucht sprechen wir, wenn die
    folgenden fünf Kriterien erfüllt sind:

    • Einengung des Verhaltensraums: über längere Zeitspannen wird der größte Teil
    des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung verausgabt (hierzu zählen auch
    verhaltensverwandte Aktivitäten wie beispielsweise Optimierungsarbeiten am PC)

    • Kontrollverlust: die Person hat die Kontrolle bezüglich des Beginns und der
    Beendigung ihrer Internetnutzung weitgehend verloren (Versuche, das
    Nutzungsausmaß zu reduzieren oder die Nutzung zu unterbrechen, bleiben
    erfolglos oder werden erst gar nicht unternommen (obwohl das Bewusstsein für
    dadurch verursachte persönliche oder soziale Probleme vorhanden ist)

    • Toleranzentwicklung: im Verlauf wird zunehmend mehr Zeit für internetbezogene
    Aktivitäten verausgabt, d.h. die „Dosis“ wird im Sinne von Kriterium 1 gesteigert
    (dynamisches Verlaufsmerkmal)

    • Entzugserscheinungen: bei zeitweiliger, längerer Unterbrechung der
    Internetnutzung treten psychische Beeinträchtigungen auf (Nervosität, Gereiztheit,
    Aggressivität) und ein psychisches Verlangen zur Wiederaufnahme der
    Internetaktivitäten,

    • Negative soziale und personale Konsequenzen: wegen der Internetaktivitäten
    stellen sich insbesondere in den Bereichen „soziale Beziehungen“ (z.B. Ärger mit
    Freunden) sowie „Arbeit und Leistung“ negative Konsequenzen ein.

    In einer Pilotstudie im Jahr 1999 der Humboldt Universität Berlin unter 8.266 Personen hat man folgendes festgestellt:

    Unauffällige (17,5 Std/Woche im Internet): 90%
    IS Gefährderte (28,58 Std/Woche im Internet): 7%
    Internetsüchtige (34,63 Std/Woche im Internet): 3%

    Bei dieser Studie hat man die Testpersonen einen Fragebogen mit 30 Seiten ausfüllen lassen.

    Natürlich lässt sich nicht anhand der Onlinezeit ausnahmslos sagen, ob jemand internetsüchtig ist oder nicht, aber es kam heraus, dass Süchtige im Schnitt länger im Netz sind als Nichtsüchtige.

    Ist die Internetsucht eine ernstzunehmende Gefahr auch für uns hier im Forum? Gibt es hier schon Internetsüchtige?

    Über einen sachlichen Austausch über dieses Thema würde ich mich freuen.

    Ein guter Link zum Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Internetabhängigkeit

    Best Wishes!

    Sascha
     
    #1 samro, 12.02.07
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.07
  2. dewey

    dewey Gewürzluiken

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    also ich bin schon eher länger im internet da ich einerseits laptopklasse gehe, zweitens space pioneers (o-game) mit einer aktivität von 60% spiele und drittens online zocke und apfeltalkeo_O:)

    erschrekend wenn ich mir das jetz so anschaue:)
     
  3. alles andere wäre ja auch merkwürdig ;) :D

    ich bin zwar über 50 Std/Woche im internet aber ich "erfülle" keine der kriterien.
     
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  4. Valou

    Valou Rhode Island Greening

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    Ich bin auch eher mehr im Internet. Aber von den abnormen Verhaltensmöglichkeiten die oben aufgelistet sind trifft nichts zu.
     
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  5. dahui

    dahui Carmeliter-Renette

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    und manch einer arbeitet im web

    router log:

    letzter Monat 743:44 hrs/min 39 logins
     
  6. mullzk

    mullzk Linsenhofener Sämling

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    nun, diese erkenntnis überrascht wohl nicht sonderlich, der suggerierte zusammenhang ist trotzdem nicht zutreffend, ein klassiker unter den folgerungs-fehlern. es lässt sich nicht nur nicht allein anhand der onlinezeit sagen, dass jemand internetsüchtig ist, es lässt sich aus der onlinezeit überhaupt nicht positiv auf eine sucht schliessen (umgekehrt natürlich schon: wer eine stunde monatlich online ist, ist kaum süchtig...) - das einzige was diese studien herausbekommen ist, dass jene, auf die die suchtkriterien zutreffen, überdurchschnittlich hohe online-zeiten haben. item.

