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TSMC: Chip-Produktion schwerer als erwartet von Erdbeben betroffen

Martin Wendel

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Das schwere Erdbeben in Taiwan am 6. Februar wird größere Folgen auf die Produktion des Halbleiterherstellers TSMC, der für Apple A-Series-Chips fertigt, haben, als bisher angenommen. TSMC ging davon aus, dass innerhalb weniger Tage wieder 95 Prozent der Maschinen einsatzbereit sind und die Produktion der Chips aufs Gesamtjahr gesehen nur um ein Prozent niedriger ausfällt. Nun gab das Unternehmen an, dass die Auswirkungen des Erdbebens doch größer sein werden.

Nähere Details nannte TSMC jedoch keine. Trotz der Beeinträchtigung geht das Unternehmen davon aus, die Umsatzziele für das erste Quartal 2016 zu erreichen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass TSMC als alleiniger Hersteller den Apple A10 für das iPhone 7 fertigen wird. Die Produktion des Apple A9 wurde noch auf Samsung und TSMC aufgeteilt, was aufgrund der unterschiedlichen Fertigungsart unter Dauerlast auch zu unterschiedlichen Leistungsdaten der Prozessoren führte.

Via AppleInsider

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Zuletzt gab es Gerüchte, dass TSMC als alleiniger Hersteller den Apple A10 für das iPhone 7 fertigen wird.
Die Frage ist, wer hat die Gerüchte getreu bzw. wer könnte an deren Verbreitung ein Interesse haben.
Ich kenne eigentlich keine Firma, die sich so abhängig machen würde von einem Zulieferer, wenn die Möglichkeit besteht, eine oder mehrere mit ins Haus zu holen.
Von Erdbeben über Streik bis hin zu politischen Sanktionen wäre fast unendlich viel denkbar, was die Zulieferkette beeinflussen könnte.
Eventuell sollen die Gerüchte auch nur unterstützend helfen die eigene Position zu stärken in den aktuellen Verhandlungen? ^^
 
Ich kenne eigentlich keine Firma, die sich so abhängig machen würde von einem Zulieferer, wenn die Möglichkeit besteht, eine oder mehrere mit ins Haus zu holen.
Den Apple A8 hat, wenn ich mich nicht täusche, auch TSMC alleine gefertigt. Und auch zuvor war es glaube ich nicht üblich, dass sich mehrere Firmen die Produktion teilen.
 
Ich kenne eigentlich keine Firma, die sich so abhängig machen würde von einem Zulieferer...
Ich kenne zwei Firmen die nach dem Tsunami in 2004 Pleite gingen weil sie nur einen Zulieferer für ein bestimmtes Bauteil hatten.

Und dieser fand es unrentabel das Werk neu aufzubauen.
 
Hatte Apple da die Möglichkeit der Wahl und wenn sie sich freiwillig für einen einzigen Zulieferer entschieden haben sollte, hat auch alles geklappt oder wir nur nichts mit bekommen ;)

Ich fände es persönlich halt riskant. Klar, Vertraglich ist sicher festgelegt dass der Zulieferer Schadenersatz leisten muss wenn er (aus welchen Gründen auch immer) nicht pünktlich liefern kann. Jedoch mal angenommen, Apple könnte Tage oder gar Wochenlang nicht liefern aufgrund fehlender Teile, welcher Zulieferer/Versicherer hätte die finanziellen Reserven den Schaden wirklich auszugleichen?

Na ja, im Herbst wissen wir verlässlich, wie sich entschieden wurde ;)
 
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Reaktionen: Farafan
welcher Zulieferer/Versicherer hätte die finanziellen Reserven den Schaden wirklich auszugleichen?
Ob der Schaden ausgeglichen werden kann oder nicht ist doch nebensächlich - was zählt ist doch einzig und allein ob wir unsere iPhones im Herbst rechtzeitig erhalten oder nicht ;-)
 
Womit wir wieder einmal sehen das es fatal wäre sich alleine von einem Zulieferer abhängig zu machen.

Ein alleiniger Zulieferer wäre nicht das Problem, wenn dieser Zulieferer zumindest einen zweiten Standort in einen anderen Erdteil (Kontinent) hätte.

Alle kritischen (für die Menschheit sehr wichtigen) Produktionen sollten eigentlich auf drei Kontinente aufgeteilt sein.
 
Naja, ein einziger Zulieferer bringt immer Abhängigkeiten mit sich.
Und kann somit auch mehr oder weniger Preise und Konditionen diktieren.

Eine "Second Source " sollte grundsätzlich immer bei allen Bauteilen vorhanden sein.
 
Alle kritischen (für die Menschheit sehr wichtigen) Produktionen sollten eigentlich auf drei Kontinente aufgeteilt sein.

Wobei ein iPhone sicher nicht unter für die Menschheit sehr wichtiges Produkt fällt. Versteht mich nicht falsch, ich kann das Telefon aus meinem Alltag auch kaum noch wegdenken, aber unverzichtbar ist es nicht. Außerdem verliert das alte iPhone seinen Nutzen ja nicht, wenn durch einen Produktionsausfall das neue iPhone ein halbes Jahr später erscheint.
 
.Ob es nun für die Menschheit wichtig ist oder nicht spielt in meinen Augen eine untergeordnete Rolle.

Viel mehr darf sich ein Hersteller nie in die Abhängigkeit von einem Zulieferer begeben. Das kann sehr schnell im Ruin enden oder im Falle eines börsennotierten Konzerns Milliarden Verluste bedeuten wenn es hier Schwierigkeiten bei der Teileversorgung gibt.
 
Soweit ich weiß verlässt sich z.B. die Autoindustrie nie auf nur einen Lieferanten, es sei denn dieser gehört sowieso zum Konzern und hat mehrere Standorte, welche weit genug voneinander entfernt sind.
Was eine Konzentration auf ein Land bedeutet, war damals nach dem Hochwasser in Thailand zu spüren. Da nutzen nicht einmal mehrere Lieferanten, wo diese im selben Landstrich ansässig waren.
Wenn schon mehrere Lieferanten, so müssen diese auch weit genug voneinander entfernt sein!
 
wenn durch einen Produktionsausfall das neue iPhone ein halbes Jahr später erscheint.
Es erscheint ja in der Regel nicht ein halbes Jahr später, sondern wird nur teurer, weil der Chip auch teurer wird.
Dieses Spielchen mache ich jetzt schon etwa 20 Jahre lang mit.
Vornehmlich mit RAM-Speicher und Prozessoren.
Erdbeben, Hochwasser, Vulkanausbrüche, und alle anderen Naturgewalten hatten bisher immer Einfluss auf den Preis am Weltmarkt.

Interessanterweise waren natürlich auch immer die Hersteller dieser Bauteile unmittelbar davon betroffen. Zu bestimmten Zeitpunkten schossen dann die Preise in die Höhe (meist bei Einführung neuer Produktgenerationen), weil die Firmen in "Grund und Boden" gebebt wurden und drei Wochen nach Markteinführung erstrahlte die Hütte wie aus Zauberhand wieder in neuem Glanz.

Um Gottes Willen, ich will auf gar keinen Fall irgendwelche Katastrophen für die beteiligten Menschen aus diesen Landstrichen herunterspielen. Aber es wird recht häufig für mich der Eindruck erweckt, dass man speziell in den Firmen nen umgefallenen Tisch zu einer produktionsbedrohenden und dadurch preistreibenden Katastrophe macht, wenn es denn gerade passt, weil in der Nähe tatsächlich ein schweres Erdbeben war. ;)