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Was genau ist eigentlich Rosetta?

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X" wurde erstellt von Subterranea, 29.03.07.

  1. Subterranea

    Subterranea Jonagold

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    Hallo,

    ich als alter G4 OSX 10.3.9 User muß Euch jetzt mal eine höchstwahrscheinlich überaus dämliche Frage stellen: Was genau ist eigentlich dieses Rosetta?

    Wie ich das einigen anderen Themen entnommen habe scheint das ja eine Art "Classic"-Umgebung für Programme zu sein, die die Intel Prozessoren noch nicht unterstützen, oder????

    Ist das wirklich vergleichbar mit der Classic Umgebung unter OSX? Da habe ich nämlich schlechte Erfahrungen mit gemacht (Drucker und 3-Tasten Maus wurden nicht erkannt (obwohl sämtliche Treiber für 9 und X installiert waren), unter OSX installierte Schriften nicht gefunden, obwohl diese angeblich auch für OS 9 und X freigeschaltet waren etc.).

    Ich habe eine Quark 6.5 Version, mit der ich regelmäßig arbeite und wenn ich mir nun einen G5 mit Intel kaufe habe ich Sorge, dass mir ohne ein Quark-Update auf 7.x ähnliches passiert...

    Bitte kläre mich doch mal einer auf...am besten für Dumme...

    Vielen Dank

    Subterranea

    ("bin ziemlich blond heute" :-* )
     
  2. AngOr

    AngOr Gast

  3. Marja

    Marja Oberösterreichischer Brünerling

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    Naja, wie manns nimmt.

    Mein Office hadert so mir Rosetta rum, dass ich mir erstmal 1GB zusätzlichen Speicher anschaffen musste, um neben Word noch andere Programme gleichzeitig öffnen (und damit arbeiten) zu können.

    Inzwischen bin ich ganz auch Pages umgestiegen. Diese Word- Rosetta- Geschichte war mir einfach zu langsam. :mad:
     
  4. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    Apple erklärt es uns: http://www.apple.com/de/rosetta/

    BTW: bei einem meiner Kunden, der neuerdings erstmal einen IntelMac einsetzt stürzt nun häufiger M$ Office (v.X) ab. Da hab ich Rosetta (bzw. die olle Officeversion, die da durch muß) schwerst im Verdacht. Kann das jemand bestätigen?

    Gruß Stefan
     
  5. Loco

    Loco Grahams Jubiläumsapfel

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    Rosette funktioniert ganz gut, aber wenn ich im Illustrator oder Photoshop ein paar besonders rechenintensive Schritte mache, merkt man trotz 2GB, dass die Programme nicht nativ laufen. Einer der Gründe, warum ich so schnell wie möglich auf CS3 umsteigen werden.
     
  6. joey23

    joey23 Mecklenburger Königsapfel

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    cs3 beta läuft bei mir einigermaßer erträglich. aber auch das ist mit 1gb speicher noch recht träge. cs2.suite ist die hölle. damit kann man nicht arbeiten... (MB, C2D, 2ghz, 1GB)

    von rosetta sieht man nix, das ist richtig. man merkt es nur am kaffeekonsum ;)

    Joey
     
  7. Hobbes_

    Hobbes_ Gast

    Grundsätzlich funktioniert Rosetta auch bei mir sehr gut. Es zeigt sich einzig an der Geschwindigkeit... genügend RAM (2 GB oder mehr) helfen da sicher auch mit...
     
  8. alexri

    alexri Fießers Erstling

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    129
    Ein verdammt zickiger interpretierer von PPC-Programmen auf Intel-Rechnern. Und außerdem ein riesen RAM-fresser. :p
     
  9. dreistomat

    dreistomat Châtaigne du Léman

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    830
    Mit Classic hat das nix zu tun.

    Programme wie z.B. das von dir genannte Quark bestehen aus:
    a) Programmcode, der mittels Compiler aus einer Programmiersprache in solchen Code übersetzt wurde, den eine bestimmte "CPU-Gruppe" (Beispiele für CPU-Gruppen: PowerPC G3, PowerPC G4, PowerPC mit Altivec, intel-CPUs mit MMX, intel-CPUs mit SSE3 ...) ausführen kann
    b) aus Aufrufen bestimmter Betriebssystemkomponenten
    c) aus sonstigen (Bildchen etc.)

    Eine "CPU-Gruppe" kann in der Regel nicht den Code einer anderen "CPU-Gruppe" ausführen. Der Code müsste vom Softwarehersteller erst neu für diese andere "CPU-Gruppe" compiliert (übersetzt) werden. Das kann sehr schwierig oder gar unmöglich sein.