    habe die höchste stufe angewählt, wobei ich alleine den begriff online-zeit schwierig finde (was zum beispiel wenn ich mir im netz uni-relevantes wissen zusammensuche - ist das nun näher beim internet im sinne von internetsucht oder näher beim studieren im sinne von normal-verhalten? und wie steht es beim ziellosen wissenanhäufen bei interessanten themen im netz?). irgendeine zeitlang muss rein logisch das dynamische verlaufsmerkmal erfüllt gewesen sein, und vor einiger zeit war bei mir auch der kontrollverlust offensichtlich - war der hauptgrund, weshalb ich mir letzten winter mit relativ drastischen methoden den zugriff auf apfeltalk verhinderte und abgetaucht bin.

    auch wenn ich die letzten beiden kriterien nie erfüllte, denke ich dass eine diagnose der internetsucht zumindest über gewisse zeitspannen durchaus zutreffend gewesen wäre. allerdings nur als nebendiagnose - hintergrund für das ganze war eine ganz andere diagnose: ziemlich brutale depression.
    und rein vom gefühl aus würde ich mal behaupten, dass auch bei der mehrzahl der erwähnten 3% internetsüchtigen dies nur ein symptom darstellt, aber statt dass man wieder mal zur diskussion stellt, dass in unseren breitengraden jedeR zehnte zu schweren depressionen disponiert ist und in den urbanen gebieten 15% der bevölkerung ernsthafte defizite in der sozialkompetenz hat, bringt man lieber zur sprache, dass ganze 3% derart verloren sind, dass sie zuviel zeit im netz verbringen.
    klar, welche zeitung würde schon neue ansätze in der depressionsforschung thematisieren - depressionen verursachen kopfschmerzen bei der leserschaft und sind überhaupt schon uralt und überholt, internet hingegen ist neu und trendy, da muss man doch auf die negativen seiten hinweisen. dass es nicht wenigen der internetsüchtigen noch beschissener ginge, wenn sie das internet als druckventil nicht hätten, ist ja wurscht.

    sry für diesen polemischen und unsachlichen post - musste irgendwie gerade sein....
     
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  7. Horstbert

    Horstbert Châtaigne du Léman

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    Hm... Habe auch für die über 35 Stunden gevoted - und wenn ich bedenke, dass ich immer noch online bin, obwohl ich morgen um 9 zum Lernen an der Uni sein will, wird mir doch ein wenig mulmig. Soziale Kontakte habe ich zwar viele, es stimmt jedoch, dass ich, sobald ich allein zu Hause bin, vor dem Mac sitze und ziellos durchs Netz surfe. Auch das Lernen wird ziemlich gerne immer weiter verschoben und dann irgendwann ganz sein gelassen.
    Das Phänomen mit der selbstfestgelegten Zeit, die nicht eingehalten wird, kenne ich gut. Hatte mir vorhin eigentlich vorgenommen, nur noch eben den Akku leerzusurfen, bin jetzt aber gerade ernsthaft noch einmal aus dem Bett gestiegen, zum Auto gelaufen und hab mein Netzteil geholt. Ich bekomme Angst.
     
  8. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Was sagt die Online-Zeit?
    Früher, als man noch nach Zeit bezahlte: viel.
    Heute? Ich lasse den Rechner oft einfach mal online, ohne irgendwas da zu machen, schaue nur alle paar Stunden rein, ob Mails gekommen sind -oder wenn ich zufällig zwischendurch was recherchieren will.
    Da sind dann manchmal zehn, fünfzehn Stunden Onlinezeit am Tag, und ich selbst saß dabei nur ein, zwei Stunden am Rechner. An anderen Tagen bin ich bei gleicher Onlinezeit auch sieben Stunden oder so "unterwegs" bei Recherchen. Wie beurteilt man das?
    Rein zahlenmäßige Messungen habe ich ja nur darüber, wie lange ich online bin, nicht, wielange ich online auch was tue.
     
  9. Bonobo

    Bonobo Nathusius Taubenapfel

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    Gutes Thema -- ich hab's vor ewig langer Zeit hier auch schon mal angesprochen


    Ich hab 30 angeklickt, wahrscheinlich waeren 35 und mehr richtig gewesen ...
     
  10. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    definitiv mehr als 35 h die Woche. Ich warte immer noch händeringend auf einen Ethernetanschluß im Nacken und eine fixe IP für meinen Bregen. Und selbstverständlich bin ich nicht süchtig und kann jederzeit aufhören - so es alle Abhängigen von sich behaupten. :p

    Gruß Stefan
     
  11. Zareyja

    Zareyja Idared

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    Ich lasse mich eher durch die Möglichkeit, die ich habe ins Internet zu gehen, verleiten, als dass ich es brauchen würde.

