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[10.8 Mountain Lion] Weniger RAM frei nach 'sicherem Systemstart'...

Irving

Lambertine
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16.04.10
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702
Auf der Arbeit war ich heute zum ersten mal mit einem interessanten Phänomen konfrontiert...

Ein Arbeitskollege hat den 'sicheren Systemstart' wegen irgend eines Problems ausprobiert (beim Starten des Macs also die Shift-Taste gedrückt). Interessant war, dass nach dem 'sicheren Systemstart' die Beobachtung gemacht wurde, dass auch beim später normalen Booten weniger RAM von OSX zur Verfügung gestellt war.

Zuhause hab ich das dann mal reproduziert. Also: 'sicherer Systemstart' durchgeführt... und später normal neu gebootet, also reguläre Systemstarts durchgeführt. Das Resultat war das gleiche: auch im normalen OSX-Betrieb stand im Anschluss bleibend dann weniger RAM zur Verfügung bzw. wurde augenscheinlich anders verwendet.

Hier mal zur Gegenüberstellung:

System, das noch nie mittels 'sicherem Systemstart' gebootet wurde:

2.png

Normaler Boot eines Systems, nachdem der 'sichere Systemstart' einmal verwendet wurde.

1.png

Dies blieb auch nach weiteren Systemstarts so. U.a. kernel_task reserviert dann anhaltend mehr RAM. Was da genau in den Speicher geladen wurde, konnte ich aber nicht nachvollziehen. Auch an einem Mac meiner Frau haben wir das noch reproduzieren können (dank Backup und System/Dateien-Trennung reuelos und schnell wieder behoben...).

Ist das anderen schon aufgefallen? Gibt es Erklärungen für dieses Speicher-Verhalten?
 
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Noch einmal neu starten?
Vielleicht weil beim ersten normalen Start Caches erneut angelegt werden?

Mfg
SimMac
 
Ja, beim Sicheren Systemstart werden unter anderem Caches gelöscht und das schadet der Performance des Systems sehr.

Die Caches und einige statistische Daten müssen mühsam wiederaufgebaut werden, wodurch das System einerseits mehr zu tun hat und andererseits dabei nicht mehr so gut an die Arbeitsumgebung angepasst ist.
 
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Ich vermute auch, dass es etwas mit den Caches zu tun hat.
 
Bei Apple ist es wie folgt dokumentiert:
http://support.apple.com/kb/HT1564?viewlocale=de_DE&locale=de_DE

Ebd.: "Bei einem sicheren Systemstart wird der gemeinsam genutzte Dynamic Loader-Cache (unter /var/db/dyld/) gelöscht. Wenn in einem Cache Probleme auftreten, kann dies beim Systemstart einen blauen Bildschirm verursachen, insbesondere nach einer Softwareaktualisierung. Bei einem Neustart wird dieser Cache in der Regel neu erstellt."

Dies betrifft ja zunächst den 'sicheren Systemstart' selber. Dass der dann zäh vonstatten geht, ist u.a. auch wegen der begrenzt geladenen Kernel-Erweiterungen nachvollziehbar. Jetzt ist doch aber anzunehmen, dass die Caches bei später durchgeführten, regulären Systemstarts dann wieder erstellt sein sollten bzw. sich das ganze Szenario wieder einpendeln müsste. Das Speicherphänomen bleibt indes erhalten - auch nachdem mehrfach wieder 'normal' gestartet worden ist und (so nehme ich an) die Caches wieder aufgebaut sein sollten. Bei der Controlle des im Apple-Dokument genannten Dynamic Loader-Cache (siehe verlinktes Apple-Support Dokument) tut sich dann zumindest auch nichts mehr. Die veränderte Speicherbelegung bleibt aber erhalten... :-/
 
... haben wir alles gemacht. Dann das ganze Paket im Hintergrund laufen lassen usw.
 
dass die Caches bei später durchgeführten, regulären Systemstarts dann wieder erstellt sein sollten bzw. sich das ganze Szenario wieder einpendeln müsste. Das Speicherphänomen bleibt indes erhalten - auch nachdem mehrfach wieder 'normal' gestartet worden ist

Es kann mehrere Tage dauern, bis sich der Rechner wieder erholt hat. Es geht um wesentlich mehr Caches und Statistikdaten als nur das Wiederherstellen der Prebinding-Daten ("Dynamic Loader").
 
Interessant, Marcel... Ein Vorgang, den man ja auch im regulären Betrieb beobachten kann, wenn man entsprechende Festplatten-Belegungen mitverfolgt, die teilweise willkürlich zu- oder mal abzunehmen scheinen. Für Normal-Anwender sind da ja weitestgehend die Einblicke versperrt, wie sich das Anlegen der Prebinding-Daten bis hin zu Versions usw. zusammensetzt und schließlich auswirkt...

Nun gut, wir haben allesamt wieder Backups rückgespielt und es läuft alles, wie es soll. Für den Zweifelsfalls weiß man dann ja: OSX zimmert sich wieder zusammen... :)