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[UPDATE] Maps: Australische Polizei gibt Warnung an Autofahrer heraus

Daniel Hüfner

Martini
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11.01.11
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Neues zu Apples bereits vielfach kritisierter Kartenlösung. Die örtliche Polizei im australischen Victoria hat alle Autofahrer vor der Verwendung der mit iOS 6 eingeführten Kartenapplikation gewarnt. Aus Sicherheitsgründen. Mehrere Autofahrer seien bei dem Versuch, die Stadt Mildura zu erreichen fälschlicher Weise in den dicht bewaldeten Murray-Sunset-Nationalpark geleitet worden, heißt es in einem entsprechenden Bericht.[PRBREAK][/PRBREAK]

In Apples Kartenapplikation wird die Stadt Mildura inmitten des Nationalparks gelistet. Satte 70 Kilometer von der tatsächlichen Lage entfernt. Die Größe der Abweichung wird vor allem mit einem Blick auf ein Foto aus der Kartenlösung deutlich. Wie die Polizei berichtet, soll es sich dabei keineswegs um einen Einzelfall handeln. Insgesamt sechs Personen sollen sich innerhalb der vergangenen zwei Monate verfahren haben, weil sie Apples Kartenapplikation verwendeten.

Der Hersteller von iPhone und iPad war mit Veröffentlichung der Kartenapplikation, die neben der üblichen Routenplanung auch eine Navigationslösung enthält, stark in die Kritik geraten. Die Software war und ist nach wie vor mit vielen Fehlern besetzt. Verantwortliche Mitarbeiter mussten das Unternehmen unlängst verlassen. Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich vor einiger Zeit persönlich für die Umstände und versprach Besserung.


UPDATE:

The Guardian berichtet, dass Apple das Problem mit der falschen Ortsangabe korrigiert habe. Bei einem Test am eigenen Smartphone mussten wir aber feststellen, dass eine Suche nach "Mildura" noch immer zu besagtem Ort im Nationalpark führt. Lediglich wenn man den Bildausschnitt auf die Stadt einstellt, wird die Stecknadel auch tatsächlich richtig gesetzt. Aber zumindest die Navigation über den Routenplaner führt nun, anstatt in die Wildnis, direkt in die Stadt.

Der Grund für den Eintrag von Mildura im Nationalpark – ein Debakel, über welches in vielen Medien berichtet wurde – scheint, so The Register, das offizielle Kartenmaterial der staatlichen Behörde zu sein. Dort wird nämlich zum einen Mildura geführt (die Stadt) und zum anderen "Mildura Rural City", und dessen Mitte liegt im Nationalpark.

mildura.jpg
via MacRumors
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich weiss nicht was alle haben...ich benutze die App als Navi und finde sie hervorrangend...
 
Es soll ja auch schon Vollpfosten gegeben haben, die sind eine Uferböschung runtergefahren, weil ihr Navi es gesagt hat. Trotz Navi, sollte man vielleicht auch mal sein Hirn benutzen. ;-)
 
Die Qualität ist vermutlich stark Standortabhängig. Ich als Berliner kann auch nicht klagen.
Bei 70 km Differenz wird es aber schon schwer mit dem Hirn, denn ab da ist unter Umständen nicht mal native Ausschilderung zu finden.
 
Die Qualität ist vermutlich stark Standortabhängig. Ich als Berliner kann auch nicht klagen.
Bei 70 km Differenz wird es aber schon schwer mit dem Hirn, denn ab da ist unter Umständen nicht mal native Ausschilderung zu finden.

Wir reden hier vom australischen Outback.... da gibts wenig Schilder. Nur lange Straßen, ohne Beleuchtung , die nächste Tankstelle kann bis zu 200 km entfernt sein. Dort herrschen am Tag bis zu 46 Grad im Sommer, es gibt wenig Wasser und keinen Handyempfang.
Das kann man nicht mit Deutschland und verdammten Uferböschungen vergleichen.
 
Da zeigt Apple mal wieder sein gut funktionierendes Ökosystem und Umweltbewusstsein!
Statt in die Stadt, rein in den Wald und die frische Luft genießen!:-D
 
Also hier ausserhalb 25 km von Zürich ist die Karte nicht zu gebrauchen, habe glücklicherweise das Navigon gekauft und installiert. Mit Google hatte ich früher nicht so eine schlechte Karte. :-/
 
Habe erst gestern auch wieder falsches entdeckt. Entfernung zwischen Apples position und der echten: ca. 40km.
 
Spielt doch keine Rolle, ob die Leute nebenbei noch Hirn und Schilder nutzten oder nicht. 70 km sind 70 km und damit einfach mal richtig miese Qualität.
 
Ach, da lob' ich mir Frankfurt mit seinen (trotz mehrfacher Meldung) immer noch mehreren Dömern/Domsen/Domen (wie dekliniert man Dom jetzt noch mal?) :-/

Für Apple Maps kriegt Apple von mir nun den "Beat the dead Horse Award".

Definitely. ;-)
 
Auf die Frage, warum die früheren Polarforscher häufig Schwierigkeiten mit ihren Kompassen hatten, erhielt ich in einer Klassenarbeit einmal die Antwort, es läge daran, dass es vom Nordpol keine Stadtpläne gegeben hätte.
In ein, zwei Jahren erhalte ich vielleicht die Antwort, die Forscher hätten vielleicht Apple Maps benutzt.
Aber mal im Ernst, wenn ich so daran denke, welche gnadenlosen Abkürzungen mir mein TomTom bislang schon zugemutet hat, durch beruhigte Wohngebiete und engste, fischreusenartige, südfranzösische oder italienische Altstadt-Gässchen, das alles dann noch hinter dem Steuer meines schon ohne Außenspiegel fast 2,40m breiten Wohnmobils. Und was sollte dabei rauskommen? Manchmal nur eine Ersparnis von wenigen hundert Metern im Vergleich zur gut ausgebauten Hauptstraße, von der mich das Navi heruntergelotst hat.
 
