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USB4 vereint USB mit Thunderbolt 3

Martin Wendel

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USB4 vereint USB mit Thunderbolt 3



Das USB Implementers Forum war kürzlich in eher wenig schmeichelhaften Blogartikeln Thema. Grund war die verwirrende Namensgebung für den neuen bzw. alten USB-3.2-Standard. Nun hat sich das Konsortium hinter dem USB-Standard erneut zu Wort gemeldet, diesmal mit der Enthüllung von USB4. Die genauen Spezifikationen werden zwar erst zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr veröffentlicht, klar ist allerdings schon eines: USB4 wird Thunderbolt 3 implementieren.
USB4 mit bis zu 40 Gbit/s


Damit steigt die Datenrate von derzeit maximal 20 auf 40 Gbit/s – wie eben bei Thunderbolt 3. Möglich ist das durch eine Änderung in der Lizenzierung der Thunderbolt-Technologie durch Intel. Denn inzwischen dürfen auch andere Chip-Hersteller den Thunderbolt-Standard ohne Lizenzgebühren nutzen. Mit USB4 wird das nun Realität. Vermutlich wird der neue USB-Standard aber erst 2021 in Endgeräten eingeführt.
Anschluss bleibt gleich


Bis dahin wird Thunderbolt 3, das ja 2016 eingeführt wurde, auch bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Wie dem auch sei. Als Anschluss wird bei USB4 nur noch ausschließlich USB-C zum Einsatz kommen – also jener Anschluss, in den Kabel beidseitig eingesteckt werden können. Unter USB 3 (mit Ausnahme der neuesten USB-3.2-Spezifikationen) sind ja auch noch die alten, klobigeren USB-A-Anschlüsse verfügbar. Da nun nur noch auf USB-C gesetzt wird, ist bestehende Thunderbolt-3-Hardware auch mit USB4 kompatibel.
Verwirrende Namensgebung: USB 3.2 Gen 2x2


Nochmal zurück zur anfangs erwähnten verwirrenden Namensgebung von USB 3.2. Hier ist ein kleiner Rückgriff in die Vergangenheit notwendig. USB 3.0 besitzt eine Datenrate von 5 Gbit/s. Als ein paar Jahre darauf der nächste Standard mit einer Verdoppelung der Geschwindigkeit in den Startlöchern stand, begann das große Verwirrspiel. Denn anstatt den neuen Standard einfach USB 3.1 zu nennen, hat sich das USB-Konsortium für eine recht eigenwillige Lösung entschieden.

USB 3.0 hörte künftig auf den Namen "USB 3.1 Gen 1", der Nachfolger mit einer Geschwindigkeit von 10 Gbit/s auf "USB 3.1 Gen 2". Nun, wieder ein paar Jahre später, verdoppelt das USB Implementers Forum die Datenrate erneut. Und wieder wird in die Namensgebung des alten Standards eingegriffen – wir kennen das Spiel. Aus "USB 3.1 Gen 1" wird "USB 3.2 Gen 1x1", aus "USB 3.1 Gen 2" wird "USB 3.2. Gen 2x1" und der neue Standard mit 20 Gbit/s nennt sich "USB 3.2 Gen 2x2". Alles klar?

Bild von Maurizio Pesce (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten

Via The Verge
 

Schupunkt

Doppelter Melonenapfel
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Sind das deutsche die in dem Konsortium die Strippen ziehen? Wenn nicht ist das fast beruhigend das sich auch andere so verrennen können...
 
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marcozingel

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Hat das vielleicht erst ab 2021 Vorteile bevor ich offiziell in Rente gehe...
 

MichaNbg

Roter Astrachan
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2021 wird also etwas bei USB eingeführt, das ich heute u.a. an meinem MBP schon nutzen kann? Oooookaaaaay....... nicht.
 

FuAn

Galloway Pepping
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Naja geht ja nicht nur um die macs sondern damit wird es auch mehr Perepherie mit TB3 geben, zudem vereinfacht es auch den ARM Mac wenn Intel die Lizenzierung vereinfacht.
 

StillMacUser

Bismarckapfel
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Was rauchen die Dummbeutel in dem USB Konsortium eigentlich den ganzen Tag...? Meine Fresse....
 
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FuAn

Galloway Pepping
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Was rauchen die Dummbeutel in dem USB Konsortium eigentlich den ganzen Tag...? Meine Fresse....
Wenn du nicht als der größere dummbeutel der das schlechtere Grass geraucht hat da stehen möchtest, dann würde ich dir empfehlen deine Ansicht zum einen überhaupt einmal zum Ausdruck zu bringen und dann ggf. Begründen, ansonsten war das nur hirnloses bashing und ein Offenbarungseid deinerseits hat allerdings absolut null Zusammenhang mit dem Thema...
 
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doc_holleday

Gelber Richard
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Es wäre wünschenswert, dass die Namensgebung Bestandteil einer verpflichtenden Usability-Betrachtung auf Basis des Kenntnisstandes eines nicht-professionellen Anwenders wären/würden.

