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Ubuntu Feisty auf dem Intel Mac (Mini)

Dieses Thema im Forum "Linux auf dem Mac" wurde erstellt von minimaclix, 23.08.07.

  1. minimaclix

    minimaclix Gast

    Hi,
    ich bin gerade dabei eine Anleitung für die Installation von Ubuntu Feisty auf einem Intel Mac (hier der Mini) zu schreiben, da es eigentlich recht einfach ist, doch eine Menge verschiedene, sich zum Teil wiedersprechende, Anleitungen im Netz herumschwirren. Daher wollte ich das ganze mal hier zur Diskussion stellen und schauen, wie eure Erfahrungen so sind. Vorausgeschickt sollte ich mitteilen, dass sich das ganze eher an Linux-Benutzer richtet, die jetzt einen Intel Mac haben (wie ich). Daher wird recht wenig auf die Benutzung von Linux/Ubuntu im Allgemeinen eingegangen. Das ganze soll dann vielleicht mal ins Ubuntu-Wiki. Aber vielleicht lässt sich ja auch noch eine Version für nicht so erfahrene Linux-Benutzer erstellen. Also, los geht's.

    Ubuntu Feisty auf dem Intel Mac Mini (ohne Boot Camp, mit rEFIT+GRUB)
    (müsste auch analog auf dem MacBook funktionieren, da mehr oder weniger identische Hardware)
    Synthese aus https://help.ubuntu.com/community/MacBook und darin verlinkten Seiten.

    Ausgangspunkt:
    Intel Mac Mini mit Mac OS X 10.4.10 mit allen (Firmware-)Updates
    Ubuntu Feisty Alternate Install CD (Intel x86)
    Man sollte wissen, was Partitionen sind, und dass der Intel Mac nur 4 Partitonen auf der primären Festplatte haben kann.

    1. Mac OS Partition verkleinern mit diskutil (das fdisk von Mac OS X)
    Sollte man möglichst bald nach der Installation machen oder Festplatte aufräumen und Backup wichtiger Daten machen.

    Im Mac OS X Terminal werden folgende Befehle ausgeführt ($ ist Kommando-Prompt).
    Anzeige der Partitionen:
    $ diskutil list
    Ausgabe sollte etwa so aussehen:
    /dev/disk0
    #: type name size identifier
    0: GUID_partition_scheme *111.8 GB disk0
    1: EFI 200.0 MB disk0s1
    2: Apple_HFS Mac OS X 111.5 GB disk0s2

    Mac OS Partition (hier: disk0s2) verkleinern:
    $ diskutil resizeVolume disk0s2 60GB
    (Hinweis: Ich würde die Mac OS Partition nicht wesentlich kleiner machen, da Mac OS sehr großzügig mit Festplattenspeicher umgeht.)

    Den Computer neu starten.

    Zur Sicherheit Partitionierung anzeigen:
    $ diskutil list
    Ausgabe:
    /dev/disk0
    #: type name size identifier
    0: GUID_partition_scheme *111.8 GB disk0
    1: EFI 200.0 MB disk0s1
    2: Apple_HFS Mac OS X 60 GB disk0s2

    Nun hat man etwa 60GB am Ende der Festplatte frei.

    2. rEFIT 0.10 oder neuer installieren (http://refit.sourceforge.net/).
    Mit Feisty sollte es zwar auch ohne gehen, aber ich finde das Programm sehr hilfreich und es ermöglicht auch "triple boot" mit Windows, falls man das möchte (noch nicht getestet).

    Neu starten.

    Und nochmal neu starten. Man sollte nun das rEFIT Boot Menu sehen (siehe http://refit.sourceforge.net/screen.html).
    Nun mit Hilfe der Pfeiltasten auf den zweiten Eintrag (Partitioning Tool) in der unteren Reihe gehen (Festplatte mit Pie-Chart). Dies zeigt einem an, ob die MBR Partitionstabelle (Teil der sogenannten Bios emulation) mit dem GPT (gehört zu EFI) synchron sind. Wenn nicht, dann synchronisieren. Dies müssen wir nach der Ubuntu Installation noch mal machen.
    Hinweis: Sollte man auch immer machen, wenn man sonst an seinen Partitionen geschraubt hat, z.B. mit gparted.
    Wer mehr über Bios, MBR, EFI, GPT, etc. auf dem Intel Mac wissen möchte, kann z.B. auf der rEFIT-Homepage gucken.