    Wenn ich einen ausgefüllten Tag habe gehe ich eben nicht ins Netz und vermisse es dann auch nicht.
    Es stellt für mich eher eine willkommene Abwechslung dar.
     
  12. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    Das Problem ist echt die Internetzeit; wie soll man da "Internetsucht" festmachen. Wenn ich z.B. im Netz Radio höre, komme ich ganz schnell auf die Stunden, auch wenn ich irgendwas anderes mache; z.B. Officetätigkeiten, Zeitung lesen, Wände anstarren etc. ;)
     
  13. processus

    processus Kaiser Wilhelm

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    Diese beiden Alarmzeichen würde ich Ernst nehmen.
     
  14. apple-byte

    apple-byte Jakob Lebel

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    in der Woche sitze ich morgens 30 Minuten und abends 1-3 Stunden vorm Computer
    am Wochenende sind es 1-6 Stunden

    im Sommer eher weniger
     
  15. ontje

    ontje Gast

    Puh, Glück gehabt, ich bin nur 34,62 Std/Woche im Netz. Internetsüchtig ist man ja erst ab 34,63 Std/Woche. Achja, wusstet ihr schon, dass 73,23145 % aller Statistiken unrealistisch genau sind?
     
  16. guy_incognito

    guy_incognito Oberdiecks Taubenapfel

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    Mit 92%-iger Wahrscheinlichkeit ist deine Statistik falsch. Bestimmt ist deine Stichprobe größer als die Grundgesamtheit. ;)
     
  17. Blixten

    Blixten Adams Apfel

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    Eine Internetsucht anhand der Nutzungsdauer festzustellen war 1999 sicher noch einfacher als 8 Jahre später. Viele Leute sind mitlerweile ja quasi immer im Netz.

    Podcasts haben bei mir z.B. das Radiohören verdrängt, trotzdem würde ich die Zeit, die ich deswegen länger "im Netzt" bin nicht als Suchtindikator sehen.

    Ausserdem hat das Internet im Bildungsbereich oft die Bibliothek abgelöst. Alleine schon desswegen bin ich jeden Tag mindestens 2 Stunden "dienstlich" Online; auch das gab es 1999 noch so nicht.

    Hab daher mal 30 Stunden gewählt, könnten auch 25 oder so sein. Die reine Onlinezeit, d.h. mit dem Internet verbunden ist aber deutlich länger (alleine schon werden der Mails).
     
  18. Horstbert

    Horstbert Châtaigne du Léman

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    Ja, das tue ich durchaus.

    Nochmal zum Thema Onlinezeit: Gemeint ist doch sicherlich nicht die Verbindungsdauer, sondern die Zeit, die Mensch aktiv am Computer sitzt und surft. So betrachtet, zieht das Argument in meinen Augen nicht wirklich...
     
  19. physuck

    physuck Roter Stettiner

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    Wie heißt es doch so schön:

    "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.";)

    Ich selbst verbringe schon so einige Stunden aus Studiumsgründen im Internet, aber als "suchtgefährdend" kann man das nicht bezeichnen.
     
    #19 physuck, 12.02.07
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.07
  20. Kang00

    Kang00 Zwiebelapfel

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    Hm, ja, ich bin süchtig. Ich bin süchtig nach drei Dingen:

    - Internet
    - Musik
    - irgendwas was mir jetzt nicht einfällt

    Und wisst ihr was, es stört mich nciht im geringsten. Ich erfülle keines der oben genannten Kriterien (von wegen physische Beeinträchtigung et cetera...), habe einen Zeugnissdurchschnitt von 2,3, keine sozialen Probleme, bin extrem lebenslustig, habe viele soziale Kontakte (teilweise auch dank des Internets), und trotzdem bin ich süchtig. Meiner Meinung nach. Wenn ich mich langweile, setze ich mich vor den Mac und surfe rum. Wenn ich zuhause bin, surfe ich im Netz. Der Mac ist eigentlich immer online (Ruhezustand), und inzwischen gehe ich sogar morgens zehn Minuten online um einerseits in den "Guten Morgen"-Fred zu posten und noch n bisschen zu gucken und andererseits zu schauen was sich so tut. Und dennoch stört es mich nicht. Was solls. :D
     

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