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Wie das Debakel rund um Apple Maps den Weg für iOS 7 ebnete

Martin Wendel

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Mit iOS 6 löste der Apple eigene Kartendienst das vorinstallierte Google Maps ab und führte zu einem Aufschrei unter Nutzern und Medien: Falsche Karten, fehlende POIs und schlechte Satellitenaufnahmen sorgten bei vielen für eine Menge Ärger. Das Debakel rund um Apple Maps hat zwar nicht direkt, aber durchaus über Umwege den Weg für iOS 7 geebnet, wie aus einem aktuellen Bericht von Reuters hervorgeht – und zwar durch den Rausschmiss von iOS-Chef Scott Forstall.[PRBREAK][/PRBREAK]

Tim Cook hat sich damals, gegen die Empfehlung von Scott Forstall, der noch bis vor etwa einem Jahr für iOS verantwortlich war, in einem offenen Brief and die Kunden gewandt und sich für Apple Maps entschuldigt. Kurz darauf wurde Scott Forstall gefeuert. Jony Ive, der bisher nur für das Hardware-Design von Apples Produkten verantwortlich war, übernahm auch das Software-Design und bekam von Tim Cook den Auftrag, das Betriebssystem in eine völlig neue Richtung zu führen.

Die Entscheidung, zwei sehr wichtige Schwerpunktbereiche von Apple zusammenzuführen, sei eine alleinige Entscheidung von Tim Cook gewesen, so Bob Iger, Mitglied von Apples Aufsichtsrat. „Das war eine wichtige Entscheidung von Tim und er hat sie unabhängig und sehr sehr entschlossen getroffen.“

Das neue Design von iOS 7 entzweit in der Zwischenzeit die Apple-Kunden – den einen zu verspielt, gefällt den anderen der modernere Look. Nicht mehr lange und das neue Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch wird offiziell veröffentlicht. Als möglicher Termin gilt der 10. September, an dem Apple das neue iPhone (oder die neuen iPhones?) vorstellen soll.

iphone-maps_flickr.jpg​
Via BGR
Bild: iPhone Maps (CC BY 2.0), von Simon Yeo, flickr
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist für mich die erste große Entscheidung die Tim Cook als Chef bei Apple vollbracht hat. Unabhängig ob man damit zufrieden ist oder nicht zeigt das, dass er nicht einfach nur ein Mitläufer ist. Er will Apple weiter voranbringen und sich nicht auf Erfolgen ausruhen. Sicherlich macht er das in einem anderen, ruhigerem Stil als das Jobs getan hat. Aber das scheint dem Klima dort gut zu tun.
 
So sehr ich Apple Maps auch als alleinige Kartenapp auf meinem Device hätte, ist es in vielen Bereichen leider immer noch nicht ausgereift. Vor allem die Suchfunktion findet viele Adressen auf Anhieb nicht, oder zeigt sie an einem völlig falschen Ort an. Daher nutze ich noch häufiger google Maps, obwohl ich die Navigation mit Integration ins IOS bei Apple wesentlich besser finde.

Auch haben sich viele POIs an falschen Orten, trotz Meldung nicht geändert.
 
Auch ich habe über Apple Maps am Anfang geschimpft, hauptsächlich weil viele POIs einfach nicht eingetragen waren.
Mittlerweile habe ich google Maps gelöscht und nutze ausschließlich Apple Maps, sogar Navigon habe ich von meinem iPhone gelöscht, da mir die Apple Navigation bedeutend besser gefällt, insbesondere in Hinblick auf Akkulaufzeit und Design (2h Autofahrt Navigon von 100% auf 40% Akku, selbe Strecke Apple Maps 10% Akkuverbrauch.)

Mag sein das es Regionale Unterschiede gibt, in den USA soll Apple Maps zu Beginn noch mehr Schwierigkeiten bereitet haben, ich halte die Entschuldigung von TimCook jedoch als eine Fehlentscheidung und mir tut Scott Fostall leid, zu genial finde ich mittlerweile Apple Maps von Design, Vector Steuerung, iOS Integrierung,Siri unterstützung, POIs, aktuellstes Kartenmaterial und vielem mehr.

Einige forderten Apple Maps erst auf einen Beta Status zu setzen, was in meinen Augen den Ausbau dieser App massiv verlangsamt hätte.
 
Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der App, das Kartenmaterial wurde auch bei uns in der Gegend in den letzten Monaten (wann weiß ich nicht genau, aber auch als die App damals rauskam war das Kartenmaterial schon aktueller als das von Google) auf aktuellen Stand gebracht.
Immerhin, bei Google Maps sind die Bilder über 10 Jahre (!!!) alt, denn da steht noch nichtmal das Einkaufszentrum, welches inzwischen echt nicht mehr neu ist ;)
 
Es ist immer eine Frage, ob der Nutzer bereit ist, "Änderungen" zu akzeptieren. Man kann damit vermeintlich daneben liegen oder einen Glücksgriff haben. Wenn man sich ansieht, welche minimalen Veränderungen in iOS oder OSX stattgefunden haben und welches Aufsehen selbst das jedes Mal bei den kleinsten Dingen gab, kann man es mit der Angst zu tun bekommen. Nicht vor Apple, sondern vor den Nutzern. Der Schritt ist - gemessen am Klientel - doch etwas ""gewagt"".

Beispiele:

Wenn man sich ansieht, welches Debakel ein m.E. ein sehr gutes, stark von den Funktionen im GUI an OSX angelehntes OS (Windows8) hervorgerufen hat, kann ich damit meine Meinung noch ein wenig unterstreichen. Windows 8 ist sehr weit. Auch unter der Haube. Die Nutzer schmähten mit Abscheu. Für mich unverständlich. Es ist halt eine Gewöhnungssache.

Ich für meinen Teil liebe FinalCut, sehr sogar, obwohl ich auch den Vorgänger intensiv genutzt habe. Inzwischen ist FC ausgereift, stabil und sehr schnell (abgesehen vom Compressor - Der ist nicht nutzbar). Die Bewertungen zum Anfang waren eine Katastrophe.

Bei Logic sieht's heute anders aus, die Leute gewöhnten sich schneller dran, obwohl das Tool ähnliche Veränderungen hinter sich hat.

Testballons und Screenshots sind gut, es erleichtert die Sache und Rückmeldungen der Entwickler geben der Sache den Schliff. Apple macht nichts falsch. Manche freuen sich über Änderungen, manche eben nicht. Ich fürchte jedoch, letzteres stellt die Mehrheit dar, tobender Mob halt.
 
Ich für meinen Teil liebe FinalCut, sehr sogar, obwohl ich auch den Vorgänger intensiv genutzt habe. Inzwischen ist FC ausgereift, stabil und sehr schnell (abgesehen vom Compressor - Der ist nicht nutzbar). Die Bewertungen zum Anfang waren eine Katastrophe.
Was jetzt, FCP oder FCPX?
 
"Aufschrei", "Debakel" ... das gabs in der Form wieder nur von den Apple-Bashing geilen Medien.

Dass es da direkt nach Release noch einiges zu verbessern gab ist doch klar.

Mittlerweile ist Apple Maps besser als google Maps.
 
WARUM gibt es nicht das "alte" Thema und den neuen iOS7 Look zum wechseln? So wie man schon seit eh und je bei Nokia ect. das Thema wechseln kann und schonmal ne Handvoll vorprogrammiert sind. Ist irgendwie etwas was ich beim iPhone schon immer vermisse ... mehr Möglichkeiten der Personalisierung... ja ich weiss das gab es schon oft, aber gerade jetzt hätte Apple sagen können "Hey, so ein starker optischer wandel gefällt nicht jedem, da bieten wir mal mindestens zwei Themen an."
 
WENN du mal etwas über Apples Philosophie lesen würdest, wüsstest du das es sowas niemals geben wird.
 
Weil iOS 7 nicht einfach nur neue Grafiken verpasst bekommen hat, sondern sich auch teilweise in der Funktion unterscheidet.
Wenn man das iOS 6 Design beibehalten wollen würde, müsste das auch noch mal extra angepasst werden und das würde eine Menge Mehrarbeit bedeuten.

Und außerdem ist der Wandel ein großer Schritt für Apple. Er mag nicht jedem Apple Fan gefallen, aber wo man sich 100%ig sicher sein kann, ist die Tatsache, dass Apple sich das mehr als gut überlegt hat und da voll hintersteht - besonders Ive. Für Apples iOS ist das neue Design ein Meilenstein, weil das Design nach fast 6 Jahren zum aller ersten Mal deutlich geändert wurde. Und wer schon groß ankündigt, aus iOS etwas völlig neues zu schaffen, und auch sichtbar stolz da drauf ist, der zieht das dann auch konsequent durch und kommt nicht plötzlich wieder mit dem alten an ... Wie peinlich ist denn sowas.
Sich da ein Hintertürchen einzubauen würde mehr den Eindruck hinterlassen, dass Apple nicht von seiner eigenen Arbeit überzeugt ist, und so würde sich Apple verständlicher Weise nicht verkaufen wollen.