    3. (Optional falls man kein Kabel-LAN in der Nähe hat und unter Ubuntu gleich mit WLAN loslegen will) Zurück in Mac OS können wir noch WLAN Treiber für den ndiswrapper in Linux vorbereiten.

    Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
    Von Lenovo runterladen und auf dem Mac entpacken (man braucht cabextract oder ähnliches)
    http://www.thinkwiki.org/wiki/How_t...d_11a/b/g/n_Wireless_LAN_Mini_Express_Adapter (Hier wird auch die Installation unter Linux beschrieben)
    Oder man holt sie aus der Boot Camp Windows Treiber CD heraus (man muss etwas suchen und braucht unrar).
    Oder man befragt Google.
    Auf jeden Fall ist die einzige interessante Datei net5416.inf (groß oder klein geschrieben).

    Dies am besten auf einen externen Datenträger speichern und dazu folgende Anleitung in ein Text-Dokument:
    $ sudo apt-get install ndiswrapper-utils-1.9 ndiswrapper-common
    In den Ordner, in dem sich net5416.inf befindet, wechseln.
    $ sudo ndiswrapper -i net5416.inf
    $ sudo modprobe ndiswrapper

    Nun sollte man mit dem Network-Manager (nm-applet oben rechts) vorhandene WLANs sehen und sich mit ihnen verbinden können.
    Wenn man ndiswrapper weiter benutzen möchte, sollte man noch "ndiswrapper" in /etc/modules eintragen (ans Ende).
    Bei bestehender Netzwerk-Verbindung kann man auch den madwifi Treiber (open source) selbst kompilieren und installieren (siehe https://help.ubuntu.com/community/MacBook).

    4. Ubuntu installieren
    Ich habe die Alternate Install CD (Intel x86) genommen, da mir der alte Debian Installer sympathischer ist. Die findet man z.B. hier http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu-releases/feisty/
    Mit Brennprogramm der Wahl brennen.
    Booten und in rEFIT die CD auswählen.
    Sprache,Tastatur und Auflösung auswählen und Installation starten.
    Achtung: Ich habe diese ominösen lpj=8000000 Bootparameter-Einträge aus anderen Anleitungen nicht benötigt. Es gab keine Kernel-Panik-Attacken.

    Im Partitions-Dialog auf "Partition von Hand eingeben/Manual edit partition table" gehen. Im freien Platz auf der Platte eine Partion (ext3) für Ubuntu erstellen. Man könnte dazu auch eine extra Swap-Partition erstellen (etwa 1.5-fache Größe vom RAM). Oder man benutzt später ein Swap-File (bei mehr als 1GB RAM kann man sich mit der Entscheidung Zeit lassen, alles funktioniert auch erstmal ohne Swap).

    Hier könnte kann man auch Vorbereitungen für ein Triple-Boot-System machen, in dem man als letzte Partiton eine VFAT Partition für Windows erstellt (noch nicht getestet). Natürlich geht dann keine Swap-Partition mehr.

    Ich würde die Mac OS Partition erstmal nicht mounten (ist standardmäßig auch so, glaube ich). Und die EFI Partition sowieso nicht.

    Dann mit der Installation fortfahren. Komischerweise fragt mich der Installer nicht mehr, wohin er GRUB installieren soll. Es sieht aber so aus, als würde an den Anfang der Ubuntu-Partition geschrieben werden. Falls er in den emulierten MBR installiert wird, würde er wohl bei einer Windows-Installation überschrieben werden (nicht getestet).

    Wenn das System dann neustartet, benutzen wir wieder rEFIT, um die Partitionstabellen zu synchronisieren (siehe oben). Danach müsste man in Ubuntu (Pinguin auswählen) booten können. Bei mir gab es noch einen Filesystem-Check mit Korrektur. Aber nach nochmaligen Neustarten ist alles schön.

    5. Erste Schritte in Ubuntu
    Falls man ein Widescreen-Display hat (oder auch sonst), sollte man den intel Treiber von xorg installieren. (Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dieser auf der Installations CD ist).
    $ sudo apt-get install xserver-xorg-video-intel
    Dann i810 durch intel in der Device-Section von /etc/X11/xorg.conf austauschen und vielleicht noch gewünschte Auflösungen eintragen.

    Falls man kein Kabel-LAN aber WLAN hat, zuerst net5416.inf mit ndiswrapper installieren. Dazu die obige Anleitung auf dem externen Datenträger benutzen. Die ndiswrapper-Pakete sind auf der Installations-CD und lassen sich mit apt-get installieren, wenn die CD eingelegt ist.

