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Warum sind Samba/SMB/Windows-Freigabe unter Mac OS X so langsam?

Dieses Thema im Forum "Netzwerk" wurde erstellt von bw1faeh0, 20.01.10.

  1. bw1faeh0

    bw1faeh0 Uelzener Rambour

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    Hallo Leute,

    ich habe zu Hause ein Netzwerk aus zwei Macs und einem WinXP-Server. Der Server stellt verschiedene Freigaben für die Macs bereit. Leider muss ich feststellen, dass die Datenübertragung von WinXP -> Mac OS X sehr langsam ist (10-20 MB/s). Windows 7 auf dem iMac widerum lädt mit 35-40 MB/s Daten von den Freigaben des Windows XP-Rechners.

    Also schließe ich daraus, dass es an der Implementierung des SMB-Protokolls unter beiden Systemen liegen muss, dass ich solche Geschwindigkeitseinbußen habe (schließlich ist die Hardware ja gleich).

    Wenn ich könnte, würde ich ja AFP-Freigaben nutzen, aber leider sind die AFP-Server für Windows schweine-teuer.

    Habt ihr eine Idee, wie ich den Datenaustausch zwischen WinXP und Mac OS X beschleunigen kann? FTP ist leider keine Alternative, da ich ein Netzwerk-Dateisystem benötige...

    Viele Grüße!
     
  2. nauna

    nauna Thurgauer Weinapfel

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    NFS wäre noch eine Option eventuell. Da müsstest du dich halt vermutlich von deinem XP trennen aber XP ist ja sowieso kein eigentliches "Server"Betriebssystem auch wenn es für deine Anforderungen reicht. Müsstest dich halt auch damit auseinandersetzen wie Windows Clients zu NFS stehen.
     
  3. bw1faeh0

    bw1faeh0 Uelzener Rambour

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    Ja, über NFS habe ich auch schon einmal nachgedacht, leider gibt es keinen kostenlosen NFS-Server für Windows - und ich wollte dafür mal kein Geld ausgeben.
    So komisch das vielleicht klingt: mit Windows XP und NTFS bin ich immer noch am flexibelsten. Ich habe noch kein Dateisystem gefunden, dass betriebssystemunabhängig gelesen werden kann (FAT32 fällt wegen der 4GB-Grenze aus). Deswegen hatte ich mich für WinXP entschieden...
     
  4. nauna

    nauna Thurgauer Weinapfel

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    Wieso muss es unbedingt Windows sein? Du greifst ja offenbar über Netzwerk drauf zu, also kann es auch ein kleines Linux (Ubuntu zb für Anfänger) mit ext3 Formatierung sein.
     
  5. bw1faeh0

    bw1faeh0 Uelzener Rambour

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    Windows muss es derzeit sein, weil die Festplatten, auf denen die Daten derzeit liegen NTFS formatiert sind (2 x 1.5 TB). Ich kann die Daten nicht auf ein anderes Laufwerk verschieben, weil ich keine freien Kapazitäten habe.
    Vor XP hatte ich ein Ubuntu, dass auch ein paar Wochen lief, aber: Die Einrichtung von Samba war umständlich, einen Remote-Desktop einzurichten, auf den ich von Mac OS X aus zugreifen konnte hat mich viel Schweiß gekostet und am Ende lief das System nicht mehr auf Grund von Updates...

    Eigentlich wäre FreeNAS die beste Lösung, vor allem, weil es eine AFP-Server dabei hat. Jedoch unterstützt das Dateisystem von FreeNAS (UFS) in der UFS-Version nur Partitionen bis 1 TB. Also auch nicht das passende.

    So kam ich zu Windows. Aber ich wollte ja auch nicht an Windows rütteln, sondern wissen, wie ich die Implementierung von Samba/SMB unter MAC OS X beschleunigen kann.
     
  6. nauna

    nauna Thurgauer Weinapfel

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    Grundsätzlich gibt es auch relativ einfache und sichere Möglichkeiten wie Linux NTFS lesen/schreiben kann.

    Das mit dem Einrichten von Remote Desktop kann ich total nicht nachvollziehen, das ist in einem aktuellen Ubuntu mit GUI genau EIN Häkchen für VNC.... Seltsam. Und da Samba ja bei dir langsamer ist, wäre NFS statt Samba die Idee...

    Ich glaub du hast da ein paar zu schlechte Erfahrungen damit, ich würde dir raten es nochmal anzusehen, aber ich will da jetzt auch nicht predigen.

    Laut meines Wissens ist es nicht wirklich Möglich an der SMB Implementierung etwas zu "schrauben".
     
  7. tuxuser33

    tuxuser33 Transparent von Croncels

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    sysctl -w net.inet.tcp.delayed_ack=0
     
  8. nauna

    nauna Thurgauer Weinapfel

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    Ob das so nen gewaltigen Performanceschub bringt? Ich bin ja mal neugierig! Auf jeden Fall bitte berichten!
     
  9. bw1faeh0

    bw1faeh0 Uelzener Rambour

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    Naja, habe sysctl -w net.inet.tcp.delayed_ack=0 ausgeführt - habe zwischen 17 und 20 MB/s...
    Ein bisschen besser, denke ich.
     
