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Wie das MP3-Patent von 1996 die Musikindustrie veränderte

Zum Sammeln: Ja, für manche Leute.
Zum Hören: Ich bin gespannt, wie du begründest, dass eine korrekte Lossless-Codierung weniger Qualität hat.

Es klingt in meinen Ohren etwas lasch, im Gegesatz zu den wenigen HiRes Audio Titel zb in  Musik
 
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Ach ja, die späten 90er – als man sich über die „besten“ Encoder-Einstellungen austauschte, meist bei 192 kbit VBR landete und die Laufwerke beim Rippen der damals rund 200 CDs heiß liefen. Einfachere Zeiten.

Ein vollständiger Ersatz für physikalische Tonträger? Aus meiner Sicht: niemals. Selbst wenn man den ganzen „Glaubenskrieg“ um Klangqualität oder den Wert des Hörerlebnisses ausklammert. Auch wenn man die heutige „Skipperitis“ ignoriert, sollte man als Musikhörer – und erst recht als Musikliebhaber – nicht auf physikalische Tonträger oder zumindest DRM-freie Downloads verzichten.

Ja, ich nutze Streaming ebenfalls sehr gern. Es ist bequem, mobil und man kann jederzeit in alles reinhören. Selbst intensives Eintauchen in neue Genres schnell, einfach und ohne Aufwand. Aber ein echter Ersatz ist es nicht. Ein Blick auf Gaming oder Film & Serien reicht: Inhalte verschwinden aus Bibliotheken oder werden sogar abgeschaltet.

Das passiert im Kleinen längst auch beim Musikstreaming. Irgendwann wird es auch dort an Fahrt aufnehmen – und immer mehr Musik geht dauerhaft verloren. Außer für jene, die einfach die LP oder CD aus dem Regal holen.

Für Menschen, denen es letztlich egal ist, was sie hören und für die Streaming nur personalisiertes Radio ohne Moderation ist, mag das unerheblich sein. Sie merken es vermutlich gar nicht. Aber jeder, der Musik bewusst hört und liebt, bemerkt den Unterschied.

Den eigentlich fälligen Rant über KI-generierten Schmutz in den Apps, sinkende Aufmerksamkeitsspannen und die Verflachung der Kunstform Musik spare ich mir an dieser Stelle.

Meine Empfehlung: Bewahrt euch die Musik, die euch wichtig ist – unabhängig von Streaming-Anbietern. Ob physikalisch oder digital – ich persönlich bevorzuge physikalische Medien.
 
Aber nur wenn das wirklich passiert. Noch wissen wir nicht ob es im großen passieren wird.
Beziehungsweise wann.
Meine Playlist mit "nicht mehr verfügbaren" Titeln ist regelmäßig gut gefüllt. Und das sind nicht nur Alben die durch irgendwelche verschlimmbesserte "Remasters" erstezt wurden. Manchmal tauchen sie nach Monaten wieder auf. Manchmal bleiben sie für immer "offline".

Und die Frage, "ob" das wirklich passiert stellt sich wirklich nicht. Nur "wann". Da unterscheidet sich der Musikmarkt nicht vom Film- oder Gaming-Bereich.
Im Zweifel, sobald die Künstler sich nicht mehr mit Cent-Beträgen abspeisen lassen und die Streaminganbieter auf den Trichter kommen, dass der KI-Schmutz ja ausreicht um die Mehrheit beglücken, weil die es im Stakkato der belanglosen 2min30sec Tracks im Hintergrund oder während ihrer TikTok Dance Challenges ohnehin nicht mehr erfassen kann, was sie da eigentlich hört.

Brauchen ja auch gar nicht drüber diskutieren. Für die Masse wird es eh keinen Unterschied machen. Von daher werden die Streaming-Anbieter alles richtig machen.

Ich zieh derweil nach Belieben alles aus dem Regal, das ich hören möchte. Oder schau mir Episode IV in der (fast) Kinofassung von 1977 an. Etwas das auch nur noch jene können, die ihre VHS-Kassetten oder DVDs aufgehoben haben. Der Rest glaubt, dass Greedo als erstes geschossen hat.
 
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