    Hat man nun Netzwerk, kann man den madwifi Treiber installieren (siehe unter Common auf https://help.ubuntu.com/community/MacBook). Oder man ist erstmal glücklich mit ndiswrapper. In Gutsy wird der madwifi Treiber wohl drin sein.

    So, das war es erstmal. Noch zu erledigen oder zu testen:
    Suspend und Hibernate.
    Compiz.
    Zugriff auf HFS+ Partitionen.
    Windows nach Linux installieren (Da gibt es bestimmt Überraschungen).
    Starten der Ubuntu Installation mittels Parallels/VMWare (scheint etwas komplizierter zu sein).
     
  2. .marcel

    .marcel Gast

    Wie schaut es denn mit den diversen Schlafmodi aus? Bei mir will das nicht so recht klappen.
    Ebenso habe ich einen wirklich dürftigen Klang. Teilweise extremes Kratzen und Knacksen. Zudem will die systemweite Lautstärkeregelung nicht funktionieren.
     
  3. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    a) für welche Modelle ? W-LAN spezifisch ist mir keine Option bekannt die Atheros zum Laufen zu bringen. in der CD Architektur geht das, beim C2D nicht.

    b) ndiswrapper - nur bei 32 Bit Systemen. Die laufen instabil auf nem MacBook C2D.

    c) rEFIt ist nur dann zu empfehlen, wenn man kein OpenFirmware Passwort vergeben will.
     
  4. rgoetz

    rgoetz Boskoop

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    41
    Hallo,

    Hast du Lust diese Anleitung auf dem mcnix-wiki einzustellen? Dort soll eine Sammlung aller Mac-Linux relevanten Informationen entstehen.

    Bis dann

    R"udiger
     
  5. tfc

    tfc Ontario

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    Ich betreibe die Atheros Karte meines Macbook C2D mit den Madwifi-Treibern. Es ist aber die SVN-Version.

    Einziges Problem ist, dass nach starker Trafficbelastung der Karte dmesg immer wieder "fifo overrun" Meldungen ausgibt. Die Karte ist dann nur nach einem Reboot wieder benutzbar. Modul entladen und wieder neu laden bringt keinen Effekt.
    http://madwifi.org/ticket/1017

    Kann das mal hier einer ausprobieren mit der gleichen Hardware? Würde gerne wissen ob das an mir/meiner Maschine liegt oder doch am Treiber selbst liegt.

    rEFIt kann ich allgemein empfehlen.
     
  6. minimaclix

    minimaclix Gast

    Hi,
    danke für die Antworten.

    Zur Atheros-Karte (WLAN in Mac Mini, MB C2D, MBP(?)): Unter Feisty habe ich den neuesten Snapshot http://snapshots.madwifi.org/madwifi-trunk-current.tar.gz des madwifi Treibers installiert. Dieser hat funktioniert. Ich habe vielleicht noch keine hohe Trafficbelastung getestet, oder ich war dran gewöhnt, dass WLAN-Treiber abstürzen (ipw3495 im ThinkPad). Die ndiswrapper-Geschichte habe ich nur beschrieben, damit man mit sehr geringem Aufwand direkt nach Installation kabellos im Netzwerk ist, dann kann man ja die Entwicklerpakete und den madwifi Treiber installieren. Unter Gutsy (Tribe 5) funktioniert WLAN (mit madwifi) "out of the box" (sogar mit der Live-CD). Allerdings ist der Intel-Graphiktreiber noch etwas intabil, und somit ist Gutsy auf dem Mac Mini noch nicht zu empfehlen.

    Ich kann mir momentan keinen vernünftigen Grund vorstellen, auf dem Mac Mini oder MB ein 64bit Linux zu installieren, da in die Dinger ja eh nicht mehr als 2GB RAM reinpasst, oder?

    Zur Wechselwirkung von rEFIt und der OpenFirmware kann ich nichts sagen. Dafür kann ich sagen, dass rEFIT auch sehr praktisch ist, wenn man auf einer externen Firewire-HD eine weiter Mac OS X Installation hat, da man diese dann direkt starten kann (ohne das Startvolume auszuwählen). Das geht vielleicht auch, wenn man die CMD-Taste beim Starten gedrückt hält? Aber so hat man etwas Zeit zur Auswahl. Außerdem lässt sich Ubuntu (ab Feisty) ja auch ohne rEFIt starten (siehe hier https://help.ubuntu.com/community/MacBook), was ich aber nicht getestet habe.