Wir reden hier vom australischen Outback.... da gibts wenig Schilder. Nur lange Straßen, ohne Beleuchtung , die nächste Tankstelle kann bis zu 200 km entfernt sein. Dort herrschen am Tag bis zu 46 Grad im Sommer, es gibt wenig Wasser und keinen Handyempfang.
Das kann man nicht mit Deutschland und verdammten Uferböschungen vergleichen.

Mildura ist nicht wirklich Outback, sondern eher "Hinterland" und da es nicht viele Straßen und Städte abseits der Küste ist, kann man sich kaum verfahren (wirklich jede Gießkanne ist ausgeschildert).
 
Aber mal im Ernst, wenn ich so daran denke, welche gnadenlosen Abkürzungen mir mein TomTom bislang schon zugemutet hat, durch beruhigte Wohngebiete und engste, fischreusenartige, südfranzösische oder italienische Altstadt-Gässchen, das alles dann noch hinter dem Steuer meines schon ohne Außenspiegel fast 2,40m breiten Wohnmobils. Und was sollte dabei rauskommen? Manchmal nur eine Ersparnis von wenigen hundert Metern im Vergleich zur gut ausgebauten Hauptstraße, von der mich das Navi heruntergelotst hat.

Selbst schuld, wenn man im Navi die kürzeste Route wählt - einfach mal die schnellste Route auswählen, dann passiert so etwas auch nicht.. ;)
 
Auf die Frage, warum die früheren Polarforscher häufig Schwierigkeiten mit ihren Kompassen hatten, erhielt ich in einer Klassenarbeit einmal die Antwort, es läge daran, dass es vom Nordpol keine Stadtpläne gegeben hätte.
In ein, zwei Jahren erhalte ich vielleicht die Antwort, die Forscher hätten vielleicht Apple Maps benutzt.
Aber mal im Ernst, wenn ich so daran denke, welche gnadenlosen Abkürzungen mir mein TomTom bislang schon zugemutet hat, durch beruhigte Wohngebiete und engste, fischreusenartige, südfranzösische oder italienische Altstadt-Gässchen, das alles dann noch hinter dem Steuer meines schon ohne Außenspiegel fast 2,40m breiten Wohnmobils. Und was sollte dabei rauskommen? Manchmal nur eine Ersparnis von wenigen hundert Metern im Vergleich zur gut ausgebauten Hauptstraße, von der mich das Navi heruntergelotst hat.
Auf LKW oder Bus einstellen, dann geht's besser ;-)
 
Ok, der Grund liegt also im Ausgangsmaterial, die Schuld aber trotzdem bei Apple...

Sorry, dass das jetzt mein erster Kommentar geworden ist. Ich les schon ne Weile hier mit und bin selbst Fan, Karten finde ich allerdings nicht gut gelungen. Ich hätte mich lieber mit allen anderen über ein tolles One More Thing gefreut, aber davon gibt's in letzter Zeit einfach zu wenig, alles ist irgendwie "die Ablösung eines Kompromisses durch einen anderen" oder gar schlimmer...
 
Nicht nur das Kartenmaterial selbst scheint problembehaftet zu sein, auch die Suche: Es gibt in Deutschland zwei Orte namens Battenberg (in der Pfalz und an der Eder). Natürlich haben beide eine ganz andere Postleitzahl.
Will ich nun zu einem Kontakt in Battenberg(Pfalz) navigieren, schickt mich Apple Maps immer nach Battenberg(Eder), obwohl der von Apple selbst aus den Adressbuch-Daten generierte Such-String die korrekte Postleitzahl des Pfälzer Battenbergs enthält. Das habe ich vor gefühlt einem Monat auch schon an Apple gemeldet, ohne dass sich etwas getan hätte.

Prinzipiell finde ich die neue Maps-App sehr gelungen, nur die Fehler im Datenbestand sind doch deutlich spürbar.
 
Ich hege eine gewisse Skepsis gegenüber Apples Map-Lösung.

In der Vergangenheit nutzte ich Google Maps relativ häufig. Meist jedoch nur um ein bestimmtes Geschäft, Teil in der Stadt zu finden, da ich Navigon (das ja sowieso für Telekom Kunden umsonst ist) für die Straßennavigation um ein Vielfaches geeigneter und besser finde. Der Schritt weg von Google hin zu einer eigenen Lösung war letzten Endes ein Schritt, der aus Apples Sicht vielleicht notwendig, aber aus meiner Sicht, ein fataler Fehler war.

Zum einem war der Umstieg zu schnell, man wollte fix eine eigene Lösung bringen und pries diese als so toll an. Zum anderen hatte Google bereits mehrere Jahre Erfahrung in diesem Genre. Vielleicht wird Apples Lösung auch deshalb als so schlecht angesehen, da eine gut funktionierende Karten Navigation zum Vergleich herangezogen wird. Diesem Vergleich muss sich Apple aber stellen, wenn sie sich schon von Google lösen und ihre eigenes Ding machen wollen.

In seiner jetzigen Form gebe ich Apple Maps keine große Zukunft, diese meiner Meinung nach aber auch zu recht. Da der Schritt zurück zu Google für ein Unternehmen wie Apple unmöglich ist, wird es in nächster Zeit denk ich ein großes Update geben. Ob dieses die App jedoch retten wird, ist sehr fraglich.