• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

[10.8 Mountain Lion] Umgang mit verschlüsselten Laufwerken - Benutzerverwaltung

Lordcord

Johannes Böttner
Registriert
14.01.07
Beiträge
1.162
Hallo zusammen,

ich habe gerade eine externe Festplatte mit 500 GB über das Festplattendienstprogramm verschlüsselt. Da wird wohl dieselbe Technologie verwendet wie bei Filevault. Laut Maclife.de ist das XTS-AES 128. Es hat auch alles funktioniert. Ich gebe beim Anschließen des Laufwerks das Passwort ein und habe Zugriff. Wechsle ich dann in ein andere Benutzerkonto in Mountain Lion, habe ich aber immer noch Vollzugriff auf das Laufwerk. Ich hätte gedacht, dass nur derjenige Benutzer Zugriff hat, der auch das Passwort eingegeben hat. So macht das doch irgendwie keinen Sinn, oder?

Gruß
Cord
 
Doch, warum sollte es anders sein? Verschlüsselung und Zugriffsrechte sind zwei verschiedene Konzepte, die nichts miteinander zu tun haben und deshalb völlig getrennt sind.

Jemand, der den Schlüssel für die Platte kennt, kann sie aktivieren. Es ist völlig egal, an welchen Rechner die Platte angeschlossen wird. Das kann und soll also nicht an ein Benutzerkonto eines speziellen Computers gekoppelt sein.

Auf der Platte können sich, wie auf jeder andere Platte, Daten von verschiedenen Benutzern befinden. Die Daten werden wie üblich durch Berechtigungseinstellungen geschützt, egal ob die Platte verschlüsselt ist oder nicht. Die Zugriffsrechte sind von der Verschlüsselung komplett unabhängig.
 
Das verstehe ich. Glaube ich ;)

Ich muss aber nach einem Benutzerwechsel das Passwort für den Zugriff nicht erneut eingeben. Und das verstehe ich eben nicht...
 
Ein "Passwort für den Zugriff" gibt es nicht. Es gibt einen Schlüssel für die Entschlüsselung der Festplatte, der zum Aktivieren ("Mounten") der Platte eingegeben werden muss.

Benutzerwechsel heißt doch nur, dass Du eine zweite grafische Oberfläche öffnest, die unter den Rechten eines anderen Kontos läuft. Oder Du schließt vielleicht die erste Sitzung durch Abmelden und jemand anders meldet sich neu an. Das hat aber doch keine Auswirkungen auf die angeschlossenen Festplatten.

Die Platte ist mit dem richtigen Kennwort entschlüsselt worden und steht danach dem System zur Verfügung. Punkt.

Mit anderen Worten, die Platte steht alle Benutzern in allen Benutzersitzungen zur Verfügung. Alles weitere regeln die Zugriffsrechte, und zwar wie immer. Soll die Platte nicht mehr zur Verfügung stehen, müsstest Du sie "auswerfen".
 
Jetzt checke ich erst, was die Verschlüsselung bedeutet. Also nur das Mounten ist passwortgeschützt. Dann erklärt sich natürlich alles. Ich danke dir und überlege, wie ich jetzt weiter vorgehe.
 
Also nur das Mounten ist passwortgeschützt.
Nun ja, nicht ganz: Zum Mounten einer verschlüsselten Partition muss ihr Schlüssel bekannt sein. Der Schlüssel wiederum liegt passwortgeschützt auf der Platte, durch Eingabe des Passworts kommst Du also an den Schlüssel, der überhaupt erst das Lesen der Partition ermöglicht. Ohne Schlüssel liegt auf dem Volume nur unbrauchbarer Datensalat. (Das macht sich FileVault in Kombination mit iCloud's Find-My-Mac auch zum Fernlöschen zu Eigen: Beim Fern-Löschen wird einfach nur der passwortgeschützte Schlüssel für die FileVault-geschützte Systempartition gelöscht, was viel schneller geht als das Löschen der ganzen Platte. Die Daten sind dann noch da, aber unbrauchbar.)