Und das kann ich auch alles nachvollziehen. Nur weil Nokia sowas macht, heißt das nicht, dass man es sich zum Vorbild machen muss. In meinen Augen ist sowas nur ein Zeichen von Schwäche und eine Firma, die an die Spitze will, muss auch den Ton angeben können. Und ich will mich ja jetzt nicht wie ein Jünger anhören oder so, aber ich schätze mal eine Firma wie Apple würde sich nicht darauf herablassen ihre Pläne durchkreuzen zu lassen, nur weil manche dagegen sind.

Und zum Schluss fällt mir noch ein, dass es mit Sicherheit nicht gerade förderlich für die Millionen von Apps wäre.
Jede App wurde irgendwann mal an das iOS Design angepasst und das hat sich eingebrannt.
Jetzt kommt plötzlich iOS 7 und die Entwickler sind erstmal damit beschäftigt, die Apps iOS 7-"tauglich" zu machen.
Wenn Apple jetzt aber beide Designs behalten würde, dann müssten die ganzen Entwickler ihre Apps ab jetzt in 2 komplett verschiedenen Designs anbieten (und stets aktuell halten).
Das will sicherlich kein Entwickler und ich fänd das auch ziemlich bescheuert.
Diese Einheitlichkeit nämlich gehört bei Apple für mich dazu. Während bspw. Android auf jedem Smartphone anders aussieht, gibt es genau ein iOS, das überall gleich aussieht und gleich funktioniert. Und auf dieser Basis erstmal richtig optimiert werden kann. Und so gibt es bei iOS demnach keine Schwierigkeiten, dass da irgendwelche Apps oder Funktionen aus der Reihe tanzen und wenn ihr mich fragt, diese gewohnte Sorgfalt würde ich bei meinen Apple Geräten gerne behalten können.

Und Scheiße jetzt hab ich mich schon wieder verloren und 10 mal so viel geschrieben wie ich ursprünglich wollte.
 
Und zum Schluss fällt mir noch ein, dass es mit Sicherheit nicht gerade förderlich für die Millionen von Apps wäre.
Jede App wurde irgendwann mal an das iOS Design angepasst und das hat sich eingebrannt.
Jetzt kommt plötzlich iOS 7 und die Entwickler sind erstmal damit beschäftigt, die Apps iOS 7-"tauglich" zu machen.
Wenn Apple jetzt aber beide Designs behalten würde, dann müssten die ganzen Entwickler ihre Apps ab jetzt in 2 komplett verschiedenen Designs anbieten (und stets aktuell halten).
Das will sicherlich kein Entwickler und ich fänd das auch ziemlich bescheuert.

Hä, die Entwickler müssen die Apps doch von nun an eh in zwei Designs rausbringen, wenn sie nicht riskieren wollen, das sie in den alten Versionen aus der Reihe tanzen, was ein ziemlich großer Nachteil währe.

Ich persönlich kann mir vorstellen, das iOS7 sowas wie Apples Vista wird, denn es ist geschmacklich viel zu polarisierend, und sein wir mal ehrlich, die meisten Nutzer kaufen Apple Geräte eben aus geschmacklichen gründen.

Darüber hinaus hebt sich das neue iOS kaum noch von Android ab, und ich kann mir vorstellen, dass es für viele zur "Einstiegsdroge" für den Wechsel wird.

Auch Apple kann nicht endlos wachsen, nennt mich ruhig schwarzmalerisch, aber ich glaube Apple steht bereits kurz vor seinem Zenit.
 
Hä, die Entwickler müssen die Apps doch von nun an eh in zwei Designs rausbringen, wenn sie nicht riskieren wollen, das sie in den alten Versionen aus der Reihe tanzen, was ein ziemlich großer Nachteil währe.
Es wird sich mit Sicherheit nur ein Bruchteil (oder gar keiner) der Entwickler die Arbeit antun, ihre Apps in zwei unterschiedlichen Designs anzubieten. Apple "zwingt" durch seine Politik die Nutzer ja sowieso regelrecht dazu, immer möglichst aktuelle Software-Versionen zu nutzen. Warum dann mit einem alten Design herumschlagen?
 
iOS7 als Einstiegsdroge für Android? Nur weil man ein paar sehr sinnvolle Funktionen eingebaut hat, die es z.T. in ähnlicher Form auch bei Android gibt?