  10. papierschiff

    papierschiff Riesenboiken

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    und das die verkabelung zum vista-rechner besser ist als zum mac?
    freenas kann ja im moment auch zfs (kein 1TB-problem), ebenso kannst du opensolaris, freebsd nehmen, oder halt linux. für all die gibts afp kostenlos.
    von nfs unterm mac kann ich dir aber auch nur abraten, erst recht weil osx kein nfsv4 unterstützt.
    die 1TB-schranke utner freenas bei ufs sollte eigentlich schon seit jahren nicht mehr sein, hast du damals mal in nem freenas forum gefragt? dürfte eigentlich nicht sein.

    und naja, winxp als am flexibelsten... am ende unterstützen die nur ihr smb-kram, nicht mehr und nicht weniger.
    und auf ntfs zu setzen ist jetzt auch nicht die zukunftsicherste variante.. oder du leihst dir halt mal ne platte, schiebst alles rüber und fertig ist :)
     
  11. bw1faeh0

    bw1faeh0 Uelzener Rambour

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    Freenas unterstützt noch nicht die aktuelle Variante von UFS. Und die ältere Variante geht nur bis 1 TB. Habe mich damals quer durch das Forum von Freenas gefragt. Der Windows-Rechner und der Mac sind ein und die selbe Hardware (Bootcamp). Also ist auch alle gleich verkabelt.
    Ich habe halt bei meiner Recherche zu den Dateisystemen festgestellt, dass es kein Dateisystem gibt, dass von Mac OS X, Windows und Linux gelesen und geschrieben werden kann. Lediglich für den Platzhirsch NTFS (am meisten verbreitet), kann man relativ sicher auch unter Mac OS und Linux lesen sowie schreiben. Habt ihr mal versucht, ein ext3/4 unter Win zum Lesen und Schreiben zu mounten? Ein Graus...
    Fat32 ist keine Alternative, da man da keine Dateien größer 4 GB speichern kann... Sonst wäre es der universelle Kandidat.

    Ich lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen ;)
     
  12. papierschiff

    papierschiff Riesenboiken

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    mit dem universaldateisystem hast du recht, das gibt es nicht. aber dafür wurden ja auch extra fileserver entwickelt, nur setzt du halt "auf den falschen" :)
    mit ufs kenn ich mich nicht so aus, ich hatte freenas erst seit zfs in der nutzung und damit gibt es keine partitions-limitierungen (bzw. erst bei 16 Exbibyte).
     
  13. bw1faeh0

    bw1faeh0 Uelzener Rambour

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    Das klingt fast so, als ob ich mir FreeNAS mal wieder anschauen muss. Das letzte Mal ist schon eine Weile her. Kann ich zwei getrennte Festplatten mit je 1.5 TB als ZFS formatieren?
     
  14. papierschiff

    papierschiff Riesenboiken

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    du kannst mit zfs alles mögliche machen... kannst die auch zusammen legen und 1*2TB und 2*500GB, ... geht alles. nimm am besten ne aktuelle version, aventuell sogar irgend ne beta, da viele tolle features in den letzten monaten in zfs dazugekommen sind. kannst du aber auch später upgraden (was ein weiteres feature von zfs ist)
     
  15. fourty2

    fourty2 Jonagold

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    nur mal als hinweis weil ich es hier gelesen habe: man kann auch NFS freigaben über Win realisieren. nämlich mit windows services for unix. klappt eigentlich ganz gut.

    aber ich hätte bezüglich samba eine andere frage und wollte nicht extra einen neuen thread aufmachen.

    auch ich habe samba am laufen und versorge damit mein netzwerk mit daten. nun habe ich aber das problem am Mac dass er erstmal die daten auslesen muss. das heisst wenn ich, nachdem ich die freigabe neu gemountet habe, das erste mal auf das share zugreife, sich unten rechts im finder erstmal nur das rädchen dreht.
    bis ich dann die daten angezeigt bekomme können schonmal 10 - 20 sekunden vergehen. das ist ziemlich nervig.
    kennt das problem jmd.? kann man da abhilfe schaffen?
    samba stelle ich übrigens über freeBSD zur verfügung.
     
  16. fyysh

    fyysh Schweizer Glockenapfel

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    ich hab hier ne freenas v0.7.1 mit 2x1,5 tb laufen. geht wunderbar.

    die freenas kann ja afp shares. smb ist aber schneller.
    man muss nur dran denken, bei der freenas unter "system" -> "advanced" in der zeile "tuning" die option "Enable tuning of some kernel variables" einzuschalten. dann ist smb auch schön schnell.

    wenn man mit winzigweich UND apfel-computern auf die shares zugreifen möchte, ist es eh besser nur ein protokoll zu benutzen...

    sonst kann man anfangen sich mit extra optionen rumzuschlagen... es geht schon mit beiden protokollen auf ein share aber nur mit extra optionen und/oder skripte, die die rechte aufräumen... oder auf der nas nur einen benutzer für alles dem alle shares gehören... dann gehts auch...

    blabla, lange rede, kurzer sinn: wen win+mac im nw, benutz smb. dann haste keinen ärger ;)

    und freenas mit >1tb geht!
     

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