Rückwirkende Namensänderungen halte ich für äußerst problematisch.

Ich verstehe auch nicht, wo die Hürde gewesen sein soll die Standards nicht einfach in Zehntel-Versionen (3.0, 3.1, 3.2 etc.) hochzuzählen.

Besser würde mir allerdings eine Namensgebung gefallen, bei der die maximale Übertragungsgeschwindigkeit Namensbestandteil wäre. Also USB-A 5, USB-C 10, USB-C 20, etc.

Aber was will man machen...
 
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tjp

Schweizer Orangenapfel
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Das Hauptproblem ist, dass USB sehr viel verbreiteter ist als es Firewire oder Thunderbolt je waren, d.h. auch in Bereichen in denen die super tollen Hochgeschwindigkeitsübertragungsmodi gar nicht gebraucht werden und sogar hinderlich sind. Aus diesem Grund muss in den neusten USB Auflagen der alte USB 2.0 Übertragungsstandard erhalten bleiben. Dazu ist es sehr hinderlich, wenn wie bei Thunderbolt erzwungen wird, dass DisplayPort immer Teil der Schnittstelle sein muss. Ein Beispiel dazu: Was will man an einem Messgerät mit DisplayPort Ausgabe? Firmen wie Agilent, Rohde&Schwarz, … werden sicherlich begeistert sein, wenn sie nun DisplayPort integrieren müssten.
 
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Joh1

Pfirsichroter Sommerapfel
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gar nicht gebraucht werden und sogar hinderlich sind. Aus diesem Grund muss in den neusten USB Auflagen der alte USB 2.0 Übertragungsstandard erhalten bleiben.
Gibt es wirklich Beispiele bei der eine schnellere Übertragung hinderlich wäre?
 

tjp

Schweizer Orangenapfel
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Die möglichen Kabellängen sind abhängig von den Transferraten. Für ein Messgerät im Labor braucht man keine 40Gbps Übertragung, aber dafür öfters lange Kabel. Es gibt mit USBTMC einen eigenen Standard, der auf USB aufbaut, für Labormessgeräte.
 

muffy

Kleiner Weinapfel
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Aus diesem Grund muss in den neusten USB Auflagen der alte USB 2.0 Übertragungsstandard erhalten bleiben.
Ja, das ist auch der Grund, warum wir bis heute bei USB so ein Durcheinander haben. Die Abwärtskompatibilität sorgt dafür, dass viele Hersteller zwar einen neuen USB-C-Anschluss verbauen, der aber z. B. nur USB 2.0-Geschwindigkeit liefert. Die wenigstens unterstützten Thunderbolt 3. Einige Hersteller verbauen USB-A-Anschlüsse mit USB 3.1 Gen 2 (10 Gbit/s). Als Kunde sieht man da häufig überhaupt nicht durch. Das Gleiche gilt für USB-Kabel.

Ich hoffe sehr, dass der neue USB4-Standard nicht nur USB-C als Anschlusstyp, sondern auch die Unterstützung von 40 Gbit/s verpflichtend vorschreibt. Geringere Geschwindigkeiten sollen natürlich weiterhin auch unterstützt werden, aber was z. B. Kabellängen betrifft, muss der Kunde die Wahl haben sich zwischen Schnelligkeit oder Flexibilität entscheiden zu können.
 
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uhansen

Châtaigne du Léman
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So sitzen Apple-User jetzt in Apples Chaos:
  • USB-C ohne Thunderbolt 3 im MacBook 12",
  • Thunderbolt 3 mit voller Geschwindigkeit auf der linken Seite und mit halber Geschwindigkeit auf der rechten Seite der MBP 13" 2016/2017,
  • Nicht alle Ports können gleichzeitig jeweils 15 Watt liefern.
  • Thunderbolt 3 in den MBPs 2018 unterstützt DisplayPort 1.4 nur halb (kein 8K).
Das passiert, wenn man vorschnell eigene Standards setzen will und nicht auf Standardisierungsgremien wartet. Bin mal gespannt, ob die ganzen Besonderheiten dann von der USB4-Peripherie geschluckt werden.

EDIT: Und ich bin gespannt, ob sie es hinkriegen, beim anstehenden Update des kleinen MacBook 12" Thunderbolt 3 zu verbauen, thermisch, platztechnisch und preislich. Den alten Port können sie jetzt echt nicht mehr bringen...
 
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FuAn

Galloway Pepping
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Das hat allerdings nichts mit dem usb standard zu tun sondern dass jeder thunderbolt extra kosten würde... ich finde Apple hat früh aufs richtige Pferd dem künftigen Standard gesetzt und eben nicht auf eine Eigenlösung ...

Nicht zuletzt steht aber das U in USB für Universal und Universal beutet immer dass man es möglichst vielen richtig machen möchte aber ganz sicher nicht kann...