In meinen Augen hat iOS7 mehr Vorteile als iOS6, ohne die Nachteile von Android zu haben. Man könnte es also auch so sehen, dass mancher Andoird-Nutzer nun eher zu iOS wechselt. Was stimmt, kann keiner vorhersagen. Dass iOS7 das Vista für Apple wird halte ich aber für kompletten Nonsense. Vista hat nicht polarisiert sondern war zumindest lange Zeit ein wirklich schlechtes OS. das hatte nichts mehr mit Geschmack zu tun, worum es hier bei iOS in meinen Augen geht.
Das Gemeckere vor neuen Versionen ist doch ganz normal, denn es sind immer einigen zu wenige, zu viele oder die falschen Änderungen. Ich glaube, dass die ganzen Kritiker vielleicht zu Beginn noch negativ eingestellt sind, aber nach kurzer Zeit verstummen werden.

Beim iPhone 5 war es doch auch so. Bei den Leaks und der Präsentation wurde gemeckert wie blöd, als es dann erhältlich war und der Gewichtsunterschied etc. wirklich fühlbar war, hörte man kaum noch negative Äußerungen. Klar ist damit nicht jeder zufrieden, aber die allermeisten eben schon. Und so wirds mMn mit iOS7 auch werden.
 
Also ich wusste ehrlich gesagt nie was alle gegen das neue maps hatten.
Sateliten Bilder hab ich eh nie gebraucht (wofür brauch man die ?).
Und dafür gabs ne richtige Navi funktion und übersichtlichere und schneller ladendende Karten.

Zugeben muss man allerdings das in Deutschland deutlich weniger POI's eingetragen waren, aber dafür habe ich eh seperate apps.

Insgesamt habe ich mir nie das alte zurückgewünscht.

Bin zugegebener Maßen aber auch kein Power User der Maps-App
 
Ich fand die Karten App. Von Anfang an gut, nur Sie ist mit sehr viel Lücken immer noch am Markt, ich benutze Sie nicht oft, aber man kann sich nicht drauf verlassen, Google ist wesentlich zuverlässiger und das ist es doch worauf es bei einer Kartenapp ankommt.
Es wird viel zu viel über bunte Bildchen geschrieben, aber können tut Sie weniger als Google, nach meiner Auffassung ist die App viel zu früh an den Markt gekommen.
 
Mag ja eine sehr sehr sichere Entscheidung von Tim Cook gewesen sein. Was mich aber zweifeln lässt:
IOS war absolut bahnbrechend. So falsch kann Scott also nicht gelegen haben.
Ive hat zwar ein goldenes Händchen für tolles Design, oft aber absolut auf Kosten der Nutzbarkeit. Ich glaube nicht, dass er der richtige Mann ist...für eine Benutzeroberfläche.
Die anderen Mitglieder des Vorstandes bei Apple werden nicht aus Bewunderung von der "alleinigen Entscheidung" durch Tim sprechen....sie tun das, um ihren A..... aus der Schusslinie zu nehmen, falls es sich als Fehler erweist!
Große Keynotes gibt es schließlich auch deshalb nicht mehr, weil es nichts mehr zu präsentieren gibt.
Selbst die Einführung des MacPro haben sie wiedr genial versemmelt, es gibt ihn immer noch nicht. Die Präsentation war also letztlich auch nur eine Schutzmassnahme für den unglücklichen Chef. Der hatte sich im letzten Jahr aus dem Fenster gelehnt und einen neuen MP für 2013 angekündigt.
 
Selbst die Einführung des MacPro haben sie wiedr genial versemmelt, es gibt ihn immer noch nicht. Die Präsentation war also letztlich auch nur eine Schutzmassnahme für den unglücklichen Chef. Der hatte sich im letzten Jahr aus dem Fenster gelehnt und einen neuen MP für 2013 angekündigt.

Wir haben noch 2013. Der Mac Pro erscheint im Herbst (sagt sogar Apples aktueller Trailer.). Was war an diesem Teaser auf der WWDC verkehrt? Es ist doch klar, dass man für einen MP kein Event halten kann. Auch andere Macs bekommen nur minimale Anteile auf den Keynotes geschenkt.

Mit iOS in seiner derzeitigen Form war man in einer Komfortzone. Man hätte da sicher noch ein paar Jahre weiter drumherum entwickeln können. Aber man war mutig und entschied sich, vieles über Bord zu werfen. Bei einem System was so weit verbreitet ist, ist das ein riesengroßer Schritt. Aus Erfahrung weiß ich, was selbst kleinste Änderungen an einer GUI für Aufschreie auslösen können. Die Entwickler scheinen mitzuziehen, wenn man den wenigen Umfragen glauben kann. Unter den Nutzern gibt es die übliche kleine Gruppe, die es total ablehnen und die versuchen in diversen Formen Stimmung dagegen zu machen. Aber der Großteil wird es annehmen erst recht, wenn die Vorteile der neuen UI zum Vorschein kommen. Da steht natürlich Apple in der Pflicht diese neue Grundlage bestmöglich zu nutzen.