    Es gibt fünf Tricks, um es doch zu tun:
    1. ein Rechner hat verschiedene CPUs (es gab mal Macs mit Pentium-Karten, ähnliches gab es von Acorn und auch im Commodore 128) - sehr unüblich inzwischen
    2. die Programme werden nicht für eine bestimmte CPU sondern für einen "Hardware-Abstraktionslayer" geschrieben. Beispiel: Java, schlechtes Beispiel: "Automator-Programme"
    3. man läßt einen Emulator (typischerweise für die komplette zu emulierende Hardware incl. deren Betriebssystem) laufen. Beispiele: virtualPC, pearPC, Softmac, vMac, Pacifist ...
    4. die CPU selbst besitzt einen Microcode um fremden Code auszuführen. Beispiele: Transmeta-CPU, die intel-Code ausführen kann; PowerPC-CPU, die alte 680x0-Code ausführen kann, die erste Itanium Genration, die x86-Code ausführen kann ... (hier gibt es besonders viel Definitionsunschärfe bei Punkt 4, sorry!)
    5. man zieht an einer bestimmten Ebene im Betriebssystem einen Abstraktionslayer ein, der auszuführenden CPU-Code "live" in Code für die tatsächliche CPU übersetzt. Das kostet zusätzliche Rechenleistung, was man etwas lindern kann, wenn man einmal Übersetztes eine Weile im RAM rumliegen lässt. So macht man es z.B. mittels Rosetta (= der Abstraktionslayer) im MacOS. Vergleichbares gibt es auch, um SPARC-Solaris-Code auf Itanium oder auch IBM Mainframe-Code auf Itanium auszuführen (alle drei Beispiele basieren auf Software von einer Firman namens "Transitive Technologies".
    Im Falle von MacOS&Rosetta funktioniert das relativ gut, weil Mac-Programme typischerweise sehr viel die MacOS-Betriebssystemfunktionen nutzen, die ja nicht übersetzt werden müssen (weil Apple das schon getan hat - mehr oder weniger (gut) *hüstel*).
    Fehlerkorrektur in Februar2008: bei Verwendung von Rosetta werden dann auch immer Betriebssystembibliotheken, die viele der typischen Mac-Funktionen bereitstellen, in PowerPC-Code verwendet. Das hat mit der big/little endian Thematik zu tun. Mehr dazu: http://chaosradio.ccc.de/24c3_m4v_2303.html
    Nix von den fünf Punkten sollte man mit Virtualisierungslösungen wie "Classic", "VMware" oder auch "Parallels" verwechseln. Virtualisierung geht nur für (verschiedene) Architekturen und Betriebssystem auf gleicher "CPU-Gruppe".

    Oben habe ich gelegentlich von Abstraktionslayern gesprochen. Dazu Anmerkungen, denn davon gibt es neben dem Thema CPU-Code viele andere. Die unterste Ebene bildet das BIOS oder auch einfach ROM, darüber liegen innerhalb des Betriebssystems eine ganze Menge solcher Layer z.B. das Dateimanagement. Aber auch Grafikkartentreiber oder gar Codebibliotheken wie z.B. OpenGL oder X11 sind solche Layer.

    Irgendwas falsch? Irgendwas unverständlich?
     
    #9 dreistomat, 30.03.07
    Zuletzt bearbeitet: 09.02.08
  10. Bonobo

    Bonobo Nathusius Taubenapfel

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    Komisch, hier laeuft CS2 unter Rosetta auf einem 17" MBP 2.16 GHz (erste Generation), ich finde ueberhaupt nicht, dass das die Hoelle ist. Freue mich natuerlich auf Geschwindigkeitszuwachs in CS3, aber ich kann auf jeden Fall gut mit InDesign und Photoshop arbeiten. OK: Illustrator ist bissl 'ne Sau, aber geht trotzdem. Als "Hoelle" wuerd' ich's jedenfalls nicht bezeichnen.
     
  11. cedib

    cedib Finkenwerder Herbstprinz

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    Naja ich habe mit Rosseta eigentlich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, außer die Geschwindigkeit ist schon nicht mehr so wahnsinnig aber man merkt es fast nur beim Starten der Programme. Ich habe mit dem Classic schon eigentlich schlechtere Erfahrungen gemacht. Der Unterschied ist hald das man nicht merkt wo es Rosetta braucht und wo nicht. Bei Classic startet ja wie ein Parallels Fenster und nicht einfach im Hintergrund. Man kann es jediglich in der Aktivitätsanzeige sehen welches das PPC App`s sind und welches Intel Prozesse sind.
     
  12. cedib

    cedib Finkenwerder Herbstprinz

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    Ich meine es geht gerade noch so mit dem Performance Verlust. Photoshop ist schon langsamer geworden aber so wahnsinnig ist es ja auch wieder nicht. Ich finde es ist an der Grenze aber noch passabel.
     
  13. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Man sollte beachten, daß es manchmal was bringt, im Infofenster zu einem Programm explizit das Kästchen "mit Rosetta starten" anzuklicken.
    Stellarium lief bei mir z.B. erst überhaupt nicht, mit diesem Klick aber sofort und astrein.
     

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