    @rgoetz: Das sieht sehr interessant aus. Könnte man das als äquivalent zum ThinkWiki verstehen, welches meiner Meinung nach sehr nützlich und recht professionell ist? Vielleicht kann man sich da ja etwas abgucken? Wenn ich Feisty (statt Gutsy) wieder installiert habe, werde ich die Anleitung erweitern und den Artikel im Ubuntu-Wiki ergänzen (falls nötig). Ich werde mich auf jeden Fall dann auch auf eurer Seite umsehen. Es schadet ja nicht, wenn es Redundanz gibt. Ansonsten ist natürlich jeder frei, nützliche Teile der Anleitung zu nehmen und anderswo einzufügen.
    Gruß
     
  7. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Mal ne blöde Frage: wie bekomm ich die?
     
  8. minimaclix

    minimaclix Gast

    Hier:
    http://snapshots.madwifi.org/madwifi-trunk-current.tar.gz
    Entpacken und in das Verzeichnis wechseln, dann folgendes eingeben (du benötigst die build-essentials):
    $ make
    $ sudo make install

    Falls Du vorher per ndiswrapper den Windowstreiber installiert hast, vielleicht vorher deinstallieren und ndiswrapper aus /etc/modules entfernen. Eigentlich müsste danach der NetworkManager bzw. nm-applet funktionieren und WLANs anzeigen.
     
  9. Bier

    Bier Pomme au Mors

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    Kompiliert nicht...

    Was meinst Du genau mit build-essentials? Also ich krieg irgendwas von wegen Error3... bla make failed to build... Soweit ich weiß bringt Feisty gcc mit...
     
  10. .marcel

    .marcel Gast

    Was für ein Soundchip ist denn in den neuen minis mit C2D eingebaut? Wieder Sigmatel?
    Wie weiter oben schon gepostet, habe ich unter Feisty eine absolut grottige Soundausgabe mit meinem Intel mini 1Gen..

    Ich hoffe auf Gutsy, vll. funzt dann auch Standby.
     
  11. tfc

    tfc Ontario

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    "Build-essentials" heißt das Paket, das Du brauchst. aptitude install build-essentials

    dann müsste es gehen.
     
  12. minimaclix

    minimaclix Gast

    Genau, "sudo apt-get build-essentials" sollte alle notwendigen Pakete zum Kompilieren installieren. Habe gerade noch gelesen, dass vielleicht noch ein "sudo modprobe ath_pci" nach der Installation hilfreich ist. Wie gesagt, siehe hier: https://help.ubuntu.com/community/MacBook
     
  13. tfc

    tfc Ontario

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    Nicht apt-get benutzen. Aptitude ist unter Debian-Derivaten heutzutage das Tool der Wahl.
    (Im Hintergrund wird dabei sowieso apt-get benutzt, aber auf eine intelligentere Art und Weise.)

    Das "sudo modprobe ath_pci" wird entweder beim Boot automatisch gemacht (Der Kernel lädt dann automatisch die Module, die zur gefundenen Hardware passen) oder man muss es selbst machen, da man die WLAN-Karte ja nicht einfach mal eben ausstecken und wieder einstecken kann.
     
  14. minimaclix

    minimaclix Gast

    Ohne jetzt hier eine Diskussion lostreten zu wollen, besteht bei Ubuntu (seit Edgy) keine Notwendigkeit aptitude zu verwenden, da apt-get und synaptic selbst über eine autoremove-Funktion besitzen: http://wiki.ubuntuusers.de/aptitude. Um aptitude sinnvoll nutzen zu können, sollte man keine anderen Paketmanager, wie apt-get oder synaptic, verwenden. Da dies aber bei den meisten Ubuntu-Usern der Fall sein wird (ich finde synaptic sehr komfortabel), ist es besser auf aptitude zu verzichten.
     
  15. tfc

    tfc Ontario

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    348
    Wenn apt-get genauso wie Aptitude Flags auf die Pakete setzt, die anzeigen, ob Pakete vom User installiert wurden oder als Abhängigkeiten, dann gibt es keinen Grund mehr, Aptitude benutzen.

    Das kann es meines Wissens nach allerdings nicht.
     
  16. Sarah Nyn

    Sarah Nyn Kaiser Wilhelm

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    177
    Hm, wollt das mal ausprobieren. Bei mir will das "diskutil resizeVolume disk0s2 60G" irgendwie nicht. Das sagt immer

    Started resizing on disk disk0s2 Macintosh HD
    Verifying
    Resizing encountered error The underlying task reported failure on exit (-9972) on disk disk0s2 Macintosh HD

    Darüber find ich irgendwie nichts im Netz.
     

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